Zusammenfassung
In dieser Folge setzt du deine Besprechung der Bücher aus Yoganis FYÜ-Erleuchtungsreihe / Advanced Yoga Practices Enlightenment Series fort. Nach Tiefer Meditation, Wirbelsäulenatmung und Tantra geht es diesmal um den vierten Band: „Asanas, Mudras und Bandhas“.
Ein zentrales Thema ist die Frage, welchen Stellenwert Asanas im Yoga und speziell im Kriya Yoga haben. Du stellst dem verbreiteten westlichen Bild von Yoga als vorwiegend körperlicher Praxis Yoganis Ansatz gegenüber. In seinem System kommen zunächst Tiefe Meditation und Wirbelsäulenatmung; Asanas werden erst später als eigenständiges Thema behandelt. Für dich zeigt diese Reihenfolge, dass Körperstellungen zwar hilfreich sind, aber nicht den Kern des Yoga ausmachen.
Auch Paramahansa Yoganandas System ziehst du zum Vergleich heran. In seinen Lehrbriefen standen nicht klassische Asanas, sondern die Energetisierungsübungen als körperliche Vorbereitung auf Meditation im Vordergrund. Gleichzeitig erwähnst du Bilder, auf denen Yogananda durchaus anspruchsvollere Asanas unterrichtet. Daraus leitest du ab, dass Körperstellungen für ihn durchaus einen Wert hatten, jedoch nicht die zentrale Stellung einnahmen.
Du schilderst außerdem deine eigene Entwicklung: Seit den 1980er-Jahren warst du durch die SRF mit Kriya Yoga vertraut. Als du 2008 zu Yoga Vidya kamst, begegneten dir Sanskritbegriffe wie Muladhara, Svadhisthana, Manipura, Anahata, Vishuddha, Ajna und Sahasrara sowie Techniken wie Mula Bandha wesentlich stärker. Beim späteren erneuten Lesen von Yoganandas Lehrbriefen stelltest du fest, dass vieles dort durchaus vorkam, aber weniger stark hervorgehoben wurde.
Darin siehst du einen besonderen Wert von Yoganis Ansatz: Er konzentriert sich einerseits auf wenige zentrale Übungen, öffnet andererseits aber ein breites Spektrum traditioneller Yogatechniken. Seine zahlreichen Haupt- und Tantra-Lektionen behandeln neben Meditation und Pranayama unter anderem Asanas, Mudras, Bandhas, Ernährung, Selbstanalyse und Yogaschriften.
Im weiteren Verlauf erklärst du einige Bandhas und ihre Funktion als energetische „Verschlüsse“. Zur Sprache kommen Jalandhara Bandha, Mula Bandha, Uddiyana Bandha und Vajroli Mudra. Yogani beschreibt, wie solche Techniken beispielsweise mit der Wirbelsäulenatmung kombiniert werden können.
Besonders wichtig ist für dich das Kechari Mudra, bei dem die Zunge in Richtung Nasenrachenraum geführt wird. Es lässt sich nach deiner Darstellung gleichzeitig mit Wirbelsäulenatmung, Tiefer Meditation, Hong-Sau oder OM-Meditation praktizieren und benötigt daher keine zusätzliche Übungszeit. Du verbindest Kechari mit einer stärkeren Konzentration und Energielenkung zum Ajna Chakra.
Danach weitest du den Blick aus. Durch Automatisierung und künstliche Intelligenz werde künftig möglicherweise mehr Zeit für innere Entwicklung frei. Yoganis umfassendes und modernes System erscheint dir deshalb besonders zeitgemäß. Seine Themenbücher bieten konzentrierte Darstellungen, während die vollständigen Lektionen ein noch breiteres Spektrum enthalten. Beides ergänzt sich aus deiner Sicht.
Im letzten Teil sprichst du über Moksha, spirituelle Entwicklung und unterschiedliche Entwicklungsstufen der Menschen. Du verwendest das Bild einer natürlichen Metamorphose: Menschen befänden sich auf verschiedenen Stufen eines langen Entwicklungsweges, möglicherweise über viele Inkarnationen hinweg. Yoga und Kriya Yoga seien gegenwärtig noch Minderheitenwege, könnten aber in späteren, „lichteren“ Zeitaltern eine größere Rolle spielen.
Abschließend ordnest du Yogani als modernen Vermittler traditioneller indischer Techniken ein. Er habe diese Methoden nicht erfunden, sondern gesammelt, erprobt und in einem modernen, teilweise als Open-Source-System verstandenen Rahmen aufbereitet. Du verweist außerdem auf das englische AYP-Forum sowie auf Yoga Vidya als Ort, an dem solche Bücher und verschiedene spirituelle Traditionen zugänglich sind.
Strukturiertes Transkript
Asanas, Mudras und Bandhas – Yoganis vierter Band der FYÜ-Erleuchtungsreihe
Ein Blogartikel zur Fortsetzungsreihe „Kriya Yoga Podcast Deutsch“
Einleitung: Die FYÜ-Erleuchtungsreihe im Überblick
In der Reihe der Buchbesprechungen zu Yoganis „Fortgeschrittenen Yoga-Übungen“ (FYÜ), der sogenannten Erleuchtungsreihe (im Original: Advanced Yoga Practices Enlightenment Series), widme ich mich heute dem vierten Band: „Asanas, Mudras und Bandhas“.
Insgesamt umfasst die Erleuchtungsreihe elf Bücher. Sie sind aus Yoganis umfangreichem Lektionswerk hervorgegangen – ursprünglich veröffentlichte er zwei große Sammelbände, erkannte dann aber offenbar, dass viele Leser einen leichteren Einstieg brauchen. So entstanden die schlankeren Themenbände mit jeweils etwa 110 Seiten, die einzelne Aspekte der Praxis vertiefend behandeln. Bereits besprochen habe ich die Bände zu Tiefer Meditation, zur Wirbelsäulenatmung (Pranayama) und zu Tantra. Heute folgt der vierte Band zu Körperhaltungen, Handhaltungen und energetischen Verschlüssen.
Warum Asanas im Kriya Yoga eine untergeordnete Rolle spielen
Schon an der Reihenfolge der Bücher lässt sich ablesen, welchen Stellenwert Yogani den Asanas in seinem System einräumt: einen eher nachrangigen. Das steht im deutlichen Gegensatz zum westlichen Alltagsverständnis von Yoga, das körperliche Verrenkungen und Stellungen – vielleicht ergänzt um ein gemurmeltes „Om“ – mit der gesamten Yogapraxis gleichsetzt.
Yogani tritt dieser verengten Vorstellung bewusst entgegen. Sein Anliegen: Yoga umfasst weit mehr als Körperhaltungen – und diese sind innerhalb des Gesamtsystems sogar ein eher untergeordneter Teil. Im Rahmen des Kriya Yoga, dem Yogani zuzurechnen ist, wird dieser Teil streckenweise fast vernachlässigbar. Paramahansa Yogananda etwa lehrte in seinem ursprünglichen System, den Lehrbriefen der Self-Realization Fellowship (SRF), keine klassischen Asanas, sondern Energetisierungsübungen als Vorbereitung für die Meditation.
Dass Körperhaltungen für Yogananda dennoch nicht bedeutungslos waren, zeigen historische Aufnahmen, auf denen er seinen Brahmacharis anspruchsvolle Asanas wie den Lotussitz oder den Pfau lehrt. Ihre zentrale Stellung erhalten sie im Kriya Yoga jedoch nicht: In Yoganis über 400 bis 500 Lektionen tauchen Asanas erst in Lektion 70/71 als eigenständiges Thema auf – nachdem die zentralen Techniken der Tiefen Meditation und der Wirbelsäulenatmung bereits ausführlich vermittelt wurden.
Eine persönliche Beobachtung: Vom SRF-Kriya zu Yoga Vidya
Ich selbst habe in den 1980er-Jahren über die SRF-Lehrbriefe mit dem täglichen Kriya-Yoga begonnen. Erst 2008, als ich zu Yoga Vidya kam, begegneten mir Begriffe wie Mulabandha oder die Sanskrit-Namen der sieben Chakren – Muladhara, Svadhisthana, Manipura, Anahata, Vishuddha, Ajna und Sahasrara – als zentrale, wiederkehrende Themen. Zunächst wirkten sie fremd auf mich.
Erst als ich später die Kriya-Lehrbriefe noch einmal durchging, fiel mir auf: Diese Begriffe waren durchaus auch bei Yogananda gefallen – allerdings so beiläufig, dass sie in meinem Bewusstsein über die Jahre der Praxis in den Hintergrund getreten waren. Die eigentlichen Kriya-Techniken kommen schlicht ohne diese Terminologie aus.
Das erklärt auch, warum Mudras und Bandhas im klassischen Drei-Tage-Einweihungsformat des Kriya Yoga kaum Raum finden – mit einer bemerkenswerten Ausnahme: dem Mahamudra, der fester Bestandteil der Einweihung ist und ausführlich gelehrt wird.
Yoganis Beitrag: Erweiterung statt Ersatz
Der besondere Wert von Yoganis Werk liegt gerade darin, dass er das Themenspektrum des Kriya Yoga erheblich erweitert. In seinen mehreren hundert Lektionen (inklusive der Tantra-Lektionen) werden praktisch alle Aspekte des klassischen Yoga behandelt: Selbstanalyse, Ernährung, verschiedene Lehrer und Traditionen, Textstudium und vieles mehr.
Auch die Asanas kommen bei ihm gleich zweimal vor – einmal in Lektion 71 als Grundausstattung, ein zweites Mal in Lektion 383 als Erweiterung. Zusätzlich bietet er ein verkürztes „Notfall-Set“ für Situationen mit wenig Zeit.
Die vier Bandhas
Yogani behandelt außerdem die vier klassischen energetischen Verschlüsse (Bandhas):
- Jalandhara Bandha – der Verschluss im Kehlbereich
- Uddiyana Bandha – der Verschluss im Nabelbereich
- Mula Bandha – der unterste Verschluss (Sakralbereich)
- Vajroli Mudra – der Verschluss im Bereich der Sexualorgane, der zugleich als Haltung und als Energieverschluss wirkt
Diese Techniken lassen sich gezielt in andere Übungen einbauen – etwa in die Wirbelsäulenatmung –, und Yogani gibt in „Asanas, Mudras und Bandhas“ detaillierte Anleitungen dazu.
Kechari Mudra – die wichtigste Mudra
Besondere Aufmerksamkeit widmet Yogani dem Kechari Mudra, dem Hinaufschieben der Zunge in den Nasenrachenraum. Diese begleitende Übung lässt sich parallel zu praktisch jeder anderen Technik ausführen – bei den Asanas, bei der Wirbelsäulenatmung, bei der Tiefen Meditation oder auch bei der Hong-Sau-Konzentrationsübung beziehungsweise der Om-Meditation, wie sie in der SRF gelehrt wird. Kechari Mudra erleichtert dabei den Energiefluss zum Ajna Chakra und gilt deshalb als besonders wirksame Ergänzung.
Auch dieser Begriff findet sich, wie ich beim erneuten Studium der Lehrbriefe feststellte, bereits bei Yogananda – dort jedoch ohne die besondere Betonung, die Yogani ihm gibt, weshalb er mir über die Jahre entfallen war.
Ein hilfreiches Beiwerk für die vertiefte Praxis
Mudras und Bandhas sind kein Ersatz für die zentralen Kriya-Techniken, sondern ein bereicherndes Beiwerk für alle, die tiefer einsteigen möchten. Gerade in der heutigen Zeit, in der Automatisierung und künstliche Intelligenz vielen Menschen Zeit freisetzen, wird der Raum für eine vertiefte spirituelle Praxis größer.
Wer sich intensiver mit dem Stoff beschäftigen möchte, kann alternativ direkt die entsprechenden Lektionen lesen (Lektion 10 bis 430 sowie die Tantra-Lektionen 1 bis 80). Die Bücher der Erleuchtungsreihe konzentrieren sich thematisch und vertiefen an einzelnen Stellen, während die Lektionen selbst ein breiteres Stoffgebiet abdecken. Beide Zugänge ergänzen sich gut.
Empfehlung: Das Buch „Asanas, Mudras und Bandhas“ von Yogani ist – wie die Bände zuvor – eine klare Empfehlung für alle, die im Kriya Yoga tiefer einsteigen möchten. Erhältlich unter anderem in der Bibliothek und im Shop von Yoga Vidya.
Ein Gedanke zum Schluss: Entwicklungsstufen des Lebens
Der spirituelle Pfad, das aktive Betreiben der eigenen Befreiung (Moksha), ist letztlich das Zentrale im menschlichen Leben – auch wenn die meisten Menschen davon noch weit entfernt sind. Das ist kein Widerspruch, sondern entspricht einem natürlichen Muster: So wie sich in der Natur aus Raupen irgendwann Libellen entwickeln, durchlaufen auch Menschen über viele Inkarnationen hinweg unterschiedliche Reifegrade. Ein sinnvolles Leben auf der Erde braucht gerade das Nebeneinander verschiedener Entwicklungsstufen, die sich gegenseitig ergänzen, unterstützen und lehren.
Deshalb ist der Andrang zu Kriya-Yoga-Veranstaltungen heute noch überschaubar – doch mit dem Übergang in lichtere Zeitalter (Treta- und schließlich das Goldene Zeitalter) wird sich das nach meiner Überzeugung ändern.
Leicht überarbeitetes Transkript
Liebe Freude des Kriya Yoga. Heute wieder eine Fortsetzung in der Reihe der Besprechung der Bücher Yoganis, die Fortgeschrittenen Yoga Übungen (FYÜ)-Leuchtungsreihe. Aus dieser Reihe gibt es 11 Bücher, die aus den Lektionen Yoganis gemacht wurden oder Yogani hat die selber gemacht.
Er hat zuerst das große Buch veröffentlicht. Zuerst einen Band, später noch einen zweiten Band dazu und hat dann wahrscheinlich gemerkt, dass die Leute etwas Kleineres brauchen, etwas Kleineres mit dem sie sich beschäftigen können, nicht so Riesen-Schmöker, mit denen die Leute erschlagen werden. Und darum hat er die Themenbände dann daraus gezogen, jeweils so 110 Seiten und die machen die FYÜ-Erleuchtungsreihe oder Advanced Yoga Practices Enlightenment Series aus.
Ich habe bereits besprochen, das Thema Tiefe Meditation, das Pranayama der Wirbelsäulenatmung, Tantra und jetzt kommt der vierte Band „Asanas, Mudras und Bandhas“. Es hat auch noch einen Untertitel, fällt mir gerade nicht ein, blende ich aber ein.
Da sieht man auch gleich an der Reihenfolge der Bücher, welche Gewichtung die Asanas im System von Yogani haben. Also im Yoga der westlichen Prägung, der Allerwelts-Yoga, der jedem bekannt ist, Yoga sind Verrenkungen des Körpers, verschiedene Stellungen und dann sagt man vielleicht noch OM und das ist dann der Yoga. Das ist aller Yoga, den es gibt für die meisten Menschen.
Aber Yogani ist auch angetreten eben mit dieser falschen Vorstellung oder mit der irrigen Vorstellung aufzuräumen. Also er will, dass die Leute verstehen, dass der Yoga sich um mehr kümmert, also mehr beinhaltet als diese Körperstellung und nicht nur das, nicht nur, dass er noch mehr hat, sondern dass die Körperstellung im Grunde ein recht untergeordneter Part des gesamten Yogas sind.
Ein nachrangiger, unwichtigerer Teil des Yoga und im Rahmen des Kriya Yoga, in dem Yogani ein Vertreter ist, ist es teilweise sogar ein vernachlässigbarer Part. Denn Yogananda in seinen Lehrbriefen, in seinem System, das ursprünglich gelehrt wurde, da wurden keine Yoga-Stellungen, Asanas, gelehrt, sondern es wurden die Energetisierungsübungen vermittelt und die als die vorbereitenden Übungen für eine meditative Sitzung angesehen und auch so gelehrt.
Trotzdem, wie ich ja schon gesagt habe, auch in der SRF hat es Asanas gegeben. Es gibt ein Bild oder gibt mehrere Bilder wahrscheinlich, wo Yogananda relativ schwierige Asanas seinen Schülern, Brahmacharis, unterrichtet mit Lotussitz und Pfau, glaube ich, und verschiedene andere Sachen.
Da geht natürlich eindeutig daraus hervor, dass die Yoga-Stellungen auch für Yogananda ihren Wert hatten. Aber eben keinen besonders wichtigen. Im Rahmen von Yoganis System, den fortgeschrittenen Yoga-Übungen, da kommen die Asanas das erste Mal in der Lektion 70 oder 71, kommen die da als eigenständiges Thema und vorher sind halt die maßgeblicheren Techniken der Tiefen Meditation und der Wirbelsäulenatmung schon gelaufen und breitgetreten und auch schon einige Mudras und Bandas.
Mudras und Bandas ist auch etwas, was im Grunde im Rahmen des Kriya-Yogas weniger wichtig ist, weil man sich ja konzentrieren will auf die wesentlichen Merkmale, die man in relativ kurzer Zeit erlernt und dann praktiziert man die wichtigsten Übungen und hat dann neben seinem normalen weltlichen Leben die Möglichkeit, spirituelle Fortschritte zu machen damit.
Wenn man aber tiefer einsteigen will und die Zeit ist offensichtlich gekommen, also ich habe ja in den 80erJahren begonnen über die SRF, die Lehrbriefe, mir den Kriya-Yoga anzueignen und habe praktiziert täglich den Kriya-Yoga und dann bin ich im Jahr 2008 zu Yoga-Vidya gekommen und da spielten dann so Mulabandha und solche Sachen spielten dann plötzlich eine Rolle und die waren mir irgendwie fremd und auch die indischen oder Sanskrit Bezeichnungen für die Chakren das Muladhara, das Svaddistana, das Manipura, das Anahata, das Vishuddi, das Ajna und das Sahasrara Chakra. Die spielten dort eine wichtige Rolle, eine zentrale Rolle, die hörte man immer wieder und ich konnte mich da gar nicht mehr daran erinnern, dass ich die jemals gelesen habe oder gelernt habe.
Als ich dann später noch mal die Lehrbriefe oder zumindest die Kriya-Lehrbriefe durchgegangen bin, also die Lehrbriefe, in denen die Kriya-Techniken vermittelt werden, da ist mir dann auch aufgefallen, dass viele Begriffe, die ich da bei Yoga Vidya hörte, eben auch bei Yogananda gefallen sind, aber eben so nebenbei, ohne dass ich dem besondere Bedeutung beigemessen habe, weil die Übungen, die Techniken, die Kriya-Techniken ohne diese Bezeichnungen auskamen und so sind die bei mir im Bewusstsein irgendwie untergegangen in den 20, 30 Jahren, die ich mich beschäftigt habe. 20 Jahre waren es eigentlich nur.
Aber gut, man sieht, das spielt nur eine Nebenrolle, weil im Kriya Yoga, wenn man den in drei Tagen lernt in einer Einweihung, dann hat man da auch nicht viel Zeit, um auf die Spitzfindigkeiten wie Mudras und Bandhas einzugehen. Außer das Mahamudra, das wird ausführlich durchgenommen und ist Bestandteil des Kriya Yoga.
Aber diese vielen Arten von Spielereien, die man zum Beispiel bei Yoga Vidya auch lernt in verschiedenen Ausbildungen, das ist beim Kriya Yoga nicht so wichtig, weil man sich auf die zentralen Techniken konzentriert, die einfach zu erlernen sind und wenn man die regelmäßig macht, dann hat man sehr gute Fortschritte, braucht man vieles eben nicht.
Aber trotzdem: Bei Yogani, der Vorteil von Yogani als Kriya Yoga Lehre ist, dass er das Gebiet des Yoga für den Kriya Yoga auch ausweitet. In seinen 400 bis 500 Lektionen, wenn man die Tantra Lektionen mit hinzurechnet, dann sind da ziemlich alle Gebiete des normalen Yoga behandelt, alle möglichen Aspekte, also Selbstanalyse, Ernährung, verschiedene Lehrer, Lektüren von Yoga-Schriften, von Entwicklungen, sehr umfassend. Man braucht ja nur die Lektionen ein bisschen durchblättern, dann sieht man, also ein weites Themen-Spektrum.
Darunter fällt eben auch die Behandlung der Asanas, die mehrmals auftauchen, einmal in Lektion 71 und dann auch noch in 383, kommt noch eine Erweiterung der Asana-Reihe vor. Yogani bietet eine Grundausstattung, eine Asana Grundausstattung und dann auch noch einen verkürzten Notfallkit, glaube ich, wird der genannt, für die Asanas.
Dann bringt er eben noch die Bandhas zur Sprache, Bandhas. Bandh ist das Verschließen, Bandhas, die Verschlüsse, da gibt es vier grundlegende, eben den Verschluss im Kehlbereich, dann Verschluss im Nabelbereich, Verschluss im Sakral Chakra Bereich und der Verschluss dann auch noch des Sexualorganes und die heißen Bandhas, Jalandhara Bandha, dann Mula Bandha, das Unterste und das Uddiyana Bandha und das, wo das Sexualorgan dann mit betroffen ist, das ist das Vajroli Mudra.
Vajroli Mudra ist eine Haltung, eine Stellung, ist aber gleichzeitig eine Art von Verschluss, wenn man versucht, den Fluss der Energie nach außen eben damit auch zu kappen. Das sind Verschlüsse, die man einbauen kann in bestimmte Übungen. Yogani weist das an, wie man die Verschlüsse zum Beispiel in der Wirbelsäulenatmung einbauen kann, wann man die am besten einsetzt, jeweils in den Büchern, in „Asanas, Mudras und Bandhas“, ausführlich dann noch einmal.
So bekommt man eben über diesen Aspekt des Yoga, über die Mudras und Bandhas… Also die Mudras, das sind so Stellungen. Das Wichtigste ist das Kechari Mudra, das Hinaufschieben der Zunge in den Nasenrachenraum und das ist eine begleitende Übung, die man zusammen, synchron mit allen anderen Techniken, schon mit den Asanas kann man Kechari Mudra ausüben.
Man kann das Kechari Mudra bei der Wirbelsäulenatmung ausüben, man kann es bei der Tiefen Meditation oder alternativ, wie es in der SRF gelehrt wird, in der Konzentrationsübung Hong Sau oder in der OM Meditation ausüben, ohne dass zusätzlich Zeit notwendig ist. Das Kechari Mudra hilft uns, uns mehr auf das Ajna Chakra zu konzentrieren. Es erleichtert den Energiefluss zum Ajna Chakra und ist deswegen eine sehr hilfreiche und sehr wichtige Übung.
Auf die weist eben Yogani besonders hin. Mir war das irgendwie auch neu, als ich das gelesen habe bei Yogani. Aber dann, wie gesagt, als ich dann in den Lehrbriefen von Yogananda noch einmal zur Wiederholung mal nachgelesen habe, habe ich dann auch von Kechari Mudra gelesen, wobei das eben dort nebenbei gefallen ist, ohne dass dem eine besondere Funktion zugewiesen wurde. Darum habe ich das auch im Laufe der Jahre vergessen.
Aber gut, das ist eben ein sehr hilfreiches Beiwerk. Wenn man tiefer einsteigen will in den Kriya Yoga, sind diese Asanas, Mudras und Bandhas, ein hilfreiches Beiwerk, das man gerne nutzen kann und in der heutigen Zeit, wie ich ja gesagt habe, hat man mehr Zeit für so etwas.
Die Automatisierung, die Hilfe von Artificial Intelligence, also der künstlichen Intelligenz, das setzt Zeit frei. Wir können mehr Zeit des Tages auf so etwas verwenden, wenn wir so viel Stille in uns haben, dass wir überhaupt auf die Gedanken kommen, uns mit so etwas zu beschäftigen.
Aber tendenziell werden immer mehr Menschen dahin kommen, dass sie sich mit diesen Sachen beschäftigen und da kommt jetzt Yoganis Ansinnen oder seine Bücher, sein breites Spektrum von Wissen, von Übungen im Bereich des Kriya Yoga auch ganz gelegen.
Ganz zeitgemäß ist das und deswegen kann ich eben dieses Buch „Asanas, Mudras und Bandhas“ von Yogani auch nur empfehlen. Alternativ liest man die ganzen Lektionen durch. Es beginnt mit Lektion 10 bis Lektion 430 und die Tantra Lektionen von 1 bis 80 und dann hat man auch das Wissen weitgehend, was in den Büchern steht.
Also in den kleinen Büchern ist eben das konzentrierter, Themen bezogen und teilweise ist auch noch ein bisschen Vertiefung dabei, was man in den Lektionen nicht hat. Die Lektionen selbst sind natürlich breiter, das ist ein breiteres Stoffgebiet noch als in den kleinen Büchern vorkommt. Sie ergänzen sich im Grunde. Man tut nicht schlecht daran, wenn man beides genießt. Das kann ich nur empfehlen.
Auf dem spirituellen Pfad vorwärts zu kommen, das ist das Wichtigste, was man im Leben leisten kann, das Zentrale eigentlich das einzige, was eigentlich Bedeutung hat und alles Leben, alle Menschen sind eigentlich auf dem Weg, sich irgendwann einmal mit diesen Übungen zu beschäftigen, um ihre Befreiung, Moksha, aktiv zu betreiben.
Ja, das ist etwas ganz Natürliches im Grunde. Aber die meisten Menschen sind leider doch weit davon entfernt. Trotz allem, das ist eigentlich, das ist ganz natürlich, es schwappen halt die, die so weit sind heraus, das ist wie in der Natur. Dort gibt es auch Vergleiche da, wo die eine bestimmte Entwicklung dann durchgemacht haben, herausfallen aus dem Prozess und dann sich verflüchtigen.
Sagen wir mal, die Raupen, das kann man natürlich mit der Entwicklung von den Raupen zu Fliegen, also erst die Larven dann Raupen und dann entstehen daraus irgendwie Fliegen oder irgendwelche Libellen. Dort kann man das, glaube ich, gut verfolgen.
Da macht man eine Wandlung durch und da treten halt diejenigen, die reif genug sind, die machen die Entwicklung durch und verschwinden dann aus dem Bereich der Raupen, da sind dann die Raupen übrig und das andere ist dann die Libelle, die da herrum schwirrt.
So ist es auf der Erde auch, bei den Menschen. Wir tummeln uns, wir Menschen, so lange hier in vielen Inkarnationen, bis wir so weit sind, dass wir hier reif sind, ein anderes Entwicklungsstadium einzunehmen und uns in dem bewegen und um in diesem dann Erfahrungen zu machen.
So lange wir das nicht erreicht haben, tummeln wir uns halt wie in der großen Masse der Würmer auf dieser Erde herum. Das ist ganz klar, dass da einige früher anfangen als später und das ergänzt sich ja ganz gut.
Weil, um einen Organismus des Lebens, eines sinnvollen Lebens auf der Erde zu haben, ist es notwendig, dass ganz verschiedene Entwicklungsstufen von Leben vorhanden sind, die sich gegenseitig ergänzen, gegenseitig befüttern und lehren, unterrichten und auch unterstützen, dienen. Die einen mehr materiell, die anderen mehr geistig.
So ist es ein schönes Wechselspiel, was wir hier, wenn wir eine globale Sicht auf die Erde nehmen, auf das Leben, auf unser Leben, auf das Leben anderer Menschen, dann ist es ein schönes Zusammenspiel, wo alles seine Funktion hat.
Alles hat seinen Sinn, auch was uns so im kleinen individuellen Denken vorkommt, also irgendwie schlecht, bösartig, dürfte eigentlich nicht sein, „Wie kann Gott hier so etwas zulassen“, das hat alles seinen Sinn und ist gut und wir lernen daraus.
Deswegen, weil eben das Leben auf verschiedenen Stufen existiert und viele auf weniger bewussten, übungennahen Stufen sich befinden, deswegen gibt es den Andrang zu den Yoga-Veranstaltungen, zu den Kriya Yoga Veranstaltungen noch nicht.
Aber diese Zeit wird sich sehr wahrscheinlich ändern, wenn wir in die lichteren Zeitalter, also in das Treta, in das dritte Zeitalter und in das vierte Zeitalter, das goldene Zeitalter kommen, dann wird sich da vieles tun. Aber jetzt sind wir vielleicht noch ein bisschen Außenseiter, als diejenigen, die so etwas machen, praktizieren.
Aber wenn man mal eingestiegen ist, dann werden einem auch die „Asanas, Mudras und Bandhas“ von Yogani sehr gut weiterhelfen. Wobei natürlich das nur von der großen Fülle von Reichtum und Wissen und Praktiken, also im östlichen Kulturbereich, dort sind diese Übungen, die Yogani vorstellt, Standardtechniken, die natürlich nicht er hervorgebracht hat.
Er hat die gesammelt auf seinem Weg der spirituellen Forschung und hat diese zusammengestellt. Man kann die natürlich auch woanders lernen, vielleicht ein bisschen anders. Aber das, was Yogani uns serviert, das ist natürlich nur eine Aufbereitung dessen, was von Indien bewahrt wurde und jetzt der Welt so auf verschiedenen Wegen geschenkt wird und einer davon ist eben Yogani und der bereitet das relativ modern auf in einem sogenannten Open Source System, was vor allem aufs Englische zutrifft,
weil dort in den dazugehörigen Foren dann über diese Sachen diskutiert wird und verschiedene Menschen dann auch noch ihr Wissen beitragen. Also wenn man Englisch kann, dann ist es auch noch eine gute Bereicherung, sich da mal umzuschauen bei dem englischen Forum und vielleicht noch das, was zu diesen einzelnen Thematiken dann noch gesagt werden kann oder zusätzlich noch vielleicht dazugehört, das findet man dort dann.
Aber soweit jetzt zu diesem Buch. Der genaue Inhalt, ich habe das vor langer Zeit übersetzt, kann ich jetzt auch nicht sagen. Ich habe auch nicht mehr reingeschaut. Aber wen es interessiert, der besorge sich das Buch irgendwo, ich gibt es auch immer zur Yoga Vidya in die Bibliothek.
Dort wird es auch verkauft bei Yoga Vidya. Diese Bücher werden dort verkauft, die meisten davon und da kann man das im Shop dann auch lesen, wenn man dort einmal ist. Das kann ich nur empfehlen, Yoga Vidya als Sammelstation, als Treffpunkt aller spirituellen Kräfte in Deutschland.
Dort findet man sehr vieles und Gott sei Dank auch die Yogani Bücher. Das kann man dann damit verbinden, dann auch da in diese Bücher rein zu schauen, wenn man mal dort ist.
Zu Yoga Vidya habe ich ein eigenes Video gemacht. Vielleicht hört man da mal rein. Das ist eine sehr wichtige, eine sehr schöne Organisation, eine Bereicherung, ein Geschenk an Deutschland, an die Welt, an Europa, kann ich nur empfehlen, dort mal hinzugehen, öfter auch, das alles auszukosten, was dort zu bieten ist, vor allen Dingen auch die Möglichkeit des Mitarbeitens,
was noch ein ganz anderer Vorzug ist, was man sonst auch nirgends findet, so in anderen spirituellen Organisationen. Es ist jetzt ein bisschen bürokratischer geworden. Aber man kann zumindest dort sehr leicht unter guten Konditionen mitarbeiten.
Das wär es soweit. Hari, OM, Tat, Sat. Alles Gute, Namaste, Tschau.
Der heutige Song stammt wieder dem Album „Oh Yogananda, Himalaya des Kriya“
Der vierzehnte Song daraus:
Oh Yogananda, Himalaya des Kriya Chanson
O Yogananda—Himalaya des Kriya,
ein stiller Strom der Weisheit.
Nicht für den Ruhm, nicht für den Lärm,
kamst du mit klarem Blick.
Du sprachst: „Prüf selbst, sei still, sei wach“—
und gabst selbst das strahlende Beispiel.
Atem wird tief,
Unruhe schwindet.
Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahrung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.
Mit deinem Buch öffnetest du ein Tor,
ein Funke gegen das Vergessen.
Und Menschen fanden Mut im Stillsein,
wo sie nur Lärm besessen.
Atem wird tiefer,
Wirbelsäule wird Straße
Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahrung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet,
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.
Ost und West—kein Streit der Formen:
ein Herz, ein Ton, ein stilles Ja.
Wo Liebe übt, wird Grenze weich,
und Gott wird Gegenwart.
Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahrung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet,
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.
Der stille Strom bleibt—
im Atem, im Herzen, im Licht.
Jaya Yogananda.
Jaya Yogananda.
Jaya Yogananda.