Zusammenfassung

In Folge 81 des Kriya Yoga Podcast Deutsch gehst du der Frage nach, ob zwischen Kriya Yoga und Politik überhaupt eine Verbindung besteht.

Ausgangspunkt ist eine Bemerkung des Kriya-Yoga-Lehrers Sri M, der politische Fragen nach deiner Darstellung bewusst aus seinen Fragerunden heraushält. Du nimmst dies zum Anlass, darüber nachzudenken, warum politische Äußerungen für spirituelle Lehrer problematisch sein können. Eingefügter Text(20261107-22250…

Deine Grundthese lautet: Kriya Yoga selbst ist zunächst unpolitisch. Es handelt sich um einen individuellen spirituellen Weg, der prinzipiell unter sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Bedingungen praktiziert werden kann. Gleichzeitig argumentierst du, dass politische Systeme durchaus Einfluss darauf haben können, wie frei spirituelle Lehren verbreitet, Gruppen gegründet und Übungen vermittelt werden können. Eingefügter Text(20261107-22250…

Du vergleichst dazu verschiedene Länder und kulturelle Räume. Indien beschreibst du als spirituelles Zentrum, während du in den USA besonders die religiöse und spirituelle Vielfalt hervorhebst. Für Deutschland nennst du unter anderem Yoga Vidya als bedeutenden Ort spiritueller Praxis. Eingefügter Text(20261107-22250…

An China und Russland diskutierst du anschließend deine Auffassung, dass politische Einschränkungen die Verbreitung spiritueller Bewegungen erschweren können. Dabei sprichst du unter anderem über Falun Gong, SRF, Ananda und eigene Erfahrungen aus Russland. Eingefügter Text(20261107-22250…

Eine wichtige Frage lautet dann:

Muss ein Kriya Yogi eine bestimmte politische Richtung vertreten?

Deine Antwort ist eindeutig: nein. Du hältst unterschiedliche politische Positionen grundsätzlich für mit Kriya Yoga vereinbar, solange die spirituelle Entwicklung und die innere Haltung nicht darunter leiden. Eingefügter Text(20261107-22250…

Danach schilderst du deine eigene politische Biografie: frühe Erfahrungen mit JU und CSU sowie später deinen Eintritt in die AfD 2016 und deinen späteren Austritt. Du stellst diese Erfahrungen ausdrücklich nicht als politisches Vorbild für andere dar, sondern als Teil deines persönlichen Entwicklungsweges. Eingefügter Text(20261107-22250…

Im weiteren Verlauf deutest du politische Tätigkeit zunehmend als ein mögliches Erfahrungsfeld für persönliche und spirituelle Entwicklung. Kriya Yoga sei ein „Haushälter-Yoga“ und kein Weg, der notwendigerweise aus dem gesellschaftlichen Leben herausführe. Eingefügter Text(20261107-22250…

Ein zentraler Gedanke der Folge lautet schließlich: Die Welt kann aus spiritueller Perspektive als eine Art Lern- und Erfahrungsraum betrachtet werden. Politische Konflikte können dann ebenfalls Gelegenheiten sein, sich selbst kennenzulernen und innere Reaktionen zu beobachten. Eingefügter Text(20261107-22250…

Gleichzeitig betonst du, dass politische Tätigkeit aus deiner Sicht nur dann sinnvoll ist, wenn sie nicht auf Hass oder innerer Feindschaft beruht. Wer politisch aktiv wird, sollte nach deiner Auffassung möglichst innere Harmonie und Liebe gegenüber allen Menschen bewahren. Eingefügter Text(20261107-22250…

Am Ende stellst du die Prioritäten noch einmal klar: Für einen Kriya Yogi steht zunächst die eigene spirituelle Entwicklung im Vordergrund. Du greifst dazu den Satz auf:

„Suche zuerst das Reich Gottes, dann wird dir alles andere hinzugegeben.“

Die Verbesserung der Welt beginne deshalb zunächst im eigenen Inneren. Politisches Engagement könne hinzukommen, wenn es zur eigenen Aufgabe gehört und die spirituelle Entwicklung unterstützt.

Strukturiertes Transkript (claude)

Kriya Yoga und Politik – gehört das zusammen?

8. Nov. 2026 · @Bernd

Eine Frage, die kluge Meister meiden

Hallo, liebe Freunde des Kriya Yoga. Heute beschäftigen wir uns mit der Beziehung zwischen Kriya Yoga und Politik. Gibt es überhaupt eine?

Es gibt einen lebenden Kriya-Yoga-Meister, Sri M, der aus einer muslimischen Familie stammt. In einer Fragerunde hat er einmal gesagt: „Alles könnt ihr fragen, nur nicht zur Politik.“ Das ist natürlich klug, denn mit Politik kann man jemanden durch die Gassen treiben.

Von Yogananda heißt es – ich weiß nicht, ob das wirklich so stimmt –, er habe in den 1930er-Jahren einmal Hitler gelobt. Er soll sinngemäß bemerkt haben, wie froh Deutschland sein könne, einen Hitler zu haben. Das wurde ihm später natürlich vor die Füße geworfen, und daraus wurden irgendwelche Schlüsse gezogen. Auch das kann passieren. Am besten sagt man also überhaupt nichts zur Politik.

Kriya Yoga ist eine zutiefst individuelle Angelegenheit

Im Grunde gibt es keine richtige Beziehung zwischen Kriya Yoga und Politik. Kriya Yoga ist eine tief individuelle, spirituelle Angelegenheit. Man kann ihn völlig unabhängig von politischen, materiellen, psychischen oder sonstigen Zuständen ausüben.

Allerdings sind manche Bedingungen zuträglicher als andere. Schauen wir nach Indien: Dort gibt es große Armut, es gibt Demokratie und sehr viel Spiritualität. Sehr viele erleuchtete Wesen kommen aus Indien und befruchten mit ihrem Dasein, ihren Schriften und ihren Projekten die ganze Welt – im Vergleich zu anderen Ländern so viele, dass es kaum zu glauben ist, wenn man es sich wirklich vergegenwärtigt.

Vielen geht das am Schirm vorbei, sie merken es gar nicht. Aber Indien ist definitiv immer noch das spirituelle Herzzentrum der Welt.

Amerika: ein freier spiritueller Markt

Amerika, würde ich sagen, holt auf. Das hat auch mit den politischen Zuständen zu tun, die dort Freiheit in der religiösen Betätigung zulassen. Viele religiöse Gruppen sind nach Amerika ausgewandert, um der Unterdrückung in ihrer Heimat zu entfliehen. Das kennen wir alle.

Deshalb gibt es in den USA eine richtige Konkurrenz, einen spirituellen Markt, wie man ihn sich eigentlich nur wünschen kann. Es ist alles erlaubt, es gibt viele Freiheiten. Es gibt nicht die Dominanz von einer oder zwei Gruppen wie in Deutschland mit der katholischen und der evangelischen Kirche. Im Grunde sind auch das nur Sekten – große Sekten, aber nicht anders.

Es wird ja immer über Sekten gelästert, und dann werden bestimmte Gruppen als Sekten abgekanzelt. „Übel“ möchte ich die Großkirchen nicht nennen. Aber sie sind zumindest nicht besser als andere: Wenn man die anderen als „übel“ bezeichnet, müsste man sie eigentlich auch so bezeichnen. Wer die Wortmacht hat und die Medien mit im Boot, der teilt eben gegen kleine Gruppen aus. Die tonangebenden, großen werden immer bevorzugt, auf sie wird Rücksicht genommen. Bei den anderen wird alles falsch oder extremer ausgelegt.

Das hat sich ein bisschen gebessert. Aber in Amerika gibt es solche dominanten Gruppen eben nicht. Es gibt dort vieles, was vielleicht nicht so schön ist, und auch viel mehr Extreme als bei uns. Doch so, wie es dort im Schlechten vielleicht mehr Freiheit gibt, gibt es definitiv auch im Guten sehr viel mehr Freiheit – und da blüht eben die Spiritualität. Viele Lehrer aus Indien haben sich dort angesiedelt, und so tut sich in Amerika spirituell einiges. Es gibt dort ein ganz anderes Diskussionsniveau und ein ganz anderes spirituelles Niveau als in Deutschland.

Deutschland und Yoga Vidya

Deutschland ist vielleicht auch nicht so schlecht dran. In Europa haben wir speziell Yoga Vidya. Das ist sehr bekömmlich für Deutschland und, glaube ich, sogar für ganz Europa; auch aus dem Ausland kommen viele dorthin. Yoga Vidya ist definitiv ein spiritueller Kraftort. Dorthin werden auch viele spirituelle Lehrer aus Amerika, aus Indien und von anderen Orten eingeladen. Das ist gut, und so kann sich auch bei uns etwas entwickeln.

Man muss also ganz klar sagen: Die politische Situation wirkt sich großflächig durchaus aus.

Kriya Yoga unter Diktaturen: China und Russland

Man kann Kriya Yoga in jedem politischen System praktizieren, weil es eine sehr unauffällige Religion ist. Man übt sie eigentlich nicht in der Öffentlichkeit, sondern zieht sich zum Meditieren und zur Kriya-Praxis zurück – das geht überall, ob in einer Diktatur oder anderswo.

Wenn ein Staat es aber darauf anlegt, spirituelle Praxis oder spirituelle Gruppen zu verfolgen, hat man es in einem diktatorischen System wie China natürlich sehr schwer. Dort gab es die Falun-Gong-Bewegung. Ich bin da nicht tiefer eingestiegen, aber dort wird im Lotussitz meditiert. Eine solche spirituelle Praxis ist für sich genommen schon ein Qualitätskriterium.

Denn dann gibt es nicht nur jene Religiosität, bei der man betet und Zeremonien ausführt. Man setzt sich hin, versenkt sich und bleibt still sitzen. Das ist ein ganz anderes Niveau als gewöhnliche Religiosität – und selbst diese wird in China ja zurückgedrängt. Die Falun-Gong-Bewegung, die in China sehr schnell Zulauf bekam, wurde aufs Brutalste unterdrückt.

China ist im Grunde ein spirituelles Land mit spirituellem Potenzial. Aber es wird von der chinesischen Diktatur unterdrückt – das darf man öffentlich natürlich nicht so sagen, aber wenn das keine Diktatur ist, was dann? Dadurch kann sich das spirituelle Leben nur sehr schlecht entwickeln, und so ist auch der Kriya Yogi indirekt von solchen politischen Gegebenheiten betroffen.

Shibendu Lahiri ist eigentlich überall hingefahren und hat Kriya Yoga unterrichtet, auch in Russland. Andererseits ist in Russland die SRF, der eigentliche Wasserträger des Kriya Yoga, nicht heimisch geworden. Ich glaube, ab und zu sind einige Mönche dorthin gefahren, aber eine Gruppe hat sich nicht gebildet. Auch Ananda hat in Russland ein bisschen etwas versucht, ebenso Yoga Vidya.

Ich war 2014 und 2015 zweimal in Russland. Spiritualität gibt es dort definitiv. Aber sie ist trotzdem ziemlich eingeschränkt – jetzt, durch die Verhältnisse dort und den Krieg, wahrscheinlich noch mehr. Ich denke oft an die vielen netten und interessanten Menschen zurück, die ich dort getroffen habe. Andererseits muss ich sagen: Sie sind politisch unfrei, ihr politisches Denken ist unfrei.

Die politische Situation hat also indirekt Einfluss darauf, ob man Kriya Yoga verbreiten und praktizieren kann. Wer in einem Land geboren ist, in dem es diese Verbreitungsmöglichkeiten nicht gibt, ist natürlich nicht so gut dran. In den 1980er-Jahren bin ich auf die „Autobiografie eines Yogi“ gestoßen und habe mir die Lehrbriefe zusenden lassen. Dafür bin ich immer noch dankbar, denn es war für mich ein sehr großer Segen. Wenn das in einem Land nicht so leicht möglich ist – möglicherweise in Russland –, dann werden die Lehrbriefe auch nicht auf Russisch herausgegeben. Indirekt gibt es also definitiv einen Zusammenhang.

Gibt es eine politische Richtung des Kriya Yoga?

Gibt es aber für die spirituelle Praxis selbst irgendwelche politischen Vorlieben?

Wenn ich sage, dass bestimmte politische Systeme der Verbreitung spiritueller Praxis nicht zuträglich sind, dann bin ich grundsätzlich für Systeme, in denen die Spiritualität die Freiheit hat, sich auszubreiten, und nicht unterdrückt wird. Auch in islamischen Ländern ist eine solche freie Spiritualität, glaube ich, eher nicht so leicht möglich oder mit gewissen Problemen verbunden. Selbst so etwas wie Yoga Vidya gibt es dort wahrscheinlich nicht so leicht.

Ich bin also bestrebt, hier ein offenes, freies System zu haben, und möchte das auch unterstützen. Das ist relativ logisch. Allerdings bewege ich mich mit solchen Urteilen auf der menschlichen Ebene. Wenn man tief in die Spiritualität und in die Meditation hineinkommt und das Leben von dort aus betrachtet, gilt: Wer Kriya Yoga praktiziert, dem ist keine bestimmte politische Richtung vorgeschrieben. Extrem sollte sie, glaube ich, nicht sein – das ist von Vorteil. Ansonsten kann man als Kriya Yogi, wenn man sich politisch betätigen will, die verschiedensten Parteien mit Überzeugung vertreten.

Natürlich kann man sich auch ganz heraushalten. Das hängt von den individuellen Gegebenheiten und Entwicklungsprozessen ab. Ist man in einer Phase, in der man sich von solchen Dingen ganz frei macht, dann ist das gut. Man sollte in sich hineinspüren, ob das, was man vorhat, gut für einen ist – und dann kann man es tun.

Meine eigenen Ausflüge in die Politik

Im Laufe meines Lebens hat sich auch bei mir mehrmals das Bestreben gezeigt, politisch aktiv zu werden: einmal Ende der 1980er-Jahre und dann noch einmal in den 2010er-Jahren. Der Grund dafür war vor allem ein egoistischer. Natürlich wollte ich damit auch etwas erreichen. Aber im Grunde habe ich die politische Betätigung für meine eigene menschliche und spirituelle Entwicklung genutzt, weil sie mir Vorteile brachte: Beziehungen, neue Menschen, Einsichten in Lebensbereiche, die ich noch nicht kannte.

Zuerst war ich, als ich in Stuttgart studierte, in der Jungen Union und der CDU. Das war ein Anflug nach der ersten Phase meiner Spiritualität, nachdem ich mich von meinen Eltern gelöst und zurückgezogen hatte. Ich suchte Anschluss und hatte auch ein bisschen die Allüren, aktiv zu sein und vielleicht etwas in der Welt zu bewegen. Denn das Selbstbewusstsein wird durch solche spirituellen Lehren teilweise ziemlich gestärkt. Ich habe ein, zwei Jahre hineingeschnuppert und dann gemerkt, dass ich dafür eigentlich nicht geeignet bin. Dann habe ich mich wieder anderem zugewandt, vor allem wieder der Spiritualität. Ich habe verschiedene spirituelle Wege erforscht, und auch die Sexualität und die Beziehung zu Frauen kamen dann.

2016 bin ich dann aus tiefer Überzeugung der AfD beigetreten – auch, weil ich wissen wollte, was da wirklich abgeht. 2015 wurde ja schon sehr viel Negatives über diese Partei berichtet. Als sie 2013 gegründet wurde, war ich gerade in Indien und habe das nicht so mitbekommen. Aber 2016 dann, nach der Kölner Domplatte …

Ich bin für Vielfalt und für die Unterstützung der Benachteiligten auf unserer Welt, und ich habe es gerne, wenn wir Ausländer im Land haben. Aber alles muss Maß und Ziel haben. Mein Anliegen war, diesem Unmaß, diesem Übermaß in eine Richtung etwas entgegenzustellen. Dieses Ausmaß konnte ich nicht unterstützen und kann es auch heute nicht. Ich bin voll davon überzeugt, dass es wichtig war, die AfD zu unterstützen – gegenüber den anderen Parteien, vor allem gegenüber einer Frau in den anderen Parteien, die das Sagen hatte und offensichtlich kein Maß und keine Mitte mehr hatte. Lange Zeit wurde das ja abgestritten.

Jetzt kommen die Parteien so langsam selbst darauf. Vor einigen Jahren haben sie die AfD noch für genau die Worte und Maßnahmen abgekanzelt und als Nazis bezeichnet, die sie heute selbst benutzen und verwirklichen wollen. Aber gut, das geschieht ja immer noch.

Dabei will ich nicht sagen, dass das, was ich vertreten habe, das Beste, das Wahre, das Richtige ist, das alle tun müssen. Es war das Richtige für meine Lebenssituation, für mein Verständnis und auch für meine spirituelle Entwicklung. Im Grunde hat alles, was ich gemacht habe und mache, mit meiner spirituellen Entwicklung zu tun. Für den einen passt das, für den anderen nicht.

Kriya Yoga als Yoga des Haushälters

Kriya Yoga ist ja kein Yoga, bei dem man sich aus der Welt herausnimmt. Er ist der Yoga des Haushälters, also eines Familienmenschen, der im täglichen Leben und im sozialen Gefüge mit dabei ist und auch seine Religion nicht verlassen muss. Er praktiziert eine potente spirituelle Technik und gewinnt dadurch ein gewisses Verständnis für Zusammenhänge. Da ist es ganz natürlich, dass man das auch nach außen tragen will. Das ist eine Samyama-Mechanik – auch wenn man nicht sagen kann, dass eine bestimmte Richtung gut ist.

Die Herausforderung, sich als innerlich ganz anders Denkender mit vielen anderen Menschen auseinanderzusetzen, hat jedoch ihren Wert. Ich habe sehr einsam und zurückgezogen gelebt. Ich war in keiner Firma, wo man ständig Kontakt hat, sondern bin selbstständig geworden; meine weltlichen Berufsziele haben sich alle nicht verwirklicht. Die Politik war ein Weg, neue Menschen kennenzulernen. Das hilft, sich selbst verstehen zu lernen, und gibt Impulse für den spirituellen Weg.

Ich habe dabei auch Einblicke gewonnen, gerade im Vergleich zu dem, was ich bei der CDU und der Jungen Union kennengelernt hatte. Bei der AfD war vieles sehr schön und erfreulich, natürlich nicht alles. Aber diese Abkanzelung und Verteufelung durch die sogenannten – man muss ja sagen: selbst ernannten – demokratischen Parteien kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.

Ausgetreten bin ich dann, weil die AfD die Ukraine nicht unterstützt. Eigentlich bin ich auch ein bisschen hinausgeekelt worden. Dort gibt es mehr Putin-Freunde, und das konnte ich nicht vertreten. In einer innerparteilichen Diskussion habe ich meinen Mund aufgemacht, was nicht gern gesehen war. Im Forum, in dem ich mich immer geäußert hatte, wurde mir dann das Schreibrecht genommen. Da war für mich klar, dass ich in dieser Partei nichts mehr zu suchen habe.

Ganz übereingestimmt habe ich ohnehin nie mit allem; meine Positionen waren teils anders. Ich wollte etwas in diese Partei hineintragen, weil man dort Möglichkeiten zum politischen Aufstieg hatte. Das hat nicht so funktioniert. Trotzdem kann ich das, was diesen Leuten in der Sache vorgeworfen wird, nicht nachvollziehen. Nach meiner Erkenntnis und nach dem, was ich höre und weiter verfolge, ist das definitiv nicht ganz sauber.

Die Welt als Schauspiel

Meine Erklärung dafür ist: Die Leute, die sich draußen politisch so hineinsteigern, nehmen es zu ernst. Für mich ist das mehr wie ein Spiel. Die ganze Welt ist ein Schauspiel, das Gott, das Leben, das kosmische Bewusstsein für uns baut. Diese Situationen bieten uns Gelegenheiten, spirituell und menschlich zu wachsen. Wir können Fehler machen, sogar Verbrechen begehen, um daraus zu lernen; wir erleiden Ungerechtigkeit und Schmerz, um daraus unsere Konsequenzen zu ziehen. Dafür ist die Welt da.

Im Grunde muss man sich mit allem arrangieren können, zumindest wenn man spirituell unterwegs ist. Dann sieht man alles mehr sportlich: Man kämpft gegeneinander, aber es sollte nie ernst werden.

Ernst wird es dort, wo man andere physisch verletzt. Das ist eine Grenzüberschreitung, die nicht zu dulden ist. Bei Worten ist das anders: Schauspieler sprechen in Filmen oft beleidigend und machen Äußerungen, die unter das Strafgesetzbuch fallen würden, und werden nicht verfolgt. Wenn aber jemand während der Dreharbeiten einen anderen erschießt – wie bei jenem Fall in Amerika, wo jemand eine geladene Pistole abgefeuert hat, obwohl er, glaube ich, nichts dafür konnte –, dann wird er richtig angegangen.

Das ist der Unterschied: ob man jemanden physisch verletzt oder mit Worten. Natürlich gibt es Menschen, die Worte nicht verkraften. Und wenn Leute zu physischer Gewalt bereit sind und ihre Worte schon als Vorboten dafür wählen, dann ist es gut einzuschreiten. Aber solange man Leuten nach gesundem Menschenverstand nicht zutrauen muss, dass sie etwas anstellen, sind Worte nicht gefährlich und auch nicht schädlich. Man muss eben lernen, damit umzugehen. Im Bewusstsein, dass die Welt ein Spiel ist, funktioniert das.

Ist Spiritualität in Deutschland frei?

Politik hat es also nicht einfach; sie muss sich mit sehr vielen Gegebenheiten auseinandersetzen, und man kann verschiedene Richtungen vertreten. Als Kriya Yogi widerspricht es, würde ich sagen, keiner Ethik, sich politisch zu betätigen. Natürlich gibt es immer welche, die einem das vorwerfen und alle Äußerungen so auslegen, als halte man moralische oder ethische Standards nicht ein. Darum ist es wahrscheinlich die klügste Entscheidung, über Politik nichts zu sagen.

Andererseits: Was, wenn die Spiritualität unter die Räder zu kommen droht, wie in China oder anderen diktatorischen Gefilden? Auch in Russland ist sie, denke ich, nicht ganz frei. Und auch in Deutschland ist die Spiritualität nicht frei.

Bestimmte Großreligionen werden geduldet; sie sind das Maß aller Dinge, sie setzen die Standards. Alles, was davon abweicht, gilt mehr oder weniger als Sekte. Davor wird gewarnt, es wird immer ins schlechte Licht gerückt. So wurden wir erzogen. Das ist kein Biotop, in dem Spiritualität frei gedeihen kann. Sobald eine Gruppe etwas größer wird, wird massiv dagegen geschossen. Ich weiß nicht, wie das bei Scientology genau ist. Aber ganz geheuer ist mir auch nicht, wie sie verunglimpft werden und wie gegen sie vorgegangen wird, als wäre das, was sie dort machen, etwas ganz Schlimmes. Es ist vielleicht ein bisschen anders als das, was man von den Großreligionen gewohnt ist.

So war es auch bei Yoga Vidya: Nur weil sie es anders machen, nicht in den gewohnten Bahnen, wird ihnen gleich alles Mögliche vorgeworfen. Um von unseren gnädigen Richtern als Religion oder auch nur als Weltanschauung anerkannt zu werden, müssen sie sich Praktiken unterziehen, die sich diese Richter eben vorstellen. Dabei ist Yoga Vidya nach meinem Verständnis definitiv die spirituellste und reinste Kraft, die wir in Deutschland haben. Rein mögen auch andere sein – aber in dieser Größe, mit diesem Turbo, mit diesem Übertragungsriemen von Spiritualität in die Gesellschaft gibt es nichts Vergleichbares.

Die Anthroposophie ist inzwischen natürlich auch breit verwurzelt. Sie hat aber viel früher angefangen, und da ist eine gute Basis da. Über Medizin, Körperpflege, Ernährung und das Schulsystem wird dort einiges geleistet. Aber tiefere Spiritualität, richtige Spiritualität mit spiritueller Praxis, geschieht über Yoga Vidya. Und dagegen wird geschossen, was sehr traurig ist.

In wirklich freien Ländern gäbe es das nicht. Deutschland ist definitiv keines – wegen des Dualismus der tonangebenden Kräfte in unserem Land. Das ist ganz logisch: Ohne spirituelle Übungen, ohne spirituelle Praxis, ohne tiefe Spiritualität bleibt man in der Dualität verhaftet. Dann braucht man Gut und Böse, um sein Weltbild im Gleichgewicht zu halten, und verdammt die einen. Gibt es keine Guten und Bösen, versteht man die Welt nicht mehr. Darum muss jemand gefunden werden, der der Sündenbock ist. Das ist seit Jahrhunderten so. Es ist graduell besser geworden, aber die Menschheit insgesamt muss sich noch herausarbeiten. Die vielen Konflikte sind eben die Widerspiegelung des Bewusstseins eines Großteils der Menschen.

Wo wir geboren werden, ist Schicksal

Als Kriya Yogi kann man sich glücklich schätzen, in einem Land geboren zu sein, in dem man Zugang zu dieser Praxis hat. Wo man geboren wird, regelt das große Gesetz; es ist im Grunde Schicksal. Man wird wahrscheinlich dort geboren, wo man die Erfahrungen macht, die gut für einen sind. Dazu gehört vielleicht auch, in einer Diktatur geboren zu werden und zeitweise von spirituellen Techniken abgeschnitten zu sein.

Wenn man dann auf die spirituellen Techniken stößt und ihren Wert erkennt – so ist es zumindest bei mir –, fokussiert man sich darauf, und alles im Leben verschiebt sich. Man ist gesellschaftlich nicht mehr so aktiv; je nachdem, welche Menschen man braucht, wird alles so geregelt. Deshalb muss man sich auch als Kriya Yogi nicht in der Politik betätigen, selbst wenn man erkannt hat, dass es gewisse unerfreuliche Entwicklungen gibt. Im Grunde regelt das der große Urgeist, die Ursonne, der Zentralmagnet, das kosmische Bewusstsein. Es managt und regelt alles. Als Kriya Yogi muss man seine spirituellen Übungen machen.

Zwei Voraussetzungen für politisches Engagement

Wenn es hineinpasst und für die spirituellen Übungen förderlich ist, kann man sich auch politisch betätigen. Das ist die erste Voraussetzung. Die zweite: Man muss alles mit Liebe tun können. Wer in seiner politischen Arbeit alles mit innerer Harmonie durchstehen kann – oder zumindest mit dem festen Vorsatz, keinen Hass und keine negativen Gefühle zu entwickeln –, der kann sich hineinwagen. Aber auch für einen Kriya Yogi ist das, glaube ich, nicht leicht durchzuhalten. Ob es sinnvoll ist, muss jeder selbst entscheiden.

Gewisse Erfahrungen zu machen, ist definitiv gut: mal hineinzuschnuppern, zu sehen, wie es in der Politik zugeht, welche Menschen das sind, welche Ziele sie haben und wie sie motiviert sind. Das fand ich sehr interessant. Und natürlich: Wenn man in unserer Welt den Kopf herausstreckt, versucht man leicht, einen zu köpfen. Das gehört dazu.

Aber als Kriya Yogi nimmt man ja, wie gesagt, alles sportlich. Das sind alles gute Erfahrungen, die einen menschlich und spirituell weiterbringen. Darum kann ich eigentlich nicht davon abraten. Wie und wo man es tut, muss jeder selbst wissen. Man gerät in seichtes Fahrwasser, in dem man leicht unter die Räder kommt.

Der spirituelle Lehrer hält sich heraus

Als spiritueller Lehrer ist es, würde ich sagen, klug, sich herauszuhalten und keine Urteile zu fällen, wie es ja auch Sadhguru macht. Der ist bei Putin, der macht etwas mit der UN. Man muss ein gewisses Gespür haben, in manchen Dingen doch sein Credo durchzuziehen und keine Scheu zu haben. Aber auch das muss jeder selbst entscheiden und verantworten.

Wer zu offen seine Meinung sagt oder zu konkrete Positionen vertritt, schlägt damit ganz klar Türen zu. Wer sich alle Türen offenhalten will, sagt am klügsten überhaupt nichts zur Politik. Denn man kann Kriya Yoga und Spiritualität überall ausüben, und als Yogi politische Entwicklungen beeinflussen zu wollen, ist, glaube ich, nicht unsere Aufgabe und hat auch keinen Sinn.

Dafür sind wir gar nicht geeignet. Unsere Aufgabe ist, tief in die Stille zu gehen und andere Menschen mitzunehmen. Auf diesem Weg werden Menschen ermächtigt, sich selbst und der Gesellschaft gegenüber aufzutreten, Urteile zu fällen und ihre Stimme abzugeben – das kann man ja geheim tun –, damit die Entwicklung in die richtigen Bahnen läuft. Mehr muss man nicht tun.

Die Beziehung aus der Makroperspektive

Also: Gibt es eine Beziehung zwischen Kriya Yoga und Politik? In der Makroperspektive gibt es gewisse Beziehungen. Spiritualität ist nach meiner festen Überzeugung die Grundvoraussetzung dafür, dass die Welt einmal zu Frieden und Ruhe kommt. Und ihre Förderung und Verbreitung gelingt in manchen politischen Systemen leichter und besser als in anderen. Das heißt aber nicht, dass man sich politisch betätigen muss.

Man kann natürlich diejenigen unterstützen, die nach der eigenen Meinung die Besseren sind – was keine absolute Meinung sein muss. Aus der eigenen Perspektive kann man unterstützen, wen man will, und sich ruhig auch politisch betätigen, um Erfahrungen zu sammeln – solange die spirituelle Praxis nicht beeinträchtigt, sondern sogar gefördert wird. Denn wenn sie nicht gefördert wird, denkt man vielleicht, man könne das leicht wegstecken; so leicht ist das aber nicht. Auch auf spirituellem Gebiet gibt es genügend Möglichkeiten, sich zu betätigen. Man muss sich nicht politisch betätigen. Es ist gesund, die Politik einmal von innen zu erleben. Und ich habe mir gedacht: Es muss auch einmal spirituelle Menschen in der Politik geben.

Aber in Deutschland ist die Zeit, glaube ich, noch nicht reif dafür, dass wirklich spirituell Hochstehende eingreifen. Die Entscheidungen werden heute nicht unter spirituellen Gesichtspunkten getroffen. Man wird aussortiert, es fehlt das Verständnis für so etwas und für seinen Wert, und die Zeit, in der man es braucht, ist noch nicht da. Deshalb halten wir uns zurück.

Wir nutzen die Politik, wenn sie auf unserem spirituellen Weg eine Rolle spielen soll. Ansonsten halten wir uns heraus. Wir bleiben sportlich und nehmen nichts ernst. Man kann dann auch einmal etwas sagen, das hasserfüllt oder extrem erscheinen mag – aber eher wie ein Schauspieler, der seine Rolle spielt, ohne auf einer inneren Ebene etwas Negatives gegenüber anderen Teilen des Seins zu empfinden. Denn in die Politik sollte man sich definitiv nur wagen, wenn man die Einheit der Welt erkannt hat und Liebe für alle aufbringen kann. Dafür muss man nicht herumlaufen und sagen: „Ich bin jetzt Jesus oder Mahatma Gandhi.“ Diesen Weg haben andere gespielt. Man kann als ganz normaler, unauffälliger Politiker auftreten und im Inneren eben fühlen, was man fühlt.

Große Seelen an Wegmarken der Geschichte

So ist, glaube ich, auch Gorbatschow aufgetreten – als Kommunist in der Kommunistischen Partei. Er war vielleicht etwas unbewusster, aber mit seiner Einsicht und als Mensch trotzdem ziemlich fortgeschritten, auch wenn er keine spirituelle Praxis verfolgt hat. Sicher war er dafür vorbereitet, durch spirituelle Praxis in früheren Leben – definitiv in früheren Leben –, und hat es durchgezogen.

An Wegmarken der geschichtlichen Entwicklung werden, glaube ich, Menschen eingesetzt, die spirituell wirklich fortgeschritten sind. So soll ja auch Yogananda in einer Inkarnation im 11. Jahrhundert Wilhelm der Eroberer gewesen sein. Damals setzte er von der Normandie nach England über und eroberte das Land. Das hat Yogananda selbst bestätigt. Er war also richtig aktiv in der Politik. An solchen Wegmarken werden bestimmte Seelen eingesetzt, um etwas zu erreichen, das von den höheren Welten gesteuert oder erwünscht ist.

Wir Normalsterblichen sind dagegen noch nicht in der Phase, in der wir groß etwas bewegen können. Für uns ist es wichtig, durch unsere spirituellen Übungen zu wachsen. Das andere tut man, wenn es hineinpasst, wenn es einem nützt und förderlich ist.

Suche zuerst das Reich Gottes

Es heißt ja auch: Suche zuerst das Reich Gottes, dann wird dir alles andere hinzugegeben. Das schließt auch alles ein, was du dir politisch wünschst – du erreichst es dadurch, dass du zuerst das Reich Gottes suchst.

Das ist das Betätigungsfeld, das uns eigentlich vorgeschrieben ist: zuerst in uns das Reich Gottes zu suchen und zu finden. Haben wir es in uns gefunden, dehnen wir es aus – auf unsere Familie, unsere Gemeinde, unsere Stadt, unseren Bezirk, unseren Landkreis, unser Land, unseren Staat, unseren Kontinent und auf die Erde. Solange man den Frieden nicht in sich selbst gefunden hat, ist es eigentlich kontraproduktiv, in äußere Aktivitäten zu gehen, um die Erde zu verbessern.

Denn am wirksamsten verbessern wir sie in uns selbst. Wenn wir uns selbst vervollkommnen, vervollkommnen wir die Erde am effektivsten. Alles, was stattdessen im Äußeren geschieht, ist minderwertige, zweitrangige Aktivität – „Procrastination“, also ein Hinauszögern dessen, was eigentlich wichtig ist. Das ist natürlich erlaubt: für diejenigen, die nicht fähig oder nicht willens sind oder nicht die Willenskraft aufbringen, zuerst an sich selbst zu arbeiten. Sie sammeln in der äußeren Welt, auf Seitenwegen, auf „Sidechains“, Kraft, um das wirkliche Ziel vielleicht noch in dieser oder in einer anderen Inkarnation anzugehen.

Wenn man aber sagen kann: Ich habe auf meiner Suche nach Gott gefunden, was ich gesucht habe. Ich weiß, wohin es geht, was wichtig ist, was mein Lebenssinn und meine Aufgabe ist – und ich erkenne meine Aufgabe auch darin, mich zusätzlich zu meinen spirituellen Aktivitäten politisch zu betätigen. Was ist dann dagegen einzuwenden?

Das Leben ist dazu da, dass wir, nachdem wir aus der Einheit herausgefallen sind, in die Einheit zurückkehren. Das ist Vervollkommnung: voll werden, wieder ganz werden, wieder eins werden. Leisten wir das im Inneren zu 100 Prozent, können wir zusätzlich auch im Äußeren einen Beitrag leisten. Denn wenn die äußere Welt vollkommener wird, fällt es den Seelen tendenziell leichter, sich der Selbstvervollkommnung zu widmen. Manchmal bedingen sich beide sogar: Die Selbstvervollkommnung und die konstruktive Tätigkeit in der äußeren Welt befruchten sich gegenseitig und steigern ihre Wirkung. Dann ist es natürlich sinnvoll.

Im Sinne des Kriya Yoga ist es also jedermanns eigene Sache, darüber zu entscheiden, und niemand braucht einem hineinzureden. Gott ist in jedem. Wer auf dem spirituellen Pfad ist, muss diese Entscheidungen selbst treffen. Man kann natürlich immer sagen, eine Entscheidung sei falsch. Trotzdem ist sie insofern immer richtig, als man erst durch das eigene Tun zu der Einsicht kommt, dass etwas irgendwann nicht mehr richtig oder sinnvoll ist. Auch das ist wertvoll.

Fazit: Mehr spirituelle Menschen in der Politik

Es wäre wünschenswert, wenn mehr spirituelle Menschen in der Politik wären. Dagegen ist nichts einzuwenden. Wer das aus freien Stücken, nach freier Überlegung und aus der Erkenntnis heraus, dass es sein Weg ist, auf sich nehmen will, der soll es nur tun.

So viel zur Frage, welche Beziehung zwischen Politik und Kriya Yoga besteht.

Hari Om Tat Sat, Namaste! Tschau!

Leicht überarbeitetes Transkript

Hallo, liebe Freunde des Kriya Yoga. Heute wollen wir uns mit der Beziehung von Kriya Yoga mit Politik beschäftigen. Gibt es eine Beziehung? Es gibt einen Kriya Yoga Meister aktuell, einen lebenden, den Sri M, glaube ich, wird er genannt M, Sri M, muslimische Vergangenheit. In so einer Fragerunde hat er gesagt: „Alles könnt ihr fragen, nur nicht zur Politik.“ Das ist natürlich klug, denn mit Politik kann man einen durch die Gassen treiben.

Ich weiß noch von Yogananda, ich weiß es nicht, ob das wirklich so stimmt, aber der soll in den 30er Jahren mal Hitler gelobt haben, soll irgendwie eine Bemerkung gemacht haben, wie froh Deutschland sein kann, dass sie einen Hitler hat oder in dieser Weise. Das wurde ihm natürlich später vor die Füße geworfen und daraus wurden dann irgendwelche Schlüsse gezogen. Das kann natürlich auch passieren, am besten sagt man überhaupt nichts zur Politik. Denn im Grunde, eine richtige Beziehung gibt es nicht zwischen Kriya Yoga und Politik, weil der Kriya Yoga ist eine tief individuelle, spirituelle Angelegenheit, die im Grunde völlig unabhängig von irgendwelchen politischen, materiellen, psychischen oder sonstigen Zuständen ausgeführt werden kann oder betrieben werden kann. Allerdings sind natürlich verschiedene Bedingungen zuträglicher und andere nicht so zuträglich. Wenn man jetzt mal in Indien anschaut, große Armut, wenn man das betrachtet, muss man doch sagen: In Indien, es gibt dort eine große Armut. Es gibt dort Demokratie, es gibt dort sehr viel Spiritualität, sehr viele erleuchtete Wesen kommen aus Indien, befruchten die ganze Welt mit ihrem Dasein, mit ihren Schriften, mit ihren Projekten, also ganz viele im Vergleich zu anderen, also kaum glaubbar, wenn man sich das wirklich mal vergegenwärtigt.

Vielen geht das am Schirm vorbei, die merken das gar nicht. Aber Indien ist definitiv das spirituelle Herzzentrum der Welt – immer noch. Amerika, würde ich sagen, holt auf oder da ist zumindest durch die, ja, muss man auch sagen, dort sind auch die politischen Zustände wieder, die diese Freiheit in der religiösen Betätigung dort zulässt. Nach Amerika sind ja die Leute ausgewandert, viele religiöse Gruppen ausgewandert, um der Unterdrückung im Heimatland zu entfliehen.

Das kennen wir alle. Es gibt deshalb in Amerika, in den USA, eine richtige Konkurrenz, einen spirituellen Markt, wie man ihn sich eigentlich nur wünschen kann. Also es ist alles erlaubt. Es gibt viele Freiheiten, es gibt nicht die Dominanz von einer oder zwei Sekten wie in Deutschland, also katholische und evangelische, im Grunde sind das auch nur Sekten, sind große Sekten, aber sie sind nicht anders. Es wird immer über Sekten gelästert und dann welche abgekanzelt als Sekten. Aber im Grunde sind das also auch ganz …, „üble“ möchte jetzt nicht sagen, aber zumindest nicht besser als andere, wenn man die anderen als „übel“ bezeichnet, dann müsste man die eigentlich auch als „übel“ bezeichnen. Es ist halt so, wenn jemand halt die Wortmacht hat und die Medien mit im Boot sitzen, die teilen natürlich dann auch an kleine Gruppen aus und die tonangebenden, die großen, die werden dann immer bevorzugt und da wird Rücksicht genommen. Bei den anderen, da wird alles falsch ausgelegt oder extremer ausgelegt.

Das hat sich ein bisschen gebessert. Aber in Amerika gibt es so dominante Gruppen eben nicht. Es gibt dort vieles, was vielleicht nicht so schön ist. Es gibt auch viel mehr Extreme als bei uns. Aber genauso wie es dort vielleicht im Schlechten mehr Freiheit gibt, gibt es definitiv auch im Guten sehr viel mehr Freiheit und da blüht eben die Spiritualität. Dort haben sich viele aus Indien eben angesiedelt und drum kann ich sagen, in Amerika, da tut sich auch so spirituell einiges.

Dort gibt es ein ganz anderes Diskussionsniveau, ein ganz anderes spirituelles Niveau im Vergleich zu Deutschland. Deutschland ist jetzt vielleicht auch nicht so schlecht dran. In Europa, würde ich mal sagen, haben wir speziell durch Yoga Vidya. Das ist sehr bekömmlich für Deutschland, für ganz Europa, glaube ich sogar, auch vom Ausland kommen da viele hin. Das ist ein spiritueller Kraftort, definitiv.

Dorthin werden auch viele eingeladen aus Amerika, aus Indien und anderen Orten, spirituelle Lehrer. Das ist natürlich auch gut und kann sich natürlich bei uns auch entwickeln. Also von daher muss man ganz klar sagen: Die politische Situation wirkt sich insgesamt großflächig natürlich schon aus. Man kann in jedem politischen System Kriya Yoga praktizieren, weil es eine sehr unauffällige Religion ist, die macht man eigentlich nicht in der Öffentlichkeit.

Man zieht sich zurück, zum Meditieren, zur Kriya Praxis. Das macht man überall eigentlich, ob es in einem diktatorischen Land ist oder woanders. Aber natürlich, wenn ein Staat es darauf anlegt, irgendeine spirituelle Praxis oder spirituelle Gruppen zu verfolgen, dann hat man es natürlich in einem diktatorischen System, wie zum Beispiel in China sehr schwer. Dort hat es ja die Falun Gong Bewegung gegeben, die auch, also ich weiß es nicht, ich bin natürlich nicht eingestiegen, was es da alles gibt. Dort wird mit dem Lotusschutz meditiert, also eine solche spirituelle Praxis von sich aus, würde ich mal sagen, ist schon ein Qualitätskriterium.

Wenn es nicht nur diese Religiosität gibt, wo man dann betet und Zeremonien ausführt. Sondern man setzt sich hin und versenkt sich, bleibt still sitzen. Das ist schon mal ein ganz anderes Niveau als normale Religiosität, selbst die wird in China ja zurückgedrängt und die Falun Gong Bewegung, die in China sehr schnell Zulauf bekommen hat, die wurde brutalst unterdrückt. China ist ein spirituelles Land, im Grunde hat China spirituelles Potenzial.

Aber das wird halt von der chinesischen Diktatur, (das darf man natürlich öffentlich nicht sagen, aber also wenn das keine Diktatur ist, was dann) wird es unterdrückt und dadurch kann sich natürlich das spirituelle Leben ganz schlecht entwickeln und somit ist auch der Kriya Yogi indirekt von solchen politischen Gegebenheiten natürlich betroffen. Also Kriya Yoga in China, Shibendu Lahiri, das war ja der, der eigentlich überall hingefahren ist, auch nach Russland und hat dort Kriya Yoga unterrichtet. Aber andererseits muss man auch sagen, in Russland ist die SRF, also der eigentliche Wasserträger des Kriya Yoga nicht heimisch geworden. Ich glaube, dorthin sind mal ab und zu einige Mönche hingefahren. Aber da hat sich keine Gruppierung versammelt. Also Ananda hat auch in Russland bisschen was versucht. Dann auch Yoga Vidya hat da ein bisschen was gemacht. Es gibt, ich war ja in Russland zweimal 2014 und 2015, da gibt es Spiritualität definitiv auch. Aber es ist halt, würde ich sagen, trotzdem ziemlich eingeschränkt.

Jetzt wahrscheinlich noch mehr durch die Verhältnisse dort, Krieg. Da werden, also ich denke immer zurück, die vielen netten und interessanten Leute, die ich da getroffen habe. Andererseits muss ich auch sagen, die sind halt politisch unfrei, das politische Denken der Leute ist unfrei und indirekt muss ich schon sagen, die politische Situation hat natürlich indirekt auch Einfluss auf die Möglichkeit, Kriya Yoga zu verbreiten und auch zu praktizieren. Also wenn man jetzt in einem solchen Land geboren ist und dann die Verbreitungsmöglichkeiten solcher spirituellen Techniken nicht gegeben sind, dann bist du natürlich nicht so gut dran. In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts bin ich auf die „Autobiografie eines Yogi“ gestoßen, habe mir diese Lehrbriefe dann zusenden lassen, was für mich, also ich bin immer noch dankbar dafür, weil es für mich ein sehr großer Segen war. Wenn das natürlich in einem Land nicht so leicht möglich ist, möglicherweise in Russland, ja dann werden die Lehrbriefe auch nicht auf Russisch herausgegeben. Also definitiv indirekt gibt es einen Zusammenhang. Aber jetzt für die spirituelle Praxis selbst gibt es da irgendwelche politischen Vorlieben, die da irgendwie verbunden sind?

Grundsätzlich natürlich, wenn ich sage, bestimmte politische Systeme sind einer Verbreitung von spiritueller Praxis nicht zuträglich, dann bin ich natürlich grundsätzlich für politische Systeme, in denen die Spiritualität auch Freiheit hat, sich auszubreiten, nicht unterdrückt wird. Auch in islamischen Ländern, glaube ich, ist so eine freie Spiritualität eher nicht so leicht möglich oder mit gewissen Problemen verbunden. Selbst so etwas wie Yoga Vidya gibt es wahrscheinlich dann in solchen Ländern nicht so leicht.

Von meiner Seite achte ich schon darauf oder bin bestrebt hier ein offenes, ein freies System zu haben und möchte das natürlich auch unterstützen. Das ist natürlich relativ logisch. Aber andererseits muss man halt auch sagen, da bin ich jetzt natürlich, wenn ich solche Urteile spreche, auf der menschlichen Ebene ziemlich, aber jetzt mal davon abgesehen, wenn man jetzt tief in die Spiritualität hineinkommt, wenn man jetzt tief in die Meditation hineinkommt, wenn man das Leben so betrachtet, dann ist natürlich eine bestimmte politische Bevorzugung, ich denke, es ist es nicht vorgeschrieben, wenn man Kriya Yoga praktiziert, dass man eine bestimmte politische Richtung dann verfolgt. Es sollte, glaube ich, nicht extrem sein. Das ist von Vorteil, aber sonst kann man sich halt, wenn man als Kriya Yogi sich politisch betätigen will, dann kann man die verschiedensten Parteien, glaube ich, mit Überzeugung vertreten.

Wenn man in die Politik eintritt, dann hat man gewisse Grundverständnisse. Wenn man sich dann für eine Partei eine Richtung entscheidet … Wenn man überhaupt natürlich, man kann natürlich sich heraushalten. Das hängt alles von individuellen Gegebenheiten, individuellen Entwicklungsprozessen ab und wenn man in einer Phase ist, wo man sich von solchen Sachen ganz frei macht, dann ist es gut. Dann sollte man dort hineinspüren, in sich selbst, ob das für einen gut ist.

Dann kann man das machen. Aber im Laufe des Lebens, selbst bei mir hat sich mehrmals da ein Bestreben gezeigt, auch politisch etwas aktiv zu werden. Einmal schon in den 80er Jahren, Ende der 80er Jahre habe ich versucht, ein bisschen politisch aktiv zu werden. In den 10er Jahren dann auch noch mal. Für mich war der Grund dafür vor allen Dingen ein egoistischer, also der für mich selbst die politische Tätigkeit, natürlich versucht ich auch etwas zu erreichen damit. Aber im Grunde habe ich durch die politische Betätigung, habe ich für mich selber in der Entwicklung auch der spirituellen Entwicklung, der menschlichen Entwicklung das genutzt, weil das für mich Vorteile brachte.

Also einmal Beziehungen, Menschen kennenzulernen, da Einsichten zu gewinnen in neue Lebensbereiche, die ich eben noch nicht kannte. Ich war zuerst in der JU und CSU in Stuttgart, als ich dort studiert habe. Das war so ein Anflug nach der ersten Phase meiner Spiritualität, nachdem ich mich auch von meinen Eltern getrennt hatte oder zurückgezogen hatte, habe ich damit versucht, Anschluss zu finden und auch ein bisschen so Allüren, aktiv zu sein und vielleicht was zu bewegen in der Welt. Denn das Selbstbewusstsein wird ja teilweise durch solche spirituellen Lehren auch ziemlich gestärkt. Aber da habe ich reingeschnuppert ein Jahr oder zwei Jahre, dann habe ich gemerkt, dass ich dafür eigentlich nicht geeignet bin, dass es nichts für mich ist. Dann habe ich mich wieder etwas anderem zugewandt, mehr wieder der Spiritualität.

Ich habe dann wieder versucht, verschiedene spirituelle Wege zu erforschen, auch die Sexualität, die Beziehung zu Frauen, kam dann. Dann in den 2010er Jahren, konkret 2016 da bin ich dann aus tiefer Überzeugung im Grunde der AfD beigetreten, einmal weil ich natürlich wissen wollte, was da wirklich abgeht. Als ich bin da hingefahren, also 2015 wurde ja schon sehr viel Negatives über diese Partei berichtet.

Als diese Partei gegründet wurde, 2013, da war ich gerade in Indien, habe das nicht so mitbekommen. Aber 2016 dann nach Kölner Domplatte… Ich bin natürlich für Vielfalt, für Unterstützung der Benachteiligten auf unserer Welt und habe es gerne, wenn wir Ausländer im Land haben. Aber es muss halt alles ein Maß und Ziel haben und dazu war halt mein Ansinnen: Dieses Unmaß, Übermaß von einer Richtung, dem etwas entgegenzustellen. Dieses ist Ausmaß, das habe ich nicht unterstützen können und kann es auch nicht unterstützen. Ich bin voll davon überzeugt, dass es wichtig war, die AfD zu unterstützen und die anderen Parteien, vor allen Dingen eine Frau in den anderen Parteien, die das Sagen hatte und offensichtlich kein Maß mehr hatte und keine Mitte mehr und lange Zeit wurde es ja abgestritten.

Jetzt schön langsam kommen die Parteien, die vor einigen Jahren noch über die Worte, die sie jetzt selbst benutzen und Maßnahmen, die sie jetzt selbst verwirklichen wollen, haben sie die AfD abgekanzelt, haben sie als Nazis bezeichnet. Aber gut, das geschieht jetzt immer noch. Politische Betätigung, wie gesagt, das ist jetzt nicht, ich kann jetzt nicht sagen, das ist jetzt das, was ich jetzt vertreten habe, das ist jetzt das Beste, das Wahre, das Wichtige, das Richtige, das müssen alle tun. Sondern ich sage, das ist für meine Lebenssituation, für mein Verständnis, für meine spirituelle Entwicklung auch, also ich habe alles, im Grunde alles, was ich so gemacht habe und was ich mache, hat auch mit meiner spirituellen Entwicklung zu tun und für den einen passt halt das, für den anderen passt es nicht.

Beim Kriya Yoga muss man sagen, ist ja kein so ein Yoga, wo man sich aus der Welt herausnimmt. Sondern Kriya Yoga ist ja der Haushälter Yoga, der Yoga, also der Yoga eines Familienmenschen, eines Menschen, der im täglichen Leben, im sozialen Gefüge mit dabei ist, der jetzt auch seine Religion nicht verlassen muss. Er praktiziert hier eine potente spirituelle Technik und gewinnt natürlich da auch ein gewisses Verständnis für Zusammenhänge und da ist es natürlich ganz natürlich, wenn man dann das auch nach außen tragen will. Das ist eine Samyama-Mechanik, da kann man zwar nicht sagen, eine bestimmte Richtung ist gut.

Aber andererseits diese Herausforderungen, die damit verbunden sind, sich als so innerlich ganz anders Denkender, mit vielen anderen Menschen auseinanderzusetzen, andere Menschen kennenzulernen, die ich jetzt zum Beispiel, weil ich sehr einsam gelebt habe, sehr zurückgezogen. Ich war auch in keiner Firma so drin, wo man auch dann ständig Kontakt hat, sondern auch da selbstständig dann geworden bin, meine beruflichen, weltlichen Berufsziele haben sich alle nicht verwirklicht. Dann war ich sehr zurückgezogen und das war auch ein Weg, neue Menschen kennenzulernen.

Denn das hilft natürlich auch, sich selbst zu verstehen, verstehen zu lernen. Es gibt Impulse für den spirituellen Weg. Das war für mich ein Mittel, das zu erreichen und ich habe halt auch Einblicke gewonnen, jetzt nur im Vergleich zu dem, was ich bei der CDU und der JU kennengelernt habe. Bei der AfD, da war Vieles sehr schön, sehr erfreulich, natürlich nicht alles. Aber diese Abkanzelung und Verteuflung durch die sogenannten demokratischen Parteien oder die selbst ernannten demokratischen Parteien, muss man ja sagen, das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.

Ich bin dann zwar ausgetreten aus der AfD, weil sie die Ukraine nicht unterstützen. Eigentlich bin ich da auch ein bisschen rausgeekelt worden, weil ich da meinen Mund … Dort sind ja mehr Putinfreunde. Das konnte ich nicht vertreten und in einer innerparteilichen Diskussion habe ich natürlich meinen Mund aufgemacht mit meinem Verständnis. Das war dort auch nicht so gern gesehen. Dann hat man mir im Forum, in dem ich mich immer geäußert habe, hat man mir dann das Schreibrecht irgendwie genommen. Dann war das für mich natürlich klar, dass ich da in dieser Partei nichts mehr zu suchen habe.

Ich habe natürlich sowieso nie ganz mit allem übereingestimmt, meine Positionen waren sowieso anders. Ich wollte etwas hineintragen in diese Partei, weil man da Möglichkeiten hatte zum politischen Aufstieg. Aber das hat nicht so funktioniert. Trotzdem kann ich sagen, von der politischen Sache her, da kann ich jetzt nicht das nachvollziehen, was ihnen vorgeworfen wird, diesen Leuten.

Das ist definitiv nach meiner Erkenntnis, nach meinem Wissen, nach dem, was ich auch höre und ich verfolge das natürlich weiter, ja nicht ganz sauber und als Erklärung dazu, habe ich eben, dass diese Leute, die da draußen politisch sich da reinfleischen … Für mich ist das ja mehr wie ein Spiel. Die Welt ist ein ganzes Spiel. Die Welt ist ein Schauspiel, das uns von Gott oder vom Leben, vom kosmischen Bewusstsein gebaut wird, diese ganzen Situationen, um uns Gelegenheiten zu bieten, spirituell zu wachsen, menschlich zu wachsen, uns Situationen auszusetzen, in denen wir Fehler machen können, in denen wir Verbrechen begehen können, um daraus zu lernen, um auch Ungerechtigkeit zu erleiden, Schmerz zu erleiden, um daraus unsere Konsequenzen zu ziehen. Dazu ist die Welt da und im Grunde muss man sich mit allem arrangieren können, zumindest wenn man spirituell unterwegs ist, dann sieht man alles mehr so sportlich, nimmt man das im Grunde, es ist wie ein Sport, man kämpft gegeneinander, aber es sollte nie ernst werden.

Ernst ist dort gegeben, wo man andere physisch verletzt, das ist wirklich ein Übertritt, der nicht zu erdulden ist. Aber selbst Worte, also Worte, man kann ja die ganzen Schauspieler, die in solchen Filmen mitspielen, die sprechen ja oft beleidigend und unter Strafgesetzbuch fallende Äußerungen geben die von sich. Die werden nicht verfolgt. Wenn aber jetzt ein solch ein Mensch während der Dreharbeiten jemanden erschießt, wie es ja in Amerika diesen Fall gegeben hat, wo dann jemand die geladene Pistole abgefeuert hat, obwohl er da, glaube ich, nichts dafür konnte, wurde er da richtig angegangen.

Das ist der Unterschied, ob du jemanden anderen wirklich physisch verletzt oder mit Worten. Es gibt natürlich Leute, die das nicht verkraften können, aber im Grunde durch Worte jemanden verletzen … Es ist natürlich nicht ganz einfach, wenn die Leute zu physischer Gewalt bereit sind und dann die Worte vorher schon so wählen, also dass diese Vorboten sind für physische Gewalt, dann ist es natürlich gut einzuschreiten. Aber solange Leute nicht, mit gesundem Menschenstand, wenn man Leuten nicht zutrauen kann, dass sie irgendetwas anstellen, dann sind so lange Worte nicht gefährlich, auch nicht schädlich.

Sondern man muss eben lernen, damit umzugehen. In diesem Bewusstsein, dass die Welt ein Spiel ist, da funktioniert es. Also ich sehe schon, im Grunde Politik hat es nicht einfach. Sie muss sich mit sehr vielen Gegebenheiten auseinandersetzen. Man kann verschiedene Richtungen vertreten. Als Kriya Yogi würde ich sagen, widerspricht es nicht irgendeiner Ethik oder was, sich politisch zu betätigen.

Natürlich gibt es dann immer welche, die dann einem das vorwerfen und alle Äußerungen dann so auslegen, wie wenn man da moralisch oder ethisch bestimmte Standards nicht einhält. Das gibt es dann immer. Darum ist es die klügste Entscheidung wahrscheinlich, über Politik nichts zu sagen. Andererseits muss ich natürlich sagen, wenn es halt so weit kommen sollte oder wenn die Gefahr besteht, dass die Spiritualität wie in China oder in anderen diktatorischen Gefilden, ich denke, auch in Russland ist es nicht ganz frei, wenn die unter die Räder kommt. In Deutschland würde ich sagen, ist die Spiritualität auch nicht frei.

Bestimmte Großreligionen werden geduldet, das ist das Maß aller Dinge, das sind Standards und alles, was dann abweicht, das sind Sekten mehr oder weniger. Davor wird gewarnt. Die werden immer ins schlechte Licht gerückt. So wurden wir erzogen, das ist natürlich kein Biotop, in dem die Spiritualität frei gedeihen kann. Immer wenn dann eine Gruppe etwas größer wird, dann wird massiv dagegen geschossen. Ich weiß nicht, wie das bei der Scientology so ist.

Aber ganz geheuer ist mir das auch nicht, dass die so verunglimpft werden und dagegen die so vorgegangen wird, wie wenn das was ganz etwas Schlimmes wäre, was die dort machen. Es ist vielleicht ein bisschen anders als das, was man so gewohnt ist von den Großreligionen her. Aber das ist doch bei Yoga Vidya auch so gewesen, dass die nur, weil sie es anders machen, nicht so wie gewohnten Bahnen. Dann wird ihnen gleich alles möglich vorgeworfen und dann müssen sie sich, um von unseren gnädigen Richtern als Religion anerkannt werden zu können oder als Weltanschauung nur, gewissen Praktiken, was sich diese Richter eben vorstellen, unterziehen, obwohl Yoga Vidya nach meinem Verständnis definitiv die spirituelleste Kraft in Deutschland ist und die reinste Kraft, die wir so haben. Gut, rein gibt es vielleicht andere auch, aber in der Größe mit dem Turbo, mit dem Übertragungsriemen von Spiritualität in die Gesellschaft, da ist Yoga Vidya ….

Gut, wenn man jetzt Anthroposophie vergleicht, da muss man sagen, die sind natürlich auch inzwischen ziemlich verwurzelt, schon breit. Die haben aber viel früher angefangen und da ist eine gute Basis da. Dort wird natürlich über diese verschiedenen Schienen, über die Medizin, über Körperpflege, über Ernährung, über Schulsystem auch einiges geleistet. Aber tiefere Spiritualität oder richtige Spiritualität mit spiritueller Praxis, das geschieht über Yoga Vidya. Da wird dann auch dagegen geschossen, was sehr traurig ist.

Das würde es in so richtig freien Ländern, was Deutschland definitiv nicht ist und das ist eben deshalb nicht so gegeben, weil dieser Dualismus der tonangebenden Kräfte in unserem Land, das ist ja ganz logisch, die sind ohne spirituelle Übungen, ohne spirituelle Praxis, ohne tiefe Spiritualität, ist man in der Dualität verhaftet und braucht dann das Gut und Böse, die brauchen das einfach, um ihr Weltbild im Gleichgewicht halten zu können und dann werden halt die einen verdammt, die brauchen das unbedingt. Wenn es keine (Guten und Bösen) gibt, verstehen sie die Welt nicht mehr. Darum muss man jemanden finden, der der Sündenbock ist. Das ist seit Jahrhunderten so. Es ist natürlich graduell besser geworden. Aber die Menschheit insgesamt muss sich halt noch herausarbeiten und die ganzen Konflikte, das ist eben die Widerspiegelung des Bewusstseins eines Großteils der Menschen. Als Kriya Yogi kann man vielleicht sich nur glücklich schätzen in einem Land geboren zu sein, wo man halt den Zugang hat und das sollte natürlich das große Gesetz regeln, wo man geboren wird, und ist im Grunde auch Schicksal. Man wird wahrscheinlich dahin geboren, wo man die Erfahrungen macht, die für einen gut sind.

Dazu gehört vielleicht auch dazu dann, in einer Diktatur geboren zu sein und zeitweise dann von spirituellen Techniken abgeschnitten zu sein. Denn wenn man auf die spirituellen Techniken kommt, deren Wert erkennt, zumindest ist es bei mir so, dann wird man sich darauf fokussieren und dann verschiebt sich natürlich alles im Leben. Dann ist man so gesellschaftlich nicht mehr so aktiv, je nach dem, welche Leute man da eben braucht, wird es alles so geregelt und von daher muss man sich jetzt nicht in der Politik betätigen, würde ich sagen, auch als Kriya Yogi nicht, auch wenn man erkannt hat, es sind gewisse Entwicklungen da, die nicht so erfreulich sind. Aber im Grunde regelt das doch der große Urgeist, die Ursonne, der Zentralmagnet, das kosmische Bewusstsein, das managed und regelt alles. Als Kriya Yogi muss man seine spirituellen Übungen machen.

Wenn es reinpasst und förderlich ist für die spirituellen Übungen, dann kann man sich auch politisch betätigen. Das ist einmal die Voraussetzung und zweitens würde ich auch sagen: Man muss alles mit Liebe machen können. Also solange man nicht alles mit innerer Harmonie oder zumindest mit dem Ansatz, mit der Vorgabe, ich will das harmonisch alles durchstehen und keinen Hass oder negativen Gefühle entwickeln, auch in meiner politischen Arbeit, dann kann man sich da hineinwagen. Aber es ist definitiv, glaube ich, auch für einen Kriya Yogi nicht leicht, das durchzuhalten und ob das irgendwie sinnvoll ist, das muss dann jeder selber entscheiden.

Gewisse Erfahrungen zu machen, ist definitiv gut, mal reinzuschnuppern, mal zu sehen, wie es in der Politik so abgeht, welche Menschen das sind, was die Ziele sind, wie die Menschen so motiviert sind. Das habe ich als sehr interessant befunden und musste dann natürlich, natürlich? Ja, wenn man den Kopf herausstreckt in unserer Welt, dann versucht man, dich auch leicht zu köpfen. Das ist natürlich damit verbunden.

Aber als Kriya Yogi nimmt man ja, wie gesagt, alles sportlich, das sind alles gute Erfahrungen, die einen menschlich und spirituell weiterbringen. Darum kann ich eigentlich nicht davon abraten. Aber das muss jeder selbst wissen, wie er das macht, wo er es macht. Man kommt damit in Fahrwasser rein, die seicht sind, wo man leicht unter die Räder kommt.

Als spiritueller Lehrer würde ich sagen, ist es klug, sich herauszuhalten, keine Urteile zu fällen, wie es ja auch Sathguru macht. Der ist bei Putin, der macht etwas mit der UN. Ja, man muss ein gewisses Gespür haben, dann in gewissen Dingen doch sein Credo durchzuziehen und keine Scheu zu haben. Aber das muss jeder dann selbst entscheiden und verantworten, was dabei herauskommt. Also wenn man zu offen seine Meinung sagt, oder zu konkrete oder definitive Positionen vertritt, dann schlägt es ganz klar auch wieder Türen zu und wenn man sich alle Türen offen halten möchte, dann ist es klug, zur Politik überhaupt nichts zu sagen. Denn wie gesagt, man kann den Kriya Yoga bzw. Spiritualität überall ausführen und irgendwelche politische Entwicklungen als Yogi beeinflussen zu wollen, das ist, glaube ich, nicht unsere Aufgabe, hat auch keinen Sinn.

Da sind wir gar nicht dafür geeignet, tief in die Stille zu gehen, andere Menschen mitzunehmen und auf diesem Wege dazu zu führen oder dazu zu kommen, dass die Menschen ermächtigt werden gegen sich selbst und oder gegenüber der Gesellschaft dann so aufzutreten oder Urteile zu fällen, ihre Stimme abzugeben. Das ist ja das, was man dann geheim machen kann, dass die Entwicklung in die richtigen Bahnen läuft. Aber mehr muss man nicht machen und braucht nicht zu machen.

Also Beziehung Kriya Yoga und Politik? Es gibt gewisse Beziehungen in der Makroperspektive. Bestimmte politische Systeme sind für die Entwicklung, für die Verbreitung der Spiritualität, die nach meiner festen Überzeugung Grundvoraussetzung ist, dass die Welt einmal zu Frieden und Ruhe kommt. Also Förderung der Spiritualität ist in gewissen Systemen leichter und geht besser vonstatten als in anderen. Aber das heißt jetzt nicht, dass man sich politisch betätigen muss.

Man kann natürlich die unterstützen, die nach der eigenen Meinung, die Besseren sind, was natürlich dann auch nicht eine absolute Meinung sein muss. Aus der eigenen Perspektive kann man die unterstützen, die man will, sich ruhig auch politisch betätigen, um da bestimmte Erfahrungen zu sammeln, solange die spirituelle Praxis nicht beeinträchtigt wird oder anders herum sogar so lange sie gefördert wird. Denn wenn sie nicht gefördert wird, man denkt vielleicht, man kann es leicht wegstecken. Das ist aber auch nicht so leicht. Es gibt auch auf dem spirituellen Gebiet genügend Möglichkeit, sich zu betätigen. Man muss sich nicht politisch betätigen. Wenn man in die Politik hineinschaut, dann ist es mal gesund, das zu erleben. Aber ich habe mir gedacht: Es muss auch mal spirituelle Leute in der Politik geben.

Aber in Deutschland, glaube ich, ist die Zeit noch nicht reif dafür, dass wirklich spirituell Hochstehende eingreifen. Denn die Entscheidungen, die heutzutage getroffen werden, die werden nicht unter irgendwelchen spirituellen Gesichtspunkten getroffen, da wird man aussortiert und es ist kein Verständnis da für so etwas, den Wert für so etwas und es ist die Zeit noch nicht da, dass man so etwas überhaupt braucht. Deswegen halten wir uns zurück.

Wir nutzen die Politik, wenn sie auf unserem spirituellen Weg eine Rolle spielen soll. Aber sonst halten wir uns da heraus. Wir bleiben sportlich, wir nehmen nichts ernst. Man kann natürlich dann auch was sagen, was hasserfüllt oder extrem erscheinen mag. Aber das ist dann mehr wie ein Schauspieler, der seine Rolle da spielt und artikuliert, ohne da irgendetwas Negatives gegenüber anderen Teilen des Seins zu empfinden, zumindest auf einer inneren Ebene. Denn man sollte sich definitiv nur in die Politik wagen, wenn man die Einheit der Welt erkannt hat. Wenn man Liebe für alle aufbringen kann. Da muss man dann nicht so herumlaufen: Ich bin jetzt der Jesus und Mahatma Gandhi. Diesen Weg zu gehen, das haben andere gespielt. Man kann so als ganz normaler unauffälliger Politiker auftreten, im Inneren halt das fühlen, was man so fühlt.

So, glaube ich, ist auch Gorbatschow aufgetreten als Kommunist in der kommunistischen Partei. Ich glaube, er war etwas unbewusster, aber er war trotzdem mit seiner Einsicht und als Mensch ziemlich fortgeschritten, auch wenn er jetzt keine spirituelle Praxis verfolgt hat. Aber sicher war er vorbereitet für das durch spirituelle Praxis vielleicht in früheren Leben oder definitiv in früheren Leben und hat das durchgezogen. An Wegmarken der geschichtlichen Entwicklung werden, glaube ich, schon Menschen eingesetzt, die spirituell richtig fortgeschritten sind. So soll ja auch Yogananda in einer Inkarnation im 11. Jh. Wilhelm der Conquerer gewesen sein.

Damals ist er von der Normandie nach England hinüber und hat dort das Land erobert, war also richtig, also das wurde ja von Yogananda selbst bestätigt, dass es so war. Er war dann natürlich richtig aktiv in Politik. An so Wegmarken der geschichtlichen Entwicklung werden gewisse Seelen eingesetzt, um Bestimmtes zu erreichen, was gesteuert ist oder was erwünscht ist von den höheren Welten. Aber für uns Normalsterbliche, ja wir sind da noch nicht in der Phase, wo wir jetzt da viel groß bewegen können. Für uns ist es wichtig, spirituell zu wachsen durch unsere spirituellen Übungen und wie gesagt: Das andere macht man, wenn es reinpasst, wenn es einem nutzt und für einen förderlich ist. Ja es heißt ja auch: Suche zuerst das Reich Gottes, dann wird dir alles andere hinzugegeben.

Das impliziert natürlich auch „alles was du dir politisch wünschst“, erreichst du dadurch, dass du zuerst das Reich Gottes suchst. Das ist das Betätigungsfeld, das uns eigentlich vorgeschrieben ist: Zuerst in uns das Reich Gottes zu suchen und zu finden und wenn wir dann bei uns das Reich Gottes gewunden haben, dann dehnen wir das auf unsere Familie aus, dann auf unsere Gemeinde, auf unsere Stadt, auf unseren Bezirk, auf unseren Landkreis, auf unser Land, auf unseren Staat, auf unseren Kontinent und auf die Erde. Solange man eben nicht den Frieden in sich selbst gefunden hat, ist es eigentlich kontraproduktiv, in irgendwelche äußeren Aktivitäten zu gehen, um irgendwo die Erde zu verbessern.

Denn dort, wo wir sie am effektivsten verbessern können, das ist in uns selbst. Wenn wir uns selbst vervollkommnen, vervollkommnen wir die Erde am effektivsten und alles, was anstatt dessen an Aktivität im Äußeren stattfindet, das ist minderwertige Aktivität, zweitrangige Aktivität, ist „procrastination“, also Hinauszögerung dessen, was eigentlich wichtig ist. Das ist natürlich erlaubt in dem Sinne, dass diejenigen, die nicht fähig sind oder nicht willens, nicht die Kraft aufbringen, nicht die Willensstärke aufbringen, sich selbst zuerst zu verbessern oder an sich selbst zu arbeiten in der Betätigung in der äußeren Welt, dann auf Seitenwegen, dann Sidechains Kraft zu sammeln, um das wirkliche Ziel dann vielleicht noch in dieser Inkarnation oder in irgendwelchen anderen Inkarnationen dann wirklich anzugehen.

Allerdings wenn man dann sagt: Gut, ich habe jetzt auf meiner Suche nach Gott, habe ich alles gefunden. Ich weiß, wo es hingeht, ich weiß, wo es lang geht, ich weiß, was wichtig ist, ich weiß meinen Lebenssinn, ich weiß meine Aufgabe und ich erkenne meine Aufgabe jetzt darin, dass ich mich auch politisch betätige, zusätzlich zu dem, was ich in meinen spirituellen Aktivitäten dann tue, dann: Was ist dagegen einzuwenden, wenn man dann sich politisch betätigt. Denn das gibt zu dem Nutzeffekt oder wenn man sagt, das Leben ist da, wenn man aus der Einheit herausgefallen ist, in die Einheit zurückzukehren, also was ja eigentlich die Vervollkommnung ist, Vervollkommnung: voll, wieder ganz werden, wieder eins werden: Wenn wir das im Inneren, wenn wir dort das zu 100% leisten, dann können wir natürlich zusätzlich noch im Äußeren, was natürlich auch ein Beitrag leistet, wenn die äußere Welt vollkommener wird, dann wird es auch tendenziell für die Seelen leichter sich der Selbstvervollkommnung zu widmen.

Dann ist es natürlich sinnvoll, das auch zu tun, manchmal bedingt sich das auch, dass die Selbstvervollkommnung interaktiv mit der konstruktiven Tätigkeit in der äußeren Welt sich gegenseitig befruchtet und dann eine Effektivitätssteigerung hervorruft. Dann ist es natürlich auch sinnvoll. Also im Sinne des Kriya Yogas ist es jedem seine eigene Sache, darüber zu entscheiden, Entscheidungen zu treffen und niemand anders braucht da einem reinreden. Gott ist in Jedem, wenn er auf dem spirituellen Pfad ist, muss er diese Entscheidungen selbst treffen und auch wenn man sagen möchte, das ist eine falsche Entscheidung, das kann man natürlich immer sagen. Aber trotzdem ist es insofern immer eine richtige Entscheidung, dass man, um zu erkennen, dass es vielleicht jetzt irgendwann mal nicht mehr das Richtige ist oder nicht mehr so sinnvoll, dann hat man dadurch, dass man sich betätigt hat, ist man zu dieser Einsicht gekommen. Dann ist es auch wieder wertvoll und sinnvoll. Ja, gut, also das noch zu dieser Frage, Beziehung von Politik zu Kriya Yoga.

Es wäre wünschenswert, wenn mehr Menschen spirituell wären in der Politik. Dagegen gibt es nichts einzuwenden und wenn jemand das auf sich nehmen will, aus freien Stücken, aus freier Überlegung, aus der Erkenntniss heraus, dass das sein Weg ist, dann soll das nur tun. Gut, das wäre es noch zur Ergänzung zu der Frage: Was ist die Beziehung zwischen Politik und Kriya Yoga?

Hari, OM, Tat, Sat, Namaste!v Tschau!

Der heutige Song stammt wieder dem Album „Oh Yogananda, Himalaya des Kriya“

Der 19. Song daraus:

Oh Yogananda, Himalaya des Kriya – perussion

O Yogananda—Himalaya des Kriya,
ein stiller Strom der Weisheit.

Nicht für den Ruhm, nicht für den Lärm,
kamst du mit klarem Blick.
Du sprachst: „Prüf selbst, sei still, sei wach“—
und gabst selbst das strahlende Beispiel.

Atem wird tief,
Unruhe schwindet.

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahrung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.

Mit deinem Buch öffnetest du ein Tor,
ein Funke gegen das Vergessen.
Und Menschen fanden Mut im Stillsein,
wo sie nur Lärm besessen.

Atem wird tiefer,
Wirbelsäule wird Straße

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahrung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet,
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.

Ost und West—kein Streit der Formen:
ein Herz, ein Ton, ein stilles Ja.
Wo Liebe übt, wird Grenze weich,
und Gott wird Gegenwart.

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahrung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet,
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.

Der stille Strom bleibt—
im Atem, im Herzen, im Licht.
Jaya Yogananda.
Jaya Yogananda.
Jaya Yogananda.