Zusammenfassung

In Folge 73 stellst du die Grundfrage: Ist Kriya Yoga eine Wissenschaft? Ausgangspunkt ist Yoganandas Aussage, dass Kriya Yoga eine Wissenschaft sei, sowie sein Bezug zur „Wissenschaft der Religion“. Du verbindest diese Frage mit Rudolf Steiner, der seine geistigen Forschungen ebenfalls als Wissenschaft verstand, und mit Kritik von Wissenschaftsjournalisten, etwa aus dem Umfeld von „Quarks Science Cops“, die solche Aussagen als unwissenschaftlich zurückweisen.

Du gehst zunächst auf Kriterien von Wissenschaftlichkeit ein: Objektivität, Nachvollziehbarkeit, logischer Aufbau, Unabhängigkeit von bloßen Meinungen und die Möglichkeit, dass andere denselben Weg nachvollziehen können. Genau an dieser Stelle setzt deine These an: Auch spirituelle Wege wie Kriya Yoga oder Anthroposophie beanspruchen Nachvollziehbarkeit, allerdings nicht primär über äußere Geräte, sondern über innere Entwicklung und eigene Praxis.

Ein wichtiges Thema sind die Siddhis: Fähigkeiten wie Hellsehen, Hellhören, Materialisierung, Heilkräfte oder andere außergewöhnliche Kräfte. Du erwähnst, dass Kritiker fragen: Wenn das alles nachvollziehbar wäre, warum können es dann nicht viel mehr Kriya-Yoga-Praktizierende? Gleichzeitig relativierst du die Bedeutung solcher Wunder und verweist auf Shibendu Lahiris Kritik am „Miracle Mongering“, also an einer Vermarktung von Wundern.

Du unterscheidest dann zwischen äußerer Wissenschaft und innerer Wissenschaft. Äußere Wissenschaft kann Maschinen bauen, Raketen starten, Satelliten berechnen und sichtbare technische Ergebnisse hervorbringen. Innere Wissenschaft dagegen arbeitet mit Bewusstsein, spirituellen Gesetzen und dem Menschen selbst als Forschungsfeld. Das Ergebnis ist nicht ein Gerät, sondern der entwickelte, verwirklichte Mensch.

Nach deiner Sicht können fortgeschrittene Menschen verschiedener spiritueller Wege einander verstehen: Kriya Yoga, Anthroposophie, Buddhismus und andere religiöse oder spirituelle Wege führen letztlich zu einem Ziel. Die Schwierigkeit besteht darin, dass viele Menschen keinen Zugang zum inneren Weg haben und deshalb alles als Aberglaube, Guru-Hörigkeit oder Verblendung abtun.

Du betonst, dass du selbst seit etwa 40 Jahren auf diesem inneren Weg forschst. Für dich ist nachvollziehbar, was Yogananda, Rudolf Steiner und andere spirituelle Lehrer sagen, allerdings nur für denjenigen, der sich ernsthaft auf diesen Weg einlässt. Wie in der äußeren Wissenschaft nur wenige Menschen hohe Physik, Quantenphysik oder Mathematik wirklich nachvollziehen können, so können noch weniger Menschen spirituelle Wissenschaft wirklich prüfen.

Im zweiten Teil führst du aus, dass im Dvapara-Yuga die innere Wissenschaft künftig stärker verstanden und vielleicht auch stärker gelehrt werden könnte. Du vertrittst die Auffassung, dass Kriya Yoga auf inneren Gesetzmäßigkeiten beruht: Wer unter gleichen Voraussetzungen die Übungen macht, erhält gesetzmäßig entsprechende Ergebnisse. Spirituelle Techniken sind in dieser Sicht ein Handwerkszeug, ähnlich wie äußere Wissenschaft technische Hilfsmittel nutzt.

Ein weiterer Unterschied: Äußere Wissenschaft fächert sich immer weiter in viele Spezialgebiete auf; innere Wissenschaft läuft auf einen gemeinsamen Zielpunkt zu – kosmisches Bewusstsein, Einssein, Selbstvervollkommnung. Je näher Menschen diesem Ziel kommen, desto ähnlicher werden ihre Erkenntnisse.

Dein Fazit lautet: Kriya Yoga ist nicht Wissenschaft im exakt gleichen Sinn wie äußere Naturwissenschaft. Aber im Kern erfüllt Kriya Yoga nach deiner Auffassung wesentliche Kriterien von Wissenschaftlichkeit: Gesetzmäßigkeit, Nachvollziehbarkeit, Übungsweg, innere Überprüfbarkeit und Unabhängigkeit von bloßem Glauben. Wo Religion nur Glauben fordert, sei das für dich eher Aberglaube; wo der Mensch an sich selbst arbeitet und durch innere Forschung zur Vollkommenheit voranschreitet, beginnt spirituelle Wissenschaft.

Am Ende stellst du die Entwicklung des Menschen in einen universellen Zusammenhang: Jesus sei nicht grundsätzlich von anderen Wesen getrennt; jeder Mensch trage den göttlichen Kern in sich und sei unterwegs zur Vollendung. Diese Entwicklung könne beschleunigt oder verzögert werden, aber letztlich sei sie als Gesetz vorgegeben.

Strukturiertes Transkript

Ist Kriya Yoga eine Wissenschaft? Innere und äußere Forschung im Vergleich

Liebe Freunde des Kriya Yoga,

heute wollen wir uns mit einer Frage beschäftigen, die im Kern des gesamten Kriya-Yoga-Verständnisses steht: Ist Kriya Yoga eine Wissenschaft? Genau das behauptet Yogananda in seiner Autobiografie eines Yogi. Er hat dazu auch ein eigenes Werk verfasst, „Die Wissenschaft der Religion“ (Science of Religion) – ursprünglich ein Vortrag, den er 1920 auf einem internationalen religiösen Kongress in Boston gehalten hat, aus dem später das Buch entstand. Ich gebe offen zu: Gelesen habe ich es nicht, solche stark theoretischen Werke interessieren mich persönlich weniger.

Die Frage nach der Wissenschaftlichkeit beschäftigt mich derzeit besonders, weil ich mich parallel mit Rudolf Steiner auseinandersetze, dem Seher vom Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Auch er ist sein Forschungsgebiet nicht rein intellektuell, sondern methodisch-wissenschaftlich angegangen und hat seine eigenen Erkenntnisse konsequent als Wissenschaft bezeichnet. Kürzlich bin ich auf einen Podcast der ARD gestoßen – Quarks Science Cops –, in dem Wissenschaftsjournalisten genau solche Aussagen überprüfen. Sie kamen bei Steiner zu einem vernichtenden Urteil und bezweifeln, dass seine Lehre wissenschaftlich sei. Ganz genauso wird ja auch Yoganandas Anspruch, Kriya Yoga sei Wissenschaft, von vielen Seiten angezweifelt.

Was macht Wissenschaftlichkeit überhaupt aus?

Die gängigen Kriterien sind bekannt: Objektivität, Nachvollziehbarkeit, ein logischer Aufbau. Das Wichtigste dabei ist meines Erachtens: Eine wissenschaftliche Erkenntnis ist unabhängig von persönlichen Meinungen. Sie ist nachvollziehbar – jeder, der den gleichen Weg geht, kommt zum gleichen Ergebnis. Der theoretische Weg dorthin lässt sich darstellen, in einfachen Worten erklären, sodass ihn möglichst viele Menschen nachvollziehen können.

Genau diesen Anspruch erheben auch spirituelle Traditionen wie die Anthroposophie oder der Kriya Yoga: Bestimmte Fähigkeiten – im Yoga Siddhis genannt, bei Steiner anders benannt – sollen von jedem Menschen erreichbar sein, der die entsprechenden Übungen macht. Gemeint sind Fähigkeiten wie hellseherisches Schauen, das Zurück- und Vorausblicken in die Zeit, das Hineinschauen in andere Menschen oder das Materialisieren von Dingen.

Kritiker setzen genau hier an: Wenn diese Fähigkeiten wirklich für jeden erreichbar wären, müssten doch weit mehr praktizierende Kriya-Yogis das können, was Yogananda, Sri Yukteswar oder Lahiri Mahasaya konnten – jene wundersamen Geschichten, die Yogananda in seiner Autobiografie schildert. Shibendu Lahiri selbst sprach hier immer wieder von „Miracle Mongering“, also der Vermarktung von Wundern. Aus seiner Sicht sind diese Dinge im Grunde nicht wichtig. Denn wenn es sich tatsächlich um Wissenschaft handelt, dann sind es natürliche Vorgänge, die – wie postuliert – von jedem nachvollzogen werden können. Damit sind es keine Wunder mehr, sondern die Anwendung von Naturgesetzen, die uns im heutigen Bewusstseinszustand nur noch nicht erklärlich sind.

Äußere und innere Wissenschaft – die Anwendung als Beweis

In der äußeren Wissenschaft zeigt sich Wissenschaftlichkeit durch die angewandte Wissenschaft: Theorie wird zu Technik. Raketen werden gebaut, Berechnungen nach physikalischen Gesetzen angestellt, Satelliten ins All geschossen, Sternbewegungen vorausberechnet. Wer die Relativitätstheorie Einsteins nicht im Detail versteht, muss trotzdem anerkennen: Die Menschen, die daraus Raketen bauen, die punktgenau landen – wie es Elon Musk mit SpaceX vormacht –, wenden damit erfolgreich wissenschaftliche Erkenntnisse an. Das Ergebnis ist überprüfbar.

Kritiker der Anthroposophie und des Kriya Yoga argumentieren im Grunde ähnlich. Doch dabei übersehen sie einen entscheidenden Punkt: Wer selbst auf einem spirituellen Pfad fortgeschritten ist – ob im Kriya Yoga, in der Anthroposophie, im Buddhismus oder auf anderen religiösen Wegen, die letztlich alle zum gleichen Ziel führen –, entwickelt auch Verständnis für die jeweils anderen Wege des inneren Forschens.

Es gibt aber wichtige Unterschiede zwischen äußerer und innerer Wissenschaft. Die äußere Wissenschaft ist vorzeigbar: Man kann ein Buch darüber schreiben, es vervielfältigen, und eine breite Masse kann nachvollziehen, was geschieht. Der Weg nach innen ist eingeschränkter – viele Menschen haben schlicht keinen Zugang dazu und bestreiten rundweg, dass das, was Yogananda oder Steiner lehren, überhaupt einen Sinn ergibt, selbst wenn diese ausdrücklich von Wissenschaft sprechen. Die einen nennen es Aberglauben und ihre Anhänger „Guru-hörig“ oder „verblendet“; die andere Seite wirft den Kritikern vor, keine Ahnung von den wirklich tiefen Zusammenhängen zu haben. Diese gegenseitige Unversöhnlichkeit zeigt: Die Vermittlung dieser Erkenntnisse ist tatsächlich schwierig.

Wenige Fortgeschrittene – wie in jeder anderen Wissenschaft auch

Aus meiner eigenen Überzeugung – ich forsche seit rund 40 Jahren auf dem Weg nach innen – ist für mich alles nachvollziehbar, was Yogananda, Steiner und andere lehren. Nachvollziehbar wird es für jeden, der sich wirklich hineinhängt und die Wege konsequent geht. Der Weg ist nur eben sehr weit.

Das ist im Übrigen kein Sonderfall der Spiritualität. Auch in der Physik, Chemie, Biologie oder Mathematik gibt es Spitzenbereiche, in denen nur wenige Menschen wirklich mithalten können – kleine Grüppchen von Experten, die sich gegenseitig bestätigen, während die große Mehrheit der Bevölkerung (ich schätze mindestens 99 Prozent) das Gesagte schlicht glauben muss, ohne es selbst nachprüfen zu können. Der Unterschied zur spirituellen Wissenschaft besteht meines Erachtens vor allem in der Zahl: Bei ihr sind es noch weniger Menschen, die wirklich mithalten und nachprüfen können. Vom Prinzip her ist es aber dasselbe Muster.

Der Unterschied liegt im Handwerkszeug: Die äußere Wissenschaft baut Geräte, um Naturgesetze zu beweisen. Die innere, spirituelle Wissenschaft kennt solche äußeren Gegenstände nicht – hier sind es die verwirklichten Meister selbst, die innere Gesetze zur Anwendung bringen und dadurch jene Kräfte, die Siddhis, beherrschen. Patanjali zählt sie auf: Levitation, Materialisierung, Körperverdoppelung, Hellsehen, Hellhören, Heilfähigkeiten und weitere. Der Philosoph Karl Jaspers hat in seinem Buch Die maßgebenden Menschen – das ich als Achtzehn- oder Neunzehnjähriger gelesen habe – bedeutende Persönlichkeiten wie Jesus, Buddha und Sokrates untersucht und dabei erstaunliche Übereinstimmungen zwischen ihnen festgestellt. Genauso verhält es sich mit weit fortgeschrittenen spirituellen Praktizierenden: Sie können sich untereinander verifizieren, sagen im Wesentlichen dasselbe aus – nur sind es eben weit weniger als in der etablierten Wissenschaft, und die Nachvollziehbarkeit ist entsprechend schwieriger zu demonstrieren.

Ein Blick voraus: Dvapara-Yuga und die innere Wissenschaft

Ich glaube, dass sich dieses Verhältnis mit der Zeit verschiebt. Wir stehen am Beginn des Dvapara-Yuga, des zweiten Zeitalters nach dem Kali Yuga. Im Fortschreiten dieses Zeitalters – das ist meine persönliche Einschätzung – werden wir wahrscheinlich weniger auf äußere Wissenschaft angewiesen sein, um unser Leben zu erleichtern. Mehr Menschen werden die Fähigkeit entwickeln, ihren Körper und Geist zu beherrschen, und dadurch zunehmend auf äußere Geräte wie Autos, Radios, Handys oder Computer verzichten können, weil diese in den Hintergrund treten. Es wird dann weniger äußere und mehr innere Wissenschaftler geben – vielleicht wird so etwas eines Tages sogar in Schulen gelehrt. Die innere Wissenschaft würde damit gesellschaftlich weit stärker akzeptiert, als sie es heute ist.

Nach meinen eigenen, täglichen Forschungsergebnissen – ich setze mich jeden Tag hin und untersuche das selbst – gilt: Was Yogananda beschreibt und verspricht, tritt unter den gleichen Voraussetzungen mit den gleichen Ergebnissen ein, bei jedem, der sich hinsetzt und konzentriert übt. Es gibt hier keine Zufälle. Wer die notwendigen „Zutaten“ – die richtigen Übungen – konsequent anwendet, bei dem stellt sich dasselbe Ergebnis ein. Es gibt innere, spirituelle Gesetze, genau wie es Naturgesetze gibt. Und wie es in der äußeren Wissenschaft Geräte und Verfahren gibt, um bestimmte Entwicklungen zu beschleunigen, gibt es in der Spiritualität eben die spirituellen Techniken – besseres und schlechteres Handwerkszeug. Je besser man dieses beherrscht, desto schneller kommt man voran.

Damit sind für mich die zentralen Kriterien von Wissenschaftlichkeit erfüllt: Die Entwicklung beruht auf Gesetzen, es gibt nachvollziehbare Beschreibungen des Ablaufs, und es gibt konkretes Handwerkszeug, mit dem sich diese Entwicklung herbeiführen lässt.

Der entscheidende Unterschied: das Ziel

Ein weiterer wichtiger Unterschied bleibt zu erwähnen: Die äußere Wissenschaft fächert sich immer weiter auf – es entstehen laufend neue, kleinteiligere Forschungsgebiete. Der Weg nach innen dagegen hat einen einzigen Zielpunkt, der für alle Menschen derselbe ist: das kosmische Bewusstsein, das Einssein. Alle streben ihm zu, wenn auch aus unterschiedlichen Richtungen – und je näher sie diesem Ziel kommen, desto ähnlicher werden sie sich untereinander. In der äußeren Wissenschaft ist es genau umgekehrt: Ein bedeutender Chemiker entfernt sich mit seinen Spezialkenntnissen immer weiter von dem, was ein Physiker oder Mediziner erforscht.

Trotzdem bleibt der gemeinsame Kern bestehen: Nachvollziehbarkeit, Objektivität, das Beruhen auf Gesetzmäßigkeit, die Möglichkeit der Beschleunigung durch geeignetes Handwerkszeug. Und noch ein Unterschied ist wesentlich: Das Ergebnis wissenschaftlichen Forschens auf spirituellem Gebiet lässt sich nicht wie ein Gerät nach außen zeigen. Das Produkt dieser Wissenschaft ist der Mensch selbst – in seiner Entwicklung, in seinem Vollkommenwerden. Nicht ein äußeres Gerät, sondern die Ermächtigung und Entfaltung des Menschen durch die Anwendung spiritueller Gesetze.

Warum sich Zweifel nur durch eigene Praxis auflösen lassen

Man muss also klar unterscheiden zwischen Wissenschaftsbereichen, die nach außen gehen, und solchen, die nach innen führen – auch wenn beide letztlich einen Zielpunkt haben. Es ist nicht dieselbe Art von Wissenschaft, und nicht alle Kriterien lassen sich eins zu eins übertragen. Der Kern der Wissenschaftlichkeit aber – Nachvollziehbarkeit, Gesetzmäßigkeit, Unabhängigkeit von bloßen Meinungen oder Glauben – bleibt bestehen. Wo dieser Kern fehlt und stattdessen nur geglaubt wird, handelt es sich tatsächlich um Aberglauben und nicht um spirituelle Wissenschaft. Das gilt für weite Teile dessen, was von den großen Religionen – Buddhismus, Hinduismus, Christentum – in der breiten Masse gepredigt wird, gleichermaßen.

Wo es aber wirklich nach innen geht, wo der Mensch an sich selbst arbeitet und selbst zum Ergebnis der Forschung wird, lässt sich das nicht einfach von außen vermitteln. Jeder muss diesen Weg in eigener, individueller Forschung selbst gehen – niemand kann ihn dafür übernehmen. In der äußeren Wissenschaft genügt es oft, einigen Fachleuten zu vertrauen, die etwas überprüft haben. Bei der inneren Forschung wird man den Zweifel eines Menschen wahrscheinlich nie ganz auflösen können, solange er sich nicht selbst auf den Weg macht und beginnt, die spirituellen Methoden anzuwenden. Erst wenn jemand selbst ein Stück des Weges der Selbstvervollkommnung gegangen ist, wird er in der Lage sein, das Ziel anzuerkennen, nachzuvollziehen und zu bestätigen, was spirituelle Forscher wie Rudolf Steiner, Yogananda oder Sivananda lehren.

Es reicht eben nicht, zu sagen: „Ich glaube daran.“ Das hat für einen selbst und für die Welt wenig Wert. Auf dem Weg der spirituellen Forschung muss der Einzelne sich selbst auf den Weg machen, um wirkliche Ergebnisse hervorzubringen und damit etwas Gutes zu schaffen.

Es ist jedenfalls nicht so, wie es zum Beispiel im Christentum gepredigt wird, dass Jesus der eine Auserkorene ist, der uns erlöst. Jesus unterscheidet sich fundamental nicht von irgendjemand anderem – nicht einmal von einem Elektron. Alles, was pulsiert und lebt, entwickelt sich weiter und trägt die Anlage in sich, letztlich denselben Weg zu gehen wie Christus. Jeder Mensch trägt im Grunde den Kern des Göttlichen in sich und befindet sich auf der Reise, diesen Weg zu vollenden. Das ist ein Gesetz. Wir können diesen Prozess beschleunigen oder verzögern, aber das Ergebnis selbst nicht abwenden – es ist im Grunde vorgegeben.

Hari Om Tat Sat. Namaste.


Der heutige Song stammt wieder vom Album „Oh Yogananda, Himalaya des Kriya“ – der achte Track:

Oh Yogananda, Himalaya des Kriya (live)

O Yogananda—Himalaya des Kriya, ein stiller Strom der Weisheit.

Nicht für den Ruhm, nicht für den Lärm, kamst du mit klarem Blick. Du sprachst: „Prüf selbst, sei still, sei wach“— und gabst selbst das strahlende Beispiel.

Atem wird tief, Unruhe schwindet.

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele, kein Wort als Gesetz, sondern Übungen für die Selbsterfahrung im Inneren Ein inneres Licht, das heller wird, wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet Jaya Yogananda. Kriya Yoga führt uns nach innen —Schritt für Schritt.

Mit deinem Buch öffnetest du ein Tor, ein Funke gegen das Vergessen. Und Menschen fanden Mut im Stillsein, wo sie nur Lärm besessen.

Atem wird tiefer, Wirbelsäule wird Straße

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele, kein Wort als Gesetz, sondern Übungen für die Selbsterfahrung im Inneren Ein inneres Licht, das heller wird, wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet, Jaya Yogananda. Kriya Yoga führt uns nach innen —Schritt für Schritt.

Ost und West—kein Streit der Formen: ein Herz, ein Ton, ein stilles Ja. Wo Liebe übt, wird Grenze weich, und Gott wird Gegenwart.

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele, kein Wort als Gesetz, sondern Übungen für die Selbsterfahrung im Inneren Ein inneres Licht, das heller wird, wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet, Jaya Yogananda. Kriya Yoga führt uns nach innen —Schritt für Schritt.

Der stille Strom bleibt— im Atem, im Herzen, im Licht. Jaya Yogananda. Jaya Yogananda. Jaya Yogananda.


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Title Tag: Ist Kriya Yoga Wissenschaft? Innere vs. äußere Forschung erklärt

Meta Description: Ist Kriya Yoga wirklich Wissenschaft, wie Yogananda behauptet? Ein Vergleich mit Rudolf Steiners Anthroposophie zeigt Kriterien, Grenzen und den Weg nach innen.

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Redaktionelle Hinweise

  • Gesprochene Selbstkorrekturen und Verzögerungslaute wurden stillschweigend geglättet; inhaltlich wurde nichts hinzugefügt oder entfernt.
  • Der Songtext wurde vollständig wortgetreu übernommen.
  • Persönliche Einschätzungen und Spekulationen (z. B. zur Entwicklung im Dvapara-Yuga, zur Rolle künftiger „innerer Wissenschaftler“) sind im Text als deine eigene Überzeugung/Einschätzung erkennbar gehalten, da du sie im Original selbst so kennzeichnest.
  • Der im Transkript nur als „Quarks Science Cops“ in Klammern nachgetragene Podcast-Titel wurde im Fließtext ergänzt, da er sonst unklar geblieben wäre.
  • Ich habe Die maßgebenden Menschen Karl Jaspers zugeordnet (das Werk – im englischen Original Die großen Philosophen-Umfeld bzw. separat veröffentlicht als Die maßgebenden Menschen: Sokrates, Buddha, Konfuzius, Jesus – stammt tatsächlich von ihm); falls du bei der Lektüre als Teenager eine andere Ausgabe oder einen anderen Autor in Erinnerung hast, gerne korrigieren.

Leicht überarbeitetes Transkript

Liebe Freunde des Kriya Yoga, heute wollen wir uns mit der Frage beschäftigen: „Ist Kriya Yoga eine Wissenschaft?“ Das behauptet ja zumindest Yogananda in seiner „Autobiografie eines Yogi“. Er hatte auch ein Werk geschrieben: „Die Wissenschaft der Religion“, „Science of Religion“, glaube ich, das erste, was er auch bei diesem Kongress, zu dem er 1920 gereist ist, vorgestellt hat. Oder, ich glaube, er hat einen Vortrag gehalten: „Die Wissenschaft der Religion“ und dazu hat er dann ein Buch geschrieben. Ich muss zugeben, das habe ich noch nie gelesen, weil so was interessiert mich eigentlich nicht besonders.

Aber die Frage: „Ist Kriya Yoga eine Wissenschaft?“, diese Frage stellt sich jetzt mir besonders, weil ich gerade zu Rudolf Steiner, diesen Seher vom Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts, der hat das, nicht unbedingt intellektuell, aber wissenschaftlich hat er es angegangen, hat sehr viel geforscht und sehr viel Neues in die Welt gebracht und hat davon gesprochen, dass seine Forschungen Wissenschaft sind, und jetzt gab es einen Podcast oder diesen Podcast, habe ich jetzt gerade mal angehört von der ARD, irgendwelche Wissenschaftsjournalisten.

Ich weiß gar nicht wie der heißt (Quarks Science Cops), aber die überprüfen solche Aussagen und die haben dann von den irren Aussagen von Rudolf Steiner gesprochen und bezweifeln eben, dass das Wissenschaft ist und genauso sagt halt Yogananda: „Kriya Yoga ist eine Wissenschaft“ und das wird natürlich auch angezweifelt von diversen Leuten.

Ja, die Argumente sind halt: Wissenschaftlichkeit wird durch bestimmte Kriterien bestimmt, Objektivität, dann Nachvollziehbarkeit, logischer Aufbau und verschiedene Kriterien, aber ich glaube, ich das Wichtigste ist halt, dass es unabhängig von Meinungen ist, es ist nachvollziehbar, jeder kann zu demselben Ergebnis kommen, es ist dann auch der theoretische Weg wird dargestellt, wie es funktioniert, es nachzuvollziehen, da gibt es verschiedene Kriterien, dass es mit einfachen Worten dann erklärt werden kann, dass möglichst viele oder alle das nachvollziehen können. Daran macht man die Wissenschaftlichkeit fest.

Und jetzt beim Kriya Yoga überhaupt bei spirituellen Themen, also wie das zum Beispiel in der Anthroposophie ist, da wird ja das auch postuliert, dass es nachvollziehbar ist, von jedem kann das erreicht werden, diese Fähigkeiten. Im Yoga heißt es Siddhis, bei Rudolf Steiner hat es irgendwelche andere Namen. Aber auf jeden Fall solche Fähigkeiten als Seher aufzutreten, in die Leben von Menschen hineinzuschauen, zurückzuschauen in die Vergangenheit, vorauszuschauen in die Zukunft, in Menschen hineinzuschauen, Dinge vielleicht materialisieren und solche Sachen.

Das sind so Siddhis und Kräfte, die sollten also von jedem hervorgebracht werden können, nachvollziehbar. Jeder kann es nachmachen, diese Fähigkeiten zu entwickeln und das wird natürlich jetzt von diesen Kritikern angezweifelt, alleine durch die Frage, ja, wenn das wirklich so nachvollziehbar oder nachmachbar wäre, dann müssten es ja viele, die jetzt den Kriya Yoga praktizieren, da müssten ja viele das auch können, die Sachen, die Yogananda konnte oder Sri Yukteswar, Lahiri Mahasaya. Dazu gibt es ja einige Geschichten, so wundersame Geschichten, die Yogananda in seiner Autobiografie bringt.

Aber Shibendu Lahiri hat immer von Miracle Mongering, also das Wunder, es werden Wunder vermarktet, im Sinne, davon hat er gesprochen. Im Grunde ist das alles nicht so wichtig, diese Wunder vollziehen zu können oder sagen wir so, was uns als Wunder erscheint, wenn das Wissenschaft ist, dann sind es natürliche Prozesse, die eben, wie es postuliert ist, von jedem nachvollzogen werden können und damit sind es ja keine Wunder, sondern das sind es eigentlich die Anwendung von natürlichen Gesetzen und das hervorzubringen, was uns im heutigen Zustand, unseres Bewusstseins noch nicht erklärlich ist, aber scheinbar dann doch etwas Einfaches ist unter den gewissen Voraussetzungen.

Dieser Abstand von dem Hervorbringen oder Verstehen einer Sache … Also in der Wissenschaft, da gibt es ja die angewandte Wissenschaft, in der die Theorie dann umgesetzt wird, in den realen Wirkmechanismus unserer Zeit, zum Beispiel Maschinen, es werden Raketen gebaut, es werden Berechnungen angestellt nach diesen Gesetzten, nach diesen wissenschaftlichen Gesetzen, die erforscht werden und damit werden dann Satelliten in das All geschossen, dann werden Bewegungen der Sterne nachvollzogen oder vorausgesagt, da gibt es eben diese Überprüfbarkeit, ob das stimmt.

Also auch der jetzt diese Theorie hinter dem, was zum Beispiel Einstein entdeckt hat, nicht versteht, der muss sagen: Ja, die Leute, die schaffen es, da Raketen punktgenau irgendwo hinzuzielen oder Raketen auf dem Mond landen zu lassen oder bestimmte Umlaufbahnen um die Erde herum zu erreichen und wie das Elon Musk jetzt zum Beispiel auch macht, Anwendung dieser wissenschaftlichen Erforschungsergebnisse, um dann sein SpaceX-Shuttle in den Weltraum hinaus zu schicken und dann wieder landen zu lassen. Das sind ja erstaunliche Sachen, die jetzt möglich sind aufgrund dieser Anwendung von diesen wissenschaftlichen Ergebnissen.

Die Kritiker der Anthroposophie oder auch des Kriya Yoga, im Grunde ist das nicht viel Unterschied: Derjenige, der fortgeschritten ist auf dem Pfad, entweder auf dem Pfad des Kriya Yoga oder auf dem Weg der Anthroposophie, wo Rudolf Steiner die Erkenntniswege vorschreibt, die werden den anderen Weg verstehen, auch den Buddhismus oder die religiösen Wege, die ja alle zu einem Ziel führen. Jemand, der darin fortgeschritten ist, der hat auch Verständnis für andere Wege der Spiritualität des spirituellen Forschens.

Es gibt auf jeden Fall Unterschiede zwischen der äußeren Wissenschaft und der inneren Wissenschaft. Die äußere Wissenschaft ist vorzeigbar, da kann man ein Buch drüber schreiben, das vervielfältigen, das kann man lesen und dann können die Leute in der breiten Masse nachvollziehen, was geschieht. Bei dem Weg nach innen, es ist ein bisschen eingeschränkt, denn viele haben überhaupt keinen Zugang dazu und streiten dann rundweg ab, dass da alles, was Yogananda oder auch Rudolf Steiner von sich gibt, irgendeinen Sinn ergibt, auch wenn die davon sprechen, dass es Wissenschaft ist.

Aber es gibt immer mehr Leute, die das anerkennen, die das verstehen, die das nachvollziehen können und die das gut heißen. Dann sagen halt die anderen wieder, die da überhaupt keine Ahnung davon haben, das ist alles Aberglaube, die spinnen, die sind halt Guru-Hörige oder Verblendete und die Anhänger von Rudolf Steiner oder des Kriya Yoga, die sagen wieder die anderen, die haben keine Ahnung von dem, was hier wirklich abgeht, was hier Wahrheit ist, die tiefen Dinge können sie nicht ergründen und es mangelt eben an deren Verständnis. Also es gibt ganz offensichtlich Unterschiede und Schwierigkeiten auch das zu vermitteln.

Aber jetzt aus meiner Überzeugung heraus und aus meiner Erkenntnis: Ich forsche ja schon seit 40 Jahren daran, auf dem Weg nach innen. Für mich ist es alles nachvollziehbar, was Yogananda und auch Rudolf Steiner oder auch andere sagen. Es ist nachvollziehbar für jemanden, der sich da wirklich reinhängt und versucht, die Wege zu gehen, der kommt immer mehr näher dem, das nachvollziehen zu können. Aber das andere, was er halt merkt, das ist, dass der Weg halt sehr weit ist.

Gut, in der Wissenschaft ist es natürlich auch so: Ein Physiker, der irgendwelche physischen Gesetze oder Einstein, der die Relativitätstheorie oder die Quantenphysik oder die hohe Physik oder also die Physik auf hohem Niveau oder auch jede andere Wissenschaft, also die Chemie, die Biologie, die Mathematik: Dort gibt es ja auch Bereiche der Wissenschaft, dieser Wissenschaften, in denen auch nur ganz wenige mithalten können, das nachvollziehen können und dann gibt es halt kleine Grüppchen, die sich gegenseitig da bestärken können und das nachvollziehen können, was die sagen und die große Masse, also ich denke mal 99% mindestens der Bevölkerung, die können da nichts damit anfangen, die müssen auch glauben, was da gesagt wird.

Der Unterschied zur Esoterik oder zur spirituellen Wissenschaft ist ganz klar eben, dass es bei der spirituellen Wissenschaft noch weniger sind, nach meinem Dafürhalten sind es noch weniger, die das nachvollziehen können, die da mithalten können, das wirklich nach zu vollziehen, nach zu prüfen. Aber vom Prinzip ist es das Gleiche, es gibt nur wenige, die wirklich fortgeschritten sind, die das überprüfen können und auch vorzeigen können.

Bei der äußeren Wissenschaft gibt es dann Geräte, die man da baut, um das zu beweisen, die physischen Gesetze und bei der inneren, bei der spirituellen Wissenschaft da gibt es halt keine äußeren Gegenstände oder irgendwas Äußeres, sondern das sind die verwirklichten Meister, sagt man, die die Gesetze, die inneren Gesetze in Anwendung bringen und dann eben die Siddhis, die Siddhis beherrschen, diese Kräfte, die spirituellen Kräfte.

Patanjali zählt diese auf, Levitation, glaube ich, Materialisierung, dann Körperdoppelung und Hellsehen, Hellhören und diverse andere Sachen, Heilen-können, solche Sachen. Das wird von den Meistern allen, also es gibt ja auch Untersuchungen von Philosophen, zum Beispiel Jaspers hat, glaube ich, dieses Buch geschrieben: „Die maßgebenden Menschen“, das habe ich einmal als Teenager gelesen, glaube ich, 18 oder 19 war ich damals. Darin werden wichtige Persönlichkeiten wie Jesus, Buddha, dann Sokrates glaube ich, und noch jemand, die werden da untersucht.

Dabei stellt sich dann heraus, dass die halt sehr große Ähnlichkeiten haben. Genauso ist es mit diesen herausragenden Menschen, die auf dem spirituellen Weg halt vorwärts kommen. Die können sich zweifellos untereinander verifizieren, die können das nachvollziehen, die können das überprüfen und die sagen, so ziemlich alle dasselbe aus, nur sind das eben weniger als Wissenschaftler und weniger können das so nachvollziehen, wie gesagt, wie das eben in der Wissenschaft möglich ist.

Aber ich denke mal, das sind eben Dinge, die ändern sich mit der Zeit. Jetzt sind wir am Beginn des Dvapara-Yuga, also des zweiten Zeitalters, nach dem Kali Yuga, und wenn wir da fortschreiten, dann wird es wahrscheinlich so weit kommen, dass wir nicht mehr so auf die äußere Wissenschaft angewiesen sind, um unser Leben dann einfacher zu machen. Denn viel mehr Menschen kommen dann in die Befähigung hinein, ihren Körper zu beherrschen und dann dadurch auch darauf verzichten zu können, äußere Geräte nutzen zu können, wie zum Beispiel Autos oder Radios oder Handys oder Computer, weil das wahrscheinlich in den Hintergrund treten wird.

Dann wird es auch nicht so viele äußere Wissenschaftler geben, dann gibt es mehr innere Wissenschaftler, dann wird es auch vielleicht in den Schulen schon mehr gelehrt, diese Sachen. Dann dreht sich das wieder, dass es nicht mehr so viele äußere Wissenschaftler gibt, sondern innere Wissenschaftler. Dann ist das etwas Akzeptierteres, als das heute ist.

Aber heute gibt es eben diese vielen, die ganz fern davon sind, vom Verständnis dessen, was diese spirituelle Wissenschaft, wie das in der Anthroposophie und anderen Lehren, wie es diese gibt, wie auch beim Kriya Yoga, und dann wird halt das schneller angezweifelt.

Aber nach meinen Forschungsergebnissen, wo ich mich jeden Tag hinsetze und das versuche zu erforschen, ist das, was Yogananda eben schreibt oder prophezeit für jeden, der sich hinsetzt und die Übungen macht, unter den gleichen Voraussetzungen gibt es die gleichen Ergebnisse, und es ist alles gesetzmäßig, da gibt es keine Zufälle. Sondern wenn man sich hinsetzt und konzentriert die Übungen macht, also die Zutaten, die notwendig sind, mit reintut in das Gericht, dann kommt dasselbe heraus.

Es ist also auch gesetzmäßig. Es gibt Gesetze, wie es Naturgesetze gibt, gibt es eben auch innere spirituelle Gesetze, nach denen sich das Individuum, der Geist entwickelt, und da gibt es, wie es auch in der äußeren Wissenschaft Geräte gibt und Hacks, um bestimmte Sachen zu erreichen, gewisse Entwicklungen voranzutreiben mit irgendwelchen Substanzen, Raketen oder so oder.

Da gibt es eben Handwerkszeug, um uns beschränkte Menschen da weiter zu helfen. Das sind in der Spiritualität eben diese spirituellen Techniken. Da gibt es eben besseres Handwerkzeug und schlechteres Handwerkzeug, und je nach dem, was man anwendet, wie gut man in der Beherrschung ist, desto schneller kommt man voran, desto größere Dinge können gebaut werden auf dem Gebiet der Spiritualität, desto schneller geht es voran, desto schneller kann man eben auch das nachvollziehen, was die Meister uns gelehrt haben.

Damit sind die Kriterien für Wissenschaftlichkeit eben gegeben, diese Entwicklungen, die beruhen auf Gesetzen, es gibt Beschreibungen, wie diese Entwicklung ablaufen, es gibt das Handwerkszeug, wie man diese Entwicklungen machen kann …

Ja, es ist, glaube ich, noch einmal ein Unterschied, der noch zu erwähnen ist: Also in der äußeren Wissenschaft geht die Forschung nach außen und sie flättert mehr oder weniger immer weiter aus, es gibt immer mehr Forschungsgebiete, es gibt immer kleinteiligere Forschungen. Beim Weg nach innen, da gibt es eben einen Zielpunkt, der für alle der Gleiche ist. Das ist das kosmische Bewusstsein, das Einssein, das streben alle an oder sie kommen von verschiedenen Richtungen.

Aber je näher sie diesem Zielpunkt kommen, desto gleicher und ähnlicher werden sie sich und bei der äußeren Wissenschaft ist es eben gerade anders herum. Wenn einer in der Chemie ein großer Wissenschaftler ist und wissenschaftliche Ergebnisse hervorbringt, dann ist das ganz weit davon entfernt von dem, was irgendwelche Physiker entdecken oder Mediziner. Das ist auch wieder ein kategorischer Unterschied.

Aber vom Prinzip her ist es trotzdem das Gleiche, dass es nachvollziehbar ist, dass es objektiv ist, auf Gesetzen beruhend. Es kann beschleunigt werden durch Anwendung von Hilfsmitteln, das, was man erreicht oder man kann sich der Hilfsmittel bedienen, um das, was erforscht werden soll zu erreichen.

Und ja dann noch einmal einen Punkt, der unterschiedlich ist, dass es eben der Weg nach innen ist, es ist nichts, was man nach außen so zeigen kann wie irgendwelche wissenschaftliche Geräte, sondern das Ergebnis des wissenschaftlichen Forschens auf dem spirituellen Gebiet des Kriya Yoga oder der Anthroposophie, das ist der Mensch selbst in seiner Entwicklung, in seinem Vollkommenwerden.

Das Produkt der Wissenschaft ist eben der Mensch selbst und nicht irgendwelche äußeren Gerätschaften oder Ereignisse oder Fähigkeiten wie Geräte, die man aufgrund von wissenschaftlicher Forschung entwickelt. Sondern das, was das Forschen auf spirituellem Weg ergibt, das ist eine Ermächtigung und Empowerment des Menschen durch die Anwendung dieser spirituellen Gesetze.

Man muss eben in diesen Bereichen der Wissenschaften die nach außen gehen, zwischen diesen und den Bereichen der Wissenschaft, die nach innen gehen, also diesen spirituellen Wegen, die aber alle einen Zielpunkt haben, da muss man gewisse Unterscheidungen treffen. Das ist also nicht die gleiche Art von Wissenschaft oder nicht alle Kriterien sind gleich.

Aber den Kern der Wissenschaftlichkeit da ausmachen, die Nachvollziehbarkeit, das Beruhen auf Gesetzmäßigkeit, unabhängig von irgendwelchen Meinungen oder Glauben, wenn das irgendwie Glauben ist, dann ist es nicht spirituelle Wissenschaft, dann ist es wirklich Aberglaube. Dann hat es nichts mit spiritueller Wissenschaft zu tun, wie das die Großreligionen so auf vormachen, ob das jetzt Buddhismus ist, Hinduismus natürlich auch, Hinduismus ist ja in der großen breiten Masse, das ist auch mehr Aberglauben. Christentum, was da so von den Großreligionen gepredigt wird, das ist auch großteils Aberglaube.

Wo es dann wirklich nach innen geht, wo der Mensch an sich selbst arbeitet und selbst das Produkt der wissenschaftlichen Forschung ist, das Produkt, das Endprodukt der wissenschaftlichen Forschung nach innen, das ist die Vollkommenheit, wie man sie dann aber auch nicht so leicht nach außen vermitteln kann, sondern jeder selbst muss in eigener individueller Forschung das Nachvollziehen und da gibt es eben keinen, der das für dich übernehmen kann.

In der äußeren Wissenschaft kann man sagen, wir stellen jetzt da ein paar Wissenschaftler ab und überprüfen das, wenn die das bejahen, dann glauben wir das. Und bei der inneren Forschung, da ist es … Den Zweifel wird man wahrscheinlich den Leuten nie nehmen können, dass sie da sagen, da ist wirklich was dran, solange sie sich selbst nicht auf dem Weg machen und dann selbst beginnen, die spirituellen Methoden anzuwenden, um selbst auf dem Weg der Selbstvervollkommnung voranzuschreiten

und dann in die Nähe der Verwirklichung zu kommen und erst dann, wenn sie einen gewissen Weg gemacht haben in Richtung Selbstvervollkommnung, dann werden sie in der Lage sein, das Ziel anzuerkennen, nachvollziehen zu können und dann auch das bestätigen können, was die wissenschaftlichen Forscher auf dem spirituellen Gebiet wie Rudolf Steiner oder Yogananda und andere, Shivananda was die uns erzählen, das kann man dann eben erst nachvollziehen, wenn man sich selbst auf dem Weg gemacht hat.

Man muss sich eben mehr einbringen, jeder selbst, muss sich da einbringen, der es nachvollziehen will, und es ist eben nicht so einfach oder es ist überhaupt nicht einfach, das zu delegieren, solange man den Weg nicht selbst gegangen ist, hat es auch für jemanden relativ wenig Wert, wenn man sagt, ich glaube jetzt an das und das, das hat keinen Wert für einen selbst, das hat keinen Wert für die Welt, sondern auf dem Weg der spirituellen Forschung, auf dem Weg der spirituellen Wissenschaft muss der Einzelne sich auf den Weg machen, um Ergebnisse vorzubringen, um etwas Gutes damit zu schaffen.

Das ist das, was ich dazu zu sagen habe. Auf jeden Fall ist es nicht irgendwie, wie es z.B. im Christentum gepredigt wird, dass Jesus der Auserkorene ist, und er erlöst uns. Sondern Jesus ist fundamental nicht von irgendjemand anders unterschieden, nicht einmal von irgendeinem Elektron oder wie es heißt,

alles was pulsiert und lebt, entwickelt sich weiter und hat die Kapazität in sich oder ist eigentlich dazu verdammt, irgendwann mal dasselbe durchzumachen wie Christus auch und jeder Mensch ist im Grunde ein Gott, trägt den Kern des Göttlichen in sich und ist auf der Reise, die Reise auch zu beenden, und wird letztendlich auch dahin kommen, was die großen Meister uns vormachen

und das ist ein Gesetz und wir können das beschleunigen, wir können das verzögern, aber wir können nicht das Ergebnis irgendwie abwenden, sondern das ist im Grunde vorgegeben. Hari Om Tat Sat, Namaste, Tschau.

Der heutige Song stammt wieder dem Album „Oh Yogananda, Himalaya des Kriya“

Der achte Song daraus:
Oh Yogananda, Himalaya des Kriya Glockenspiel

Song:

O Yogananda—Himalaya des Kriya,
ein stiller Strom der Weisheit.

Nicht für den Ruhm, nicht für den Lärm,
kamst du mit klarem Blick.
Du sprachst: „Prüf selbst, sei still, sei wach“—
und gabst selbst das strahlende Beispiel.

Atem wird tief,
Unruhe schwindet.

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahrung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.

Mit deinem Buch öffnetest du ein Tor,
ein Funke gegen das Vergessen.
Und Menschen fanden Mut im Stillsein,
wo sie nur Lärm besessen.

Atem wird tiefer,
Wirbelsäule wird Straße

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahrung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet,
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.

Ost und West—kein Streit der Formen:
ein Herz, ein Ton, ein stilles Ja.
Wo Liebe übt, wird Grenze weich,
und Gott wird Gegenwart.

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahrung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet,
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.

Der stille Strom bleibt—
im Atem, im Herzen, im Licht.
Jaya Yogananda.
Jaya Yogananda.
Jaya Yogananda.