Zusammenfassung
In Folge 71 des Kriya Yoga Podcast Deutsch geht es um Kriya Yoga und die Yugas. Du erklärst zunächst, dass die Yugas aus den Veden beziehungsweise aus alten hinduistischen Schriften bekannt sind und als Erdzeitalter verstanden werden. In vielen Teilen der Yoga-Szene, besonders bei Hare-Krishna-orientierten Gruppen, sei die Auffassung verbreitet, dass wir uns immer noch im Kali Yuga befinden. Diese Sicht werde oft mit Kriegen, Gewalt und dem Zustand der Welt begründet.
Dem stellst du die Sicht Sri Yukteswars aus „Die Heilige Wissenschaft“ / „The Holy Science“ gegenüber. Nach dieser Darstellung seien verbreitete Yuga-Vorstellungen durch Übersetzungs- oder Übertragungsfehler verfälscht worden. Sri Yukteswar gehe davon aus, dass wir uns nicht mehr im Kali Yuga befinden und dass die Zyklen deutlich kürzer sind als in manchen traditionellen Deutungen, wo das Kali Yuga auf Hunderttausende Jahre angesetzt wird.
Sri Yukteswar verbindet seine Yuga-Lehre mit einem Zyklus von rund 24.000 Jahren. Innerhalb dieses Zyklus steigen die Zeitalter von Kali Yuga über Dvapara Yuga und Treta Yuga zum Satya Yuga auf und sinken anschließend wieder ab. Das Kali Yuga dauert nach diesem Modell 1.200 Jahre, das Dvapara Yuga 2.400 Jahre, das Treta Yuga 3.600 Jahre und das Satya Yuga 4.800 Jahre. Der aufsteigende und absteigende Halbzyklus ergeben zusammen 24.000 Jahre.
Du betonst, dass diese Zeiträume nicht mathematisch starr zu verstehen seien. Wie Jahreszeiten ineinander übergehen, so seien auch Yugas grobe Orientierungen mit Übergängen, Nachklängen und Überlagerungen. Damit erklärst du, warum ein Zeitalter nicht schlagartig endet, sondern frühere Qualitäten noch nachwirken können.
Ein wichtiger Gegenpol der Folge ist Armin Risi. Du erwähnst, dass Risi Sri Yukteswars Modell kritisch sieht und meint, die geschichtlichen Ereignisse, besonders Kriege und Katastrophen des 20. Jahrhunderts, sprächen gegen die Annahme eines aufsteigenden Dvapara Yuga. Auch Rudolf Steiner wird kurz erwähnt: Bei ihm sei das Kali Yuga ebenfalls beendet, aber mit anderer Dauer und anderem Datum.
Darauf antwortest du mit deiner eigenen historischen Perspektive. Du beschreibst, dass du Geschichte studiert hast und dich besonders mit griechischer, römischer, mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Geschichte beschäftigt hast. Dein Zugang zur Geschichte sei stark quellenorientiert: Nicht nur Schulbuchzusammenfassungen seien entscheidend, sondern Zeitzeugnisse und historische Quellen.
Aus deiner Sicht bestätigt die europäische Kulturgeschichte Sri Yukteswars Modell eher, als dass sie es widerlegt. Du siehst in der griechischen Hochkultur, im Aufstieg Athens, bei Philosophen und Mathematikern wie Pythagoras eine höhere Kulturphase. Danach sinke die Kulturentwicklung über Rom, Kaisertum, Völkerwanderung und frühes Mittelalter ab und passe damit zum Durchgang durch das tiefere Kali Yuga.
Du setzt dich mit dem Einwand auseinander, das 20. Jahrhundert mit seinen Kriegen und vielen Toten beweise ein dunkleres Zeitalter. Deine Gegenposition lautet: Mehr Tote durch moderne Kriege bedeuten nicht automatisch ein niedrigeres Zeitalter. Technischer Fortschritt erlaubt auch zerstörerischere Waffen. Wichtiger seien kulturelle, organisatorische und geistige Entwicklungsmerkmale. Gerade die Möglichkeit moderner Massenvernichtungswaffen sei ein Zeichen gestiegener technischer Fähigkeiten, nicht zwingend eines tieferen Kali Yuga.
Im letzten Teil der Folge weitest du den Blick auf Ägypten, Pyramiden, mögliche frühere Hochkulturen, Atlantis-Erzählungen, „Dweller on Two Planets“ und Anastasia. Diese Beispiele dienen dir als Hinweise darauf, dass es frühere Hochzyklen gegeben haben könnte und dass das Satya Yuga möglicherweise eine Kulturform hervorbringt, die nicht primär technisch-materiell, sondern geistig-naturverbunden ist.
Zum Schluss hältst du fest: Für die praktische Kriya-Yoga-Praxis ist die Yuga-Frage nicht zentral. Dennoch sei sie mit Kriya Yoga verbunden, weil Sri Yukteswar, der Lehrer Yoganandas, diese Sicht vertreten hat. Für dich bestätigt die historische Betrachtung im Großen und Ganzen Sri Yukteswars Modell; die Einwände Armin Risis hältst du für nicht stichhaltig oder nicht relevant.
Strukturiertes Transkript
Kriya Yoga und die Yugas: Leben wir wirklich noch im dunklen Zeitalter?
In der Yoga-Szene, vor allem in Kreisen der Hare-Krishna-Bewegung, hält sich hartnäckig eine Überzeugung: Wir befänden uns nach wie vor im Kali Yuga, dem dunklen Zeitalter der vedischen Zeitrechnung – und die vielen Kriege, Krisen und Katastrophen unserer Gegenwart seien der Beweis dafür. Wer sich dagegen auf Paramahansa Yoganandas Guru-Linie beruft und behauptet, wir befänden uns längst in einer aufsteigenden, helleren Epoche, erntet in solchen Kreisen mitunter ein mitleidiges Lächeln. Ich möchte in diesem Beitrag zeigen, warum dieses Lächeln unangebracht ist – und warum das Yuga-System, wie es Sri Yukteswar in seiner Schrift „Die Heilige Wissenschaft“ dargelegt hat, einer genaueren historischen Prüfung durchaus standhält.
Die verbreitete Yuga-Vorstellung: Sind wir noch im Kali Yuga?
Die klassische, aus den Veden abgeleitete Vorstellung geht von Kali-Yuga-Zyklen aus, die mehrere Hunderttausend Jahre dauern sollen. Sri Yukteswar – der, wie überliefert wird, im Auftrag Babajis schrieb – widerspricht dieser Lesart in seiner „Heiligen Wissenschaft“ ausdrücklich. Seiner Darstellung nach hat sich diese Zeitvorstellung im Laufe des letzten großen Kali Yugas durch Übersetzungs- und Überlieferungsfehler eingeschlichen. Die tatsächlichen Zyklen seien erheblich kürzer, und wir befänden uns längst nicht mehr im dunklen Zeitalter.
Sri Yukteswars System: Der siderische Zyklus der Sonne
Sri Yukteswar war nicht nur spiritueller Lehrer, sondern auch ein versierter Kenner der vedischen Astrologie und betrieb eigene astronomische Studien. Auf dieser Grundlage entwickelte er sein Yuga-Modell – gestützt auf den siderischen Zyklus der Sonne.
Der 24.000-Jahre-Zyklus
Die Sonne durchläuft, bezogen auf den Zeitpunkt ihres Eintritts in die einzelnen Tierkreiszeichen, einen Zyklus von rund 24.000 Jahren, bis derselbe Punkt wieder erreicht ist. Diese Zahl ist astronomisch nicht auf das Jahr genau, sondern eher eine praktikable Rechengröße – vergleichbar mit einem kalendarischen Näherungswert, mit dem sich gut arbeiten lässt.
Die vier Yugas und ihre Dauer
Innerhalb dieses 24.000-Jahre-Zyklus unterscheidet Sri Yukteswar vier Zeitalter, die sich in aufsteigender und absteigender Richtung abwechseln:
- Kali Yuga (das dunkle Zeitalter, „kali“ = schwarz): 1.200 Jahre
- Dvapara Yuga (das bronzene Zeitalter): 2.400 Jahre
- Treta Yuga (das silberne Zeitalter): 3.600 Jahre
- Satya Yuga (das goldene Zeitalter, „satya“ = Wahrheit): 4.800 Jahre
In der Summe ergibt ein aufsteigender Durchgang – von Kali bis Satya – 12.000 Jahre; der anschließende absteigende Durchgang noch einmal 12.000 Jahre. Zusammen ergibt das den vollen Zyklus von 24.000 Jahren. Bemerkenswert dabei: Das dunkle Kali Yuga nimmt mit 1.200 Jahren nur einen kleinen Teil des Gesamtzyklus ein, während allein die beiden Satya-Yuga-Phasen zusammengenommen stolze 9.600 Jahre ausmachen.
Wichtig ist dabei, die Übergänge nicht zu scharf zu denken. So wie der Wechsel von Herbst zu Winter kein exaktes Datum kennt, sondern fließend verläuft, sind auch die Yuga-Übergänge eher grobe Zeiträume als exakte Stichtage.
Ein Blick in die Geschichte: Vom Aufstieg Athens bis zu den Völkerwanderungen
Hier setzt meine eigene Auseinandersetzung mit dem Thema an. Ich habe Geschichte studiert – zunächst mit dem Berufsziel Gymnasiallehrer, später aber durchaus auch mit der persönlichen Motivation, Sri Yukteswars Yuga-Abfolge an den überlieferten historischen Quellen zu überprüfen. Sechs Jahre habe ich mich intensiv mit griechischer und römischer Geschichte sowie dem Mittelalter beschäftigt – Epochen, für die es an der Universität Eichstätt fundiertes Quellenverständnis gab, im Gegensatz etwa zur ägyptischen Geschichte, für die schlicht keine entsprechende Expertise vorhanden war.
Entscheidend für mein Verständnis von Geschichte war dabei immer die Arbeit mit Primärquellen und Zeitzeugnissen – etwa Casanovas siebenbändige „Histoire de ma vie“ – statt mit der bloßen Zusammenfassung durch Historiker.
Griechenland und Rom im absteigenden Ast
Betrachtet man das fünfte vorchristliche Jahrhundert, den Aufstieg Athens mit seinen Philosophen und Mathematikern wie Pythagoras, dann erkennt man eine kulturelle Hochphase mit demokratischen Ansätzen. Diese Kultur wanderte weiter zu den Römern, die zunächst ebenfalls eine republikanische, vergleichsweise demokratische Staatsform pflegten – bis diese im ersten vorchristlichen Jahrhundert mit Cäsar in ein Kaisertum überging.
Der Tiefpunkt und der langsame Aufstieg
Von dort an sinkt die kulturelle Entwicklung weiter ab: Die Völkerwanderungen setzen im zweiten bis fünften Jahrhundert ein – exakt in dem Zeitraum, den Sri Yukteswar als Übergang zwischen den beiden Kali-Yuga-Phasen des absteigenden und aufsteigenden Astes beschreibt. Danach beginnt, langsam und unmerklich wie der Übergang vom Winter zum Frühling, der kulturelle Wiederaufstieg im Mittelalter.
Kritik von Armin Risi – und warum sie nicht greift
Der Autor Armin Risi, der selbst eine Vergangenheit bei Hare Krishna hat, bestreitet Sri Yukteswars System. Sein Hauptargument: Die vielen Kriege, das Gemetzel und die hohe Zahl an Kriegstoten im 20. Jahrhundert ließen sich mit der Vorstellung eines aufsteigenden, helleren Zeitalters nicht vereinbaren. Sri Yukteswar habe schlicht nicht ahnen können, was das 20. Jahrhundert an Zerstörung bringen würde.
Kriegsopfer versus kulturelle Reife: Ein Missverständnis
Dieser Einwand verwechselt meiner Auffassung nach zwei unterschiedliche Ebenen. Dass ein technisch fortgeschritteneres Zeitalter auch effektivere – und damit tödlichere – Waffen hervorbringt, ist eine logische Folge des Fortschritts, nicht ein Beleg für kulturellen Niedergang. Zur Zeit Alexanders des Großen und seiner Nachfolger, der Diadochen, sowie in der Römerzeit wüteten Heere von 100.000 bis 300.000 Mann gegeneinander – vergleichbare Truppenstärken erreichte man erst wieder zur Zeit Napoleons. Im Mittelalter dagegen standen sich oft nur wenige Tausend Kämpfer gegenüber – nicht, weil die Menschen friedlicher waren, sondern weil die gesellschaftliche und militärische Organisation dazu schlicht nicht in der Lage war.
Die schiere Zahl der Kriegstoten sagt also wenig über die kulturelle Reife eines Zeitalters aus. Entscheidender sind die weicheren Faktoren: gesellschaftliche Organisationsformen, technische und geistige Errungenschaften, das Niveau von Philosophie, Wissenschaft und Kunst. Und hier zeigt sich gerade im Vergleich zum Mittelalter oder noch zum 17. Jahrhundert ein deutlicher, unbestreitbarer Fortschritt.
Was war vor uns? Ägypten, Pyramiden und verlorenes Wissen
Schwieriger wird die Überprüfung, sobald man weiter zurückblickt – etwa in die Zeit des beginnenden Dvapara Yugas, rund 2.000 bis 3.000 Jahre vor Christus. Aus dieser Epoche sind kaum Quellen erhalten, die ein vollständiges Kulturbild erlauben. Bemerkenswert sind aber Funde wie die Grabbeigaben Tutanchamuns oder die ägyptischen Streitwagen – vor allem jedoch die Pyramidenbauten selbst, die auf ein technisches und geistiges Wissen hindeuten, das weit über das hinausgeht, was man von dieser Zeit erwarten würde.
Eine mögliche Erklärung: Je näher eine Kultur an einem Satya Yuga liegt, desto weniger ist sie auf materielle, technische Erfindungen angewiesen – weil geistige Fähigkeiten Aufgaben übernehmen, für die wir heute Technik benötigen. Erst mit fortschreitendem Abstand vom goldenen Zeitalter wächst die Notwendigkeit, sich mit materiellen Mitteln zu behelfen – ein Gedanke, der auch erklären könnte, warum frühere Hochkulturen zwar spirituell und in manchen Bereichen technisch beeindruckende Leistungen vollbrachten, ohne dass daraus eine Zivilisation im heutigen Sinn entstand.
Ein Ausblick: Von Anastasia und dem kommenden Dvapara Yuga
Ein weiterer, eher assoziativer Gedanke: Die von Wladimir Megre beschriebene Anastasia lebt eine Unabhängigkeit von äußeren, technischen Hilfsmitteln vor, die man als Vorausschau auf ein kommendes Satya Yuga – oder als Relikt eines vergangenen – deuten könnte. Rechnet man die verbleibende Dauer des gegenwärtigen Dvapara Yugas (2.400 Jahre) und des folgenden Treta Yugas (3.600 Jahre) zusammen, ergeben sich mehrere Jahrtausende, in denen sich die menschliche Kultur – folgt man diesem Modell – noch erheblich weiterentwickeln dürfte, hin zu einem grundlegend anderen, naturverbundeneren Leben.
Fazit: Warum Sri Yuktesvars Yuga-System Vertrauen verdient
Meine eigene historische Auseinandersetzung mit den überlieferten Quellen aus Griechenland, Rom und dem Mittelalter bestätigt aus meiner Sicht recht deutlich das Muster, das Sri Yukteswar in „Die Heilige Wissenschaft“ beschreibt: einen kulturellen Höhepunkt in der griechischen Antike, einen fortschreitenden Niedergang über die Römerzeit bis zu den Völkerwanderungen, gefolgt von einem langsamen, über Jahrhunderte kaum merklichen Wiederaufstieg. Auch die etablierte Geschichtswissenschaft selbst geht ja von einer Entwicklung aus – von Steinzeit über Bronzezeit zu Eisenzeit –, wenn sie diese auch anders deutet und frühere Hochkulturen bislang kaum anerkennt.
Armin Risis Einwand, die Kriegsopfer des 20. Jahrhunderts widerlegten Sri Yukteswars System, überzeugt mich nicht: Er verwechselt technische Zerstörungskraft mit kultureller Rückständigkeit. Für die eigentliche Kriya-Yoga-Praxis mag die Frage, in welchem Yuga wir uns befinden, letztlich nachrangig sein. Doch da die Verbreitung des Kriya Yoga eng mit Yoganandas Linie und damit mit Sri Yukteswars Lehre verknüpft ist, hat diese Klärung durchaus Gewicht: Sie bestätigt aus meiner Sicht die Verlässlichkeit dessen, was Sri Yukteswar – und in seiner Nachfolge Yogananda – der Welt hinterlassen haben.
Hari OM Tat Sat – Namaste
Leicht überarbeitetes Transkript
Liebe Freunde des Kriya Yoga. Heute wollen wir uns mit den Yugas beschäftigen: „Kriya Yoga und die Yugas“ soll das Thema heißen. Die Yugas sind etwas, was aus den Veden, aus den alten hinduistischen Schriften bekannt ist. Das sind Zeitalter, Erdzeitalter, die eine gewisse Ausbildung haben. Davon soll es verschiedene geben.
In weiten Bereichen der Yoga Szene, vor allen Dingen bei den Hare Krishna Leuten, ist es verbreitet und in verschiedenen Organisationen heißt es, dass wir uns immer noch im Kali Yuga befinden. Dass die Welt das bestätigen würde mit den vielen Kriegen und den vielen Kriegstoten. Und mit dem, was sonst noch auf der Erde los ist. Da wird dann auf das, was bei Yogananda oder beim Kriya Yoga so erzählt wird, ein bisschen herabgeblickt.
Es kommt daher, dass eben in seiner Schrift „Die Heilige Wissenschaft“, „The Holy Science“ von Sri Yuktesvar, beauftragt, wie es heißt, von Babaji, Sri Yuktesvar, diese Schrift mit einer kleinen Abhandlung zu den Yugas beginnt. Einige Seiten, 5 oder 6 Seiten lang und dort beschreibt er, was Yugas sind und wie das eigentlich zu verstehen ist und dass die Yuga Vorstellungen, die aus den Veden abgeleitet werden, fälschlich sind. Oder dass diese sich im letzten Kali Yuga eingeschlichen hat aufgrund von Übersetzungsfehlern oder aus Übertragungsfehlern und dass es in Wirklichkeit ganz anders wäre, dass wir uns nicht mehr im Kali Yuga befinden. Und dass diese Zyklen auch nicht so lange dauern würden. Manchmal heißt es ja, dass ein Kali Yuga ein paar Hunderttausend Jahre lang dauern würde.
Und Sri Yuktesvar stellt ein System vor von den Yugas. Sri Yuktesvar hat sich auch mit Astronomie und Astrologie beschäftigt. Vedische Astrologie hat er ziemlich gut beherrscht, heißt es. Er hat auch astronomische Forschungen angestellt und hat dann daraus sein System auf den siderischen Zyklus der Sonne aufgebaut. Die Sonne bewegt sich in einem Zyklus von 24.000 Jahren. In einem gewissen Zyklus, der die Sternbilder oder den Zeitpunkt des Eintritts in verschiedene Sternzeichen … Die Sonne wandert ja durch die verschiedenen Sternzeichen. Was daher kommt, da sich die Erde um die Sonne dreht. Aber da gibt es eben eine Veränderung von Jahr zu Jahr. Und in einem Zyklus von 24.000 Jahren, genau kann es der Astronom sagen. Da kommt die Sonne oder kommt dieser Zyklus wieder zum selben Punkt zurück. Und diesen Zeitraum von … Sri Yuktesvar sagt, das sind 24.000 Jahre, was definitiv nicht genau 24.000 Jahre sind. Ich glaube, das sind sogar ein paar Tausend Jahre hin und her. Aber damit lässt sich zumindest einfach rechnen und wir übernehmen also diese 24.000 Jahre.
Und da sagt Sri Yuktesvar, dass es da einen Zyklus gibt von Kali Yuga zu Dvapara Yuga, dann Treta Yuga und Satya Yuga. Das ist der aufsteigende Zyklus. der Zeitalter. Kali Yuga ist das dunkle Zeitalter. Dvapara Yuga ist das Bronzene, wenn man so will. Das Treta Yuga ist das Silberne und das Satya Yuga ist das goldene Zeitalter. Und Kali heißt Sanskrit oder Hindi, glaube ich, immer noch „schwarz“. Und Satya heißt die Wahrheit. Dvapara, weiß ich jetzt gar nicht, was es heißt, aber da steckt, glaube ich, auch Dva, das zweite Zeitalter und Treta Yuga. Dazu kann ich mir vorstellen, dass in Treta auch das dritte Zeitalter drin steckt. Hat aber wahrscheinlich auch noch andere Namen, ist aber jetzt, glaube ich, nicht so wichtig.
Aber Kali und Satya, das sind die zwei Gegenpole. Und es beginnt halt mit Kali Yuga, dann steigt es auf zu Satya Yuga. Und dann geht es weiter zu noch einmal einem Satya Yuga und dann steigt es wieder ab zu Treta Yuga, Dvapara Yuga und wieder ein Kali Yuga und dann steigt es wieder auf. Oder nach dem Kali Yuga kommt noch einmal ein Kali Yuga und dann steigt es wieder auf.
Und diese Yugas haben aber nicht dieselbe Zeitdauer, sondern das Kali Yuga hat die Zeitdauer von 1200 Jahren. Das Dvapara Yuga, die Zeitdauer von 2400, das Treta Yuga von 3600 und das Satya Yuga 4800. Was insgesamt dann 12000 Jahre sind. Und wenn man diesen Zyklus von Aufsteigen: Kali, Dvapara, Treta Yuga und Satya Yuga 12000 Jahre; und dann wieder Absteigen: Satya Yuga, Treta Yuga, Dvapara Yuga und Kali Yuga nochmal 12000, hat man eben die 24000 Jahre und das ist ein Zyklus mehr oder weniger. Und das Kali Yuga, wie gesagt, ist das dunkle Zeitalter, dauert wie gesagt nur 1200 Jahre und das Satya Yuga, also wenn man jetzt die zwei Satya Yuga aneinander reiht, dann sind es insgesamt 9600 Jahre.
Es ist alles nicht so genau, es ist so grobe Pflöcke oder grobe Zeiträume, es ist wie Winter, Sommer, da gibt es auch ein Datum, wenn der Winter anfängt oder wenn der Herbst anfängt, das ist auch nicht, dass dann genau an diesem Tag dann der Wintereinbruch da ist oder der Herbst oder Frühling. Sondern da gibt es so Übergänge, die man im Grunde nicht bemerkt. Aber im Großen und Ganzen kann man sagen, das ist jetzt hier ein deutlicher Unterschied zwischen Frühling und Winter und Herbst und Sommer und ja und so ist es mit den Erdzeitaltern auch, mit diesen Yugas.
Armin Risi, der ja ein interessanter Schriftsteller ist, interessante Bücher schreibt, der auch viel forscht und der eine Vergangenheit bei Hare Krishna hat, der bestreitet jetzt, dass das so wäre und dass das alles eigentlich nicht haltbar ist. Da gibt es ja natürlich einen längeren Zyklus auch noch, den er dann auch in Betracht zieht, aber er sagt, dass das, was Sri Yukteswar aufgestellt hat, ist nicht haltbar und wenn die Kriya Yogis oder die Anhänger von Yogananda ihren Guru hier als unfehlbar ansehen und nur deshalb ihm da eben zusprechen, dass es so ist, dann ist es schon irgendwie anrüchig. In Wirklichkeit wäre es eben gar nicht so.
Aber Rudolf Steiner habe ich heute auch noch mal ein bisschen gegoogelt, was der dazu meint. Der meint auch, das Kali Yuga sei beendet, aber bei ihm dauert das Kali Yuga auch 5000 Jahre, aber es sei 1899 zu Ende gegangen.
Sri Yukteswar sagt, ich weiß es nicht genau, das Datum, aber ich glaube, das Kali Yuga vom absteigenden Ast noch, das habe im siebten Jahrhundert vor Christus angefangen, hat dann geendet ungefähr 500 herum und 1700 und noch was ist es dann zu Ende gegangen. Also dann wäre, wenn man das so kurvenförmig anschaut, Kali Yuga beginnt, ist noch absteigender Ast. Dann die tiefste, wo dann das erste Kali Yuga aufhört, dann das zweite Kali Yuga beginnt, das ist ungefähr 500 und dann aufsteigend wieder ein Kali Yuga und dann beginnt halt das Dvapara Yuga im 18. Jahrhundert.
Dazu sagt jetzt Armin Risi: Das kann man ja gar nicht so auf den geschichtlichen Ereignissen her, kann man das gar nicht bestätigen, weil ja die Kriege und die Katastrophen und das Gemetzel und die Vielzahl von Opfern, so was hat es in früheren Jahrhunderten nicht gegeben und deswegen kann eben … der Sri Yukteswar, der hat eben nicht gewusst, was im 20. Jahrhundert alles stattfinden sollte und darum hat er gemeint, da würde jetzt alles besser werden und in Wirklichkeit ist es nicht besser geworden.
Ja, gut, das kann man so sehen natürlich, aber ich habe mich da selbst auf den Weg gemacht. Ich habe extra … gut extra, es hat sich so ergeben, dass ich Geschichte studiert habe, aber auch mit der Intention, dass ich diese Yuga-Abfolge oder diese Yuga-Beschreibung von Sri Yukteswar anhand der Geschichte ein bisschen nachvollziehbar mache oder für mich zumindest.
Ich habe ja sechs Jahre, habe ich da mir Zeit genommen dazu oder ich habe im Frühjahr sechs und neunzig, habe ich eigentlich richtig mit Geschichte angefangen, ja, dann 2002 beendet. Dann war ich ja noch am Waldorf Seminar in Stuttgart, eineinhalb Jahre und dann noch im Referendariat, wo ich mich auch noch mit Geschichte natürlich beschäftigt habe. Damals habe ich mich mehr oder weniger als Historiker auch gefühlt, was ich eigentlich vorher … Ich habe eigentlich Geschichte nie so richtig geschätzt, aber ich bin dann draufgekommen …
Ich habe mal die „Histoire de ma vie“, also die „Geschichte meines Lebens“ von Casanova gelesen. Das sind ja sieben Bände, was ich da sehr interessant fand: Zeitzeugen, nicht das, was man eben im Geschichtsunterricht von irgendeinem Lehrer und einer Zusammenstellung von einem Historiker, der da über die Vergangenheit schreibt, das ist relativ trocken. Aber wenn man die Zeitzeugnisse zurate zieht, also wie Casanova, der selbst in der Zeit gelebt hat und so gibt es ja zu allen ….
Das ist ja gerade die Geschichte, die historische Forschung, dass man versucht eben die Geschichte, was sich zugetragen hat, aus dem, was überliefert ist, abzuleiten. Was wir im Geschichtsunterricht hören, das ist das Abfallprodukt oder das, was die Historiker halt herausgezogen haben. Aber wenn man sich als Historiker selbst damit beschäftigt, dann beschäftigt man sich mit Quellen und versucht da eben … Das ist mein Ansatz gewesen oder mein Verständnis davon und das macht auch am meisten Spaß mit Quellen, die halt überliefert sind
Und deswegen, ich habe in Eichstätt studiert und da muss ein Professor, der kann eigentlich auch nur das unterrichten, wo er auch Quellenverständnis hat, also der Altphilologe oder der Althistoriker, muss ich sagen, der sich mit dem Griechischen und Römischen beschäftigt, der muss griechisch und römisch verstehen, zumindest der Professor.
Der das Mittelalter behandelt, der muss die Quellen aus dieser Zeit, also das Althochdeutsche oder natürlich auch das Lateinische war natürlich auch noch sehr im Gebrauch, wenn man die europäische Geschichte betrachtet.
Das ist ja das, was vor allen Dingen interessant war dann, das Mittelalter. Und der Professor für die frühe Neuzeit, der muss dann eben auch die Quellen dann verstehen. Weil in Eichstätt eben keine Ägyptologen, die auch Hieroglyphen verstanden oder lesen konnten, da waren, darum wurde da die ägyptische Geschichte eben nicht behandelt.
Wo ich dann eben auch nicht so tiefen Einblick gewinnen konnte, also was ich erforschen konnte oder womit ich mich intensiv beschäftigt habe, das war die griechische Geschichte, römische Geschichte, auch das Mittelalter und natürlich die frühe Neuzeit und das 20. Jahrhundert, damit habe ich mich ganz wenig beschäftigt während des Studiums,
weil ich mir gesagt habe … Ich wollte ja Lehrer werden, Gymnasiallehrer und da habe ich, ich war ja am Gymnasium und da wusste ich, was da unterrichtet wird und da wusste ich, dass eben gerade, weil ja diese Intention auch drauf liegt, dass wir uns mit unseren Schandtaten beschäftigen, da wusste ich, dass diese Zeit des 20. Jahrhunderts zu Genüge in meiner Laufbahn als Geschichtslehrer, dann dran wäre, darum habe ich mich während des Studiums möglichst wenig damit beschäftigt und so war das dann auch, zumindest während des Referendariats, weiter bin ich ja dann nicht gekommen.
Aber ich habe zumindest einen Einblick dann von der Zeit der Griechen, der Römer und dem Mittelalter auch, also natürlich auch nicht alles, ist ein riesiges Gebiet. Da kann man sich nicht mit Allem beschäftigen. Aber ich habe versucht zumindest, ich habe griechische Geschichte, dann auch mein Examen geschrieben, römische Geschichte. Als Gymnasiast habe ich Latein fünf Jahre gelernt, also habe ich mich damit auch beschäftigt und habe da auch schon einen gewissen Hintergrund gehabt, was da alles war.
Dann ist man natürlich auch auf Exkursionen gefahren, also wir waren nach dem Abitur, waren wir in Griechenland. Rom, Italien habe ich dann auch noch besucht, so privat dann noch. Die Einsichten, die ich da gewonnen habe, die bestätigen im Grunde ganz klar, das, was Sri Yukteswar als Konzept niedergelegt hat.
Dass wir eben zur Griechenzeit eine vornehmere, eine höhere Kultur hatten, fünftes Jahrhundert, da beginnt dann der Aufstieg von Athen. Da sind die Philosophen, also da gab es auch die Mathematiker, Pythagoras und so Sachen, die auf uns noch gekommen sind. Sie waren in einer Hochzeit und die Kultur ist dann abgeschwungen.
Da gab es auch eine Demokratiebewegung in Athen und dann ging die Kultur weiter und bei den Römern, die dann die Kultur übernommen haben, da war es zuerst auch noch eine Republik, Demokratie kam jetzt nicht sagen, aber zumindest eine demokratischere Regierungsform, die dann aber im ersten Jahrhundert vor Christus dann übergegangen ist mit Cäsar in ein Kaisertum, ein Tyrannentum, was manche sagen. Aber zumindest wo einer alleine vorne dran steht und das ist dann weitergegangen
und dann ist diese Kulturentwicklung halt weiter abgesunken, kann man sagen. Dann sind die Völker ja auch in Bewegung gekommen, also von der Sesshaftigkeit. Da hat es die Völkerwanderungen gegeben, das hat dann angefangen im zweiten, dritten Jahrhundert, vierten Jahrhundert, fünften Jahrhundert. Das stimmt im Grunde dann auch mit dem unteren Durchgang des Zyklus vom Kali Yuga, vom ersten zum zweiten, dann im fünften Jahrhundert überein und dann ging es wieder etwas aufwärts, schön langsam im Mittelalter.
Gut, wenn man das so betrachtet wie mit Frühling, Sommer Herbst und Winter, dass der Winter, wenn man das mit dem Sonnenstand jetzt abgleicht, dann ist ja die Herbst-Tag- und Nachtgleiche und die Frühjahr-Tag- und Nachtgleiche, die sind andere Hausnummern von Wetter. Im Herbst hat man noch ein besseres Wetter, als im Frühjahr zur Tag- und Nachtgleiche, weil eben der Winter dann noch nachklingt und so kann man sich vorstellen, dass auch da das Kali Yuga noch, das tiefere Kali Yuga noch mehr nachgeklungen hat dann.
Gut, ich hoffe, das ist etwas verständlich, auf jeden Fall nach dem, was ich da aus den Quellen, ich habe mich mit den Quellen auch beschäftigt, soweit es ging, was überliefert ist und was die Zeitumstände waren, wie die Leute gelebt haben, die technischen Gerätschaften die sie zur Verfügung hatten, um Ackerbau zu betreiben, die Organisationsformen der Gesellschaften, alles deutet darauf hin, dass das ein finsteres Zeitalter war.
st klar, dass man sich, wenn man nicht mal die geistige Fähigkeit oder die Kultur hat, um konstruktive Dinge zu bauen, was natürlich dann gleichzeitig auch bedingt, dass damit auch die destruktiven Dinge, also Waffen dann gebaut werden können, Massenvernichtungswaffen. Das bedingt natürlich dann, dass man damit mehr Leute töten kann mit Massenvernichtungswaffen, die das bessere Zeitalter dann mitbringt, da der technische Fortschritt das erlaubt.
Aber das heißt jetzt nicht, weil jetzt da mehr Kriege sind und mehr Leute sterben, weil effektivere Waffen eben zur Verfügung sind, dass das ein schlimmeres Zeitalter oder ein dunkleres Zeitalter ist, als diese Zeitalter, wo überhaupt die Kultur so niedrig und die gesellschaftliche Organisation so rudimentär war, dass so etwas überhaupt nicht hergestellt werden konnte. Da muss man eben diese softeren Kulturgegebenheiten, glaube ich, schwerer Gewichten als diese banalen Verrechnungen von Toten in Kriegen.
Also wie sich die Leute damals abgemetzelt haben. Die Perserkriege, gut, die hat es ja schon gegeben, im 4. Jahrhundert, 5. Jahrhundert vor Christus, aber wie es dann mit den Alexander, dem Großen und den Diadochen, also den Nachfolgern von Alexander, wie sich die abgeschlachtet haben, dann in der Römerzeit. Also da ging es viel, viel schlimmer her, wie sich die Leute da bekämpft haben und dann ist die Kultur noch weiter gesunken, dass dann im Mittelalter die Schlachten dann natürlich nicht mehr so groß sind.
Dann sind ein paar Tausend Leute aufeinander losgegangen. Zur Römerzeit waren es Heere von 100, 200, 300.000. Das hat dann erst wieder zur Napoleonzeit, hat man dann wieder so große Heere gehabt. Das ist jetzt kein Widerspruch, sondern das ist eher eine Bestätigung dessen, dass wir im aufsteigenden Ast sind und dass jetzt eine ganz andere Zeit herrscht als im Mittelalter oder noch im 17. Jahrhundert.
Das ist, glaube ich, jedem auch klar und nur weil jetzt das 20. Jahrhundert viele Kriege und viele Tote gebracht hat, ist das überhaupt kein Hinweis darauf, dass das mit dem, was Sri Yukteswar gesagt hat, nicht stimmen kann.
Das Einzige, was man eben noch zu bedenken hat, ist natürlich, dass das, was ich jetzt da überprüfen konnte, das sind jetzt die 2 Kali Yugas und den Beginn des Dvapara Yuga und das Absteigende des Dvapara Yugas, dazu gibt es ja nicht mehr so viele Relikte mit den ägyptischen Hieroglyphen und den Überlieferungen dort.
Damit kann man natürlich auch ein bisschen in die Kultur reinblicken. Aber was da halt auf uns gekommen ist, ist relativ primitiv und die Beigaben, die Grabbeigaben, in Tutanchamuns Grab, da kann man natürlich auch einige Rückschlüsse ziehen.
Da gab es eben die Streitwägen und es gab eben keine solche, wenn man jetzt sagt, das Dvapara-Yuga, also 2000, 3000 Jahre vor Christus, wenn man das jetzt mit der heutigen Zeit vergleicht, dann müsste es ja da, wenn das jetzt wie Herbst, Winter, Frühling, Sommer auch nachziehen, die gute Zeit, also wir kommen ja (damals im ersten Jahrtausend vor Christus) aus dem Satya Yuga, dann müssten da ja ganz andere wissenschaftliche oder Entdeckungen oder die technischen Erfindungen vorhanden gewesen sein.
Das kann man jetzt natürlich nicht so vergleichen, da wir ja von der höheren Zeit, was im Satya Yuga ist, das kann man sich jetzt wahrscheinlich nicht vorstellen, oder was im Treta Yuga sein wird, das genau zu wissen, da sind wir zu weit entfernt und es ist halt zu wenig überliefert. Es ist nämlich möglich, was manche sagen, dass wir halt … Wir sind jetzt auf diese materielle Kultur angewiesen, darum gibt es die Erfindungen, darum machen wir da Entdeckungen auch und bauen unsere materielle Kultur aus.
Aber wenn wir dann im Treta Yuga und Satya Yuga alle zur Wahrheit kommen, alle erleuchtet sind und dann unabhängig werden von Nahrung vielleicht sogar oder von anderen Sachen, die wir halt mit unseren physischen Geräten zu beherrschen versuchen, wenn wir das mit dem Geist beherrschen können, dann geraten natürlich diese Erfindungen dann auch in Vergessenheit und dann, weil man nicht mehr gezwungen ist, diese zu haben und wenn man dann aus dem Zeitalter des Satya Yugas kommt und dann in das Dvapara Yuga, dann ist diese Notwendigkeit nicht mehr so gegeben, weil da noch genügend Menschen sind, die höhere Fähigkeiten haben.
Ein Hinweis darauf sind ja diese Pyramidenbauten. Also die Hinterlassenschaften aus der ägyptischen Zeit, die deuten darauf hin, dass dort Wissen oder Fähigkeiten vorhanden waren, die weit entfernt von dem sind, was wir jetzt zur Zeit schon haben.
Das wäre also eine Erklärung dafür, dass eben die materielle Kultur, also die Erfindungen wie zum Beispiel Computer, kann man sich jetzt nicht vorstellen, oder Internet und solche Sachen, dass die in der Ägypterzeit war. Woran das liegt, da müsste man jetzt genauer hinschauen.
Aber zumindest diese Beschreibung, das wollte ich ja eigentlich hier vorstellen, dass eben dieser Zyklus der Abfolge von Yugas, wie sie Sri Yukteswar, also der Guru, der Lehrer von Paramahansa Yogananda, was der eben da vorgestellt hat, das ist nicht abwegig, sondern das ist nach meinem Verständnis, zumindest für die Zeit, die wir überblicken können. Die Geschichte, die historische Wissenschaft, die sagt da ohnehin, dass wir aus einer Zeit der Steinzeit, dann der Bronzezeit und dann schön langsam der Eisenzeit, da haben wir uns aus einer Nichtkultur halt herausentwickelt. Das ist immer noch das Geschichtsverständnis, obwohl es natürlich verschiedene Hinweise gibt, dass es Kulturen vor uns gegeben hat, Hochkulturen, und da kommen auch immer wieder ganz interessante Funde hervor, die immer noch nicht angekannt sind, in der Wissenschaft die dominiert, muss man so sagen.
Es gibt natürlich Wissenschaftler, die sich dem auch hinwenden, aber die sind noch nicht anerkannt. Aber mit mehr Funden und Belegen wird sich das natürlich ändern. Ich mein, es gibt ja Geschichten. Wenn ich den „Dweller on Two Planets“ (Deutsch: Ein Bewohner von zwei Planeten oder Die Teilung des Weges) betrachte, das ist ein Buch, ich glaube so 1875 ungefähr ist das geschrieben worden von jemandem, der einen telepathischen Kontakt zu einem Entkörperten hatte, ich glaube, der hat ihm das sogar diktiert. Der hat von Leben auf Atlantis eben berichtet und einige Erfindungen vorausgesagt.
Es gibt verschiedene Hinweise darauf, dass es Kulturen gegeben hat, vor uns, dass also immer wieder ein Hochzyklus war, dann wieder ein Niedergang, schon mehrere, was natürlich auch wieder darauf hinweist, dass das, was Sri Yukteswar dort niedergelegt hat, dem näher kommt mit der Yuga-Abfolge, als das, was ein breites Verständnis immer noch bei den Vedenforschern ist oder auch bei Yogis. Bei Yoga Vidya ist das Verständnis, glaube ich, auch noch so, dass wir noch im Kali Yuga wären.
Das kann ich nach meinem Verständnis eben nicht nachvollziehen. Aber so wichtig ist es ja im Grunde auch nicht. Nur ist der Kriya Yoga, die Verbreitung des Kriya Yoga, die ja weitgehend durch Yogananda getragen ist oder den Hauptimpuls erhalten hat, die ist durch die Tatsache, dass ein Lehrer von Yogananda, eben Sri Yukteswar, das so dargelegt hat. Damit ist das auch mit dem Kriya Yoga verbunden.
Für die Kriya Yoga Praxis hat es jetzt weniger Relevanz. Allerdings, wenn man das so versteht, also wie ich, der mich da bemüht hat, das nachzuvollziehen und erkannt hat, dass das eigentlich schon Hand und Fuß hat und wahrscheinlicher ist, als das andere, da kann ich dann auch sagen, dass das auch bestätigt die Wahrhaftigkeit von dem, was auch Yogananda so von sich gegeben hat. Es ist zumindest kein Anlass zu zweifeln, da in meinem Verständnis an dem, was Sri Yukteswar dargelegt hat.
Er hat jetzt keine astronomischen Kenntnisse gehabt und keine astronomischen Berechnungen oder wahrscheinlich hat er schon berechnet, aber nicht so genau, wie das heute möglich ist, oder mit diesen Anlagen, mit denen man eben die Sterne beobachtet und dann auch da verschiedene Bewegungen und Zeitalter ableitet davon, Jahr und Jahrzehnte oder den Zyklus der Sonne, die Erde um die Sonne, also diese Veränderungen der Eintritte der Sonne in die Tierkreiszeichen. Das hat er sicher nicht so genau berechnet.
Aber im Großen und Ganzen ist dieses Schema, das er vorgegeben hat, meiner Ansicht nach, ein nachvollziehbares und auch durch die Abfolge der Kultur und das, was sich ereignet hat, was bisher erforscht ist, belegt und die Hinweise, die es sonst noch gibt, die deuten auch darauf hin, dass der Rest auch damit in Einklang ist.
Und diese Anastasia fällt mir gerade ein, oder daran habe ich heute auch gedacht: Die Anastasia soll ja auch aus einer Zeit stammen, die weit unserem überlegen ist und die, laut Megre, lebt ja das vor, dass sie eben unabhängig von äußeren Einflüssen überleben kann, was ja auch wieder ein Hinweis ist, wie vielleicht das Satya-Yuga dann mal aussehen kann, dass wir mit der Natur verbunden sind, dann keine Häuser vielleicht auch nicht mehr bauen in 3000 bis 4.000 Jahren.
Wann wäre es dann, wenn wir jetzt im Dvapara-Yuga sind? Das dauert jetzt 2400 Jahre, dann das Treta Yuga 3600 Jahre, 5000, 6000, 6000, 7000 Jahre, gut. Wenn die Entwicklung so weitergeht, wird sich Vieles entwickelt haben und dass wir dann vielleicht ganz anders leben auf dieser Erde, das ist ja auch wahrscheinlich. Das, was diese Anastasia verkörpern soll, dass das ein kleiner Blick in die Zukunft oder ein Relikt aus der Vergangenheit eines Satya-Yugas ist, das könnte man ja auch dann in Betracht ziehen.
Aber soweit jetzt, ich hoffe, das war ein bisschen verständlich. Das habe ich jetzt nicht vorbereitet, aber nur mal auch diese Kritik an Sri Yukteswar und diese Abfolge, die ja von nicht unwichtigen Personen wie Armin Risi, geäußert wird. Dem wollte halt dieses entgegensetzen, dass ich mich da eben mittels der historischen Wissenschaft damit auch auseinandergesetzt habe und da eben das definitiv bestätigt wird, was Sri Yukteswar sagt und die Einwände, die Armin Riesi bringt, die sind im Grunde nicht stichhaltig oder relevant.
Soweit also, Hari, OM, Tat, Sat. Namaste, Alles Gute. Ciao.
Der heutige Song aus dem Yugas-Album
Yugas cowbell
Die Zeiten geh’n im großen Kreis,
nicht blind, nicht leer, nicht ohne Sinn.
Was dunkel war, wird still und leis
zum Morgen einer Welt dahin.
Sri Yukteswar, du sahst den Plan:
Das Rad steigt ab, das Rad steigt an.
O Rad der Zeiten, dreh dich weit,
durch Nacht und Licht, durch Raum und Zeit.
Vom dumpfen Schlaf zum klaren Sehn,
will Gottes Atem weiterwehn.
Kali war die dichte Nacht,
wo Geist sich schwer im Stoff verlor.
Doch selbst im Dunkel blieb bewacht
ein leiser Klang am innern Tor.
Kein Zeitalter ist ganz verbannt,
wenn OM noch ruft im Herzensland.
O Rad der Zeiten, dreh dich weit,
durch Nacht und Licht, durch Raum und Zeit.
Vom dumpfen Schlaf zum klaren Sehn,
will Gottes Atem weiterwehn.
Dwapara hebt den Blick empor,
die Welt erkennt des Stromes Macht.
Elektrisch klingt das neue Ohr,
durch Energie wird neu erwacht.
Doch Technik ohne Herz bleibt Stein;
erst Liebe weiht die Kräfte ein.
O Rad der Zeiten, dreh dich weit,
durch Nacht und Licht, durch Raum und Zeit.
Vom dumpfen Schlaf zum klaren Sehn,
will Gottes Atem weiterwehn.
Treta wird der Geist noch klar,
die Kraft des Denkens steigt ins Licht.
Was tief verborgen, wird offenbar,
und Wahrheit formt ein neu Gesicht.
Doch Wissen sei nicht Stolz allein:
Es soll dem Dienst der Seele weihn.
O Rad der Zeiten, dreh dich weit,
durch Nacht und Licht, durch Raum und Zeit.
Vom dumpfen Schlaf zum klaren Sehn,
will Gottes Atem weiterwehn.
Satya glänzt als goldne Höh,
wo Mensch und Gott sich näher sind.
Dort heilt der alte Weltenweh,
dort atmet Wahrheit wie ein Kind.
Doch jeder Weg zur höchsten Zeit
beginnt im Herzen: Wachsamkeit.
Nicht warten wir auf Stern und Jahr,
als käme Heil von außen her.
Wer übt, erkennt: Der Pfad ist nah,
der innre Morgen wiegt viel mehr.
Kriya im Atem, still und rein,
lässt jetzt schon neues Yuga sein.
O Rad der Zeiten, dreh dich weit,
durch Nacht und Licht, durch Raum und Zeit.
Vom dumpfen Schlaf zum klaren Sehn,
will Gottes Atem weiterwehn.
O Rad der Zeiten, steig empor,
öffne der Seele Licht und Ohr.