Zusammenfassung

In Folge 74 des Kriya Yoga Podcast Deutsch geht es um die Frage, warum unsere Sinne eine so starke Macht über unser Denken, Fühlen und Handeln ausüben – und wie Kriya Yoga dabei helfen kann, sich aus dieser Abhängigkeit schrittweise zu lösen.

Ausgangspunkt sind die klassischen fünf Sinne: Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Tasten. Darüber hinaus verweist du auf Rudolf Steiners Lehre von zwölf Sinnen und auf Erfahrungen während der Meditation, die über gewöhnliche äußere Sinneswahrnehmung hinausgehen.

Deine zentrale These lautet: Sinneswahrnehmungen sind mit einem Energiefluss verbunden. Da dieser Energiefluss als angenehm oder unangenehm erlebt werden kann, schreiben wir die dadurch entstehende Freude oder den Schmerz gewöhnlich den äußeren Dingen zu. Wir glauben beispielsweise, ein bestimmtes Essen, ein Mensch, Sexualität, ein Gegenstand oder eine bestimmte Situation mache uns glücklich. Nach deiner Darstellung liegt die eigentliche Quelle des Wohlgefühls jedoch im Energiefluss selbst.

Genau darin siehst du die „hypnotisierende Kraft der Sinne“: Der Mensch verbindet seine inneren Empfindungen mit äußeren Objekten und wird dadurch abhängig von bestimmten Sinneserfahrungen. Er sucht angenehme Erfahrungen und versucht unangenehme zu vermeiden. Auf diese Weise wird er zum „Spielball“ seiner Sinneserfahrungen.

Kriya Yoga setzt für dich an diesem Punkt an. Meditation und spirituelle Übungen sollen den Energiefluss zunehmend nach innen und in höhere Chakren lenken. Der Übende lernt dabei, Freude und schließlich Glückseligkeit unabhängig von äußeren Reizen zu erfahren. Du greifst Shibendu Lahiris Vergleich auf, nach dem Kriya Yoga eine Art mentales Fitnessprogramm darstellt.

Im weiteren Verlauf sprichst du über Ajna Chakra, Sahasrara Chakra und den bewussten Kreislauf der Energie. Das Ziel bestehe nicht darin, die äußere Welt grundsätzlich abzulehnen, sondern zunehmend zu erkennen, dass die Quelle der Glückseligkeit nicht in ihr liegt.

Du führst diesen Gedanken bis zur Vorstellung des verwirklichten Meisters weiter: Ein solcher Mensch habe eine weitgehende Herrschaft über Körper und Sinneseindrücke gewonnen. Dabei erwähnst du auch außergewöhnliche Berichte aus Yoganandas „Autobiografie eines Yogi“, etwa über Trailanga Swami.

Kriya Yoga bezeichnest du in diesem Zusammenhang als eine Art spirituelle „Hochtechnologie“. So wie technische Werkzeuge physische Prozesse beschleunigen können, sollen Kriya-Techniken die natürliche spirituelle Entwicklung beschleunigen und helfen, die Bindung an Sinneserfahrungen schneller zu überwinden.

Auch Krisen, Verzweiflung und depressive Phasen können nach deiner Darstellung zu Katalysatoren für spirituelle Entwicklung werden, wenn sie einen Menschen dazu bringen, seine bisherigen Abhängigkeiten zu hinterfragen und sich intensiver einer spirituellen Praxis zuzuwenden.

Das langfristige Ziel ist für dich Nirvikalpa Samadhi: ein Zustand, in dem der Mensch auch mitten im äußeren Leben nicht mehr aus der Erkenntnis seiner Einheit und seiner inneren Glückseligkeit herausgerissen wird.

Dein Fazit: Die Sinne besitzen weiterhin ihre Kraft, solange wir im Körper leben. Kriya Yoga bietet jedoch ein Instrumentarium, mit dem wir uns immer wieder aus dieser „Hypnose“ lösen können. Du bezeichnest Kriya Yoga deshalb am Ende als Remedium, Heilmittel, Medikament und Therapie, um diesen Prozess möglichst effektiv zu unterstützen.

Strukturiertes Transkript

Die hypnotisierende Kraft der Sinne und der Kriya Yoga

Kriya Yoga Podcast Deutsch – Folge zum Thema Sinneswahrnehmung, Energiefluss und spirituelle Befreiung

Liebe Freunde des Kriya Yoga, heute soll es um ein Thema gehen, das uns alle jeden Tag betrifft, meist ohne dass wir es bemerken: die hypnotisierende Kraft der Sinne – und was der Kriya Yoga uns an die Hand gibt, um uns aus ihr zu befreien.

Was sind die Sinne überhaupt?

Gewöhnlich zählt man fünf Sinne auf: Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Tasten. Manche sprechen zusätzlich von einem sechsten oder siebten Sinn. Rudolf Steiner, der als Seher einen tiefen Durchblick hatte, ging in seinen Vorträgen sogar von zwölf Sinnen des Menschen aus. Ich habe mich mit dieser Zwölf-Sinne-Lehre vor etwa 30 Jahren eingehend beschäftigt – wer sich dafür interessiert, dem empfehle ich Steiners Vortragsreihen aus der Rudolf-Steiner-Gesamtausgabe (GA). Sie umfasst über 300 Bände, ist inzwischen urheberrechtsfrei und im Internet frei zugänglich – auf Deutsch, was bei Steiner eine angenehme Seltenheit ist.

Was ist ein Sinn im Kern? Ein Kommunikationsinstrument unseres Seins mit einem Gegenüber. Ursprünglich gibt es dieses Gegenüber gar nicht – wir sind eins mit allem. Doch sobald wir aus dieser Einheit in die Dualität heraustreten, entsteht daraus eine ganze Welt (ganz ähnlich, wie aus dem dualen System der Informatik eine komplexe digitale Welt entsteht). Um diese Welt zu erfahren, brauchen wir Instrumente – die Sinne, auf verschiedenen Ebenen.

In der Meditation merken wir, dass es noch mehr gibt als die fünf bekannten Sinne: Wenn Augen und Ohren geschlossen sind, wir nichts schmecken, riechen oder tasten, nehmen wir trotzdem noch etwas wahr. Es gibt innere Sinne, die genauso wirksam sind – etwa die Fähigkeit, aus einem Klang heraus die Stimmung oder das Wesen eines Menschen herauszuhören.

Sinneswahrnehmung ist Energiefluss

Warum lässt sich überhaupt von einer hypnotisierenden Kraft der Sinne sprechen? Die Antwort liegt im Ursprung: Es gibt letztlich nur das Eine – man kann es Gott nennen, wie man möchte. Dieses Eine ist auch die Quelle aller Freude. Durch die Dualität baut sich daraus die gesamte Welt der Erscheinungen auf.

Jeder Mensch trägt einen Energiefluss in sich – das ist im Grunde sein Leben. Bei einem Menschen, der keine spirituelle Schulung durchlaufen hat, funktionieren die Sinne über genau diese Energieflüsse: Jede Wahrnehmung bedeutet gleichzeitig einen Energiefluss, und aus der Rückkopplung dieses ausströmenden und zurückkehrenden Energieflusses entsteht die eigentliche Wahrnehmung.

Unser Körper empfindet einen hohen, ungehinderten Energiefluss als angenehm. Deshalb geht mit fast jeder Sinnesempfindung – Sehen, Hören, Schmecken, Riechen, Tasten – ein Wohlgefühl einher (natürlich gibt es auch unangenehme Wahrnehmungen; die genauen Mechanismen dahinter würden hier zu weit führen). Die hypnotisierende Kraft der Sinne entsteht nun dadurch, dass wir dieses Wohlgefühl fälschlicherweise dem äußeren Objekt zuschreiben – dem, was wir gerade sehen, hören, schmecken oder fühlen – anstatt zu erkennen, dass die eigentliche Quelle der Freude der Energiefluss selbst ist.

Die Chakren und die Konditionierung durch die Sinne

Jede Sinnesempfindung ist mit den Chakren verbunden und geht mit einem Ausfluss von Energie aus ihnen einher. Auch die Sexualität ist ein besonders intensiver Energiefluss aus einem Chakra, den wir als lustvoll erleben – und den wir dann fälschlich dem äußeren Ereignis oder der anderen Person zuschreiben, die uns dadurch als begehrenswert erscheint.

Als Babys wachsen wir ganz natürlich in diese Hypnotisierung hinein und halten sie für die Normalität. Genau das aber macht uns – hart ausgedrückt – unfrei: Wir werden zum Spielball unserer Sinneserfahrungen, konditioniert auf bestimmte Empfindungen, die wir haben wollen, und andere, die wir vermeiden wollen. Die gesamte spirituelle Entwicklung ist im Grunde nichts anderes als ein Herausarbeiten aus dieser Bedingtheit.

Warum Meditation zunächst Angst machen kann

Das erklärt auch, warum viele Menschen eine gewisse Aversion gegen die Meditation verspüren: Sie können sich nicht vorstellen, ganz ohne äußere Sinneseindrücke – ihre gewohnten „Glücksbringer“ – auszukommen, und befürchten, dann in eine gedrückte Stimmung oder Depression zu fallen.

Der Yogi hingegen trainiert sich genau darauf: auch ganz ohne äußere Sinnesreize eine reine, nicht bedingte Glückseligkeit zu erfahren, die einzig aus dem ungehinderten Fluss der eigenen inneren Energie entsteht. Shibendu Lahiri hat das einmal treffend beschrieben: So wie Menschen ins Fitnessstudio gehen, um ihren Körper zu trainieren, sind die Kriya-Yoga-Übungen eine Art mentales Fitnessprogramm.

Die Praxis: Energiefluss bewusst lenken

Im Kriya Yoga üben wir, den Energiefluss bewusst im eigenen Inneren zu halten, unabhängig von äußeren Reizen – und ihn möglichst weit nach oben zu lenken, ins dritte Auge (Ajna-Chakra) oder ins Sahasrara-Chakra. Dort entsteht ein Kreislauf der Energie. Grob gesagt gelten die Chakren bis zum Herzen als die „reineren“ Zentren; darunter liegen die Bereiche, in denen Sexualität und Nahrungsaufnahme verortet sind. Ziel ist es, den Energiefluss so zu regulieren, dass er bis zum Herzchakra hinabreicht und wieder aufsteigt – ein Kreislauf, der in manchen Kriya-Techniken gezielt betont wird.

Halten wir diesen Fluss konzentriert im dritten Auge, erfahren wir eine Glückseligkeit, die größer sein kann als jede äußere, „hypnotisierte“ Freude – weil wir erkennen, dass sie ganz unabhängig ist von Personen, Orten, Zuständen und Dingen.

Meisterschaft über den Körper

Wer dieses mentale Fitnessprogramm des Kriya Yoga durchläuft, wird zunehmend gleichmütig gegenüber äußeren Bedingungen: Kälte oder Wärme, gutes oder schlechtes Essen – all das kann mit größerer Gelassenheit angenommen werden. In der Autobiografie eines Yogi berichtet Yogananda von Trailanga Swami, der sogar Gift zu sich nehmen konnte, ohne dass es ihm etwas anhaben konnte – ein Beispiel für vollständige Herrschaft über den Körper.

(Das ist an dieser Stelle eine Einordnung aus der Yoga-Tradition und keine Aufforderung oder Ermutigung, so etwas nachzuahmen – solche Zustände beschreiben das Ende eines sehr langen spirituellen Weges, nicht eine Technik zum Ausprobieren.)

Ein verwirklichter Meister ist nicht einer, der das alles verstanden hat und darüber sprechen kann, sondern einer, der es lebt. Auch Jesus hat vorgeführt, dass selbst der Tod nicht mehr Herr über ihn war – der Meister hat Herrschaft über seinen eigenen Körper erlangt und damit das eigentliche Ziel des Erdendaseins erreicht: bereit zu sein, in eine andere „Schulstube der Existenz“ weiterzugehen – oder freiwillig als Diener in diese Welt zurückzukehren.

Der Kriya Yoga als Beschleuniger

Die Kriya-Yoga-Praxis – idealerweise morgens und abends geübt, wobei die Abendpraxis noch wirkungsvoller sein kann – hilft uns, uns aus dieser Bedingtheit herauszuarbeiten. Diese Entwicklung würde auch auf natürlichem Weg irgendwann geschehen, aber mit den Kriya-Techniken haben wir ein Instrument zur Beschleunigung in der Hand – so wie man auch jeden mechanischen Prozess, vom Schlagen von Sahne bis zum Schneiden von Gemüse, mit den richtigen Werkzeugen erheblich beschleunigen kann.

Interessanterweise sind es oft gerade die Krisen des Lebens – Verzweiflung, gelegentliche Depression, äußere Katastrophen –, die zum Katalysator für den Beginn einer spirituellen Praxis werden. Sie helfen, die anfänglichen Widerstände zu überwinden. Ist diese erste Hürde einmal genommen, entwickelt sich die Praxis fast von selbst weiter – vorwärts und aufwärts.

Ein tägliches Hin und Her

Die hypnotisierende Kraft der Sinne holt uns natürlich immer wieder ein – solange wir noch einen Körper haben, brauchen wir Nahrung, Atem, zwischenmenschliche Beziehungen, und mit all dem sind wir täglich neu ihrer Wirkung ausgesetzt. Doch mit jeder Meditation, jeder spirituellen Praxis gelingt es uns ein Stück besser, uns daraus zu befreien und uns der Wahrheit bewusst zu werden: dass wir selbst die Energie sind, die Freude, Schmerz und Glückseligkeit hervorbringt – und nicht abhängig von äußeren Dingen.

Mit fortschreitender Praxis wird dieses Herausarbeiten immer müheloser, bis wir schließlich im Zustand des Nirvikalpa Samadhi ankommen: dort können wir mitten in der Welt handeln, ohne je wieder aus der Wahrheit herausgerissen zu werden. Wir sind uns dann ständig bewusst, eins zu sein mit allem – und Schöpfer unserer eigenen Glückseligkeit.

Fazit

Die hypnotisierende Kraft der Sinne besteht darin, dass wir Freude und Schmerz fälschlich äußeren Dingen zuschreiben, obwohl beides in Wahrheit aus unserem eigenen Energiefluss entspringt. Der Kriya Yoga ist das Remedium – das Heilmittel –, um uns aus dieser Hypnose so effektiv, schnell und angenehm wie möglich herauszuarbeiten.

Hari Om Tat Sat. Namaste.


Der Song der Woche: Oh Yogananda, Himalaya des Kriya (Ukulele-Version)

O Yogananda—Himalaya des Kriya, ein stiller Strom der Weisheit.

Nicht für den Ruhm, nicht für den Lärm, kamst du mit klarem Blick. Du sprachst: „Prüf selbst, sei still, sei wach“— und gabst selbst das strahlende Beispiel.

Atem wird tief, Unruhe schwindet.

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele, kein Wort als Gesetz, sondern Übungen für die Selbsterfahrung im Inneren Ein inneres Licht, das heller wird, wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet Jaya Yogananda. Kriya Yoga führt uns nach innen —Schritt für Schritt.

Mit deinem Buch öffnetest du ein Tor, ein Funke gegen das Vergessen. Und Menschen fanden Mut im Stillsein, wo sie nur Lärm besessen.

Atem wird tiefer, Wirbelsäule wird Straße

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele, kein Wort als Gesetz, sondern Übungen für die Selbsterfahrung im Inneren Ein inneres Licht, das heller wird, wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet, Jaya Yogananda. Kriya Yoga führt uns nach innen —Schritt für Schritt.

Ost und West—kein Streit der Formen: ein Herz, ein Ton, ein stilles Ja. Wo Liebe übt, wird Grenze weich, und Gott wird Gegenwart.

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele, kein Wort als Gesetz, sondern Übungen für die Selbsterfahrung im Inneren Ein inneres Licht, das heller wird, wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet, Jaya Yogananda. Kriya Yoga führt uns nach innen —Schritt für Schritt.

Der stille Strom bleibt— im Atem, im Herzen, im Licht. Jaya Yogananda. Jaya Yogananda. Jaya Yogananda.

Leicht überarbeitetes Transkript

Liebe Freunde des Kriya Yoga, heute zum Thema: „Die hypnotisierende Kraft der Sinne und der Kriya Yoga.“

Zuerst einmal, ja, was sind die Sinne überhaupt? Wir haben fünf Sinne, heißt es, Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Tasten. Aber es gibt da ja einmal noch den siebten Sinn oder den sechsten Sinn, wie es manchmal heißt, aber ich wollte eigentlich auf Rudolf Steiners Theorie, ich glaube, das ist keine Theorie. Rudolf Steiners ist ja ein Seher, der hat den Durchblick, ganz bestimmt, auch wenn das viele nicht so sehen mögen. Aber der spricht von zwölf Sinnen des Menschen.

Ja, gut, was ist ein Sinn? Ein Sinn ist ein Kommunikationsinstrument unseres Seins mit einem Gegenüber. Im Grunde gibt es kein Gegenüber. Wir sind im Grunde eins, aber wenn wir in die Dualität heraustreten, dann ergeben sich durch die Dualität und wie wir das ja aus der Informatik kennen, aus der Dualität entsteht dann eine ganze Welt. Und die ganze Welt, die zu erfahren, dazu brauchen wir Instrumente und dazu haben wir auf verschiedenen Ebenen die Sinne.

Und wenn wir aber jetzt meditieren, dann erkennen wir auch, dass wir außerhalb oder hinaus über diese genannten fünf Sinne auch noch Erfahrungen machen können, die vor allem auch in das Innere hineingehen. Also wenn wir spüren, ich habe mich mit dieser zwölf Sinne Theorie von Rudolf Steiner, ich denke, das ist schon so 30 Jahre her, dass ich mich da eingehend damit beschäftigt habe. Aber da ist auch so etwas, glaube ich, wie aus dem Klang heraus die Stimmung oder das Wesen herauszuhören.

Es ist jetzt ein Problem, dass ich halt einen besseren Durchblick habe, wenn ich mich in der Meditation selber befinde und diese Erfahrungen gerade mache. Jetzt, im Tagesbewusstsein, ich habe heute Morgen bei der Meditation, habe ich mir das überlegt, dass ich heute darüber sprechen könnte, und da habe ich mir das auch schon durchgedacht. Aber jetzt im Laufe des Tages kommt man ja aus dieser höheren Einsicht heraus und dann ist das nicht mehr alles so klar und dann erinnert man sich auch nicht mehr so gut an alles, was man sich da schon vorbereitet hat.

Ich wollte darauf hinaus: Die Sinne sind ein Kommunikationsinstrument mit der äußeren Welt und es gibt eben nicht nur diese 5 uns so geläufig von uns benannten 5 Sinne. Sondern es gibt dann auch noch verschiedene andere. Wer das genau wissen möchte, der lese bitte dazu Rudolf Steiners Vortragsreihe. Man kann sich heute im Internet alles anschauen. Er hat … Das Gute bei Rudolf Steiner ist: Er hat auf Deutsch das alles gesagt, einer der wenigen, die wir haben, der aber auch richtig gut ist im Grunde.

Und das kann man sich im Internet herunterziehen oder herunterladen. Man muss sich ein bisschen beschäftigen mit der Rudolf Steiner Gesamtausgabe GA. Das sind so über 300 Bände, die da schon lange herausgegeben wurden. Die sind inzwischen copyrightfrei und die sind im Internet verfügbar. Also da kann man sich einlesen. Aber gut, wir wollen ja zur hypnotisierenden Kraft der Sinne etwas sagen und warum kann man das überhaupt sagen? Die hypnotisierende Kraft der Sinne.

Gut, die Wahrheit ist, es gibt nur einen Gott. Das kann man jetzt so pauschal sagen. Im Grunde der Ursprung von allem ist das Eine, wie man den immer nennen mag. Und das ist natürlich auch die Ursache von aller Freude. Aber wenn wir uns jetzt mittels der Sinne, der Kommunikationsinstrumente mit der äußeren Welt, die entsteht, aus dem einen durch den Dualismus, wird die ganze Welt aufgebaut. Jeder Mensch, das ist das Leben, hat einen Energiefluss durch sich. Das ist sein Leben und der Energiefluss, der fließt hinein und gleichzeitig mit den Sinnen, das ist normalerweise bei einem sagen wir normalen Menschen, einem, der nicht durch eine spirituelle Schulung gegangen ist und sich den gesamten Vorgang bewusst gemacht hat.

Die Sinne funktionieren über die Energieflüsse. Also die Wahrnehmung durch die Sinne bedeutet, dass gleichzeitig ein Energiefluss stattfindet, und über den Energiefluss gibt es jetzt eine Rücksendung und dann entsteht die Wahrnehmung aus der Rückkopplung oder dem Rückstoß der hinaus fließenden Energie.

Dann haben wir einen Körper mit uns, der die Stimulierung durch Energiefluss als angenehm wahrnimmt. Ein hoher Energiefluss, dabei fühlt es sich wohl und das heißt, jede Sinnesbetätigung bedeutet einen Energiefluss und damit wird mit der Sinnesempfindung, ob das jetzt Sehen, Hören, Schmecken, Riechen oder Tasten ist, normalerweise ein Wohlgefühl geht damit einher. Es gibt natürlich auch etwas Unangenehmes zu sehen, zu hören, zu fühlen, zu schmecken, zu riechen. Das gibt es natürlich auch, die genauen Prozesse darauf einzugehen, das würde jetzt zu weit gehen, müsste ich mir auch vorher noch einmal überlegen, wie das alles funktioniert.

Auf jeden Fall die hypnotisierende Kraft der Sinne entsteht dadurch, dass wir, wenn wir etwas sehen, meistens ja alleine, dass wir irgendwas anderes sehen als normal, dadurch entsteht ein Energiefluss, dadurch entsteht ein Wohlgefühl und wir verbinden dann, attribuieren das Wohlgefühl mit dem, was wir da im Äußeren sehen, fühlen, schmecken, hören.

Wenn man meditiert, dann sieht man, dass da noch andere Sachen sind. Wenn man jetzt nichts hört, nichts fühlt, nichts schmeckt, nichts sieht, d.h. Augen geschlossen, Ohren geschlossen, dann nimmt man immer noch wahr und das sind noch innere Sinne, die da genauso noch zu Buche schlagen.

Dann kommen auch noch die Chakras mit ins Spiel, die Chakren, also jede Sinnesempfindung hat gleichzeitig eine Verbindung mit den Chakras und die Empfindung geht einher, sie geht synchron mit einem Ausfluss von Energie aus den Chakras. Auch die Sexualität, das ist auch ein intensiver Energiefluss aus einem Chakra heraus, den wir als angenehm empfinden, lustvoll und dann attribuieren wir eben das Lustvolle, das Wohlgefühl mit dem äußeren Zustand, mit dem äußeren Ereignis, also den Geschlechtsgegenpart, wenn man das so neutral sehen mag. Der wird dann als begehrenswert angesehen.

Wir werden als Kinder als Baby’s geboren und das ist das, was wir als Normalität ansehen. Aber das ist auch das, was uns eben in der Welt versklavt, wenn man das hart ausdrücken will, es macht uns unfrei. Es konditioniert uns auf bestimmte Sinnesempfindungen, die wir haben wollen, andere, die wir nicht haben wollen und so sind wir dann ein Spielball unserer Sinneserfahrungen im Grunde ursprünglich und unser Leben oder die gesamte spirituelle Entwicklung bedeutet eigentlich ein herausarbeiten aus dieser Konditionierung, aus diesen Bedingtheiten der Sinnesempfindungen.

Wir wollen eigentlich, also wer sich auf den spirituellen Pfad befindet, der will im Grunde freier werden von solchen Sinneskonditionierungen. Er möchte da unabhängiger werden und das kann man auch. Denn diese Konditionierungen, diese Sinnesempfindungen, diese Verbindung von Wohlgefühl mit Sinneserfahrungen, das ist im Grunde Hypnotisierung.

Denn, was ist die Wahrheit oder was ist tatsächlich? Also wenn man sagt Hypnotisierung ist etwas auf etwas, was eben nicht begründet ist, das ist eine Vorstellung, die uns eben suggeriert wird. Dieser Mechanismus der Sinneswahrnehmungen in dieser Welt, der hypnotisiert uns dahingehend, dass äußere Dinge irgendeine Bedeutung, einen Wert, ein Glücksbringer sind. In Wirklichkeit ist es aber so, dass der Glücksbringer ja der Energiefluss ist.

Und wir in der Meditation oder die spirituelle Handlung oder das spirituelle Training, das spirituelle Üben bezweckt im Grunde, dass wir den Energiefluss immer höher hinauf in die Chakras bekommen. Also wenn wir meditieren und dann eben keine äußeren Sinnesempfindungen haben, was jetzt auch der Grund ist, warum viele ein bisschen Aversion vor Meditation haben, weil sie sich das gar nicht vorstellen können, Angst haben davor, keine äußeren Erfahrungen mehr zu haben und dann von äußeren Erfahrungen von den Glücksbringern, ihrem Leben abgeschnitten zu sein und dann in Depression oder in miese Stimmung zu verfallen.

Aber der Yogi, der spirituell Übende, der trainiert sich dahin, auch ohne irgendwelche äußere Sinnesempfindungen, noch etwas zu erleben, und zwar diese reine (rein in dem Sinne, dass sie nicht bedingt ist durch irgendwelche äußere Erfahrungen) Glückseligkeit, die durch den ungehinderten Fluss im eigenen Wesen zustande kommt. Das übt man eigentlich in den spirituellen Übungen auch im Kriya Yoga, im Grunde geht es dahin, dass wir so viel innere spirituelle Fertigkeit, so viele … Shibendu Lahiri hat immer gesagt, die Leute wollen Fitness und da gibt es Fitnessübungen. Man geht in die Fitness Center um zu trainieren und dieser Kriya Yoga, das sind mentale Fitnessübungen.

Wir üben uns darin ein, dass wir den Energiefluss in uns halten können, das heißt wir hören nichts, wir fühlen nichts, wir schmecken nichts, wir riechen nichts, wir betasten nichts und trotzdem, dann natürlich die anderen Sinne auch noch, die ich jetzt nicht aufzählen kann, so wie gesagt, das ist schon 30 Jahre her. Aber es gibt da eben noch mehr, auch das wollen wir immer mehr reduzieren und wir wollen immer weiter den Energiefluss und unser Bewusstsein dieses Energieflusses, dessen was stattfindet beim Energiefluss, dessen wollen wir uns bewusst werden.

Was wir dann letztendlich erkennen, ist, dass der Energiefluss, wenn wir dann im dritten Auge im Ajna Chakra (6. Chakra) konzentriert sein können oder im Sahasrara Chakra, dass dann ein Kreislauf der Energie entsteht. Also normalerweise sagt man ja, bis zum Herzen, das sind die reinen Chakras und wenn man weiter hinunter geht, dann kommt man in diese zwieträchtigen Chakren-Bereiche rein, in denen eben die Sexualität, Nahrungsaufnahme, also Essen, Schmecken, Riechen und Sehen und Sprechen, das kann man, glaube ich, auch in den höheren Chakren noch verorten. Aber die niederen, da will man oder muss man nicht hinunter. Man kann eben den Energiefluss dann so regeln, dass ja bis zum Herz Chakra hinuntergeht und wieder hoch und dann ist das so ein Kreislauf und das sind auch Sachen, die dann teilweise in Kriya-Übungen so auch betont werden.

Das ist jetzt eine andere Sache. Aber wir bei spirituellen Übungen, wir versuchen halt diesen Energiefluss so konzentriert zu halten, im dritten Auge, möglichst dann letztendlich und darin dann die Glückseligkeit zu empfinden und dann zu erkennen, dass diese Glückseligkeit, die wir durch die Hypnotisierung durch die Sinne dann mit äußeren Zuständen, Bedingungen, Dingen, Menschen dann in Verbindung bringen, im Grunde unabhängig davon ist. Sondern allein der Energiefluss in uns ist schon die Energie und wenn wir die konzentriert halten, dann können wir größte Glückseligkeit erfahren, sogar eine größere Glückseligkeit als mit allen äußeren Dingen, die wir, hypnotisiert, wie wir normalerweise sind, denen wir dann die Kraft, die Gewalt über unsere Glückseligkeit, unsere Freude zusprechen, die erkennen wir dann, dass die alleinig in der Energie selbst, in dem Energiefluss liegt und dass die völlig unabhängig ist von äußeren Personen, Orten, Zuständen und Dingen.

Das heißt, wenn wir dann letztendlich dieses mentale Fitnessprogramm des Kriya Yoga durchlaufen haben, dann können wir unabhängig von dem, was wir haben, also von Essen, von Fühlen, man kann Kälte, Wärme, Wohlgeschmack oder Übelgeschmack, also das beste Essen, das schlechteste Essen, das kann man gleichmütig zu sich nehmen.

Da könnte natürlich mehr dazu, als ein bisschen meditiert zu haben, dass man so weit Gewalt hat über den Körper, dass auch die Essenszufuhr … Man kann auch Gift nehmen, dann im Grunde, letztendlich… Davon erzählt ja auch Yogananda in der „Autobiografie eines Yogi“, dass das Traylanga Swami praktiziert oder vorgeführt hat. Das wirkt nicht oder das hat keinen Einfluss auf unseren Körper und natürlich noch viel weniger auf unsere Stimmung.

Wir können alleine dadurch, dass wir bewusst diesen Energiefluss in uns hereinnehmen und fließen lassen, sind wir glückselig. Wir haben immer die Glückseligkeit in uns und da das Leben normalerweise eine Ausweitung von allen Aktivitäten ist, nimmt diese Glückseligkeit auch zu, unabhängig eben von allem, was wir in unserem Normalen, das heißt normalerweise, da wir ja als Babys geboren werden, wachsen wir ganz natürlich in diese Hypnotisierung hinein und aus dieser Hypnotisierung der Sinne arbeiten wir uns heraus und das Ergebnis, die Erkenntnis letztendlich ist die, die sollte man eigentlich relativ bald dann schon erlangen können.

Diese Erkenntnis, zumindest das Verständnis dafür, dass wir Freude unabhängig von äußeren Bedingungen, Erfahrungen in uns generieren können … Wir sind sogar Freude, weil wir diese Energie sind. Das aber dann noch umzusetzen in Verwirklichung … Das heißt dann ein verwirklichter Meister, das ist nicht einer, der darüber reden kann und das verstanden hat, sondern der das dann noch umsetzen kann, in der Weise, dass er zum Beispiel dann wie gesagt Gift zu sich nehmen kann und das dann nicht spürt.

Da kann man den Arm abhaken, der kann den wieder hinkleben oder solche Sachen, der kann … Das sind jetzt relativ nebensächliche Sachen. Aber Jesus hat es ja auch vorgeführt, nicht einmal der Tod, ist dann unser Herr. Sondern wir sind dann Herr über unseren Körper, wir haben die Meisterschaft über unseren Körper erlangt und haben dann mehr oder weniger das Ziel dieses Erdendaseins erreicht und sind dann bereit, herauszugehen oder weiterzugehen in eine andere Schulstube der Existenz, von denen es ja noch endlos geben soll.

Oder dass wir zurückkommen als Diener im großen Schulgebäude dieser Welt, uns noch einmal zu betätigen.

Also: Die hypnotisierende Kraft der Sinne besteht einfach darin, dass wir, weil wir nicht wissen, was genau abläuft: Die Gleichzeltigkeit von Sinneserfahrung mit der Freude oder auch dem Gegenteil, von Schmerz, dadurch attribuieren wir die Ursache dafür für den Schmerz und die Freude mit äußeren Dingen.

In Wirklichkeit sind wir das selbst, einmal der Energiefluss, einmal der Abbruch des Energieflusses, der sich dann, solange wir noch durch den Körper, solange der noch sein Eigendasein führt und wir eben durch diesen bedingt sind, beeinflusst der ziemlich stark unser Denken, unser Fühlen, unser Sein und erst, wenn wir selbst Herr über unseren Körper sind, werden wir dann soweit sein, dass wir dann wirklich unabhängig davon die Freude fühlen können und danach uns frei in dieser Existenz bewegen können,

also unabhängig von den physischen Bedingungen dieser Welt dann agieren können und dann mehr oder weniger auch das Ziel, also die 13. Klasse sagen wir, des Studiums der weltlichen Dinge absolviert haben und dann wie sagt man, promoviert werden in ein anderes Dasein.

Gut, was hat das mit dem Kriya Yoga zu tun? Ja, ich habe es ja schon immer wieder angedeutet: Die Kriya Yoga-Übungen, die Kriya Yoga-Praxis, die tägliche, die man ja morgens, wenn es geht auch abends, sicher abends ist noch besser als nur morgens, praktizieren, die helfen uns eben nicht nur im natürlichen, also die natürliche Entwicklung heraus aus dieser Bedingtheit, aus dieser Hypnotisierung, das geht natürlich langfristig auch, aber mit diesen Kriya Yoga-Techniken haben wir Instrumente bei der Hand, um das halt zu beschleunigen.

Also eben, das ist eine Hochtechnologie, man kann Datenverarbeitung, kann man beschleunigen, man kann jeden mechanischen Prozess auf der Erde mit irgendwelchen Instrumenten beschleunigen, zum Beispiel Rühren von Sahne oder Schneiden von Gurken, das kann man eben durch verschiedene Instrumente um ein Vielfaches beschleunigen und genauso kann man diese spirituelle Entwicklung von der Bedingtheit durch die Sinne –

die meisten Menschen sind eben noch total hypnotisiert durch diese hypnotisierende Kraft der Sinne – sich da heraus zu arbeiten, dann sieht man klarer über sein eigenes Leben, dann wird das Leben eben nicht mehr zu einem Schrecken und die Katastrophen der Welt haben keine Macht mehr über uns und wir werden zum Herren einmal natürlich über unsere eigene Welt, das sind wir eigentlich im Grunde sowieso, das ist vielleicht noch das Einfachste einzusehen.

Aber wir werden auch Herrn über unseren eigenen Körper, wir können uns mehr oder weniger mit dem eigenen Schopf aus dem Wasser ziehen. Das ist die Energie, die wir sind mit diesem Bewusstsein, das ist das, wo wir uns packen können, wir sind diese Energie, mit der wir alles erreichen können, die nutzen wir eben im Kriya Yoga und können uns dann eben durch diese Hochtechnologie aus Indien da relativ schnell herausarbeiten, in wenigen Jahren, wo andere eben viele Inkarnationen noch tätig sind,

da kann man, wenn man wirklich auf dem Pfad einmal eingeschwenkt ist und Lunte gerochen hat, davon überzeugt ist, was man da alles damit machen kann, dann kann man sich … Gut: Es dauert natürlich immer noch Jahre, Jahrzehnte, vielleicht noch ein, zwei Inkarnationen. Aber man kann da im Vergleich zu dem, wenn man nicht praktizieren würde, sehr schnell da herauskommen.

Also: Die meisten Menschen kommen ja immer wieder an Punkte im Leben, wo sie verzweifelt sind, über Depression habe ich auch schon gesprochen, oder über gelegentliche Depression. Das sind die Punkte, wo man sich dann mit solchen Themen ganz gut beschäftigen kann oder sehr effektiv beschäftigen kann, da man dann auch die Anfangswiderstände, die mit diesen spirituellen Praktiken verbunden sind dann, wenn man andererseits eben Lebenslust verloren hat, eben dadurch getrieben wird,

damit kann man eben diese Anfangswiderstände überwinden und dann auf den Pfad einschwenken. Und wenn man dann mal … das ist wie, glaube ich, wie bei Katalysatoren, wenn man diese Anfangshürden überwunden hat, dann geht das von ganz alleine und äußere Katastrophen, Depressionen, das sind Katalysatoren für spirituelle Praxis, kann man zumindest so nutzen.

Und wenn man dann wirklich mal erkannt hat, was damit alles möglich ist, dann wird man das nicht mehr aufgeben, weil man erkannt hat, dass das das Beste, das Wichtigste, das Einzige ist, was eigentlich Sinn und Zweck hat im Leben und dann ist man auf der Reise, dann geht es eigentlich nur noch vorwärts und aufwärts und nichts kann einen aufhalten.

Die Welt wird immer besser, alles wird schöner. Aber die hypnotisierende Kraft unserer Sinne, gut, die holt und zwar immer wieder ein. Aber wir versuchen eben, in jeder Meditation da herauszukommen, in jeder spirituellen Praxis uns soweit herauszuarbeiten, wie es geht. Dann uns der Wahrheit bewusst zu werden, dass wir eben die Herren sind, über Schmerz, über Leid, über Freude, über Glückseligkeit, weil wir die Energie selbst sind,

die diese Glückseligkeit, Schmerz, Leid und alles, was alles sonst doch möglich ist, hervorbringt. Die Wahrheit ist das und dann können wir natürlich die ganzen Hypnosesachen, die sehen wir dann ein, dann gehen wir wieder heraus, wenn wir meditiert haben, und schlagen uns wieder mit dem Leben herum … Gut, so lange wir nicht erleuchten sind, brauchen wir den Körper, wir brauchen Essen, wir brauchen Nahrung, wir werden jeden Tag wieder mit der hypnotisierenden Kraft der Sinne konfrontiert,

also mit der Nahrungsaufnahme, mit Geschmack, mit Beziehungen auch, da sind auch, da spielen ja auch verschiedene Sinne, mit rein, mit zwischenmenschlichen Beziehungen, mit allen anderen möglichen Erfahrungen. Die haben natürlich immer noch diese hypnotisierende Kraft und schaffen es dann auch immer wieder, uns zu hypnotisieren bis zu einem gewissen Grad und dann gehen wir wieder in die Meditation, versuchen uns da herauszuarbeiten,

wenn man dann mal gewisse Stufen erreicht hat, der spirituellen Praxis, dann wird man immer schauen, zumindest ist das bei mir so, dass man sich wirklich wieder auf die Höhe der Wahrheit begibt in der spirituellen Praxis. Das ist immer das Ziel jeder spirituellen Praxis, dass man in den Bereich der Wahrheit kommt, also in den Bereich der Selbstermächtigung, der selbstermächtigten Glückseligkeit, wie ich das nennen möchte,

dass man eben von nichts abhängig ist, das kann man sich dann natürlich so bewusst machen. Aber dann ist der Körper halt immer noch da, der doch noch länger seinen Fuß in der Tür haben wird und uns dann immer wieder herausziehen wird, solange wir noch von Nahrungsaufnahme oder auch nur von Atemaufnahme abhängig sind, hat dieser Körper immer noch diese hypnotisierende Kraft über seine verschiedenen Wege und dann sind wir beeinflusst.

Aber wir versuchen uns immer mit den Kriya Techniken oder auch vergleichbaren Techniken, also andere spirituelle Techniken haben natürlich auch ihre Methoden, sich dieser hypnotisierenden Kraft der Sinne zu erwehren. Aber wir als Kriya Yogis nehmen halt diese Übungen, die, wie gesagt, sehr effektiv sind und damit schaffen wir es, dass wir uns immer leichter herausarbeiten können aus der hypnotisierenden Situation, die wir jeden Tag,

ja deren Kräften wir uns jeden Tag aussetzen und in deren Wirkungsbereich wir uns begeben, wir sinken da ein. Aber arbeiten uns immer wieder heraus. Das ist wieder so ein Hin und Her und das geht dann immer schneller, dass wir uns immer schneller herausbewegen und irgendwann mal werden wir, wenn wir im Nirvikalpa Samadhi sind, dann können wir alles in der Welt machen und können dann nicht mehr aus der Wahrheit herausgerissen werden.

Wir sind uns dann ständig der Wahrheit bewusst, dass wir eins sind mit allem in der Welt und dass wir auch die Schöpfer unserer eigenen Glückseligkeit sind und nicht bedingt sind durch irgendwas Äußeres, nur diesem Licht, dieser Wahrheit dienen, dass sich die verbreitet in der Welt und auch andere in dieses Verständnis kommen und in dem Sinne werden wir uns dann auch betätigen in der Welt.

Das ist es jetzt soweit zu diesem Thema: Die hypnotisierende Kraft der Sinne. Der Kriya Yoga, das Remedium (Heilmittel), das Medikament, die Therapie um uns da möglichst effektiv schnell und angenehm herauszuarbeiten.

Hari Om Tat Sat. Namaste. Alles Gute. Tschau.

Der heutige Song stammt wieder dem Album „Oh Yogananda, Himalaya des Kriya“

Der dreizehnte Song daraus:

Oh Yogananda, Himalaya des Kriya Ukulele

O Yogananda—Himalaya des Kriya,
ein stiller Strom der Weisheit.

Nicht für den Ruhm, nicht für den Lärm,
kamst du mit klarem Blick.
Du sprachst: „Prüf selbst, sei still, sei wach“—
und gabst selbst das strahlende Beispiel.

Atem wird tief,
Unruhe schwindet.

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahrung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.

Mit deinem Buch öffnetest du ein Tor,
ein Funke gegen das Vergessen.
Und Menschen fanden Mut im Stillsein,
wo sie nur Lärm besessen.

Atem wird tiefer,
Wirbelsäule wird Straße

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahrung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet,
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.

Ost und West—kein Streit der Formen:
ein Herz, ein Ton, ein stilles Ja.
Wo Liebe übt, wird Grenze weich,
und Gott wird Gegenwart.

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahrung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet,
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.

Der stille Strom bleibt—
im Atem, im Herzen, im Licht.
Jaya Yogananda.
Jaya Yogananda.
Jaya Yogananda.