Zusammenfassung
Hier ist der zweite Arbeitsschritt für Podcast-Folge 77. Die Folge kreist um die Frage, ob „Selbsterlösung“ durch Kriya Yoga möglich ist. Dabei stellst du dem Gedanken einer rein von außen kommenden Erlösung drei zusammenwirkende Faktoren gegenüber: eigene spirituelle Praxis, göttliche Gnade und die Hilfe eines Gurus bzw. Lehrers. Eingefügter Text
Zusammenfassung der Folge 77
Ausgangspunkt ist eine Erinnerung aus den 1990er-Jahren. Bei einem Gespräch im Umfeld des Eichstätter Domchors hörtest du von einem Bischof die Auffassung, esoterische und außerkirchliche Wege seien problematisch, weil Menschen dort versuchten, „sich selbst zu erlösen“, obwohl die Erlösung durch Jesus beziehungsweise Gott geschehe. Daraus leitest du die Leitfrage der Folge ab: Kann man sich durch Kriya Yoga selbst erlösen? Eingefügter Text
Du argumentierst zunächst, dass spirituelle Entwicklung nicht ohne eigene Anstrengung geschehe. Wunderkinder, Genies oder scheinbar plötzlich auftretende spirituelle Fähigkeiten deutest du im Rahmen deiner Reinkarnationsvorstellung als Ergebnisse früherer Erfahrungen und früherer Inkarnationen. Aus deiner Sicht müsse jede Fähigkeit letztlich erworben werden. Bücherwissen oder ein einmaliger Shaktipat seien deshalb nicht mit wirklicher spiritueller Verwirklichung gleichzusetzen. Eingefügter Text
Einen wichtigen Unterschied siehst du zwischen Religion und Spiritualität. Religion kann Orientierung, Schutz und einen vorgegebenen Weg bieten. Auf einer späteren Entwicklungsstufe müsse der Mensch jedoch zunehmend seinen individuellen Weg finden, verschiedene Quellen prüfen, Erfahrungen sammeln und selbst Verantwortung für seine Entwicklung übernehmen. Eingefügter Text
Hier ordnest du Kriya Yoga ein. Du hältst die Kriya-Techniken insbesondere für Menschen geeignet, die gleichzeitig in Beruf, Familie und gesellschaftlichem Leben stehen. Weil ihre verfügbare Zeit begrenzt ist, seien besonders effektive spirituelle Übungen wichtig. Eingefügter Text
„Erlösung“ definierst du nicht als bloßen religiösen Begriff, sondern als zunehmende Befreiung von mentalen, körperlichen, emotionalen, seelischen und spirituellen Bindungen. Freiheit bedeutet dabei für dich keine Willkür, sondern die Fähigkeit, bewusst zu handeln und sich zugleich einem höheren Zusammenhang zu öffnen. Eingefügter Text
Anschließend beschäftigst du dich mit Yoganis Satz „Der Guru ist in dir“. Du stimmst dem insofern zu, als spirituelle Entwicklung letztlich im eigenen Inneren stattfinden müsse und niemand einem äußeren Guru blind folgen solle. Gleichzeitig hältst du Yoganis Darstellung für unvollständig, wenn das Göttliche und die Guru-Schüler-Beziehung völlig ausgeklammert werden. Eingefügter Text
Damit kommst du zum Kern deiner Antwort: Kriya Yoga ist nach deiner Auffassung zwar ein sehr wirksames Werkzeug auf dem Weg zur Befreiung, aber nicht der einzige Faktor. Du unterscheidest drei Kräfte:
- die eigene Praxis und Anstrengung
- die göttliche Gnade
- die Hilfe eines Gurus oder Lehrers
Du verweist dabei auf eine Yogananda zugeschriebene Gewichtung von ungefähr 50 % göttlicher Gnade, 25 % Guru-Hilfe und 25 % eigener Anstrengung. Entscheidend ist für dich, dass der eigene Anteil nicht fehlen darf: Irgendwann komme der Punkt, an dem ein Mensch selbst üben müsse. Eingefügter Text
Auch die Rolle des Gurus behandelst du differenziert. Ein Guru müsse für den Schüler nicht zwingend als vollkommen erscheinen. Selbst durch unvollkommene Lehrer könne man lernen. Wichtig seien eigene Urteilskraft und Verantwortung. Du verstehst religiöse Gründer und Heilsgestalten wie Buddha, Jesus oder Moses ebenfalls als Formen spiritueller Lehrer. Eingefügter Text
Die Antwort auf die Ausgangsfrage lautet damit sinngemäß: Ja, Kriya Yoga kann wesentlich zur eigenen Befreiung beitragen – aber „Selbsterlösung“ ist kein rein isolierter Vorgang. Eigene Praxis, göttliche Gnade und Hilfe durch Lehrer wirken zusammen.
Strukturiertes Transkript
Kriya Yoga und Selbsterlösung: Kann man sich selbst erlösen?
Gnade, Guru und eigene Übung: Welche Rolle spielt was auf dem spirituellen Weg?
Kann man sich mit Kriya Yoga selbst erlösen? Meine Antwort: Man kann und muss einen eigenen Beitrag leisten, aber der Kriya Yoga ist nur eines von drei Elementen. Dazu gehören die Gnade des Göttlichen und das Vorbild eines Gurus.
Der Bischof und die Selbsterlösung: Ein Gespräch aus den 90er Jahren
Die Frage geht auf eine Erfahrung aus den 90er Jahren zurück. Damals habe ich im Domkurs zu Eichstätt mitgesungen. Eichstätt ist eine alte Bischofsstadt und war nach meiner Einschätzung im Mittelalter bedeutender als München. Heute hat sie immerhin noch einen Bischof.
In einem Gespräch sagte dieser Bischof sinngemäß: Esoterik und alles, was außerhalb der katholischen Kirche steht, sei dubios und führe in die Irre. Diese Leute wollten sich alle selbst erlösen, und das gehe nicht. Dafür gebe es Jesus, der uns erlöst habe, oder Gott selbst.
Das hat mich seither beschäftigt. Was wollen wir eigentlich mit dem Kriya Yoga? Wollen wir uns damit selbst erlösen, und geht das überhaupt?
Ohne Praxis geht es nicht: Von nichts kommt nichts
Im spirituellen Bereich behaupten manche, Praxis sei gar nicht nötig. Die normale menschliche Erfahrung spricht dagegen: Von nichts kommt nichts. Alles muss irgendwie erworben sein.
Wunderkinder, Genies und die Reinkarnation
Man könnte einwenden: Was ist mit den Wunderkindern und Genies, die scheinbar aus dem Nichts in der Geschichte auftauchen? Solche Menschen hat man selten als Bekannte, aber es gibt sie, und man fragt sich, woher das alles kommen soll.
Meine Erklärung lautet: Ohne Reinkarnation ist die Welt nicht erklärbar. Ohne Reinkarnation wäre sie höchst ungerecht. Es gibt noch viele weitere Hinweise und Bestätigungen für die Wiedergeburt, aber dieses Argument allein macht sie für mich zu etwas sehr Wahrscheinlichem, mit dem eigentlich jeder rechnen müsste. Man kann natürlich anderes behaupten. Dies ist die Erklärung, die ich liefern kann: Alles, was jemand spirituell erreicht, muss irgendwie erworben worden sein.
Shaktipat und Bücherwissen ersetzen keine Verwirklichung
Es fällt also nicht vom Himmel, und es kommt auch nicht durch Shaktipat oder durch das Lesen von Büchern. Das ist der Unterschied zwischen wahrer Spiritualität und Gelehrtentum. Dort ist der Beste, wer am meisten gelesen hat, schlagfertig ist und Argumente hat. In der Spiritualität geht es um Verwirklichung: Man erzeugt aus dem Inneren heraus die Kraft, Intelligenz und Energie, mit der man wirken kann. Damit erschafft man, was man braucht, ob Gesundheit, Intelligenz, Kraft oder bestimmte Fertigkeiten.
Das muss man aus sich selbst herausholen, und dazu sind viele Erfahrungen nötig, nicht nur Meditation und spirituelle Übungen. An einem gewissen Punkt kommt man ohne sie aber nicht mehr weiter. Dann wendet sich das Individuum von selbst nach innen. Das ist der normale Lauf der Dinge, und dann muss man sich hinsetzen und praktizieren, um bestimmte Stufen zu erreichen.
Wer diese Stufen erreicht hat und in einem späteren Leben wiedergeboren wird, wirkt auf Außenstehende womöglich wie ein Beschenkter, dem durch Shaktipat große Erweckungen zufallen. Das ist aber nur möglich, wenn wir in einer, wahrscheinlich sogar in vielen Inkarnationen intensiv praktiziert haben. Es heißt, dass eine Million Inkarnationen nötig sind, um ein Individuum vom Anfang bis zur Vollendung zu führen. Davon verbringt es wahrscheinlich einige Tausend im menschlichen Körper, und darunter sind sicher viele, in denen man auf dem religiösen oder spirituellen Pfad ist.
Religion und Spiritualität: Wo liegt der Unterschied?
In der Religion schließt man sich einer Gruppe an, die weitgehend vorgibt, was zu denken, zu glauben und zu tun ist. In der Spiritualität sucht man den eigenen Weg. Man unterwirft sich nicht streng einem einzigen Pfad, sondern ist ständig auf der Suche. Man übernimmt aus verschiedenen Quellen Informationen, Übungen und Fertigkeiten, also Stücke des Weges, und arbeitet damit. So entstehen individuelle Wege, und davon gibt es unendlich viele, so viele wie Menschen.
Sobald man die religiöse Ebene verlassen hat, geht es individuell weiter. Das alles aufzuschlüsseln, wäre eine eigene Aufgabe.
Ist Selbsterlösung nötig? Warum Kriya Yoga für den modernen Menschen geeignet ist
Es führt definitiv kein Weg an spirituellen Übungen vorbei. Aus meiner Erfahrung sind die Kriya-Yoga-Übungen etwas Besonderes. Sie sind gemacht für den Menschen von heute, der im Berufs- und Familienleben steht und trotzdem Zeit finden will, seinen spirituellen Weg weiterzugehen.
Dafür eignen sie sich besonders, weil sie sehr effektiv sind. Wer nicht aus Gesellschaft, materiellem Leben, Familie und Beziehungen aussteigt, hat nur wenig Zeit, und Zeit ist ein kostbares Gut. Je effektiver man sie einsetzen kann, desto besser ist der gewählte Übungsweg.
Was ist Erlösung eigentlich?
„Erlösung“ ist eine Pauschalwendung, mit der vieles und nichts gesagt ist. Grob gesagt ist Erlösung die Befreiung aus den vielen Fesseln, denen wir mental, körperlich, spirituell, seelisch und emotional unterworfen sind.
Wir werden zu freien Menschen, die sich nicht mehr äußeren Zwängen fügen müssen, sondern selbst Ziele setzen und durchsetzen können. Sie handeln dabei im Sinne eines höheren Ganzen, im Dienst an der Menschheit und an der stetigen Weiterentwicklung von Gesellschaft und Individuen. Das ist keine Willkürfreiheit. Man unterwirft sich einem Höheren. Damit sind wir bei einer weiteren Abgrenzung: Die Erlösung durch Kriya Yoga geschieht nicht im luftleeren Raum.
Yogani: „Der Guru ist in dir“
Yogani hat vor allem die Techniken präsentiert. In jeder seiner Lektionen steht am Ende der Satz: „Der Guru ist in dir.“ Das ist eine gute Ansage. Man braucht keinem äußeren Guru nachzulaufen und kann alles aus sich selbst herausholen. Wer das „Müssen“ meidet, wie es im Coaching üblich ist, kann sagen: Man darf es aus sich selbst herausholen. Einen anderen Weg gibt es nicht.
Yogani lässt jedoch das Göttliche und den äußeren Guru weitgehend außen vor. Was er in seinen Lektionen bietet, sind Kriya-Yoga-Techniken, aber nicht der ganze Kriya Yoga. Zu diesem gehört eine Guru-Schüler-Beziehung, und auch das Göttliche hat darin einen Stellenwert.
Yogani eignet sich deshalb gut für Menschen, die mit Gott und einem äußeren Guru nichts anfangen können, weil sie Vorbehalte, Prägungen oder Vorurteile haben. Das ist verständlich: Über Gurus kursieren viele krude Geschichten, denn nur schlechte Storys verkaufen sich gut. Viele sind dadurch so geprägt, dass sie gegen alles, was „Guru“ heißt, zunächst Abneigung empfinden.
Wer die fortgeschrittenen Yogapraktiken übt, also tiefe Meditation, Wirbelsäulenatmung, Tantra-Übungen und weitere Atem- und Geistesübungen, gewinnt dabei innere Kraft. Mit ihr kann man sich auch den anderen Bereichen des Kriya Yoga öffnen: der Beziehung zu einem Guru, innerlich wie äußerlich, und dem Göttlichen selbst.
Das Göttliche: Quelle, Zentralsonne und „The Hound of Heaven“
Das Göttliche ist das Verständnis des großen Zusammenhangs, der ohne dieses „Überding“ nicht auskommt. Wir nennen es Gott, aber auch Licht, Freiheit oder Quelle. Dafür gibt es tausend Namen. Es ist der Ursprung unseres Seins und zugleich das, was uns zu ihm zurückzieht. Manche sprechen vom großen Magneten der Zentralsonne.
Der englische Dichter Francis Thompson hat dieses Wirken in seinem Gedicht „The Hound of Heaven“ gefasst: Der „Jagdhund des Himmels“ verfolgt uns, treibt uns voran und zu Gott zurück. Paramahansa Yogananda hat das Gedicht eindrucksvoll rezitiert. Es ist ein Ohrenschmaus, und wer ein wenig Englisch kann, sollte sich auch den Text zu Gemüte führen, um zu verstehen, wie Gott wirkt.
Die drei Faktoren auf dem Weg: Eigenes Üben, Gnade und Guru
Im Kriya Yoga gibt es drei Faktoren, die uns weiterbringen:
- Das eigene Üben, das bei Yogani im Mittelpunkt steht.
- Die Kraft Gottes, im Christentum als Gnade bezeichnet. Dazu gehört das, was Jesus für uns getan haben soll. Das macht viel aus, ist aber nicht alles.
- Der Guru, innerlich wie äußerlich.
Im Kriya Yoga sagen wir: Wir müssen einen Beitrag leisten, um zu vervollständigen, was von uns gefordert wird. Ohne diesen Beitrag, den wir sinnvollerweise mit effektiven spirituellen Übungen wie dem Kriya Yoga leisten, sind bestimmte Entwicklungen nicht möglich. Damit ist nicht gesagt, dass Kriya Yoga das Einzige oder gar das Effektivste ist. Es mag etwas anderes geben, mir ist es nur nicht begegnet. Mir scheint, dass Kriya Yoga für die westliche Welt und den gewöhnlichen Menschen das Mittel der Wahl ist. (Das ist meine persönliche Einschätzung.)
Der innere und der äußere Guru
Der innere Guru ist teilweise das göttliche Selbst oder der Weg selbst. Beim äußeren Guru kann man unterscheiden:
- einen lebenden Guru,
- einen Guru, der die Erde schon verlassen hat,
- jemanden, der schon lange fort ist, wie Jesus. Auch ihn kann man als Guru ansehen und nutzen.
Von Jesus steht uns nicht nur das zur Verfügung, was in den vier kanonischen Evangelien steht, sondern auch Material aus den Apokryphen. Daneben gibt es neueres Material, nämlich Durchsagen von aufgestiegenen Meistern. Den „Kurs in Wundern“ kenne ich nicht aus eigener, tiefer Durcharbeitung. Mit der I AM Activity habe ich mich dagegen beschäftigt, und dort wurde den Menschen sehr reines Material gegeben. Heute gibt es vielfältige Materialien, die uns von höheren Mächten zur Verfügung gestellt werden. Auch darüber wirkt ein Guru, ebenso wie ein lebender Guru, wie viele es erfahren haben.
Muss ein Guru makellos sein?
Es ist im Grunde gar nicht nötig, dass der Guru ein tadelloser, reiner, verwirklichter Meister ist. Wichtig ist, dass er ein Kristallisationspunkt für unsere eigene Anstrengung ist, an dem wir die Dualität, in der wir leben, nutzbar machen können. Das kann auch eine eingebildete Vollkommenheit sein. Man braucht sich daher nicht über Menschen lustig zu machen, die einem vermeintlichen Guru oder Heiligen nachlaufen. Entscheidend ist, was man selbst daraus macht.
Es mag viele falsche Gurus geben, aber man kann überall etwas lernen. Wer eine Zeit lang bei einem Guru ist und etwas lernt, muss nicht für immer bleiben. Bei den großen Gurus wie Jesus oder Yogananda kann es sein, dass man immer dabei bleibt. Bei kleineren Gurus, also Lehrern in diesem Sinne, reicht es, mitzunehmen, was man mitnehmen kann, und dann zum nächsten zu gehen. Mit der Zeit gewinnt man durch diese Erfahrungen ein Gespür dafür, was wirklich hinter den Personen steckt. Man kann besser beurteilen, und jeder bleibt für seine Entscheidungen verantwortlich.
Warum man die Religion irgendwann verlassen muss
Eine Religion gibt zwar alles vor, aber am Ende muss man auch dort selbst zu einem Urteil kommen. Solange man in einer Religion ist, bietet sie ein Gehege, das schützt und anleitet. Für wirkliche Fortschritte muss man aus ihr heraustreten und eigene Übungen machen.
Es gibt auch innerhalb der Religionen Übungen und Heilige. Ich sehe darin jedoch großteils Menschen, die geschickt wurden, um andere anzuleiten. Es sind Diener Gottes, die freiwillig dabei helfen, die Leute bei der Stange zu halten. Das ist wichtig. Richtigen Fortschritt macht man aber, wenn man sich selbst auf den Weg macht und alles hinterfragt. Man kann nicht alles untersuchen, aber man muss „rotieren“ und sich vieles angehört haben. Dann findet man den eigenen Weg und ist selbst dafür verantwortlich, wie gut er ist.
Die Gewichtung: 50 % Gnade, 25 % Guru, 25 % eigene Anstrengung
Welche Gewichtung haben die drei Bestandteile? Yogananda nennt dazu Zahlen. Sie wirken scharf, ich würde sie aber als grobe Orientierung nehmen:
| Faktor | Anteil |
|---|---|
| Gnade Gottes (das Göttliche, der Zentralmagnet) | 50 % |
| Hilfe des Gurus (übernimmt womöglich etwas von unserem Karma, zeigt uns etwas, hilft auf verschiedene Weise) | 25 % |
| Eigener Beitrag | 25 % |
Ohne diese 25 % sind bestimmte Entwicklungen nicht möglich. Wer in einer Religion ist, kann auf einer Entwicklungsstufe stehen, auf der eigenes Üben noch nichts bringt. Für diesen Abschnitt kann man dann sogar sagen, dass es 100 % Gnade Gottes sind. Absolut gilt das aber nicht, denn irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich selbst aufraffen und Übungen machen muss. An diesem Punkt kommt der Kriya Yoga ins Spiel.
Gurus sind etwas Normales
Ein Guru ist auch nötig. Alle Religionen haben einen Guru, einen Gründer oder eine Heilsgestalt: Buddha im Buddhismus, Mohammed im Islam, Jesus bei den Christen, Moses bei den Juden. Auch die Propheten sind im Grunde Gurus. Das ist etwas ganz Übliches, auch wenn es oft verschrien wird, als sei es etwas Gefährliches.
Natürlich gibt es Qualitätsunterschiede, und man sollte kritisch sein. Man ist selbst dafür verantwortlich. Mit dem Thema muss man sich aber befassen. Selbst wenn man an einen „schlechten“ Guru gerät, kann man lernen, vielleicht sogar am meisten. Es ist nichts zu verdammen.
Die Erde als Schulgebäude
Wir sind hier in einem großen Schulgebäude. Die Erde ist ein Schulhaus mit verschiedenen Klassen, durch die wir uns hindurchbewegen. Wir haben viele Hilfestellungen, vieles ist nötig, nichts geschieht ohne Sinn. Sehr wichtig sind dabei auch die Kriya-Yoga-Übungen.
Fazit: Kann man sich mit Kriya Yoga selbst erlösen?
Kriya Yoga ist ein sehr effektiver Weg, mit dem wir die letztendliche Erlösung erreichen können. Allein reicht er aber nicht. Es braucht auch das Göttliche selbst, die Quelle, den Zentralmagneten, der uns zu sich zieht. Und es braucht Lehrer, die das Ziel vorleben und an denen wir uns orientieren können. Sie haben auf unserem Weg immer wieder andere Rollen. Selbsterlösung im strengen Sinn ist es also nicht, wohl aber ein unverzichtbarer eigener Beitrag.
Hast du Fragen oder Themenwünsche für kommende Folgen? Schreib sie gern in die Kommentare. Wenn dir die Folge gefallen hat, lass ein Like da und abonniere den Kanal. Vielleicht kommst du auch einmal zu einer Kriya-Yoga-Einweihung. Je mehr Vorwissen du mitbringst, desto mehr nimmst du aus der Einweihung mit. Deshalb stelle ich diese Vorträge ins Internet: Jeder kann sich so vorbereiten. Hör dir gern auch die anderen Folgen an, es werden viele Fragen behandelt.
Hari Om Tat Sat. Alles Gute. Namaste.
Leicht überarbeitetes Transkript
Hallo, liebe Freunde des Kriya Yoga. Heute zur Frage: Kriya Yoga, kann man sich damit selbst erlösen?
Diese Frage geht zurück auf meine eigene Erfahrung. Aus den 90er Jahren noch. Damals habe ich im Domkurs zu Eichstätt mitgesungen. Da hatte ich dann Gelegenheit, weil Eichstätt eine alte Bischofsstadt ist. Eichstätt war ja im Mittelalter wichtiger als München. Aber heute hat sie zumindest noch einen Bischof.
In einem Gespräch hat damals der Bischof gesagt: Esoterik und alles, was außerhalb der katholischen Kirche ist, das ist dubios und führt in die Irre. Die wollen sich alle selbst erlösen und das geht nicht. Wir haben Jesus, der uns erlöst hat, oder Gott macht das.
Deshalb die Frage: Was wollen wir mit dem Kriya Yoga? Wollen wir uns damit erlösen, geht das überhaupt?
Es gibt ja auch im Bereich der Spiritualität Leute, die behaupten, dass Praxis überhaupt nicht nötig sei. Die normale menschliche Erfahrung spricht dagegen. Von nichts kommt nicht. Alles muss irgendwie erworben sein.
Wenn jemand sagt, was ist mit den Wunderkindern und den Genies, die scheinbar aus dem Nichts auftauchen in der Geschichte. Solche Leute hat man nicht leicht selbst als Bekannte. Aber es gibt solche in der Geschichte. Da wundert man sich doch, wo das alles herkommen soll.
Da kann man eben nur sagen, ohne Reinkarnation ist die Welt nicht erklärbar. Ohne Reinkarnation wäre die Welt höchst ungerecht. Und das alleine, es gibt noch viele andere Gründe oder Hinweise, Bestätigungen für die Reinkarnation,
aber das alleine würde eigentlich ausreichen, um Reinkarnation als etwas sehr Wahrscheinliches anzusehen, mit dem eigentlich jeder rechnen müsste. Gut, man kann natürlich anderes behaupten, aber das ist die Erklärung, die ich eben liefern kann, dass alles, was man auch spirituell erreicht, muss irgendwie erworben worden sein.
Und das fällt nicht vom Himmel, das geht nicht durch Shaktipat oder irgendwelches Lesen von Büchern. Das ist gerade der Unterschied von Spiritualität, von wahrer Spiritualität zu Gelehrtentum, wo der der Beste ist, der möglichst viel gelesen hat und schlagfertig ist, Argumente hat.
Bei der Spiritualität geht es um Verwirklichung. Das heißt, aus dem Inneren heraus die Kraft, die Intelligenz, die Energie zu produzieren, aufrecht zu erhalten, mit der man wirken kann und mit der man alles erschaffen kann, was man braucht, sei es Gesundheit, sei es Intelligenz, sei es Kraft, seien es irgendwelche Fertigkeiten.
Das muss man aus sich selbst herausholen und dazu sind viele Erfahrungen notwendig, natürlich nicht nur Meditation und spirituelle Übungen, aber ohne spirituelle Übungen und Meditation kommt man an einem gewissen Punkt nicht mehr weiter und da wendet sich dann das Selbst, das Individuum dann von alleine nach innen, das spürt es, das ist der normale Lauf der Zeit, dass es dann nur so weitergeht und dann muss man sich halt hinsetzen und praktizieren,
um gewisse Stufen zu erreichen, und wenn man die dann erreicht hat und dann in einem anderen Leben wieder geboren wird, dann kann es sein, dass es für Außenstehende so aussieht, als ob denen was geschenkt worden sei, dass die durch Shaktipat dann große Erweckungen erfahren.
Aber das ist alles nur unter der Voraussetzung möglich, dass wir in einer oder mehreren, wahrscheinlich sogar in vielen Inkarnationen intensiv praktiziert haben.
Also es heißt ja dass, um ein Individuum voma Anfang seiner Inkarnation bis zur Vollendung zu bringen, dass eine Million Inkarnationen nötig sind und davon werden wahrscheinlich einige Tausend im menschlichen Körper bestritten.
Da sind dann sicher viele dabei, in denen man auf dem religiösen oder spirituellen Pfad ist.
Der Unterschied zwischen Religion und Spiritualität: Bei der Religionen schließt man sich eine Gruppe an, die weitgehend vorgibt, wo es lang geht, was zu denken ist, was zu glauben ist, was zu tun ist.
Und bei der Spiritualität geht es dann darum, dass man seinen eigenen Weg sucht, dass man nicht mehr streng sich einem Weg unterwirft, dass man ständig auf der Suche ist, von verschiedenen Quellen Informationen, auch Übungen und Fertigkeiten, Stücke des Weges, den man zu gehen hat, übernimmt und damit arbeitet und so entstehen dann auch die individuellen Wege, deren es ja unendliche gibt, so viele wie Menschen.
Wenn man mal die Ebene des Religiösen verlassen hat, dann geht es individuell weiter. Das alles aufzuschlüsseln, das ist eine eigene Aufgabe.
Wir sind ja dabei, uns darüber zu unterhalten: Ist eine Selbsterlösung mit Kriya Yoga möglich?
Jetzt waren wir dabei: „Ist es überhaupt nötig, sich selbst zu erlösen?“
Da muss ich sagen: Es ist definitiv nicht anders möglich, als dass man spirituelle Übungen macht. Und aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass die Kriya Yoga Übungen etwas ganz Besonderes sind, gemacht für den Menschen von heute, der einerseits im Berufsleben, Familienleben steht, andererseits auch noch Zeit finden will, auf seinem spirituellen Weg weiterzugehen.
Da eignen sich diese Kriya Yoga Übungen besonders gut, weil sie sehr effektiv sind. Also den Zeiteinsatz, der ja immer knapp ist für Leute, die jetzt nicht ganz aussteigen aus der Gesellschaft, aus dem materiellen Leben, aus dem Familienleben, aus den Beziehungen.
Da ist Zeit immer ein kostbares Gut. Und um so effektiver man die Zeit einsetzen kann, desto besser ist dann ganz automatisch auch die Übungsweise oder der Weg, den man da gewählt hat, um vorwärtszukommen.
Also ganz klar die Aussage. Erlösung … Gut, was ist Erlösung, das ist jetzt noch einmal, die andere Frage. Das ist jetzt so eine Pauschalwendung, mit der Vieles und Nichts gesagt ist.
Aber gut man kann grob sagen, Erlösung ist die Befreiung aus den vielen Fesseln, denen wir mental, körperlich, spirituell und seelisch und emotional unterworfen sind.
Wir werden zu einem freien Menschen, der nicht mehr den Zwängen des Äußeren sich fügen muss, sondern der selbst vorgeben kann, sich Ziele setzen kann, die durchsetzen kann und natürlich im Sinne eines höheren Ganzen, dann agiert im Dienst an der Menschheit, zur stetigen Fortentwicklung der Gesellschaft, der Individuen.
So wird das normalerweise hinauslaufen, das ist dann keine Willkürfreiheit, sondern die Freiheit, man unterwirft sich einem Höheren und da sind wir dann auch bei einer weiteren Abgrenzung, also die Erlösung durch den Kriya Yoga, die geschieht jetzt nicht im luftleeren Raum.
Also Yogani zum Beispiel, der hat ja nur die Techniken präsentiert. Bei ihm heißt es: „Der Guru ist in dir“. In jeder Lektion, die er beendet, steht unten: Der Guru ist in dir.
Das ist eine gute Ansage, das ist auch wichtig, dass man versteht, dass man keinem äußeren Guru nachzulaufen braucht. Sondern dass man eigentlich immer alles aus sich selber herausholen kann.
Und letztendlich auch darf … Darf sagen ja die gecoachten Leute, die grundsätzlich kein „Muss“ mehr verwenden. Aber im Sinne des Dürfen sage ich, man muss es aus sich selber herausholen.
Es gibt keinen anderen Weg. Das ist eine gute Ansage von Yogani.
Aber er lässt eben das Göttliche und auch den äußeren Guru, den lässt er ganz außen vor. Das ist halt bei etwas Spirituelleren. Ich sage jetzt Spirituelleren, ich habe ja gesagt, einerseits ist Yogani, das was Yogani bietet, das sind Kriya-Yoga Techniken, in seinen Lektionen.
Andererseits ist es nicht der ganze Kriya Yoga aus dem Blickwinkel, dass beim Kriya Yoga eine Guru-Schüler-Beziehung dabei ist und dass auch das Göttliche einen gewissen Stellenwert hat.
Deswegen sage ich: Yogani ist gut für Leute, die eben mit Gott und äußerem Guru nichts anfangen können, die da irgendwelche Vorbehalte haben, Vorprägungen, Vorurteile und sich dann nicht trauen.
Man wird ja geprägt mit den vielen kruden Geschichten, die über Gurus im Schwange sind, also nur die schlechten Storys verkaufen sich gut und darum ist es auch das Übliche, das man viel Schlechtes gehört hat von Gurus und das dann viele über diese Indoktrination, die damit stattfindet, auch so geprägt sind, dass die Abneigung gegen alles was Guru ist erst einmal haben.
Erst wenn sie dann vielleicht durch das Üben von diesen Lektionen oder von diesen Übungen bei Yogani, bei den Fortgeschrittenen Yoga Übungen, also tiefen Mediation der Wirbelsäulenatmung, den Tantra-Übungen, den sonstigen Atem- und spirituellen Übungen. Dann die innere Kraft soweit gewinnen, dass sie sich auch öffnen können, den anderen Bereichen des Kriya-Yoga, der Beziehung zu einem Guru innerlich, äußerlich und auch dem Göttlichen selbst.
Denn das Göttliche ist nur das Verständnis des ganzen großen Zusammenhanges, der ohne dieses Überding, das wir Gott nennen, das man aber Licht, die Freiheit, die Quelle nennen kann. Es gibt ja tausend Name dafür.
Es ist der Ursprung unseres Seins und das, was uns zu ihm zurückzieht.
Manche nennen das auch der große Magnet der Zentralsonne. Ein englischer Dichter war es, glaube ich, Thompson, der hat es „The Hound of Heaven“, der Hund Gottes, der uns verfolgt und uns vorantreibt, uns zu Gott zurücktreibt und da gibt es auch ein schönes Gedicht, das er verfasst hat, und das hat Yogananda auch sehr gut rezitiert.
Also eine Augenweide oder ein Ohrenschmaus, das sich anzuhören und wenn man ein bisschen Englisch kann, auch den Text dann mal sich zu Gemüte zu führen, das ist ganz gut in Hinblick darauf, wie Gott eigentlich wirkt.
Also es gibt beim Kriya Yoga eben die drei Faktoren, die uns weiterbringen. Nicht nur das eigene Üben, wie das bei Yogani im Mittelpunkt steht, sondern es ist auch die Kraft Gottes, die beim Christentum als Gnade dann bezeichnet wird, das, was Jesus für uns getan hat, der soll uns ja befreit haben. Das macht natürlich sehr viel aus, aber es ist eben nicht alles.
Beim Kriya Yoga sagen wir, wir müssen einen Beitrag leisten, um das zu vervollständigen, was von uns gefordert wird und ohne unseren eigenen Beitrag, den wir sinnvollerweise mit effektiven Übungen machen, spirituellen Übungen wie zum Beispiel Kriya Yoga, wobei nicht gesagt ist, dass Kriya Yoga das einzige ist oder überhaupt das Effektivste, es mag sein, dass es noch was anderes gibt, nur mir ist eben das nicht vorgekommen und es scheint mir auch so, dass der Kriya Yoga speziell für die westliche Welt, für den gewöhnlichen Menschen das Mittel der Wahl ist, um spirituell weiterzukommen.
Also wir haben das Element des Göttlichen, in der Form von Gnade, der Zentralsonne oder überhaupt der Kraft, die wir nutzen können, die in uns fließt, die uns zurückzieht, die den Weg eigentlich schon bezeichnet.
Aber dann kommt noch als drittes Element, das hinzu, was der äußere Guru genannt werden kann. Der innere Guru ist teilweise das göttliche Selbst oder der Weg selbst, ein äußerer Guru, da kann man dann auch wieder unterscheiden, ein lebender Guru, ein Guru, der schon die Erde verlassen hat oder jemand, der eben schon lange weg ist, wie zum Beispiel Jesus, Jesus kann man auch als Guru bezeichnen oder ansehen, ihn so nutzen.
Das sind ja nur Hilfestellungen im Grunde. Von Jesus ist ja nicht nur das auf uns gekommen oder für uns steht bereit, was in den Evangelien, ob das jetzt nun diese vier kanonischen Evangelien sind oder auch die Apokryphen, die also nicht aufgenommen wurden oder nicht so im Mittelpunkt stehen. Es ist viel Material von damals auf uns gekommen.
Aber es gibt auch neueres Material, Durchsagen von aufgestiegenen Meistern, wobei natürlich dann Jesus auch nicht der Einzige ist. Dann gibt es den „Kurs in Wundern“, den ich jetzt aus eigener Erfahrung von tiefer Durcharbeitung nicht kenne. Ich habe die I AM-Activity, wo auch sehr reines Material den Menschen gegeben wurde.
Es gibt vielfältige Materialien heutzutage, die von höheren Mächten uns zur Verfügung gestellt werden. Das ist einmal die Möglichkeit, also dieses Material darüber wirkt natürlich auch ein Guru, um uns zu helfen auf dem Weg oder auch ein lebender Guru, wie das viel erfahren haben. Also eine Beziehung zu einem göttlichen Wesen oder vermeintlich göttlichen Wesen.
Es ist aber im Grunde gar nicht nötig, dass der Guru der wirklich tadellose und reine und verwirklichte Meister ist. Das Wichtige ist, dass er einen Kristallisationspunkt für unsere eigene Anstrengung darstellt, an dem wir die Dualität, in der wir leben, für uns nutzbar machen können.
Das kann eine eingebildete Vollkommenheit sein und darum braucht man sich auch nicht dann mokieren oder lustig machen über Leute, die einen vermeintlichen Guru oder Heiligen dann nachlaufen. Das Wichtige ist, was man selbst daraus macht, wie man ihn nutzt.
Es mag viele falsche Gurus geben. Aber man kann überall etwas lernen. Es heißt ja nicht, wenn man bei einem Guru einmal eine Zeit lang ist und etwas lernt, dass man immer bei ihm bleiben muss. Bei den großen Gurus Jesus, Yogananda oder andere auch. Da kann es sein, dass man immer dabei ist, aber bei den kleineren Gurus, also Lehrern in dem Sinne, dort reicht es, wenn man das abgreift, was man abgreifen kann und dann geht man zum nächsten
und dann gewinnt man ja auch im Laufe der Zeit oder aufgrund dieser Erfahrungen mit verschiedenen Lehrern ein gewisses Gespür, eine Fertigkeit dann auch zu sehen oder zu erkennen, was wirklich hinter den Personen steckt.
Dann kann man damit natürlich auch besser beurteilen und jeder ist verantwortlich für seine Entscheidungen auch diesbezüglich. Das ist das: Wir haben die Religion verlassen, wobei man Religion auch sagen muss, da wird zwar alles vorgegeben, aber im Endeffekt muss man auch dorthin kommen, das selbst zu beurteilen, und solange man doch in einer Religion ist, ist das ein Gehege, das einen Schutz gibt, das einen anleitet.
Aber um wirkliche Fortschritte zu machen, muss man heraustreten aus der Religion und muss man eigene Übungen machen. Gut, es gibt innerhalb der Religionen natürlich auch Übungen. Es gibt auch die Heiligen dort. Aber da würde ich sagen, das sind großteils eben Menschen, die dahin geschickt wurden, um andere anzuleiten. Das sind Diener Gottes, die das auch dann freiwillig machen, um die Leute bei der Stange zu halten.
Das ist auch wichtig. Aber richtigen Fortschritt macht man, wenn man sich selbst auf den Weg macht, alles infrage stellt, alle Religionen abklappert, viele der anderen Angebote … Also, man kann nicht alles abklappern oder untersuchen, aber man muss rotieren. Man muss sich vieles angehört haben und dann muss man seinen eigenen Weg finden und dann ist man auch dafür verantwortlich, wie gut der Weg ist.
Das Thema habe ich jetzt so weit umrissen, dass Kriya Yoga ein Weg ist, mit dem wir die letztendliche Erlösung erreichen können, und es ist ein sehr effektiver Weg, obwohl Kriya Yoga nicht das einzige ist, was dazu nötig ist.
Ich würde sagen, es ist auf jeden Fall noch das Göttliche selbst, die Quelle, der Zentralmagnet, der uns hinzieht, zu sich selbst. Das Göttliche ist nötig und es sind auch Lehrer nötig, die das vorleben, an denen wir uns ein Beispiel nehmen können.
Auf unserem Weg haben die immer wieder andere Rollen zu erfüllen, diese sind nötig und wenn man jetzt wissen will, welche Gewichtung und welchen Rang diese drei Bestandteile haben?
Dazu sagt Yogananda, es sind zwar scharfe Zahlen, aber ich würde sagen, so ungefähr kann man sich danach richten: 50 Prozent ist die Gnade Gottes, also das Göttliche der Zentralmagnet, der uns zu sich anzieht und 25 Prozent macht die Hilfe des Gurus aus, der ja möglicherweise etwas von unserem Karma übernimmt, der uns etwas zeigt, der uns Hilfestellungen in verschiedener Weise gibt.
Dann sind noch 25 Prozent das, was wir selbst einbringen müssen und ohne das, dass wir 25 Prozent einbringen, sind bestimmte Entwicklungen eben nicht möglich.
Wenn man in einer Religion ist, dann ist man vielleicht gar nicht fähig auf dieser Stufe der Entwicklung, dass einem eigenes Üben etwas bringt. Dann kann man sogar sagen, dass 100 Prozent Gnade Gottes dann auch tatsächlich für den Abschnitt der Entwicklung, auf dem man sich befindet, da sogar zutreffen.
Aber absolut kann man das sicher nicht sagen. Denn irgendwann kommt der Punkt, wo man sich selbst aufraffen muss, selbst Übungen machen muss. Zu diesem Zeitpunkt kommt der Kriya Yoga ins Spiel.
Ein Guru ist natürlich auch nötig. Aber alle Religionen haben ja einen Guru, einen Gründer, eine Heilsgestalt, ob das jetzt beim Buddhismus der Buddha ist, beim Islam der Mohammed, bei den Christen Jesus oder bei den Juden Moses oder andere Gestalten.
Die ganzen Propheten sind ja auch im Grunde Gurus. Also das ist etwas ganz was Übliches. Es wird immer so verschrien, wie wenn das etwas ganz was Gefährliches sei.
Es gibt natürlich Unterschiede in der Qualität von Gurus. Wie man damit fährt, kritisch sollte man natürlich sein. Man ist selbst dafür verantwortlich.
Aber es ist nötig, sich damit zu beschäftigen, und wenn man auch auf einen schlechten Guru, in Anführungszeichen schlechten Guru trifft. Auch dort kann man lernen. Vielleicht lernt man da auch sogar am meistens oder relativ am meisten.
Es ist nichts zu verdammen. Wir sind hier in einem großen Schulgebäude. Die Erde ist ein Schulgebäude mit verschiedenen Klassen, durch die wir und hindurch bewegen.
Wir haben viele Hilfestellungen. Da ist vieles nötig, nichts ohne Sinn und sehr wichtig sind eben auch die Kriya Yoga Übungen. Ich glaube, jetzt ist das Thema so weit durch.
Ihr könnt ja auch Fragen stellen, kommentieren, welche Themen noch behandelt werden sollen von mir. Wenn das euch gefallen hat, dann lasst bitte ein Like da, abonniert den Kanal und kommt vielleicht auch zu einer Einweihung, Kriya Yoga Einweihung.
Hört euch die anderen Podcasts noch an. Es werden viele Fragen behandelt. Da gibt es sehr viel, womit ihr euch vertraut machen könnt, bevor ihr einmal eine Einweihung mitmacht.
Das ist natürlich sehr sinnvoll. Je mehr Vorwissen ihr mitbringt, desto mehr holt ihr natürlich aus der Einweihung heraus. Ganz klar, deswegen werden von mir ja auch diese Vorträge ins Internet gestellt, dass jeder damit schon ein bisschen Eindrücke sammeln kann und sich vorbereiten kann.
Hari OM, Tat, Sat. Alles Gute. Namaste.
Der heutige Song stammt wieder dem Album „Oh Yogananda, Himalaya des Kriya“
Der 15. Song daraus:
Oh Yogananda, Himalaya des Kriya – bedroom pop II
O Yogananda—Himalaya des Kriya,
ein stiller Strom der Weisheit.
Nicht für den Ruhm, nicht für den Lärm,
kamst du mit klarem Blick.
Du sprachst: „Prüf selbst, sei still, sei wach“—
und gabst selbst das strahlende Beispiel.
Atem wird tief,
Unruhe schwindet.
Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahrung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.
Mit deinem Buch öffnetest du ein Tor,
ein Funke gegen das Vergessen.
Und Menschen fanden Mut im Stillsein,
wo sie nur Lärm besessen.
Atem wird tiefer,
Wirbelsäule wird Straße
Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahrung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet,
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.
Ost und West—kein Streit der Formen:
ein Herz, ein Ton, ein stilles Ja.
Wo Liebe übt, wird Grenze weich,
und Gott wird Gegenwart.
Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahrung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet,
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.
Der stille Strom bleibt—
im Atem, im Herzen, im Licht.
Jaya Yogananda.
Jaya Yogananda.
Jaya Yogananda.