Kurzzusammenfassung

In Folge 62 – „Mein Leben 4“ erzählt Bernd Prokop weiter aus seiner spirituellen Biografie. Im Zentrum steht der Übergang von der I AM Activity zur Self-Realization Fellowship (SRF) und damit zu einem neuen Abschnitt seines spirituellen Weges.

Die Folge beginnt mit dem letzten Bürgenstock-Event, bei dem Bernd bereits Decrees anleitete und vor einer großen Gruppe stand. Zugleich wuchs aber die Distanz zur I AM Activity. Die regelmäßigen Treffen wurden zunehmend belastend, besonders im Zusammenhang mit dem Studium, und das Meditieren erschien ihm fruchtbarer als die Gruppenaktivitäten.

Auslöser des endgültigen Bruchs wurde der Fund der SRF-Lehrbriefe in seiner Wohnung. Die Gruppenleitung der I AM Activity sah darin offenbar ein Problem, und schließlich wurde ihm nahegelegt, sich zwischen I AM Activity und SRF zu entscheiden. Für Bernd war die SRF der neue Weg, das Unbekannte, die Richtung, in der er weitergehen wollte.

Nach dem Ausschluss aus der Gruppe brach für ihn eine Welt zusammen. Die I AM Activity war zuvor eine wichtige Referenzgruppe gewesen, während er sich zu Hause unverstanden fühlte. Es folgte eine Phase der Orientierungslosigkeit, körperlichen Vernachlässigung, inneren Krise und Suche nach einem neuen Betätigungsfeld. In dieser Zeit wandte er sich zeitweise der Politik zu und trat später in CDU und JU ein.

Ein weiterer zentraler Teil der Folge betrifft die familiären Konflikte um Weihnachten und Silvester. Bernd beschreibt eine Phase des Fastens, der inneren Abgrenzung und des Schweigens. Daraus entwickelte sich eine dramatische Situation: Eltern, Arzt, Krankenhaus und schließlich eine Einweisung nach Nürtingen in die Psychiatrie. Bernd schildert seine Erfahrung mit Psychopharmaka, die für ihn sehr belastend war, sowie die körperlichen Nebenwirkungen danach.

Am Ende erzählt er, wie er sich schließlich von der Familie abgrenzte, am 2. März nach Stuttgart fuhr und dort für einige Wochen „untertauchte“. Die Fortsetzung dieser Lebensgeschichte soll in der nächsten Folge weitergehen.

Strukturiertes Transkript

Mein Ausstieg aus der I AM Activity – Folge 62 des Kriya Yoga Podcasts

Lebensgeschichte, Teil 4: Wie eine Glaubensgemeinschaft endete und eine schwere Krise begann

Einleitung

In der 62. Folge des Kriya Yoga Podcasts Deutsch setze ich meine autobiografische Reihe fort. Nachdem ich in der vorherigen Episode über meine waghalsige Besteigung eines Viertausenders berichtet habe, geht es heute um ein einschneidendes Kapitel meines Lebens: meinen Ausstieg aus der I AM Activity und die turbulenten Wochen, die diesem Schritt folgten – bis hin zu einer Zwangseinweisung in die Psychiatrie. Es ist der vierte Teil meiner Lebensgeschichte, und er fällt etwas ausführlicher aus als sonst.

Die letzten Monate in der I AM Activity

Meine Zeit in der I AM Activity näherte sich einem Höhepunkt, bevor sie endete. Beim letzten Bürgenstock-Event durfte ich erstmals selbst vorne stehen und die sogenannten Decrees anleiten – eine Aufgabe, die man erst nach längerer Zugehörigkeit und als „100-Prozent-Student“ übertragen bekam. Vor Hunderten von Menschen aus verschiedenen Ländern zu stehen, war noch einmal eine andere Herausforderung als die kleineren Zusammenkünfte, die ich aus Esslingen kannte. Das war Anfang Oktober.

Kurz darauf folgte ein Treffen mit Mönchen der Self-Realization Fellowship (SRF) in Schliersee, Ende November. Nur wenige Wochen später sollte mein Engagement in der I AM Activity ein abruptes Ende finden.

Der Streit mit meinen Eltern und das Ende der I AM Activity

Der Auslöser war ein familiärer Konflikt. Meine Eltern, die sich nach wie vor große Sorgen um mich machten, besuchten mich – aus meiner damaligen Sicht war meine Mutter dabei zu fürsorglich. Es kam zum Streit, ich lief weg und versteckte mich in einer Kirche, bis meine Eltern wieder gegangen waren.

Was ich nicht wusste: Meine Eltern ließen sich von den Vermietern den Schlüssel zu meiner Wohnung geben, durchsuchten sie und fanden dabei meine SRF-Lehrbriefe. Sie informierten daraufhin die Gruppenleiterin der I AM Activity, die daraus sofort eine Angelegenheit machte. Ich hatte mich ohnehin schon etwas von der Gruppe zurückgezogen – die Treffen, dreimal wöchentlich über zwei bis drei Stunden, ließen sich kaum noch mit meinem Studium vereinbaren. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass mir das Meditieren persönlich mehr brachte als die gemeinschaftlichen Veranstaltungen.

Als die Gruppenleitung von den SRF-Lehrbriefen erfuhr, wurde der Europa-Leiter, Dr. Mäder, eingeschaltet. Seine Antwort war eindeutig: Ich müsse mich entscheiden – entweder SRF oder I AM Activity. Für mich war die Entscheidung im Grunde schon gefallen. SRF stand für mich für etwas Neues, Unbekanntes, einen Weg, den ich weiterverfolgen wollte. Ein letzter Versuch, Dr. Mäder telefonisch zu erreichen, scheiterte an der damals schwierigen Auslandsverbindung. Ab Anfang Dezember war ich offiziell draußen.

Eine Welt bricht zusammen

Der Austritt aus der Gruppe traf mich härter, als ich erwartet hatte. Die I AM Activity war für mich zu einer Art Referenzgruppe geworden, einem sozialen Anker. Zu Hause fühlte ich mich von meiner Familie nicht verstanden, und nun fehlte mir auch dieser Halt. Die Folgen waren spürbar: Ich vernachlässigte grundlegende Dinge wie Zähneputzen und Körperpflege, verlor zeitweise die Lebenslust und geriet in eine depressive Phase.

Auf der Suche nach neuen Interessen wandte ich mich der Politik zu – inspiriert auch durch Vorbilder aus der I AM-Literatur, in der gesellschaftlich engagierte Menschen häufig porträtiert wurden. Ich trat der CDU und der Jungen Union bei, in der Hoffnung, dort ein Betätigungsfeld neben dem Studium zu finden.

Weihnachten, Silvester und der Bruch mit der Familie

Zu Weihnachten wollten meine Eltern mich nach Hause holen, doch ich blieb lieber in Esslingen. Meine Schwester kam am Weihnachtsabend, ließ sich von den Vermietern Einlass gewähren und fand mich in Meditationshaltung, unrasiert, zurückgezogen.

Wenige Wochen später, an Silvester, wiederholte sich die Szene: Meine Eltern kamen erneut und trafen mich in derselben Position an. Sie nahmen an, ich hätte mich seit Tagen nicht mehr bewegt. Tatsächlich befand ich mich zu diesem Zeitpunkt in einem mehrtägigen Fasten – fünf Tage ohne Essen und Trinken, eine selbst initiierte Probe, weit vor meiner späteren Beschäftigung mit dem Konzept der „Lichtnahrung“ (Living on Light). Es ging mir damals weniger um eine bestimmte Methode als um den inneren Konflikt: Ich wollte raus aus der Gruppe – und gleichzeitig drin bleiben.

Die Zwangseinweisung in die Psychiatrie

Als meine Eltern mich an Silvester in diesem Zustand vorfanden, bekamen sie Angst und holten einen Arzt. Der wusste mit der Situation nichts anzufangen, und ich wurde ins Krankenhaus eingewiesen. Auch dort konnte man nichts Krankhaftes feststellen – ich sprach schlicht nicht, weil ich mich an eine von Yogananda übernommene Praxis hielt: einen Tag der Woche im Schweigen zu verbringen. Zufällig war genau dieser Tag gekommen, und ich entschied mich, ihn durchzuhalten.

Da meine Eltern jedoch darauf bestanden, dass ich mich äußere, wurde ich am späten Abend in die psychiatrische Klinik nach Nürtingen verlegt. Dort wollte man mir ein Beruhigungsmittel – Haldol – verabreichen, das ich verweigerte und stattdessen in einen Blumentopf schüttete. Diese Handlung wurde mir als Aggression ausgelegt. In der Folge wurde ich von mehreren Pflegern an den Gliedmaßen festgehalten und das Medikament gegen meinen Willen injiziert, anstatt es wie vorgesehen oral einzunehmen.

Die Nebenwirkungen waren gravierend. Ich verweigerte das übliche Gegenmittel, weil ich Medikamenten grundsätzlich ablehnend gegenüberstand. Ein bis zwei Tage später wachte ich auf und konnte meine Zunge kaum noch bewegen. Bei einem Spaziergang versagten plötzlich auch meine Beine – ich bewegte mich, wie ein Spastiker verdreht, mit großer Mühe zurück nach Hause, wo sich die Symptome nach einiger Zeit von selbst wieder lösten.

Diese Erfahrung hat mir auf eindrückliche Weise gezeigt, wie tiefgreifend Psychopharmaka in Körper und Psyche eingreifen können. Ich habe seither auch mitbekommen, wie in manchen Einrichtungen die psychische und körperliche Grundlage von Menschen nachhaltig beschädigt wird. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass etwa Scientology, die sich öffentlich gegen solche Praktiken in der Psychiatrie positioniert, dafür oft scharf kritisiert wird – ein Thema, das aber einen eigenen Diskurs verdient.

Der Bruch und ein neuer Anfang

Am Tag nach der Entlassung sprach ich mit der Klinikleitung und erklärte meine Beweggründe: den Tag der Stille, mein Bedürfnis, mich gegen den ständigen Druck meiner Eltern zur Wehr zu setzen. Ich hatte in der Vergangenheit oft nachgegeben – und genau das hatte aus meiner Sicht das Muster verstärkt, dass meine Eltern glaubten, mit genug Druck immer ihr Ziel zu erreichen. Diesmal wollte ich das durchbrechen. Die Klinikleitung sah das ein und ließ mich gehen.

Kurz darauf zog ich in eine neue Wohnung am Killesberg um – mit dem Auto meines Vaters, den ich noch einmal bat, mir Ruhe zu lassen. Am 2. März fuhr ich schließlich mit dem Zug nach Stuttgart und brach für die folgenden zweieinhalb Monate jeden Kontakt zu meiner Familie ab. Wie es danach weiterging, erzähle ich in der nächsten Folge.

Fazit

Diese Episode markiert einen Wendepunkt: das Ende meiner Zeit in der I AM Activity, eine tiefe persönliche Krise und eine erschütternde Erfahrung mit der Psychiatrie – aber auch den Beginn eines eigenständigeren Weges, der mich näher an die Praktiken heranführte, die später zu meiner lebenslangen Beschäftigung mit Kriya Yoga wurden.

Hari OM Tat Sat – Namaste.

Leicht überarbeitetes Transkript

Liebe Freunde des Kriya Yoga, heute zur Frage: Was ist Wahrheit im Lichte des Kriya Yoga? Oder allgemein: Was ist Wahrheit? Oder wie kann man diese Frage für den Kriya Yoga nutzen?

Das ist eine berühmte Frage, kommt schon im Neuen Testament vor. Jesus wird von Pilatus gefragt: Was ist … irgendwas mit Wahrheit? Und Jesus antwortet, glaube ich, mit Gegenfrage, ja, was ist Wahrheit? Oder, ich weiß nicht mehr, vielleicht hat er gar nicht geantwortet. Stumm geblieben.

Gut, es gibt ja in der Bibel auch einen Ausspruch: Wisse die Wahrheit und die Wahrheit wird dich befreien. (Joh. 8,31) Das ist schon mal ein guter Hinweis darauf, welche Wirkung die Wahrheit hat. Die Suche nach der Wahrheit führt dich zur Befreiung, zur Befreiung von allen Abhängigkeiten. Dazu habe ich auch schon eine Episode gemacht: Kriya Yoga und Abhängigkeiten (#51), was darunter zu verstehen ist.

Die Wahrheit führt dazu oder führt uns, zeigt uns Wege auf, wie wir uns von den Abhängigkeiten des Lebens, den physischen, den psychischen, den spirituellen Abhängigkeiten lösen.

Gut, was ist die Wahrheit? Die Wahrheit ist mal ganz … Es gibt also viele Wahrheiten, aber die Wahrheit, die entscheidend ist, ist, dass jedes Individuum die Möglichkeit hat, selbst erhaltend zu sein, völlig unabhängig zu sein. Denn der Kern jedes Individuums ist Gott, das Göttliche, wir sind alle Eins im Inneren.

Das ist die Zielvorgabe für unser Dasein – letztendlich, das wir ja verstehen als ein über mehrere, viele Inkarnationen verlaufendes Kontinuum, in dem die Essenz unseres Seins immer weiter gereicht wird. Es ist wie beim Handy. Diese Erfahrung macht jeder, Handy geht verloren, Apple hat das, Google hat das. Man hat die Daten in der Cloud gespeichert, die Cloud ist unser Innerstes, unser Wesenskern. Der Körper geht verloren, ein Körper ist kaputt, ein Handy ist kaputt.

Wir schmeißen es weg und laden dann unsere Daten wieder von der Cloud auf unser Handy, das ist die Reinkarnation in einen neuen Körper, und wir können genauso gut funktionieren, je nachdem wie der Körper ausgestattet ist, ein funktionables Handy schafft mehr, ein funktionablerer Körper schafft mehr, und genauso ist es, wenn du eine bessere Software, bessere Daten hast, dann kannst du damit natürlich auch mehr anfangen.

Das sind gute Vergleiche mit dem, was auch beim Menschen und bei seinen vielfachen Inkarnationen sich abspielt, eine Weiterentwicklung wie auch bei den Handys. Das ist auch nicht verwunderlich, denn es heißt ja, in der Spiritualität: Wie oben so unten, es taucht alles vielfältig auf, die gleichen Prinzipien an vielen verschiedenen Stellen, und man kann mit wenigen Prinzipien die Welt erklären, und die wenigen Prinzipien sind eigentlich die Wahrheitsgrundlage der spiritellen Selbsterforschung.

Aber gut, das bleibt ja noch ein bisschen philosophisch, aber man kann eben diese Frage: Was ist die Wahrheit, vielfältig auch kontemplieren, wo man eben noch Gedanken benutzt, das ist eine Vorform, eine Vorform von Meditation, wo man noch Gedanken hat, da kann man drüber nachdenken, was jetzt wahr ist.

Wenn einen Gefühle, Gedanken oder irgendwelche Sorgen plagen, dann kann man sich versuchen, bewusst zu machen, was die Wahrheit ist, die Wahrheit unseres Daseins, dass wir eben nicht von materiellen Dingen abhängig sind. Das hört sich jetzt alles ein bisschen abgehoben an, aber aus meiner Erfahrung in den Meditationen, also ich greife immer oder hab zumindest in den Anfangsphasen oft darauf zurückgegriffen, mir die Frage zu stellen: Was ist (die) Wahrheit.

Dann kann man sich die spirituellen Grundprinzipien vergegenwärtigen: Es gibt nur einen Gott, Gott ist auch im Individuum, „I AM“, man kann Gott auch mit „I AM“ bezeichnen, „I AM“, Ich bin der „ICH BIN“, I am, that I am, der Gott, der in allem ist, der alles regiert.

Mit dem sind wir eben eins, und mit diesem Mantra, wenn man dieses wählt und sich dann gleichzeitig verschiedene Situationen im Leben vorbei laufen lässt, oder vorstellt, die kommen ja in der Regel meist, die drängen sich auf, wenn irgendetwas dramatisches geschehen ist, dann jagen die einen ja, und dann kann man eben diese Frage dagegen stellen: Was ist die Wahrheit? What is the truth? Und wenn man dann zur Wahrheit kommt, dann wird man frei von diesen einen jagenden Traumata oder Gedanken.

Man kann das ja genauso anders herum ansehen: Wenn ich von etwas gejagt werde, dann ist das ein, wie sagt man, eine Kontradiktio in Adjekto: Ich als, also mein eigentliches Ich, mein eigentlicher Wesenskern, der Gott der Allmächtige Gott, der „ICH BIN“ im Grunde, der kann gar nicht gejagt werden von etwas. Der sieht alles, der weiß alles, der ist allmächtig, und wenn ich von etwas gejagt werde, dann heißt es, dass ich mich falsch identifiziere mit etwas, was ich gar nicht bin,

und dann kann man sagen: Wenn ich jetzt durch Gedanken, durch ein Bewusstsein, das mich befreit von dem, was mich jagt, frei werde, dann ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass das, dieses Bewusstsein, diese Einsichten, die ich habe, das ist die Wahrheit, da sie mich ja befreit. Das ist ein Hinweis zur Wahrheit, das kann man sich immer wieder mal vergegenwärtigen, vergegenwärtigen.

Dann gibt es noch so einen Satz, der, glaube ich, in den I AM-Diskursen auch vorkommt: Truth, truth, die Wahrheit: Truth is the only thing, the change is not. Wahrheit ist das einzige, was sich nicht ändert. Also das, was immer gleich bleibt, das ist die Wahrheit. Das kann man jetzt auch wieder verschiedentlich auslegen oder damit umgehen.

Das kann man als Waffe nutzen, gegen die Gefühle, die Gedanken, die einen jagen: Wahrheit ist das, was sich nicht verändert, also das kann man auch am Ende der Meditation oder vorher um die Gedanken zu beruhigen, kann man das nutzen, und auch zur Entscheidungsfindung.

Also man will ja selbst die Wahrheit, Gott ist die Wahrheit, man will selbst die Wahrheit sein, dann verhält man sich auch als Wahrheit, und dann ist das auch ein Hinweis: Um sich Seelenfrieden zu verschaffen, sollte man auch seine Überzeugungen, seine Lügen, Lügen und solche Sachen, das sind alles Sachen, wo die Wahrheit sich ändert, oder wo von der eigenen Schöpferkraft her, die Wahrheit sich verändert.

Also Lügen ist ein Eingriff oder ein Vortäuschen von einer veränderten Wahrheit, oder von etwas, was eben nicht diese Einheit hat. Dann heißt es im Umkehrschluss, dass man besser eben bei der Wahrheit bleibt, bei dem, was, was mit der Realität, was mit dem großen Ganzen übereinstimmt, was nicht dem widerspricht, was die Realität ist.

Es gibt auch Leute, die die Aufgabe haben, offensichtlich, in der Welt auch das zu tun, dann eben genau das Umkehrte zu tun. Aber das sind eben die, die die Probleme in der Welt verursachen, die natürlich andererseits diejenigen brauchen, die jeder Mensch braucht, um sich herauszuarbeiten, aus der Unvollkommenheit, aus dem niederen Bewusstsein, damit arbeiten wir. Aber damit schafft man sich im Grunde Unfreiheit und Abhängigkeit, wenn diese Rollen einnimmt, als Lügner und als Betrüger aufzutreten.

Besser ist es, betrogen zu werden, also Ungerechtigkeit zu erleiden, ist besser als Ungerechtigkeit zu tun, das ist ein wahrer Sinnspruch, an dem man sich halten kann, oder der, der dem auch entspricht. Also, wenn man eben bei der Wahrheit bleibt, dann hilft es einem auch Seelenfrieden, Gedankenfrieden, Gefühlsfrieden zu erlangen. Das ist ein Hinweis, dass man eben auch wahrhaftig sein sollte.

Was natürlich andererseits so auf primitive Weise auch nicht heißen sollte, dass man immer stumpfsinnig dann bei der Wahrheit bleibt, mit sich dann alles machen lässt. Denn …. das ist zumindest meine Erkenntnis geworden: Wenn ich erkenne, dass jemand meine Ehrlichkeit nur ausnutzt und selbst eben unehrlich ist, dann fühle ich mich natürlich auch nicht mehr verpflichtet, oder, ja, dann wäre es eigentlich dumm, dann naiv, dann ja, den ehrlichen zu markieren ständig und sich dadurch ständig dann Nachteile zutragen zu lassen.

Da sollte man dann so viel Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen auch einbringen, um andere möglicherweise dann auch in die Irre zu führen, wenn man weiß, dass die mit der eigenen Wahrheit, die nur gegen einen benutzen.

Kleine Abschwänkung, aber die Wahrheit, die ist, die ist eigentlich das, mit dem kann man, glaube ich, besser arbeiten, als mit der Erleuchtung. Ich will die Erleuchtung haben, ist etwas Unmotivierendes in der Meditation. Aber ich will zur Wahrheit kommen, das ist für mich etwas, das mir so einen Schub gibt, zur Einheit zu kommen und motivierend auch tiefer in mich hineinzukommen, also in tiefe Meditation zu kommen

und solche Sätze, solche Fragen, solche Nachforschungen ins eigene Innere, die kann man gut nutzen, um seine Meditationserfahrungen, damit auch die Kriya-Yoga-Erfahrungen zu vertiefen und damit auch den Kriya-Yoga effektiver zu machen, zu seiner wirklichen Effektivität zu verhelfen.

Wenn der Kriya-Yoga eben nicht wirkt, kann man sich die Frage stellen: Ja, was ist die Wahrheit, bezüglich dessen, was ich tue, wo, wo bin ich unehrlich mir gegenüber, wo, wo bin ich unwahrhaftig, den Techniken gegenüber oder dem Kriya-Yoga gegenüber, solche Fragen kann man sich stellen.

Man kann es natürlich nochmal differenzieren, also es gibt Wahrheiten auf der physischen Ebene, auf der emotionalen Ebene und auch auf der spirituellen Ebene und da kann man jeweils damit arbeiten und diese versuchen, sinnvoll für sein spirituelles Fortkommen einzusetzen.

Das kann ich nur jedem raten und ja, das ist es eigentlich schon, was mir einfällt zur Wahrheit, ohne irgendwelche Philosophen zitieren zu wollen oder irgendwas nachzuplappern.

Das ist das, was ich in meiner Meditationspraxis nutze oder sagen wir so, definitiv sehr viel genutzt habe in den Anfangsjahren, jetzt nicht mehr so ausführlich, jetzt ist bei mir mehr das OM, das Licht und die Freude, die innere Freude, diese Einheit mit dem Licht, mit dem OM, das ist bei mir jetzt mehr die motivierende Kraft oder der Motor, der mich voranbringt.

Aber wenn man eben noch nicht den Schluss, den Zusammenschluss mit OM oder den Kontakt mit OM hergestellt hat, mit dem Licht, mit der inneren Freude, dann sind solche Fragen nach der Wahrheit, mit denen man eben, wenn man sowieso von Gedanken gejagt ist und die nicht zur Ruhe bringen kann, zur Stille, dann beschäftige man sich mit solchen Fragen, der inneren Erkenntnis, die einen dann verhelfen, weiterzukommen und die Meditation zu vertiefen und dann frei zu werden von dem, was einen da jagt

und dann wird man letztendlich zu einer wandelnden Wahrheitsschleuder also man sondiert mit seiner Strahlung, mit seinem Tun, mit seinen Gefühlen, mit seinen Gedanken, mit seinen Worten, Wahrheit aus und wirkt korrigierend auf seine Umwelt, auf die Welt ein.

Gut, soweit jetzt. Hari, OM, Tat, Sat. Namaste. Alles Gute.

Der heutige Song stammt wieder dem Album „Oh Yogananda, Himalaya des Kriya“

Der zweite Song daraus:

Song:Oh Yogananda, Himalaya des Kriya presto

O Yogananda—Himalaya des Kriya,
ein stiller Strom der Weisheit.

Nicht für den Ruhm, nicht für den Lärm,
kamst du mit klarem Blick.
Du sprachst: „Prüf selbst, sei still, sei wach“—
und gabst selbst das strahlende Beispiel.

Atem wird tief,
Unruhe schwindet.

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.

Mit deinem Buch öffnetest du ein Tor,
ein Funke gegen das Vergessen.
Und Menschen fanden Mut im Stillsein,
wo sie nur Lärm besessen.

Atem wird tiefer,
Wirbelsäule wird Straße

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet,
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.

Ost und West—kein Streit der Formen:
ein Herz, ein Ton, ein stilles Ja.
Wo Liebe übt, wird Grenze weich,
und Gott wird Gegenwart.

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahrung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet,
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.

Der stille Strom bleibt—
im Atem, im Herzen, im Licht.
Jaya Yogananda.
Jaya Yogananda.
Jaya Yogananda.