Kurzzusammenfassung

n dieser Folge geht es um die Frage: Was ist Wahrheit im Lichte des Kriya Yoga? Bernd Prokop nimmt die bekannte Frage „Was ist Wahrheit?“ als Ausgangspunkt und verbindet sie mit dem biblischen Satz: „Wisse die Wahrheit und die Wahrheit wird dich befreien.“

Die Wahrheit wird hier nicht nur philosophisch verstanden, sondern praktisch-spirituell: Wahrheit ist das, was zur Befreiung von Abhängigkeiten führt – körperlich, psychisch und spirituell. Der Kern jedes Individuums wird als göttlich beschrieben; die eigentliche Wahrheit des Menschen liegt nicht in äußeren Umständen, Sorgen, Gedanken oder Traumata, sondern im innersten Wesenskern.

Ein zentrales Bild der Folge ist der Vergleich mit einem Handy und der Cloud: Der Körper ist wie ein Gerät, das irgendwann kaputtgeht oder verloren geht; der Wesenskern ist wie die Cloud, in der die eigentlichen Daten gespeichert bleiben. Reinkarnation wird so als Übertragung der Wesensdaten in einen neuen Körper erklärt.

Praktisch wird die Frage „Was ist die Wahrheit?“ als Kontemplations- und Meditationshilfe vorgestellt. Wenn Gedanken, Sorgen oder Traumata einen „jagen“, kann diese Frage helfen, sich vom falschen Ich und von falschen Identifikationen zu lösen. Wahrheit wird als etwas verstanden, das nicht vergeht und nicht wechselt. Sie kann als Gegenmittel gegen Unruhe, innere Abhängigkeit und Selbsttäuschung dienen.

Bernd betont außerdem, dass Wahrhaftigkeit Seelenfrieden bringt. Lüge, Betrug und das Vortäuschen einer veränderten Wahrheit erzeugen dagegen Unfreiheit und Abhängigkeit. Zugleich wird differenziert: Wahrhaftigkeit bedeutet nicht Naivität oder sich ausnutzen zu lassen. Wahrheit muss mit Selbstbewusstsein und innerer Klarheit verbunden werden.

Am Ende wird Wahrheit als stärkere Meditationsmotivation beschrieben als der abstrakte Wunsch nach Erleuchtung. Die Frage „Was ist Wahrheit?“ kann helfen, tiefer in die Meditation zu gehen, Kriya Yoga wirksamer zu machen und schließlich selbst zu einer Kraft zu werden, die Wahrheit ausstrahlt und korrigierend auf die Umwelt wirkt.

Strukturiertes Transkript

Was ist Wahrheit im Licht des Kriya Yoga?

Eine alte Frage – neu gestellt

Was ist Wahrheit? Diese Frage ist so alt wie die Menschheit selbst und begegnet uns schon im Neuen Testament: Pilatus stellt sie Jesus, der – so die Überlieferung – entweder mit einer Gegenfrage antwortet oder schweigt. Eine Antwort, die bis heute nachhallt, denn sie zeigt: Die Frage nach der Wahrheit lässt sich nicht einfach mit einem Satz erschlagen.

Interessanter als die philosophische Debatte ist für die Praxis des Kriya Yoga jedoch eine andere Frage: Wie können wir diese uralte Frage für unsere spirituelle Entwicklung nutzbar machen?

Wahrheit führt zur Freiheit

Im Johannesevangelium findet sich der bekannte Satz: „Erkennet die Wahrheit, und die Wahrheit wird euch frei machen“ (Joh. 8,31). Dieser Vers gibt bereits einen klaren Hinweis auf die Wirkung der Wahrheit: Die Suche nach ihr führt zur Befreiung – zur Befreiung von allen Abhängigkeiten, seien sie physischer, psychischer oder spiritueller Natur. (Wer tiefer in dieses Thema einsteigen möchte, findet dazu mehr in Folge 51: Kriya Yoga und Abhängigkeiten.)

Der göttliche Kern in jedem Menschen

Es gibt viele Wahrheiten – aber eine zentrale Wahrheit ist entscheidend: Jedes Individuum trägt die Möglichkeit in sich, selbsterhaltend und völlig unabhängig zu sein. Denn der Kern jedes Menschen ist Gott, das Göttliche selbst. Im Innersten sind wir alle eins.

Das ist die eigentliche Zielvorgabe unseres Daseins – eines Daseins, das sich über viele Inkarnationen hinweg als ein Kontinuum entfaltet, in dem die Essenz unseres Seins immer weitergetragen wird.

Das Smartphone als Gleichnis für Reinkarnation

Ein Vergleich, der vielen aus dem Alltag bekannt ist: Wenn ein Handy verloren geht oder kaputtwird, sind die eigentlichen Daten nicht verloren – sie liegen in der Cloud gespeichert. Man lädt sie einfach auf ein neues Gerät.

Genauso verhält es sich mit unserem Wesenskern: Die „Cloud“ ist unser Innerstes, unser göttlicher Kern. Der Körper ist wie das Handy – geht er zugrunde, „laden“ wir unsere Essenz in einen neuen Körper. Reinkarnation, bildlich gesprochen. Und wie ein leistungsfähigeres Gerät mehr ermöglicht, so erlaubt auch ein „besser ausgestatteter“ Körper – oder eine reifere Seele mit mehr spiritueller „Software“ – größere Entfaltung.

Das deckt sich mit dem hermetischen Prinzip „Wie oben, so unten“: Dieselben Grundprinzipien zeigen sich an unterschiedlichsten Stellen des Lebens. Mit wenigen Prinzipien lässt sich die Welt erklären – und genau diese Prinzipien bilden die Wahrheitsgrundlage spiritueller Selbsterforschung.

Die Frage nach der Wahrheit als Meditationswerkzeug

Die Frage „Was ist Wahrheit?“ lässt sich kontemplieren – eine Vorform der Meditation, in der man noch mit Gedanken arbeitet, bevor man in tiefere, gedankenfreie Stille eintritt.

Wenn Gefühle, Gedanken oder Sorgen einen plagen, kann man sich bewusst die Wahrheit unseres Daseins vor Augen führen: dass wir letztlich nicht von materiellen Dingen abhängig sind. Das mag abstrakt klingen, doch gerade in den Anfangsjahren meiner eigenen Meditationspraxis war die Frage „Was ist Wahrheit?“ ein zentrales Werkzeug.

Grundprinzipien vergegenwärtigen

In solchen Momenten helfen einfache, kraftvolle spirituelle Grundwahrheiten:

  • Es gibt nur einen Gott.
  • Gott ist auch im Individuum gegenwärtig.
  • „I AM“ – Ich bin der „ICH BIN“, I am that I am – der Gott, der in allem ist und alles durchwirkt.

Mit diesem Gott sind wir eins. Wählt man „I AM“ als Mantra und lässt gleichzeitig belastende Lebenssituationen vor dem inneren Auge vorüberziehen – meist drängen sich diese ja gerade dann auf, wenn etwas Dramatisches geschehen ist –, kann man dieser Verfolgung die Frage „Was ist die Wahrheit?“ entgegensetzen. Kommt man zur Wahrheit, löst sich die Macht der jagenden Gedanken und Traumata.

Wer kann überhaupt „gejagt“ werden?

Man kann diesen Gedanken auch umdrehen: Wenn ich mich von etwas verfolgt oder gejagt fühle, liegt darin bereits ein innerer Widerspruch. Denn mein eigentlicher Wesenskern – der allmächtige Gott, das „ICH BIN“ in mir – kann gar nicht gejagt werden. Er sieht alles, weiß alles, ist allmächtig.

Fühle ich mich also verfolgt, bedeutet das: Ich identifiziere mich fälschlich mit etwas, das ich gar nicht bin. Befreit mich nun ein Gedanke, eine Einsicht, von genau dieser Verfolgung, ist das ein verlässliches Erkennungszeichen: Diese Einsicht ist Wahrheit – denn sie befreit. Diesen Maßstab darf man sich immer wieder vergegenwärtigen.

„Truth is the only thing the change is not“

In den I-AM-Discourses findet sich der Satz: Truth is the only thing the change is not – die Wahrheit ist das Einzige, das sich nicht verändert. Was immer gleich bleibt, ist die Wahrheit.

Dieser Satz lässt sich auf verschiedene Weise nutzen:

Als Waffe gegen aufwühlende Gedanken und Gefühle. Vor oder nach der Meditation hilft er, den Geist zu beruhigen.

Als Entscheidungshilfe. Wer selbst die Wahrheit sein möchte – und Gott ist die Wahrheit –, verhält sich auch entsprechend wahrhaftig. Daraus folgt: Wer inneren Frieden sucht, sollte eigene Lügen und Selbsttäuschungen aufgeben. Denn eine Lüge ist nichts anderes als das Vortäuschen einer veränderten, nicht mit der Einheit übereinstimmenden Wahrheit – ein Eingriff in das, was eigentlich unveränderlich ist.

Im Umkehrschluss gilt: Wer bei der Wahrheit bleibt – bei dem, was mit der Realität und dem großen Ganzen übereinstimmt – schafft sich inneren Frieden.

Wahrhaftigkeit schützt nicht vor Klugheit

Manche Menschen scheinen in der Welt geradezu die Aufgabe zu haben, das Gegenteil zu tun und Unwahrheit zu verbreiten. Sie verursachen Probleme – Probleme, die gleichzeitig jeder Mensch braucht, um sich aus Unvollkommenheit und niedrigerem Bewusstsein herauszuarbeiten. Wer jedoch selbst die Rolle des Lügners oder Betrügers einnimmt, schafft sich dadurch Unfreiheit und Abhängigkeit.

Es gilt der alte Grundsatz: Es ist besser, Unrecht zu erleiden, als Unrecht zu tun. Wer bei der Wahrheit bleibt, gewinnt Seelenfrieden – Gedankenfrieden, Gefühlsfrieden.

Das heißt jedoch nicht, naiv oder stumpfsinnig immer „die Ehrlichkeit zu markieren“ und sich dadurch ausnutzen zu lassen. Erkennt man, dass jemand die eigene Ehrlichkeit missbraucht und selbst unehrlich handelt, ist es weder dumm noch unspirituell, sich mit Selbstbewusstsein und Klugheit zu schützen – notfalls auch, indem man andere bewusst in die Irre führt, wenn diese die eigene Wahrhaftigkeit ausschließlich gegen einen selbst einsetzen.

Wahrheit statt Erleuchtung als Motivation

Ein persönlicher Gedanke am Rande: Mit dem Begriff Wahrheit lässt sich meiner Erfahrung nach besser arbeiten als mit dem Begriff Erleuchtung. „Ich will die Erleuchtung erreichen“ wirkt in der Meditation seltsam unmotivierend. „Ich will zur Wahrheit kommen“ dagegen gibt mir einen echten inneren Schub – es treibt mich zur Einheit und tiefer in die Meditation hinein.

Solche Fragen und diese Form der inneren Nachforschung lassen sich hervorragend nutzen, um die eigene Meditationserfahrung und damit die Kriya-Yoga-Praxis zu vertiefen und wirksamer zu machen.

Wenn die Kriya-Yoga-Praxis nicht wirkt

Wirkt die eigene Praxis nicht wie erwartet, lohnt sich die ehrliche Selbstbefragung: Wo bin ich mir selbst gegenüber unehrlich? Wo bin ich unwahrhaftig – gegenüber den Techniken, gegenüber dem Kriya Yoga selbst?

Man kann dabei zwischen verschiedenen Ebenen der Wahrheit unterscheiden: der physischen, der emotionalen und der spirituellen Ebene. Auf jeder dieser Ebenen lässt sich die Frage nach der Wahrheit sinnvoll für das eigene spirituelle Fortkommen einsetzen.

Von der Wahrheitssuche zur „wandelnden Wahrheit“

In meiner eigenen Praxis spielte die Frage nach der Wahrheit vor allem in den Anfangsjahren eine zentrale Rolle. Heute ist es mehr das OM, das Licht und die innere Freude – die Einheit mit dem Licht, mit dem OM –, die als motivierende Kraft wirken.

Wer jedoch noch keinen unmittelbaren Kontakt zu OM, zum inneren Licht und zur inneren Freude gefunden hat, dem kann gerade die Frage nach der Wahrheit als wertvolles Werkzeug dienen: Sie schafft innere Erkenntnis, befreit von verfolgenden Gedanken und vertieft die Meditation.

Und am Ende dieses Weges wird man selbst zu einer Art wandelnder Wahrheit: Man sendet durch die eigene Ausstrahlung, durch Taten, Gefühle, Gedanken und Worte Wahrheit aus – und wirkt dadurch korrigierend und heilsam auf die eigene Umwelt und die Welt.

Hari OM Tat Sat. Namaste.

Leicht überarbeitetes Transkript

Liebe Freunde des Kriya Yoga, heute zur Frage: Was ist Wahrheit im Lichte des Kriya Yoga? Oder allgemein: Was ist Wahrheit? Oder wie kann man diese Frage für den Kriya Yoga nutzen?

Das ist eine berühmte Frage, kommt schon im Neuen Testament vor. Jesus wird von Pilatus gefragt: Was ist … irgendwas mit Wahrheit? Und Jesus antwortet, glaube ich, mit Gegenfrage, ja, was ist Wahrheit? Oder, ich weiß nicht mehr, vielleicht hat er gar nicht geantwortet. Stumm geblieben.

Gut, es gibt ja in der Bibel auch einen Ausspruch: Wisse die Wahrheit und die Wahrheit wird dich befreien. (Joh. 8,31) Das ist schon mal ein guter Hinweis darauf, welche Wirkung die Wahrheit hat. Die Suche nach der Wahrheit führt dich zur Befreiung, zur Befreiung von allen Abhängigkeiten. Dazu habe ich auch schon eine Episode gemacht: Kriya Yoga und Abhängigkeiten (#51), was darunter zu verstehen ist.

Die Wahrheit führt dazu oder führt uns, zeigt uns Wege auf, wie wir uns von den Abhängigkeiten des Lebens, den physischen, den psychischen, den spirituellen Abhängigkeiten lösen.

Gut, was ist die Wahrheit? Die Wahrheit ist mal ganz … Es gibt also viele Wahrheiten, aber die Wahrheit, die entscheidend ist, ist, dass jedes Individuum die Möglichkeit hat, selbst erhaltend zu sein, völlig unabhängig zu sein. Denn der Kern jedes Individuums ist Gott, das Göttliche, wir sind alle Eins im Inneren.

Das ist die Zielvorgabe für unser Dasein – letztendlich, das wir ja verstehen als ein über mehrere, viele Inkarnationen verlaufendes Kontinuum, in dem die Essenz unseres Seins immer weiter gereicht wird. Es ist wie beim Handy. Diese Erfahrung macht jeder, Handy geht verloren, Apple hat das, Google hat das. Man hat die Daten in der Cloud gespeichert, die Cloud ist unser Innerstes, unser Wesenskern. Der Körper geht verloren, ein Körper ist kaputt, ein Handy ist kaputt.

Wir schmeißen es weg und laden dann unsere Daten wieder von der Cloud auf unser Handy, das ist die Reinkarnation in einen neuen Körper, und wir können genauso gut funktionieren, je nachdem wie der Körper ausgestattet ist, ein funktionables Handy schafft mehr, ein funktionablerer Körper schafft mehr, und genauso ist es, wenn du eine bessere Software, bessere Daten hast, dann kannst du damit natürlich auch mehr anfangen.

Das sind gute Vergleiche mit dem, was auch beim Menschen und bei seinen vielfachen Inkarnationen sich abspielt, eine Weiterentwicklung wie auch bei den Handys. Das ist auch nicht verwunderlich, denn es heißt ja, in der Spiritualität: Wie oben so unten, es taucht alles vielfältig auf, die gleichen Prinzipien an vielen verschiedenen Stellen, und man kann mit wenigen Prinzipien die Welt erklären, und die wenigen Prinzipien sind eigentlich die Wahrheitsgrundlage der spiritellen Selbsterforschung.

Aber gut, das bleibt ja noch ein bisschen philosophisch, aber man kann eben diese Frage: Was ist die Wahrheit, vielfältig auch kontemplieren, wo man eben noch Gedanken benutzt, das ist eine Vorform, eine Vorform von Meditation, wo man noch Gedanken hat, da kann man drüber nachdenken, was jetzt wahr ist.

Wenn einen Gefühle, Gedanken oder irgendwelche Sorgen plagen, dann kann man sich versuchen, bewusst zu machen, was die Wahrheit ist, die Wahrheit unseres Daseins, dass wir eben nicht von materiellen Dingen abhängig sind. Das hört sich jetzt alles ein bisschen abgehoben an, aber aus meiner Erfahrung in den Meditationen, also ich greife immer oder hab zumindest in den Anfangsphasen oft darauf zurückgegriffen, mir die Frage zu stellen: Was ist (die) Wahrheit.

Dann kann man sich die spirituellen Grundprinzipien vergegenwärtigen: Es gibt nur einen Gott, Gott ist auch im Individuum, „I AM“, man kann Gott auch mit „I AM“ bezeichnen, „I AM“, Ich bin der „ICH BIN“, I am, that I am, der Gott, der in allem ist, der alles regiert.

Mit dem sind wir eben eins, und mit diesem Mantra, wenn man dieses wählt und sich dann gleichzeitig verschiedene Situationen im Leben vorbei laufen lässt, oder vorstellt, die kommen ja in der Regel meist, die drängen sich auf, wenn irgendetwas dramatisches geschehen ist, dann jagen die einen ja, und dann kann man eben diese Frage dagegen stellen: Was ist die Wahrheit? What is the truth? Und wenn man dann zur Wahrheit kommt, dann wird man frei von diesen einen jagenden Traumata oder Gedanken.

Man kann das ja genauso anders herum ansehen: Wenn ich von etwas gejagt werde, dann ist das ein, wie sagt man, eine Kontradiktio in Adjekto: Ich als, also mein eigentliches Ich, mein eigentlicher Wesenskern, der Gott der Allmächtige Gott, der „ICH BIN“ im Grunde, der kann gar nicht gejagt werden von etwas. Der sieht alles, der weiß alles, der ist allmächtig, und wenn ich von etwas gejagt werde, dann heißt es, dass ich mich falsch identifiziere mit etwas, was ich gar nicht bin,

und dann kann man sagen: Wenn ich jetzt durch Gedanken, durch ein Bewusstsein, das mich befreit von dem, was mich jagt, frei werde, dann ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass das, dieses Bewusstsein, diese Einsichten, die ich habe, das ist die Wahrheit, da sie mich ja befreit. Das ist ein Hinweis zur Wahrheit, das kann man sich immer wieder mal vergegenwärtigen, vergegenwärtigen.

Dann gibt es noch so einen Satz, der, glaube ich, in den I AM-Diskursen auch vorkommt: Truth, truth, die Wahrheit: Truth is the only thing, the change is not. Wahrheit ist das einzige, was sich nicht ändert. Also das, was immer gleich bleibt, das ist die Wahrheit. Das kann man jetzt auch wieder verschiedentlich auslegen oder damit umgehen.

Das kann man als Waffe nutzen, gegen die Gefühle, die Gedanken, die einen jagen: Wahrheit ist das, was sich nicht verändert, also das kann man auch am Ende der Meditation oder vorher um die Gedanken zu beruhigen, kann man das nutzen, und auch zur Entscheidungsfindung.

Also man will ja selbst die Wahrheit, Gott ist die Wahrheit, man will selbst die Wahrheit sein, dann verhält man sich auch als Wahrheit, und dann ist das auch ein Hinweis: Um sich Seelenfrieden zu verschaffen, sollte man auch seine Überzeugungen, seine Lügen, Lügen und solche Sachen, das sind alles Sachen, wo die Wahrheit sich ändert, oder wo von der eigenen Schöpferkraft her, die Wahrheit sich verändert.

Also Lügen ist ein Eingriff oder ein Vortäuschen von einer veränderten Wahrheit, oder von etwas, was eben nicht diese Einheit hat. Dann heißt es im Umkehrschluss, dass man besser eben bei der Wahrheit bleibt, bei dem, was, was mit der Realität, was mit dem großen Ganzen übereinstimmt, was nicht dem widerspricht, was die Realität ist.

Es gibt auch Leute, die die Aufgabe haben, offensichtlich, in der Welt auch das zu tun, dann eben genau das Umkehrte zu tun. Aber das sind eben die, die die Probleme in der Welt verursachen, die natürlich andererseits diejenigen brauchen, die jeder Mensch braucht, um sich herauszuarbeiten, aus der Unvollkommenheit, aus dem niederen Bewusstsein, damit arbeiten wir. Aber damit schafft man sich im Grunde Unfreiheit und Abhängigkeit, wenn diese Rollen einnimmt, als Lügner und als Betrüger aufzutreten.

Besser ist es, betrogen zu werden, also Ungerechtigkeit zu erleiden, ist besser als Ungerechtigkeit zu tun, das ist ein wahrer Sinnspruch, an dem man sich halten kann, oder der, der dem auch entspricht. Also, wenn man eben bei der Wahrheit bleibt, dann hilft es einem auch Seelenfrieden, Gedankenfrieden, Gefühlsfrieden zu erlangen. Das ist ein Hinweis, dass man eben auch wahrhaftig sein sollte.

Was natürlich andererseits so auf primitive Weise auch nicht heißen sollte, dass man immer stumpfsinnig dann bei der Wahrheit bleibt, mit sich dann alles machen lässt. Denn …. das ist zumindest meine Erkenntnis geworden: Wenn ich erkenne, dass jemand meine Ehrlichkeit nur ausnutzt und selbst eben unehrlich ist, dann fühle ich mich natürlich auch nicht mehr verpflichtet, oder, ja, dann wäre es eigentlich dumm, dann naiv, dann ja, den ehrlichen zu markieren ständig und sich dadurch ständig dann Nachteile zutragen zu lassen.

Da sollte man dann so viel Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen auch einbringen, um andere möglicherweise dann auch in die Irre zu führen, wenn man weiß, dass die mit der eigenen Wahrheit, die nur gegen einen benutzen.

Kleine Abschwänkung, aber die Wahrheit, die ist, die ist eigentlich das, mit dem kann man, glaube ich, besser arbeiten, als mit der Erleuchtung. Ich will die Erleuchtung haben, ist etwas Unmotivierendes in der Meditation. Aber ich will zur Wahrheit kommen, das ist für mich etwas, das mir so einen Schub gibt, zur Einheit zu kommen und motivierend auch tiefer in mich hineinzukommen, also in tiefe Meditation zu kommen

und solche Sätze, solche Fragen, solche Nachforschungen ins eigene Innere, die kann man gut nutzen, um seine Meditationserfahrungen, damit auch die Kriya-Yoga-Erfahrungen zu vertiefen und damit auch den Kriya-Yoga effektiver zu machen, zu seiner wirklichen Effektivität zu verhelfen.

Wenn der Kriya-Yoga eben nicht wirkt, kann man sich die Frage stellen: Ja, was ist die Wahrheit, bezüglich dessen, was ich tue, wo, wo bin ich unehrlich mir gegenüber, wo, wo bin ich unwahrhaftig, den Techniken gegenüber oder dem Kriya-Yoga gegenüber, solche Fragen kann man sich stellen.

Man kann es natürlich nochmal differenzieren, also es gibt Wahrheiten auf der physischen Ebene, auf der emotionalen Ebene und auch auf der spirituellen Ebene und da kann man jeweils damit arbeiten und diese versuchen, sinnvoll für sein spirituelles Fortkommen einzusetzen.

Das kann ich nur jedem raten und ja, das ist es eigentlich schon, was mir einfällt zur Wahrheit, ohne irgendwelche Philosophen zitieren zu wollen oder irgendwas nachzuplappern.

Das ist das, was ich in meiner Meditationspraxis nutze oder sagen wir so, definitiv sehr viel genutzt habe in den Anfangsjahren, jetzt nicht mehr so ausführlich, jetzt ist bei mir mehr das OM, das Licht und die Freude, die innere Freude, diese Einheit mit dem Licht, mit dem OM, das ist bei mir jetzt mehr die motivierende Kraft oder der Motor, der mich voranbringt.

Aber wenn man eben noch nicht den Schluss, den Zusammenschluss mit OM oder den Kontakt mit OM hergestellt hat, mit dem Licht, mit der inneren Freude, dann sind solche Fragen nach der Wahrheit, mit denen man eben, wenn man sowieso von Gedanken gejagt ist und die nicht zur Ruhe bringen kann, zur Stille, dann beschäftige man sich mit solchen Fragen, der inneren Erkenntnis, die einen dann verhelfen, weiterzukommen und die Meditation zu vertiefen und dann frei zu werden von dem, was einen da jagt

und dann wird man letztendlich zu einer wandelnden Wahrheitsschleuder also man sondiert mit seiner Strahlung, mit seinem Tun, mit seinen Gefühlen, mit seinen Gedanken, mit seinen Worten, Wahrheit aus und wirkt korrigierend auf seine Umwelt, auf die Welt ein.

Gut, soweit jetzt. Hari, OM, Tat, Sat. Namaste. Alles Gute.

Der heutige Song stammt wieder dem Album „Oh Yogananda, Himalaya des Kriya“

Der zweite Song daraus:

Song: Oh Yogananda, Himalaya des Kriya bedroom pop

O Yogananda—Himalaya des Kriya,
ein stiller Strom der Weisheit.

Nicht für den Ruhm, nicht für den Lärm,
kamst du mit klarem Blick.
Du sprachst: „Prüf selbst, sei still, sei wach“—
und gabst selbst das strahlende Beispiel.

Atem wird tief,
Unruhe schwindet.

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.

Mit deinem Buch öffnetest du ein Tor,
ein Funke gegen das Vergessen.
Und Menschen fanden Mut im Stillsein,
wo sie nur Lärm besessen.

Atem wird tiefer,
Wirbelsäule wird Straße

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet,
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.

Ost und West—kein Streit der Formen:
ein Herz, ein Ton, ein stilles Ja.
Wo Liebe übt, wird Grenze weich,
und Gott wird Gegenwart.

Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahrung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet,
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.

Der stille Strom bleibt—
im Atem, im Herzen, im Licht.
Jaya Yogananda.
Jaya Yogananda.
Jaya Yogananda.