Zusammenfassung

In dieser Folge erzählst du den fünften Teil deiner Lebensgeschichte. Ausgangspunkt ist deine damalige Zäsur gegenüber deinen Eltern: Du ziehst nach Stuttgart in ein kleines Zimmer am Killesberg, willst Abstand gewinnen, Einsamkeit und Unabhängigkeit erleben und arbeitest in den Semesterferien an einer Seminararbeit. Bald treten jedoch Schwierigkeiten auf: Du wirst wegen eines nicht gezahlten Studentenwerksbeitrags exmatrikuliert und deutest dies zunächst als mögliches Zeichen, vielleicht etwas anderes zu tun oder sogar nach Indien zu reisen.

Nach einigem Hin und Her regelst du die Exmatrikulation, musst aber aus deinem bereits gekündigten Zimmer ausziehen. Der Versuch, in eine neue Wohnung zu ziehen, scheitert, weil die Zusage zurückgezogen wurde. So stehst du in Stuttgart vorübergehend ohne Wohnung da, stellst deine Sachen unter einer Überdachung ab und lebst einige Wochen mehr oder weniger auf der Straße, übernachtest teils in der Universität oder im Park.

Schließlich findest du über einen Aushang ein Zimmer im Studentenwohnheim Eglehaus in der Panoramastraße. Dort erreichst du nach Verzögerung auch die Kriya-Yoga-Lehrbriefe der SRF. Du beginnst, sie intensiv zu studieren und die Kriya-Praxis weiter aufzubauen.

Ein wichtiger Einschnitt ist der Traum von deiner Oma an Fronleichnam. Du empfindest ihn als Ruf oder Abschied und entscheidest dich, den Kontakt zu deinen Eltern wieder aufzunehmen. Später erfährst du, dass deine Oma an genau diesem Tag gestorben war. Diese Erfahrung markiert für dich eine Rückkehr aus der selbstgewählten Abgeschiedenheit.

Du schilderst auch deine ersten politischen Kontakte in Stuttgart: Junge Union und CDU. Du suchst dort menschlichen Anschluss, nimmst an Veranstaltungen teil und überlegst sogar, dich im Ortsvorstand zu engagieren. Als daraus nichts wird, wendest du dich wieder stärker dem Spirituellen zu.

Im Herbst 1988 gehst du zu einem Zenmeister beziehungsweise Zen-Lehrer in Stuttgart-West, meditierst dort regelmäßig, sitzt still der Wand gegenüber und sammelst weitere spirituelle Erfahrungen. Gleichzeitig versuchst du, dein Wirtschaftsstudium möglichst schnell abzuschließen. Im Frühjahr 1989 scheitert jedoch ein Controlling-Schein an zu vielen Rechtschreibfehlern in der Seminararbeit, wodurch sich dein Studienabschluss verzögert.

Daraufhin reist du 1989 erneut nach Amerika. Du besuchst den SRF Hidden Valley Ashram, lebst dort eine Woche mit und schaust dir das Mönchsleben an. Danach gehst du zur SRF Convocation in Los Angeles und nimmst erneut Kontakt zur I AM Activity auf. Über Shasta Springs führt dich dein Weg schließlich zum Mount Shasta, den du zu Fuß besteigst. Oben übernachtest du auf etwa 4300 Metern und erfährst später, dass in jener Nacht eine Mondfinsternis stattgefunden hatte.

Nach der Rückkehr verlängert sich dein Studium bis 1992. Du vertiefst Finanzwirtschaft und Controlling, machst Assessment-Center, wirst aber nicht genommen. Nach dem Diplom folgt eine schwierige Jobsuche in der Rezessionszeit. Nach mehreren Bewerbungen findest du dich langsam damit ab, einen anderen Weg einzuschlagen.

In dieser Übergangszeit wird Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ für dich wichtig. Du nimmst daraus das Motiv zweier Wege auf: den materiellen Weg und den Weg der künstlerischen und persönlichen Entwicklung. Du beginnst Klavier und Geige zu spielen, interessierst dich für Musik und stößt in Stuttgart auf Rudolf Steiner.

Der letzte Teil der Folge führt zur intensiven Beschäftigung mit Rudolf Steiner. Du liest über Rosenkreuzer, SRF, Fellbach, die Meditationsgruppe, die Bibliotheken in Stuttgart und Eichstätt und beginnst, Steiners viele Themenfelder zu erschließen: Karma, kosmische Entwicklung, Landwirtschaft, Medizin, Architektur, Kunst, Religion, Geologie, Geschichte und Philosophie. Das bildet den Übergang zum nächsten Lebensabschnitt: drei Jahre zu Hause und die Fortsetzung in Folge 82.

Strukturiertes Transkript

Meine Lebensgeschichte, Teil 5: Von der Obdachlosigkeit in Stuttgart zu den Kriya-Lehrbriefen und Rudolf Steiner

Hallo, liebe Freunde des Kriya Yoga, heute geht es weiter mit dem fünften Teil meiner Lebensgeschichte. Wir waren stehengeblieben bei der Zäsur, die ich damals bewusst gesucht hatte: Ich wollte mich von meinen Eltern lösen und tauchte mehr oder weniger unter – in eine Wohnung in Stuttgart, deren Adresse meine Eltern nicht kannten.

Der Bruch mit dem Elternhaus

Ich lieh mir noch das Auto meines Vaters für den Umzug und hatte am Ende nicht mehr dabei als eine einzige Autoladung. Es ging in ein kleines Zimmer am Killesberg, gerade einmal acht Quadratmeter groß. Es waren Semesterferien, ich musste eine Seminararbeit schreiben, und ich habe diese Einsamkeit und Unabhängigkeit genossen, so gut es eben ging. Doch bald stellten sich Komplikationen ein.

Zunächst wurde ich von der Universität exmatrikuliert, weil ich einen Studentenbeitrag nicht bezahlt hatte. Da ich damals stark mit den Lehren der Aufgestiegenen Meister beschäftigt war, versuchte ich, wie so oft in dieser Zeit, „das Licht zu lesen“ – also ein höheres Zeichen in den Ereignissen zu erkennen. Ich dachte, vielleicht sei das ein Hinweis, jetzt etwas anderes zu tun, und erwog ernsthaft, nach Indien zu reisen. Gerade in dieser Zeit hatte ich auch meine Kriya-Yoga-Lehrbriefe bestellt, die nach etwa einem Jahr Wartezeit endlich unterwegs waren – ausgerechnet während des Umzugs, was die Zustellung erschwerte. Ich schrieb der SRF sogar, dass ich nicht wisse, ob ich unter der angegebenen Adresse überhaupt noch erreichbar sei.

Nach einigem Hin und Her entschied ich mich doch zu bleiben, und auch die Sache mit der Exmatrikulation regelte sich – ich musste lediglich den ausstehenden Studentenwerksbeitrag nachzahlen.

Ein Zimmer am Killesberg – und die ersten Rückschläge

Weil ich zwischenzeitlich mit dem Gedanken gespielt hatte, das Studium ganz aufzugeben, hatte ich mein Zimmer bereits gekündigt. Als ich es dann doch behalten wollte, hieß es, es sei längst neu vermietet. Ende April musste ich ausziehen und eine neue Wohnung suchen – mitten im Semesterbeginn, was die Sache nicht leichter machte.

Ich lieh mir einen Transporter von der Universität, zog zur neuen Adresse weiter im Westen der Stadt, näher an der Uni, und lud meine Sachen aus. Doch der Verwalter, mit dem ich die Zimmervereinbarung getroffen hatte, stand plötzlich an der Tür und erklärte, die Abmachung gelte nicht mehr. Der Eigentümer hatte offenbar wegen meiner Situation nicht zugestimmt. Der Verwalter hatte mir das zwar per Postkarte mitgeteilt – die aber noch nicht angekommen war, als ich mit vollbeladenem Transporter vor der Tür stand.

Obdachlos in Stuttgart: Wochen zwischen Universität und Straße

Ich stand nun ohne altes Zimmer und ohne neue Wohnung da. Eine Wohnungssuche war damals, ohne Internet, langwierig und hätte mehrere Tage gebraucht. Also lud ich meine Sachen einfach unter einer kleinen Überdachung neben dem Haus ab und lebte für die nächsten zwei bis drei Wochen mehr oder weniger auf der Straße.

Manchmal ließ ich mich abends in einem der Universitätsgebäude einschließen – ich kannte mich dort inzwischen gut aus, da ich mittags, wenn die Vormittagsvorlesungen endeten, regelmäßig meditierte und mir ein stilles Plätzchen gesucht hatte. Ich wusste, wo es geeignete Verstecke gab, und übernachtete dort, manchmal auch bei schönem Wetter im Park.

Nach zwei, drei Wochen entdeckte ich einen Aushang: Im Eglehaus in der Panoramastraße 5, einem Studentenwohnheim der Fachhochschule, wurde ein Platz frei. Ich bewarb mich, bekam ein günstiges Doppelzimmer und zog mit einem Taxi-Kombi, der endlich all meine Habseligkeiten fasste, dort ein.

Die Kriya-Lehrbriefe der SRF erreichen mich endlich

Kurz darauf erreichten mich, ich weiß nicht mehr genau auf welchem Weg, endlich auch die lange erwarteten Kriya-Lehrbriefe der SRF – mit etwas Verspätung, aber alle neun Lektionen kamen auf einmal an, offenbar dank Rückporto, das ich beigelegt hatte. Die folgenden Monate, etwa Mai und Juni, verbrachte ich vor allem damit, diese Lehrbriefe des Kriya Yoga gründlich durchzuarbeiten.

Ein Traum von meiner Großmutter – und die Rückkehr zu den Eltern

In diese Zeit fiel auch Fronleichnam. Ich hatte in einem Uni-Raum übernachtet und wollte eigentlich früh aufstehen, doch es blieb morgens ungewöhnlich ruhig. Ich schlief weiter und träumte – ganz klar und deutlich – von meiner Großmutter. Es fühlte sich an, als würde sie mich rufen oder sich von mir verabschieden. Erst danach wurde mir bewusst, dass es ein Feiertag war.

Dieser Traum war für mich der Auslöser, mich wieder meinen Eltern zuzuwenden und die Zeit des bewussten Alleinseins zu beenden. Ich ließ mir noch etwas Zeit, rief dann aber an und kündigte meine Rückkehr an. Mit dem Zug fuhr ich nach Donauwörth, wo mein Vater mich nach der Arbeit abholte. Das war Ende Mai, Anfang Juni.

Erst später erfuhr ich, dass meine Großmutter genau an jenem Tag gestorben war, an dem ich von ihr geträumt hatte. Ich habe sie nicht mehr gesehen. Unser Verhältnis war eng gewesen – sie war eine Arbeiterin, materialistisch geprägt, führte lange die Wirtschaft und einen kleinen Laden mit Kleidern und Stoffen. Nachdem mein Großvater 1981 gestorben war, hatte ich zwei Jahre bei ihr gewohnt, und in dieser Zeit hatte sich ein tieferes Vertrauen zwischen uns entwickelt. Später erlitt sie einen Schlaganfall. Im Grunde war es meine Großmutter, die mich damals ein Stück weit zurückgerufen hat.

Während dieser Monate der Unabhängigkeit hatte ich zudem schon im März und April Kontakt zur Jungen Union und zur CDU in Stuttgart geknüpft, war Parteimitglied geworden und hatte an ersten Versammlungen teilgenommen – nicht zuletzt, um menschlichen Kontakt zu haben.

Kriya-Praxis im Selbststudium – und ein Rückblick auf ihre Bedeutung

Nach der Rückkehr zu meinen Eltern entwickelte ich meine Kriya-Praxis konsequent im Selbststudium weiter, was ich im Grunde ohnehin das ganze Jahr über schon getan hatte. Rückblickend muss ich sagen: Dass ich meinen eigenen, oft unkonventionellen Weg so gehen konnte, wie ich ihn gegangen bin – innerlich einigermaßen gefestigt, im Reinen mit mir und relativ stabil –, verdanke ich wesentlich diesen Techniken.

Die Konzentrationstechnik gab mir Stabilität in der Meditation und im Halten meiner Gedanken. Vor allem die OM-Meditation, bei der man die Ohren zuhält und dem OM-Klang lauscht, hat mir sehr geholfen: Ich spürte deutlich, wie sich mein Bewusstsein und meine Energie in der Wirbelsäule konzentrierten und mich stabiler, gewissermaßen unangreifbarer machten. Auch die weiteren Kriya-Lektionen brachten tiefe Erfahrungen.

Politisches Engagement bei der Jungen Union

In der Ortsgruppe West der Jungen Union in Stuttgart fand ich in dieser Sommerzeit etwas Anschluss und besuchte Parteiveranstaltungen. Ich hatte sogar Ambitionen, einen Posten im Ortsvorstand zu übernehmen – ein Ehrgeiz, der auch von den Schriften der I AM Activity mitangeregt war, in denen Menschen ja durchaus politische und staatliche Ämter bekleideten. Als jedoch die Frauenquote im Ortsvorstand erhöht werden sollte und entsprechend Plätze für Frauen reserviert wurden, blieb für mich – ohnehin kein geborener Parteipolitiker – kein Platz mehr übrig. Damit verlor ich auch die Lust am weiteren Engagement. Aktiv war ich vor allem im Sommer 1988; danach wandte ich mich wieder stärker dem Spirituellen zu.

Zen-Meditation im Herbst 1988

Im Herbst 1988 fand ich zu einem Zen-Lehrer, der im Westen Stuttgarts einen Raum gemietet hatte. Dort meditierte ich öfter, still der Wand gegenüber, mit den schwarzen japanischen Sitzkissen und der schwarzen Kutte, die ich mir eigens besorgt hatte. Es war eine strenge Praxis – gelegentlich schlug der Lehrer einem zur Ermunterung auf die Schultern. Ich schaute mich in dieser Zeit bewusst in verschiedenen spirituellen Richtungen um.

Rückschläge im Studium und eine zweite Reise nach Amerika 1989

1989 versuchte ich, mein Studium möglichst zügig abzuschließen. Mit meinem Leistungskurs Wirtschaft/Recht war ich gut vorbereitet, und vieles ging mir leicht von der Hand. Nach der Zeit in der I AM Activity verspürte ich einen starken Drang, endlich beruflich Fuß zu fassen. Im Frühjahr 1989 scheiterte ich jedoch an einem Schein im Controlling – meine Seminararbeit wurde wegen zu vieler Rechtschreibfehler nicht angenommen. Damit war ein Abschluss 1989 nicht mehr möglich, meine Pläne waren durchkreuzt.

Da ich ohnehin verlängern musste, entschied ich mich, noch einmal nach Amerika zu reisen – wieder zur I AM Activity. Mein Gedanke war: Wenn ich hier mit dem Studium einen Abschluss anstrebe, sollte ich auch spirituell gewissermaßen „gut abgeschlossen“ haben – mir alles einmal angeschaut haben. Also besuchte ich zunächst für eine Woche den Hidden Valley Ashram der SRF, einen reinen Männer-Ashram, und lebte dort das Mönchsleben mit.

Anschließend ging es nach Los Angeles zur Convocation, der jährlichen SRF-Versammlung, die damals nur vor Ort stattfand – seit den Corona-Jahren gibt es sie auch online. Ich hörte mir dort die Vorträge an und knüpfte wieder Kontakt zu Bekannten aus der I AM Activity, unter anderem zu jenem Herrn, der uns früher das Häuschen im Gebirge bei den Bürgenstock-Klassen finanziert hatte. Er lud mich ein, noch einmal nach Shasta Springs zu kommen – eine Einladung, der ich aus echter Sehnsucht folgte. Ich verbrachte dort zwei Tage als Gast.

Die Besteigung des Mount Shasta und eine Mondfinsternis

Danach machte ich noch etwas Urlaub in dem Ort unterhalb des Bergs, ließ meinen Koffer im Hotel zurück und lief mit Rucksack zu Fuß hinauf – ich wollte den Mount Shasta besteigen. Das war noch einmal ein bewusstes Ziel, verbunden mit dem Gedanken, dort vielleicht jemandem zu begegnen. Nach zwei Tagen Aufstieg übernachtete ich eine Nacht auf dem Gipfel, auf etwa 4.300 Metern Höhe, und fror ziemlich.

Ausgerechnet in dieser Nacht ereignete sich eine Mondfinsternis, was mir erst am nächsten Tag beim Abstieg bewusst wurde. Während der Nacht war es bewölkt, ich hatte zwar bemerkt, dass der Mond zeitweise verschwand, ordnete das aber nicht weiter ein. Erst als mich beim Abstieg jemand fragte, ob ich die Mondfinsternis gesehen hätte, wurde mir klar, was in dieser Nacht am Himmel geschehen war.

Da ich nicht ausreichend mit Proviant ausgerüstet war, stieg ich zunächst wieder zum Hotel ab, um nachzukaufen, und wagte dann noch einen zweiten Aufstieg – diesmal zogen jedoch Wolken auf, sodass ich bald wieder umkehrte. Anschließend reiste ich weiter und flog nach insgesamt drei Wochen von Seattle aus zurück nach Deutschland.

Körper, Energie und die Begegnung mit Osho und Tantra

Zurück in Deutschland nahm ich 1989 zusätzlich das Fach Finanzwirtschaft auf und vertiefte auch das Controlling noch einmal – aus den ursprünglich für 1989 geplanten drei Jahren wurden am Ende dreieinhalb, das Studium zog sich bis Mitte 1992 hin.

In dieser Zeit machte ich eine Erfahrung, die ich offen ansprechen möchte, weil sie zu meinem spirituellen Weg dazugehört: Ich bemerkte, dass die intensivierte spirituelle Energiearbeit auch körperlich spürbaren Druck erzeugte, unter anderem im sexuellen Bereich. Mir war klar, dass ich damit bewusst umgehen musste. So besuchte ich im Sommer 1989 einen Kurs bei „Zorba the Buddha“ – den Osho-Anhängern, damals noch unter dem Namen Bhagwan Rajneesh bekannt, die zu dieser Zeit zahlreiche Zentren betrieben. Dort nahm ich an der sogenannten Dynamischen Meditation teil, einer Tanzform, bei der man verschiedene Gefühlsphasen bewusst durchläuft – Weinen, Freude, auch die eigene Sexualität. Wer mit Oshos Methoden vertraut ist, kennt diese Übung sicher.

Im Herbst desselben Jahres meldete ich mich zudem für ein viertägiges Tantra-Wochenende beim Humaniversity im niederländischen Egmond aan Zee an, über Allerheiligen. Es war für mich ein bewusster, reflektierter Schritt, mich mit dieser Seite meiner Energie auseinanderzusetzen, statt sie zu verdrängen.

Eine Beziehung, ein gescheiterter Berufseinstieg

Nach dem Tod meiner Großmutter erbte ich ihr Auto, das zuvor meine Mutter genutzt hatte, um sie zu ihrem Geschäft zu fahren, und das ich schon während meiner Zeit in der Jungen Union gefahren hatte. In dieser Phase, in der ich – auch wegen des erwähnten inneren Drucks – Kontakt zum anderen Geschlecht suchte, näherte ich mich einer Chinesin an, was sich als leichter erwies als der Zugang zu einer deutschen Frau. Sie war sieben Jahre älter als ich und steckte in einer Art Schleife fest, weil sie sich nicht traute, ihr Examen anzugehen. Wir taten uns zusammen, um gemeinsam zu lernen, und planten ursprünglich, 1990 fertig zu werden. Es zog sich jedoch erheblich länger hin: Ich fiel durch eine erste Prüfung, und bei der anschließenden Diplomarbeit fand ich zunächst keinen Betreuer, da der ursprünglich vorgesehene Professor altersbedingt ausgeschieden war. So dauerte es letztlich bis 1992.

Meine ursprünglichen Pläne, rasch ins Berufsleben einzusteigen, gab ich in dieser Zeit auf. Ich durchlief zwei Assessment-Center – bei der DG-Bank und bei Andersen Consulting –, wurde aber bei beiden nicht genommen. Als ich 1992 fertig war und mich auf Jobsuche begab, rächte sich zudem, dass ich meine Diplomarbeit ausgerechnet im Controlling geschrieben hatte, einem Fach, das ich im Studium nicht vertieft hatte. Der betreuende Professor setzte mich stark unter Zeitdruck; ich reichte die Arbeit etwas unvollständig ein und erhielt dafür eine schlechte Note. Rückblickend war es ohnehin kein Wunder, dass ich bei den Assessment-Centern nicht überzeugte – man merkte mir wohl an, dass ich ein etwas eigener, „sonderbarer“ Typ war.

Nach 14 oder 15, am Ende etwa 20 Bewerbungen bei größeren Unternehmen – ausgerechnet in eine Zeit hinein, in der nach dem Aufschwung der Wiedervereinigungsjahre 1992 eine Rezession einsetzte und kaum noch eingestellt wurde – verlor ich die Lust an weiteren Bewerbungen und fand mich langsam damit ab, dass mein Weg woanders hinführen würde.

Der Weg zur Kunst: Wilhelm Meister, Klavier und Geige

In dieser Zeit zu Hause las ich Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ – eine für mich sehr prägende Lektüre. Goethe stellt darin zwei Lebenswege gegenüber: den materiellen Weg, der auf Besitz und äußeres Schaffen ausgerichtet ist, und den Weg des Künstlers, der seine Stimme, sein schauspielerisches Vermögen und seine Persönlichkeit ausbildet. Wilhelm Meister entscheidet sich für den zweiten Weg, und das wurde für mich ein Stück weit zum Vorbild: Ich wollte diese höheren, feineren Eigenschaften in mir pflegen und heranbilden.

So begann ich im Herbst, selbst Klavier zu spielen – meine Schwester besaß noch eine Klavierschule zu Hause – und griff auch zur Geige, die einst mein Vater gespielt hatte. Über den Winter, den ich zu Hause verbrachte, las ich viel und fuhr im Frühjahr wieder nach Stuttgart, wo ich weiterhin meinen Bibliotheksausweis nutzte, um Bücher auszuleihen. Musik wollte ich in ihrem Wesen ergründen – was Musik eigentlich ist.

Die Entdeckung Rudolf Steiners

Bei dieser Suche stieß ich in der Staatsbibliothek Stuttgart auf eine Schrift Rudolf Steiners über das Musische – einen Vortrag, den ich sehr interessant fand. Ich lieh mir daraufhin einige seiner Bücher aus, auch in der öffentlichen Stadtbibliothek Stuttgarts, die eine ganze Reihe von Rudolf-Steiner-Titeln vorhielt.

Auf der Rückfahrt nach Hause machte ich bei schönem Wetter Rast an einem Ort, dessen Namen ich nicht mehr weiß, stellte das Auto ab und schlief in der Natur. Am nächsten Morgen las ich dort eine Vortragssammlung Rudolf Steiners über die Rosenkreuzer – und dieses Buch ergriff mich tief. Ich spürte: Da steckt wirklich etwas Substanzielles drin. Zuvor hatte ich eigentlich geglaubt, mit der I AM Activity und der SRF bereits alles zu haben, was ich brauchte.

An dieser Stelle sei noch ergänzt, dass ich parallel weiterhin regelmäßig zur SRF-Meditationsgruppe in Stuttgart-Fellbach fuhr, dort meditierte und an Veranstaltungen teilnahm – etwa gemeinsamen Wanderungen oder einem Ausflug zum Kloster am Schliersee. Zeitweise hatte ich sogar einen Schlüssel zum Meditationsraum in Fellbach und übernachtete dort gelegentlich, unter anderem während der Examensvorbereitung, und auch noch ein- oder zweimal, nachdem ich das Studium bereits unterbrochen hatte und weggezogen war.

Im Frühjahr 1993 entdeckte ich schließlich, dass die Universitätsbibliothek im nahen Eichstätt – nur etwa 20 Kilometer von zu Hause entfernt – über einen hervorragenden Bestand an Rudolf-Steiner-Literatur verfügte. Steiner selbst hat vergleichsweise wenig eigenhändig geschrieben, doch von seinen zahllosen Vorträgen existieren sehr viele Mitschriften – insgesamt weit über 300 Bände zu Themen wie Karma oder kosmischen Entwicklungen. Ich versuchte, mich in alle Richtungen hinein zu belesen.

Rudolf Steiner hat sich mit einer enormen Themenbreite beschäftigt: Landwirtschaft, Medizin, Pflanzenbau, Gartenkultur, Architektur, Kunst und auch das Religiöse – er begründete sogar eine eigene religiöse Bewegung, die Christengemeinschaft. Auch Geologie und Geschichte hat er angeschnitten. Von all dem ließ ich mich inspirieren: Ein Teil meiner Lektüre galt direkt Rudolf Steiner, ein anderer Teil diente dazu, seine Aussagen mit anderen Quellen zu unterfüttern und zu prüfen.

Ich war in dieser Zeit ständig am Lesen und daran, meinen Horizont zu erweitern – denn ich merkte deutlich, wie viel ich noch nicht wusste und wie materialistisch mein Denken bis dahin in mancher Hinsicht noch geprägt war. Genau diese intensive Auseinandersetzung mit Rudolf Steiner und der Philosophie, die er anregte, bildet den nächsten Abschnitt meines Lebens.

Ausblick

Insgesamt verbrachte ich damals drei Jahre zu Hause, und mit dieser Zeit möchte ich beim nächsten Mal fortfahren. Das war nun der fünfte Teil meiner Lebensgeschichte – den sechsten Teil findest du in Folge 82. Wenn dir diese Episode gefallen hat, lass gerne ein Like da, abonniere den Kanal und schau wieder vorbei. Was Kriya Yoga für mich heute bedeutet und wie ich dazu gekommen bin, darüber habe ich in anderen Episoden dieses Podcasts schon einiges erzählt.

Wir sehen uns hoffentlich bald wieder. Hari OM Tat Sat – Namaste.


Der heutige Song: „Oh Yogananda, Himalaya des Kriya“ (Teil 11)

Aus dem Album „Oh Yogananda, Himalaya des Kriya“

O Yogananda—Himalaya des Kriya, ein stiller Strom der Weisheit.

Nicht für den Ruhm, nicht für den Lärm, kamst du mit klarem Blick. Du sprachst: „Prüf selbst, sei still, sei wach“— und gabst selbst das strahlende Beispiel.

Atem wird tief, Unruhe schwindet.

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele, kein Wort als Gesetz, sondern Übungen für die Selbsterfahrung im Inneren Ein inneres Licht, das heller wird, wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet Jaya Yogananda. Kriya Yoga führt uns nach innen —Schritt für Schritt.

Mit deinem Buch öffnetest du ein Tor, ein Funke gegen das Vergessen. Und Menschen fanden Mut im Stillsein, wo sie nur Lärm besessen.

Atem wird tiefer, Wirbelsäule wird Straße

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele, kein Wort als Gesetz, sondern Übungen für die Selbsterfahrung im Inneren Ein inneres Licht, das heller wird, wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet, Jaya Yogananda. Kriya Yoga führt uns nach innen —Schritt für Schritt.

Ost und West—kein Streit der Formen: ein Herz, ein Ton, ein stilles Ja. Wo Liebe übt, wird Grenze weich, und Gott wird Gegenwart.

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele, kein Wort als Gesetz, sondern Übungen für die Selbsterfahrung im Inneren Ein inneres Licht, das heller wird, wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet, Jaya Yogananda. Kriya Yoga führt uns nach innen —Schritt für Schritt.

Der stille Strom bleibt— im Atem, im Herzen, im Licht. Jaya Yogananda. Jaya Yogananda. Jaya Yogananda.

Leicht überarbeitetes Transkript

Hallo liebe Freunde des Kriya Yoga, heute weiter mit dem fünften Teil zu meiner Lebensgeschichte. Wir waren stehen geblieben bei meiner Zäsur, die ich da wünschte von meinen Eltern, dass ich untertauchte mehr oder weniger in eine Wohnung in Stuttgart, die meinen Eltern nicht bekannt war.

Ich lieh mir noch das Auto von meinem Vater zum Umzug. Ich hatte dann also nicht mehr dabei als eine Autoladung voll. Ich zog dann in ein kleines Zimmer am Killesberg. Das waren so 8 Quadratmeter, denk ich, mal groß. Dann waren gerade Semesterferien. Ich musste Seminararbeit schreiben. Ich habe dann eben diese Einsamkeit und diese Unabhängigkeit genossen, so gut es ging. Aber leider stellten sich dann Komplikationen ein.

Erst einmal wurde ich dann exmatrikuliert von der Universität, weil ich irgendeinen Studentenbeitrag nicht gezahlt hatte. Und ich war ja damals so mit diesen Aufgestiegenen Meistern und hatte natürlich immer versucht, das Licht zu lesen. Dann sagte ich mir: Ja, vielleicht ist das ein Hinweis, dass ich jetzt etwas anderes machen soll. Und ich habe dann auch daran gedacht, dass ich nach Indien reisen will. Und ich hatte da auch gerade meine Kriya Yoga Lektionen bestellt. Also da war ich natürlich dran.

Das war dann gerade ungefähr ein Jahr. Dann waren die auf dem Weg. Damals bin ich gerade umgezogen. Das war mit der Adresse, war das noch schwierig. Das kam alles mit Post. Dann habe ich da, glaube ich, auch hingeschrieben, dass ich jetzt nicht weiß, ob ich da überhaupt noch da bin. Nach einigem Hin und Her habe ich mich doch entschieden zu bleiben. Und das mit der Exmatrikulation hat sich dann auch geregelt. Ich musste eben nur so einen Studentenwerksbeitrag nachzahlen. Dann blieb ich.

Aber ich hatte dann auch mein Zimmer eben schon gekündigt, weil ich eben ein Zeit lang in der Schwebe hing und mich zeitweise auch entschieden hatte, jetzt aufzuhören zu studieren. Und dann hatte ich eben das Zimmer gekündigt. Als ich dann sagte, ja, ich brauche das Zimmer doch, hieß es. Ja, das Zimmer ist schon vergeben. Also, der neue Mieter ist schon bestimmt und ich muss jetzt ausziehen.

Und das war jetzt dann, glaube ich, Ende April, war das Auszugsdatum schon. Da musste ich wieder eine neue Wohnung suchen. Ich habe mir eine gesucht. Und dann bin ich halt Ende April ausgezogen. Das war dann auch gerade Anfang des Semesters, des neuen Semesters. Das war dann auch wieder nicht so einfach, denn ich bin da ausgezogen.

Also ich habe mir dann von der Uni so einen Transporter geliehen. Bin umgezogen zur neuen Adresse, näher an der Uni auf jeden Fall, mehr im Westen. Ich komme also da an, lade meine Sachen aus. Dann steht der, mit dem ich das ausgemacht hatte, steht dann an der Tür und sagt, nee, ich habe dir geschrieben, ist nicht. Also es war ein Verwalter mehr oder weniger, der hat dann an den Besitzer oder Eigentümer des Hauses sich mit dem verständigt. Der Eigentümer hat dann irgendwie nicht zugestimmt, wegen meiner Situation oder so wollte er nicht.

Und dann hat mir der Verwalter eine Postkarte geschrieben und die Postkarte war noch nicht angekommen. Der hat dann nur eine Postkarte geschrieben: Ja, das ist leider nicht mehr aktuell diese Vereinbarung. Und ich bin da angereist, hatte eben das alte Zimmer nicht mehr, hatte keine neue Wohnung mehr. Die Wohnungssuche da in Stuttgart war auch nicht so einfach zu der Zeit. Das gab eben kein Internet und da hätte ich sowieso einige Tage suchen müssen.

Dann habe ich einfach meine Sachen dort ausgeladen. Dort war neben dem Haus, stand da eine kleine Überdachung. Da habe ich meine ganzen Habseligkeiten untergestellt und habe dann mehr oder weniger auf der Straße gelebt. Manchmal habe ich mich dann in der Uni einsperren lassen, da gab es mehrere Gebäude. Ich kannte mich ja da inzwischen schon aus, weil ich da immer mittags auch meditierte als… Also um 1 Uhr waren meistens die Vorlesungen aus vom Vormittag.

Dann habe ich mir halt ein stilles Plätzchen gesucht und habe da meine Mediation durchgezogen. Und da wusste ich dann schon, wo es Verstecke gibt, und habe ich da öfter übernachtet, auch manchmal im Park, wenn es schönes Wetter war. Und so habe ich dann zwei oder drei Wochen zugebracht und dann habe ich dann einen Aushang gesehen von einem Studentenwohnheim (Eglehaus, Panoramastr. 5). Das war keins der Universität, sondern eines von der Fachhochschule.

Und da wurde gerade ein Platz frei, Nachmieter gesucht. Da habe ich mich dann beworben und dort konnte ich dann in ein Doppelzimmer ziehen. Das war recht günstig und da bin ich dann eben nach zwei oder drei Wochen dann mit dem Taxi-Kombi, wo ich dann meine ganzen Sachen unterbringen konnte, bin ich dann umgezogen und war dann eben in dem Haus.

Und irgendwie haben mich dann auch diese Lehrbriefe bald erreicht. Ich weiß nicht mehr, wie das gegangen ist. Auf jeden Fall habe ich die dann bekommen, ein bisschen verspätet. SRF hat irgendwie da auch mit Rückporto schon diese Lektionen geschickt, da kamen, glaube ich, alle neun auf einmal. Und dann war ich auch erst einmal beschäftigt, die erste Zeit, so Mai-Juni mit dem Durchstudieren dieser Lehrbriefe des Kriya Yoga.

Was dann noch in dieser Zeit war: Das war dann gerade Fronleichnam. Ich habe da in der Universität in einem Raum übernachtet. Eigentlich wollte ich aufstehen und dann war es aber ganz ruhig am Morgen. Dann habe ich weiter geschlafen und auch geträumt. Dann habe ich gemerkt, dass es ein Feiertag war, ich glaube, Fronleichnam. Und da habe ich dann geträumt von meiner Oma. Das war ganz klar irgendwie, dass sie mich gerufen hat oder sich verabschiedet hat.

Ja, und da habe ich mich dann auch entschieden, dass ich jetzt wieder zurückkehre zu meinen Eltern oder dass ich jetzt diese Zeit des Alleinseins aufgebe und wieder Kontakt knüpfe. Ein bisschen habe ich mir noch Zeit gelassen und dann habe ich einfach angerufen und habe gesagt, ich komme jetzt dann wieder nach Hause und dann bin ich mit dem Zug nach Donauwörth gefahren und mein Vater hat mich dann nach der Arbeit abgeholt.

Das war dann Ende Mai, Anfang Juni. Also ja, während ich da allein war, im März, April, da hatte ich dann auch schon Kontakt geknüpft zur Jungen Union und zur CDU in Stuttgart. Ich bin also Parteimitglied geworden und habe da versucht, Kontakte zu knüpfen. Da habe ich dann auch schon an Versammlungen teilgenommen, um ein bisschen halt menschlichen Kontakt auch zu haben. Das war dann schon am Laufen.

Und dann, nachdem das geschehen war, bin ich dann wieder zu meinen Eltern und habe dann eben wieder ab und zu, ich war ja in Stuttgart, habe ja studiert, war also nicht oft zu Hause in Wellheim, aber dann waren meine Eltern auch wieder beruhigter. Und dann habe ich auch erfahren, dass eben an dem Tag, an dem ich da von meiner Oma geträumt habe, dass da meine Oma verstorben war. Die habe ich also nicht mehr gesehen.

Ich hatte ein relativ enges, gut enges, das war halt meine Oma. Das war halt auch so ein Arbeitstier, materialistisch. Aber natürlich, ich habe dann auch zeitweise bei ihr geschlafen, nachdem sie alleine war, nachdem mein Opa gestorben ist. 1981 ist er gestorben. Dann war ich zwei Jahre, habe ich dann bei meiner Oma gewohnt und da hat sich natürlich ein bisschen tieferes Verhältnis da entwickelt. Sie hat mich auch ein bisschen ins Vertrauen genommen in verschiedenen Sachen, weil sie hat ja die Wirtschaft noch geführt und noch ein Geschäft, den Laden (Kleider, Stoffe, etc.) gehabt.

Dann hatte sie da einen Schlaganfall mal. Eigentlich war es meine Oma, die mich ein bisschen auch zurückgerufen hat. Aber ist ja eben da gegangen gewesen und dann ging es halt für mich wieder so weiter.

Dann habe ich halt meine Kriya Praxis entwickelt durch Selbststudium, was ich natürlich die ganze Zeit das ganze Jahr schon gemacht habe. Die ganzen Kriya Techniken mir angeeignet und das muss ich jetzt noch ergänzen, dass ich überhaupt meinen Weg, also meinen eigenen Weg so gehen konnte, wie ich das gemacht habe, das konnte ich eigentlich nur, zumindest innerlich gefestigt und auch innerlich im Reinen und innerlich relativ stabil, das konnte ich nur, weil eben diese Techniken mir auch dazu verholfen haben.

Also erst mal die Konzentrationstechnik, die hat mir schon Stabilität gegeben in der Meditation, im Halten meiner Gedanken, meines Bewusstseins und vor allen Dingen diese OM-Meditation, wo man sich die Ohren zuhält und dann auf den OM-Klang lauscht. Da habe ich richtig gemerkt, wie sich mein Bewusstsein, meine Energie in der Wirbelsäule konzentrierte und mich auch stabiler und unangreifbar machte.

Dann ging es natürlich weiter mit den Kriya Lektionen. Das waren auch tiefe Erfahrungen. Dann bin ich dort in der Jungen Union, das war so eine Ortsgruppe in West, Stuttgart West. Da habe ich dann ein bisschen Anschluss gefunden, damals sind wir auch zu Veranstaltungen gegangen, zu Partei-Veranstaltungen. Das war gerade in dieser Sommerzeit. Da habe ich dann auch Ambitionen gehabt, im Ortsvorstand einen Posten zu übernehmen.

Da wollte ich mich eben engagieren. Das war auch ein bisschen induziert von diesen Schriften der I AM Activity, wo die Leute ja auch diese politischen oder staatlichen Posten da hatten. Dann ergab es sich aber so, dass dann gerade die Frauenquote sollte gehoben werden und dann sollte da eine Frau oder eine oder zwei sogar in den Ortsvorstand mitoptiert werden und dann blieb für mich, der ich sowieso da nicht besonders begabt war, aber es blieb damals kein Platz mehr und damit verlor ich dann auch die Lust, da mich mehr zu engagieren.

Ich war dann noch in der Partei, also ich war da 88 mehr oder weniger, vor allem im Sommer, war ich da aktiv, aber dann nicht mehr. Dann bin ich mehr wieder zum Spirituellen zurück. Da habe ich dann, 1988 im Herbst war ich dann bei einem Zenmeister oder Zen-Lehrer. Der hat auch im Westen von Stuttgart einen Raum gemietet und bei dem bin ich dann öfter zum Meditieren gewesen, also still der Wand gegenüber.

Dann habe ich mir auch Sitzkissen, die schwarzen aus Japan besorgt, auch diese Kutte, die schwarze Kutte und da war ich eben regelmäßig dabei. Dort musste man halt meditieren, hat er immer wieder auf die Schultern geschlagen, solche Sachen, verschiedene Sachen habe ich da besucht, habe mich eben umgeschaut.

Dann 89, ja dann habe ich versucht, möglichst bald mit dem Studium fertig zu werden, weil ich, wie gesagt, ja Wirtschaft/Recht schon Leistungskurs hatte und gut vorbereitet war. Das ging mir eigentlich relativ leicht von der Hand und ich wollte möglichst bald raus und tätig werden in der Wirtschaft. Da war irgendwie ein Drang bei mir, nachdem ich frei war von dieser I AM Activity und dann habe ich mich ziemlich reingehängt ins Studium, habe versucht, die Scheine zu machen

und dann scheiterte es aber im Frühjahr 89 an einem Schein im Controlling, wo ich dann zu viele Rechtschreibfehler drin hatte und dann wurde meine Seminararbeit nicht angenommen. Dann fehlte mir dieser Schein und konnte ich 1989 keinen Abschluss machen. So wurden meine Pläne über den Haufen geworfen und dann entschied ich mich, verlängern musste ich sowieso und dann entschied ich mich 1989 noch einmal nach Amerika zu reisen, auch noch mal zur I AM Activity.

Ich wollte dann bei der SRF mir die Sachen eben alle anschauen, das habe ich mir so gesagt: Wenn ich jetzt mit dem Abschluss hier einen Studienabschluss habe, dann soll ich auch auf dem Spirituellen gut abgeschlossen haben, ich soll mir das angeschaut haben. Darum bin ich dorthin gefahren, habe mir den Hidden Valley Ashram angeschaut.

Dort habe ich eine Woche dann mitgelebt und mir das Mönchsleben so angeschaut, das ist ein Männer-Ashram. Dann ging es nach Los Angeles zur Convocation, also diese jährliche Versammlung, die damals eben nur offline möglich war, seit den Corona-Jahren gibt es die auch online. Dort habe ich mir eben auch die Vorträge angeschaut.

Dann habe ich aber Kontakt auch geschlossen mit den Leuten von der I AM Activity, von denen ich ja noch einige kannte, vor allen Dingen diesen Herrn, der uns dieses Häuschen da im Gebirge bei den Bürgenstockklassen immer bezahlt hatte. Der hat mich dann auch eingeladen, dorthinzukommen, nach Shasta Springs noch einmal. Danach hatte ich auch eine Sehnsucht, noch einmal mich dort aufzuhalten und dann habe ich da eben noch einmal teilgenommen, als Gast zwei Tage und danach bin ich dann auch noch in dem Ort unterhalb von dem Berg, habe ich dann noch ein bisschen Urlaub gemacht, paar Tage im Hotel.

Dann habe ich im Hotel meine Koffer stehen lassen und bin dann zu Fuß hochgelaufen, mit Rucksack, Rucksack hatte ich dabei und dann wollte ich eben diesen Mount Shasta besteigen. Das war noch einmal ein Ziel und auch mit einem Gedanken, dort vielleicht jemandem zu begegnen. So bin in dann hochgelaufen in zwei Tagen, dann war ich dort eine Nacht oben, habe da übernachtet auf der Spitze des Berges. Der war so 4300 Meter hoch und habe ziemlich gefroren.

Aber gerade diese Nacht war dann auch eine Mondfinsternis, was ich da auch erst erfahren habe am Tag danach auf meinen Weg hinunter. Also während der Nacht war es ziemlich bewölkt. Ich habe dann auch gemerkt, dass der Mond zeitweise verschwunden schien. Aber mir war das nicht klar, dass es eine Mondfinsternis war und beim Abstieg hat mich dann jemand angesprochen, ob ich die Mondfinsternis gesehen habe, und dann wurde es mir erst klar.

Dann bin ich am nächsten Tag abgestiegen und wollte eigentlich noch einmal Proviant holen, weil ich nicht genügend ausgerüstet war und dann bin ich runtergetrampt zum Hotel und dann noch einmal hoch, dann waren aber Wolken aufgezogen, als ich dann wieder hochkam, ein Tag oder was, dann war ich noch einmal dort oben, dann bin ich wieder runter und dann bin ich weitergefahren. Ich hatte dann den Flug, auch den Rückflug von Seattle geplant, nach drei Wochen wieder zurück nach Deutschland.

Dort habe ich dann 1989 Finanzwirtschaft angefangen, dann habe ich mein Studium noch einmal drei Jahre, also habe dann das gleich noch einmal lang ausgedehnt, dann habe ich ihm noch Fächer dazugenommen, wie gesagt Finanzwirtschaft, dann habe ich auch noch einmal Controlling ein bisschen vertieft und dann wurden aus diesen ursprünglich drei Jahren, wo ich fertig werden wollte, 1989 oder mit Diplomarbeit, vielleicht ein halbes Jahr länger. Dann wurde es Mitte 1992, bis dahin habe ich dann noch studiert und dann habe ich die Zeit eben noch ausgenutzt.

Also 89 kam dann auch diese Phase, wo ich gemerkt habe, dass ich die Energie, diese spirituelle Energie, die drückt natürlich auch dann die Energien im Körper oder erzeugt mehr Druck und dann war natürlich auf dem Sexuellen war dann auch mehr Druck. Das habe ich dann gemerkt, dass ich da auch was machen muss und da habe ich dann bei Zorba the Buddha … Die hatten ja zu dieser Zeit viele Diskotheken, also die Osho-Anhänger damals noch Ranjeesh oder Bhagwan. Dort habe ich dann im Sommer 1989 auch einen Kurs besucht.

Irgendwie war das dieses Tanzen, wo man so verschiedene Stufen durchläuft (Dynamische Meditation). Also wer Osho kennt, der hat das sicher schon einmal durchgemacht. Das sind verschiedene Gefühlsphasen, die man damit durcharbeitet: Weinen, dann Freude, dann auch Sexualität ein bisschen. Das habe ich damals mitgemacht und dann im Herbst habe ich mich dann auch angemeldet für ein Tantra-Wochenende in den Niederlanden beim Humaniversity, in Egmond aan Zee irgendwie hat diese Ort geheißen.

Dort war ich dann das Wochenende von Allerheiligen, vier Tage. Meine Oma war ja gestorben und das Auto meiner Oma, die hatte ein Auto, weil meine Mutter sie immer in ihr Geschäft fahren musste. Das fiel dann an mich dieses Auto. Das hatte ich da auch schon, während dieser Zeit, als ich da in der Jungen Union war und der CDU, da hatte ich das immer noch benutzt. Aber nach Holland bin ich nicht mit dem Auto gefahren. Ich weiß nicht mehr genau.

Auf jeden Fall bin ich dann mit jemandem zurückgefahren nach Köln und dann kam ich eben zurück und da war, wo ich dann auch ein bisschen Kontakt zum anderen Geschlecht suchte, wegen des Drucks von der sexuellen Richtung her, habe mich dann an eine Chinesin angenähert, was auch sehr interessant war, also war halt leichter auf jeden Fall ran zu kommen als an eine Deutsche. Diese Chinesin war allerdings sieben Jahre älter als ich und die war da irgendwie in der Schleife gefangen, dass sie sich nicht traute, das Examen zu machen und dann haben wir uns zusammengetan.

Wir wollten miteinander lernen und haben eigentlich gedacht, wir setzen das schon 90 an oder irgendwie. Auf jeden Fall hat es dann noch länger gedauert. Denn ich bin dann auch durchgefallen durch diese erste Prüfung und dann hat sie es noch rausgezogen, weil ich bei der Diplomarbeit, die man danach machen musste, hatte ich keinen Betreuer oder keinen Professor gefunden, weil dort wo ich es machen wollte, der war wegen Altersgründen dann ausgeschieden.

So zog sich das eben bis 1992 hin, was ich da ursprünglich erstrebt hatte, schnell in den Beruf zu kommen. Das hatte ich dann aufgegeben, habe ein paar Assessment Center mitgemacht, einmal bei der Commerzbank (tatsächlich DG-Bank), einmal bei Anderson Consulting. Bei beiden bin ich dann nicht genommen worden und dann war ich fertig, 1992, und habe mich dann auf die Jobsuche gemacht. Ich habe dann in einem Fach meine Diplomarbeit gemacht, im Controlling, wo ich nicht mein Studium vertieft hatte und das kam dann auch nicht gut an.

Der Professor hat immer Druck gemacht. Ich wollte mir ein bisschen Zeit lassen und er hat darauf bestanden, dass ich da schnell fertig werde. Dann habe ich ein bisschen unvollständig abgegeben. Dann hat mir der auch noch eine schlechte Note darauf gegeben. Zuerst hatte ich da immer noch gedacht, ja oder ich hoffe, dass ich da mit guten Noten einen guten Job bekomme. Ja, erstens mal schon, dass ich da bei den Assessment Centern durchgefallen bin. Die haben bald gemerkt, dass ich ein bisschen ein sonderbarer Typ bin.

Dann habe ich, als ich war fertig, noch so 14, 15 Bewerbungen geschrieben an die großen Unternehmen und 1992 war dann gerade … Nach der Wiedervereinigung gab es einen Aufschwung und danach 1992, da gab es dann eine Rezession. Dann haben die Leute nicht mehr so eingestellt und ich war dann zu Hause. Nach 15 Bewerbungen oder so, 20 Bewerbungen hatte ich keine Lust mehr und habe mich schön langsam damit abgefunden, dass ich jetzt was anderes mache.

Also ich habe dann Wilhelm Meisters Lehrjahre von Goethe gelesen, eine sehr interessante Schrift. Darin ging es ja darum: Es gab die zwei Wege, einmal dieses Materielle, auf Besitz aus und etwas schaffen und das andere der Künstler, der seine Stimme ausbildet, sein Schauspielvermögen, seine Persönlichkeit ausbildet, das waren die zwei Wege und dieser Wilhelm Meister hat sich für den zweiten Weg entschieden und das habe ich mir ein bisschen zum Vorbild gemacht, dass ich halt hier diese höheren Eigenschaften da pflegen und heranbilden wollte.

Dann habe ich auch mit Klavier angefangen, schon im Herbst, Klavier selber Klavier zu spielen. Meine Schwester hatte noch eine Klavierschule zu Hause. Damit habe ich dann Klavier gespielt und mein Vater hatte mal Geige gespielt, da habe ich da auch ein Geige angefangen zu spielen und im Laufe des Winters, da war ich ja zu Hause, ein bisschen so gelesen und im Frühjahr bin ich dann nach Stuttgart. In Stuttgart hatte ich immer noch bei den Bibliotheken die Ausweise. Dort habe ich immer noch Bücher ausgeliehen und so bin ich dann auf dem Weg der Musik … Ja Musik wollte ich eigentlich ergründen, was das, was Musik ist.

Dabei bin ich dann darauf gestoßen in der Staatsbibliothek Stuttgart auf eine Schrift von Rudolf Steiner dazu und das Musische. Dazu hatte er eben einen Vortrag gehalten und da fand ich das nicht so schlecht. Dann habe ich da ein paar Bücher von ihm ausgeliehen. Denn in der normalen öffentlichen Stadtbibliothek in Stuttgart, dort hatten die eine ganze Reihe von Rudolf Steiner Büchern. Dort hatte ich dann einige ausgeliehen, und als ich dann zurückgefahren bin von Stuttgart im Frühjahr auf der Fahrt, habe ich dann Rast gemacht und habe dann, weil es schönes Wetter war, habe ich dann an so einem Ort. Ich weiß gar nicht wie der geheißen hat, habe ich das Auto abgestellt und habe dann draußen in der Natur geschlafen.

Am nächsten Morgen habe ich dann das Buch über die Rosenkreuzer gelesen, also diese Vortragssammlung. Das hat mich dann ergriffen und da habe ich mir gesagt, da steckt eigentlich ganz schön was drin. Zuerst hatte ich eigentlich gedacht mit der I AM Activity und mit der SRF habe ich schon alles, was ich brauche.

Aber ja, das Kapitel habe ich ja noch gar nicht angeschnitten, dass ich ja in Stuttgart Fellbach, habe ich ja schon erwähnt, auch bei der SRF in der Meditationsgruppe war und da habe ich natürlich dann auch meditiert, bin dann regelmäßig hingefahren, habe auch an Veranstaltungen teilgenommen, zum Beispiel so Wandern, einmal waren wir Wandern. Dann sind wir auch noch einmal nach Schliersee gefahren zusammen auf den Mönchsbesuch. Dort hatte ich dann auch teilweise übernachtet in diesem Meditationsraum in Fellbach. Da hatte ich dann einen Schlüssel bekommen und hab dann auch teilweise gelernt, Vorbereitung für das Examen. Dann war ich, glaube ich, auch noch ein oder zweimal dort, nachdem ich schon mit dem Studium aufgehört hatte und weggezogen war.

Dann habe ich eben damals begonnen, mich bei Rudolf Steiner einzulesen und im Frühjahr 1993 habe ich dann auch gemerkt, dass es in Eichstätt … Dort gibt es ja auch eine Universität, also 20 Kilometer von mir, auch eine Universitätsbibliothek eben, gab eine gut ausgestattete und die hatten die gesamten Rudolf Steiner Bücher. Also Rudolf Steiner hat ja nicht so viel geschrieben. Aber von seinen Vorträgen, er hat ja ganz viele Vorträge gehalten. Davon gab es sehr viele Mitschriften und da gab es dann 200 bis 300 Bücher (in Wirklichkeit weit über 300) von ihm zu allen möglichen Themen zu Karma, zu den kosmischen Entwicklungen und da habe ich dann versucht, alles zumindest mal so anzulesen, in alle Richtungen reinzulesen.

Rudolf Steiner hat ja unendlich viel beackert, so eigentlich alles, was es so gibt, was irgendwie wert ist gepflegt zu werden, die Landwirtschaft, die Medizin, den Pflanzenbau, die Gartenkultur, Architektur, Kunst, auch das Religiöse. Er hat eine neue Religion geschaffen: Die Christengemeinschaft heißt die, glaube ich, und ja da habe ich dann begonnen, mich bei Rudolf Steiner so richtig einzulesen, habe dann von ihm auch ja Geologie und solche Sachen, das hat er ja auch angeschnitten und auch Geschichte ein bisschen. Davon habe ich mich dann inspirieren lassen, da habe ich also einen Teil Rudolf Steiner und der andere Teil war dann, um Rudolf Steiners Aussagen ein bisschen zu unterfüttern oder nachzuprüfen, habe ich natürlich auch dann verschiedene andere Bücher gelesen.

Ich war also ständig am Lesen und daran, meinen Horizont zu erweitern. Denn da habe ich dann gemerkt, dass ich eben viel noch nicht wusste, dass ich ziemlich, ja ziemlich materialistische Einstellungen noch hatte. Dadurch, dass ich mich eben mit dem allem beschäftigte, was so Rudolf Steiner von sich gab, dann auch eben Philosophie. Alles, was er anregte, das habe ich dann auch versucht, ein bisschen zu vertiefen, das ist dann der nächste Abschnitt meines Lebens.

Dann war ich eben drei Jahre zu Hause und damit möchte ich dann das nächste Mal fortfahren, das ist also jetzt der fünfte Teil meiner Lebensgeschichte gewesen. Den sechsten Teil, den gibt es in der Folge 82. Wenn es dir gefallen hat, dann lass ein Like da, abonniere den Kanal und schau mal wieder vorbei. Kriya Yoga ist das, was ich jetzt heutzutage unterrichtet, wie und warum ich dazu komme, darüber habe ich schon einiges erzählt. Dazu gibt es andere Episoden dieses Podcasts oder dieser Videos und wir sehen uns dann hoffentlich mal wieder, Namaste. Hari, OM, Tat, Sat.

Der heutige Song stammt wieder dem Album „Oh Yogananda, Himalaya des Kriya“

Der 11. Song daraus:

Oh Yogananda, Himalaya des Kriya gtr

O Yogananda—Himalaya des Kriya,
ein stiller Strom der Weisheit.

Nicht für den Ruhm, nicht für den Lärm,
kamst du mit klarem Blick.
Du sprachst: „Prüf selbst, sei still, sei wach“—
und gabst selbst das strahlende Beispiel.

Atem wird tief,
Unruhe schwindet.

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahrung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.

Mit deinem Buch öffnetest du ein Tor,
ein Funke gegen das Vergessen.
Und Menschen fanden Mut im Stillsein,
wo sie nur Lärm besessen.

Atem wird tiefer,
Wirbelsäule wird Straße

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahrung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet,
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.

Ost und West—kein Streit der Formen:
ein Herz, ein Ton, ein stilles Ja.
Wo Liebe übt, wird Grenze weich,
und Gott wird Gegenwart.

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahrung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet,
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.

Der stille Strom bleibt—
im Atem, im Herzen, im Licht.
Jaya Yogananda.
Jaya Yogananda.
Jaya Yogananda.