Kurzzusammenfassung
In dieser Folge 60 des Kriya Yoga Podcast Deutsch geht es um die OM-Meditation als eine der zentralen Vorbereitungstechniken im Umfeld der Self-Realization Fellowship nach Paramahansa Yogananda. Bernd Prokop erklärt, warum er die Technik selbst nicht im Detail weitergeben kann, da sie innerhalb der SRF-Lehrbriefe vermittelt wird, beschreibt aber allgemein ihre Bedeutung, ihre Wirkung und ihren Bezug zur dynastischen Kriya-Yoga-Linie.
Im Mittelpunkt steht das Hören des inneren Klangs, der mit den Chakren verbunden ist. Die OM-Meditation wird als Schulung der Konzentration, der inneren Wahrnehmung und des Rückzugs der Sinne dargestellt. Bernd beschreibt, wie das Zuhalten der Ohren und anderer Kopföffnungen die S
inneseindrücke reduziert und dadurch die Konzentration nach innen verstärken kann.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Vergleich zur Technik des Jyoti Mudra beziehungsweise Yoni Mudra. Dabei geht es um das Verschließen der Kopföffnungen, die Ausrichtung auf das dritte Auge, die Verbindung mit Kumbhaka, Wirbelsäulenatmung und gegebenenfalls Kechari Mudra. Bernd schildert eigene Erfahrungen mit Armstützen, selbstgebauten Hilfen und dem späteren Versuch, die nötige Muskelkraft ohne äußere Stützen aufzubauen.
Zum Schluss ordnet er die OM-Meditation als wichtige Praxis ein, die auch für spätere höhere Einweihungen bedeutsam bleibt. Er empfiehlt, sich mit den SRF-Lehrbriefen auseinanderzusetzen, weil diese nicht nur die OM-Meditation, sondern viele weitere Grundlagen des spirituellen Lebens vermitteln. Die Folge endet mit dem Song „Oh Yogananda, Himalaya des Kriya“ aus dem Album „Oh Yogananda, Himalaya des Kriya“.
Strukturiertes Transkript
OM-Meditation – Die zweite Meditationstechnik des Kriya Yoga | Folge 60
Kriya Yoga Podcast Deutsch · Folge 60
Einleitung: Warum Folge 60 ein besonderes Thema trägt
Die runden Zehnerzahlen im Kriya Yoga Podcast Deutsch stehen nicht zufällig für Technik-Episoden: Da beim Kriya Yoga nur vergleichsweise wenige Kerntechniken existieren, ist jede zweite glatte Zehnerzahl einem konkreten Übungsthema gewidmet. Nach der Hong-Sau-Technik in Folge 40 widmet sich Folge 60 der OM-Meditation – der zweiten Meditationstechnik, die man im Rahmen der Lehrbriefe der Self-Realization Fellowship (SRF) erlernt.
Die OM-Meditation im Kontext der SRF-Ausbildung
Die SRF übermittelt ihre Techniken stufenweise und vertraulich. Bernd Prokop besitzt keine Berechtigung, die genaue Unterweisungsmethodik der SRF öffentlich weiterzugeben – weshalb dieser Artikel allgemeine Zusammenhänge beleuchtet und auf verwandte Techniken aus der dynastischen Linie (Kashi Kriya Yoga / Shibendu Lahiri) eingeht.
Die Empfehlung: SRF-Lehrbriefe als Grundlage
Wer ernsthaft mit Kriya Yoga beginnen möchte, dem empfiehlt Bernd Prokop als ersten Schritt die Lehrbriefe der SRF. Sie sind kostengünstig erhältlich, bieten ein solides spirituelles Fundament und enthalten neben der OM-Meditation zahlreiche weitere wertvolle Anleitungen eines Großmeisters des Yoga – Paramahansa Yogananda.
Die Lehrbriefe sind das Tor: Erst wer die Grundlagen von Yogananda gelernt hat, kann sinnvoll auf ihnen aufbauen – gleich, in welcher Kriya-Linie er später weitergeht.
Einbettung in die Stufenfolge
In der klassischen SRF-Ausbildung erhielt man:
- In der 20. Lektion die Hong-Sau-Konzentrationstechnik, mit der man sich über ca. 2,5 bis 3 Monate ausschließlich beschäftigte.
- Anschließend die OM-Meditation, mit der man sich ebenfalls eine Phase lang singular und vertieft beschäftigen sollte – als direkte Vorbereitung auf die eigentlichen Kriya-Techniken (Kriya proper).
Diese Phase erlebte Bernd Prokop als außerordentlich fruchtbar: Die OM-Meditation unterstützte ihn in wichtigen Lebensentscheidungen und griff fundamental in sein Bewusstsein ein.
Was ist die OM-Meditation? – Das Hören der Chakra-Töne
Töne der Energiezentren
Jedes der sieben Hauptchakren (in der dynastischen Linie werden 12 Chakren berücksichtigt) gibt einen charakteristischen Ton von sich. In Yoganandas Bhagavad-Gita-Kommentar (Gott spricht mit Arjuna) klingt dieses Wissen ebenfalls an. Die SRF beschreibt diese Töne poetisch als:
- Flöte
- Harfe
- Summen einer Biene
- Glockenschlag
Aus eigener Erfahrung charakterisiert Bernd Prokop diese Wahrnehmungen als verschiedene Formen eines Klirrens oder Flimmerns, die sich von Chakra zu Chakra unterscheiden – zwar poetisch unterschiedlich beschreibbar, letztlich aber verwandte subtile Klangphänomene.
Das Ziel der Praxis
Die OM-Meditation schult:
- Das Hören dieser Töne – klarer, konkreter, bewusster.
- Die Konzentrationsfähigkeit auf innere Wahrnehmungen.
- Die Fähigkeit, sich durch wiederholte Übung immer tiefer in diese inneren Klangwelten hineinzuarbeiten.
Yoni Mudra / Jyoti Mudra – Das Verschließen der Sinnesöffnungen
Grundprinzip
Ein zentrales Element der OM-Meditation ist das Yoni Mudra (in der SRF als Jyoti Mudra bezeichnet, von Sanskrit Jyoti = Licht). Diese Handhaltung dient dazu, die Kopföffnungen zu verschließen und Sinnesreize zu reduzieren, um die innere Konzentration zu vertiefen.
Die Handhaltung im Detail
Jeder Finger übernimmt eine spezifische Funktion:
| Finger | Position | Funktion |
|---|---|---|
| Daumen | In die Ohrläppchen gedrückt | Gehörgang verschließen |
| Zeigefinger | Leicht an die äußere untere Augenecke | Augäpfel sanft Richtung Stirnzentrum ausrichten, Lider verschließen |
| Mittelfinger | In die Gruben unterhalb der Nasenflügel | Nasenatmung kontrollieren / bei Kumbhaka verschließen |
| Ringfinger | Auf die Oberlippe | Mund symbolisch verschließen |
| Kleiner Finger | Auf die Unterlippe | Mund symbolisch verschließen |
Yogani (AYP-Linie) lässt Ring- und kleinen Finger aus praktischen Gründen weg, da ihr Beitrag den Lernaufwand übersteigt.
Erfahrungsbericht: Ohrenzuhalten als Verstärker
Schon früh machte Bernd Prokop Erfahrungen mit dem Verschließen der Ohren – als Schüler nutzte er den Gehörschutz seines Vaters zunächst beim Lernen und später beim Abitur. Das Zuhören nach innen, die Umlenkung der Aufmerksamkeit von außen nach innen, offenbarte dann den eigentlichen Effekt: das Verschließen der Sinnesöffnungen führt schnell zu nahezu greifbaren Konzentrationserfahrungen.
Jyoti Mudra in der dynastischen Linie – Verbindung zur OM-Meditation
In der dynastischen Linie (Shibendu Lahiri) ist Jyoti Mudra eine eigenständige Technik mit einer spezifischen Abfolge:
- Einatmen und Spinal Breathing Pranayama (Wirbelsäulenatmung)
- Kumbhaka (Atemanhalten nach der Einatmung)
- Verschließen aller Kopföffnungen mit dem Yoni-Mudra-Griff
- Konzentration auf das Stirnzentrum (Ajna-Chakra / Drittes Auge)
Zusätzlich empfiehlt Yogani eine Verstärkung durch Lungenluft: Die eingeatmete Luft wird nach oben in die Atemwege und Nasennebenhöhlen gedrückt, was das Stirnzentrum zusätzlich stimuliert. Bernd Prokop berichtet, dass dieser Zusatz beim ersten Anwenden auf Anhieb zum Sehen des Dritten Auges geführt hat – wenngleich diese Erfahrung, typisch für den Yogaweg, beim nächsten Mal nicht sofort wiederholbar war.
Wer Kechari Mudra beherrscht, führt diese Technik selbstverständlich gleichzeitig aus: Die Zunge wird in den Nasenrachenraum gehoben und in Richtung Drittes Auge ausgerichtet – zusammen mit Augäpfeln und Tragus (dem Knorpel, der den Gehörgang verschließt) entsteht eine ganzheitliche Ausrichtung auf das Ajna-Chakra.
Praktische Aspekte: Armkraft und Hilfsmittel
Das Problem der Ermüdung
Wer die Kopföffnungen länger als einige Minuten zuhalten möchte, stößt rasch an die Grenzen der Arm- und Rückenmuskulatur. Die SRF bietet daher spezielle, höhenverstellbare Armstützen an, die auch auf Reisen mitgenommen werden können.
Bernd Prokops Weg: Selbst erarbeitete Unabhängigkeit
In einer für ihn charakteristischen Geste lehnte Bernd das externe Hilfsmittel zugunsten eigener Körperkraft ab – und fand 1987 (dem Jahr, in dem er die OM-Meditation erhielt) kurzerhand zwei Dachlatten in einem Vorraum der I AM Activity, die er zu einer provisorischen Stütze zusammenlegte. Die leicht instabile Konstruktion zwang ihn zu aktivem Balancieren, was er rückblickend als vorteilhafter bewertet als die starre SRF-Stütze:
Das Prinzip des Yoga ist: Die Verantwortung nach innen zu nehmen und über alles mehr oder weniger die Herrschaft zu erlangen. Starre Stützen geben diese Verantwortung nach außen ab.
Durch regelmäßiges Training baute er die nötige Muskulatur auf und konnte die Übung schließlich stundenweise ohne jede Stütze ausführen. Bei längeren Übungspausen baut sich die Kraft ab – mit konsequenter Wiederaufnahme ist sie aber schnell zurückgewonnen.
Praktischer Tipp: Wer regelmäßig übt, kann die Öffnungen nach kurzer Zeit locker 10 Minuten ohne Stütze zuhalten – und mit weiterer Übung deutlich länger.
Bedeutung der OM-Meditation im weiteren Übungsweg
Die OM-Meditation ist nicht nur für die erste höhere Einweihung in der SRF bedeutsam – Elemente von ihr fließen auch in die zweite höhere Einweihung ein. Sie bleibt also eine Technik, die es wert ist, auch nach der Kriya-Initiation gelegentlich wieder aufzugreifen, um die eigene spirituelle Praxis zu bereichern und zu vertiefen.
Zusammenfassung: Was du aus dieser Folge mitnehmen kannst
- Die OM-Meditation ist die zweite Meditationstechnik aus den SRF-Lehrbriefen und eine fundamental bewusstseinsverändernde Praxis.
- Sie beruht auf dem Lauschen auf die charakteristischen Töne der Chakren bei gleichzeitig verschlossenen Sinnesöffnungen.
- Das Yoni Mudra / Jyoti Mudra ist die zugehörige Handhaltung; in der dynastischen Linie ist es eine eigenständige, mit Kumbhaka und Wirbelsäulenatmung verbundene Technik.
- Für eine tiefe Praxis ist Armkraft entscheidend – diese lässt sich durch regelmäßiges Üben ohne externe Hilfsmittel aufbauen.
- Wer einen soliden Einstieg in den Kriya Yoga sucht, findet in den SRF-Lehrbriefen das beste Fundament.
Hari OM Tat Sat – Namaste
Abschluss-Song: Oh Yogananda, Himalaya des Kriya
Aus dem Album „Oh Yogananda, Himalaya des Kriya“ – Song Nr. 1: Oh Yogananda, Himalaya des Kriya (Violin)
Leicht überarbeitetes Transkript
Liebe Freunde des Kriya Yoga heute die Folge 60 und wie ja schon mal angedeutet, die 60, das steht ja für eine Kriya Technik und weil es beim Kriya Yoga nicht so viele Techniken gibt, ist nur jede zweite (glatte Zehnerzahl) eine wirkliche Kriya Technik und die erste, oder wie man es auch rechnen will, ist ein technikbezogenes Thema. Heute also, nachdem wir bei der Folge 40 die Hong Sau Technik hatten, nun die OM- Meditation, das ist die zweite Technik also die zweite Meditationstechnik, die man von der SRF bekommt.
Die erste sind im Grunde die Energetisierungsübungen, aber das ist etwas sehr SRF-bezogenes und darum rücke ich das etwas mehr in den Hintergrund. Es gibt von verschiedenen Organisationen verschiedene körperliche Übungen, das ist das, von der SRF. Ist sicher nicht schlecht. Aber wie gesagt, heute die OM Meditation und es sollte hier eigentlich natürlich zu der Technik gehen.
Aber bei der OM Meditation ist das Problem, dass das eben ja schon im Sinne von der SRF ist, dass man das nicht so ohne Weiteres weitergibt und ich habe da eben keine Berechtigung, das jetzt zu veröffentlichen. Deswegen kann ich nur allgemein etwas dazu sagen oder auch etwas aus der Linie, in der es auch etwas anklingt, diese OM-Meditation in der dynastischen Linie, die ich jetzt mehr oder weniger vertrete, heutzutage.
Da gibt es auch so etwas, wenn man es weiß, im Grunde erst, wenn man es weiß, oder gelernt hat von der SRF, was die OM-Meditation ist, dann kann man sagen, da steckt eigentlich auch die OM-Meditation drin in der dynastischen Linie und das kann ich halt sagen und kann eben die Leute nur ermuntern, was ich ja immer tue, dass sie sich doch, wenn sie wirklich ernsthaft einsteigen wollen in spirituelle Übungen in den Kriya Yoga, dann ist das erste und das beste, meiner Ansicht nach, was man machen sollte, ist, sich die Lehrbriefe von der SRF bestellen. Das gibt es für einen Apfel und ein Ei im Grunde und da gibt es solides Material, eine Grundausstattung auf der man aufbauen kann und wenn man das nicht so zusagt, dann kann man immer noch sich dann woanders in anderen Kriya Linien umschauen oder auch irgendetwas anderes machen.
Aber nach meiner Erfahrung ist das sehr wichtig, diese Grundlagen mal gelernt zu haben von Yogananda einem Großmeister des Yoga und damit kann man dann sehr gut aufbauen.
Also jetzt, was man sagen kann zur OM-Meditation: Ich habe es ja schon öfter mal anklingen lassen und es werden auch andere Folgen noch dazu kommen, zu meinen Erfahrungen: Es ist eine sehr wichtige Technik, eine bedeutende Technik, die einen fundamental verändern kann und es steht einem eigentlich gut an, diese Technik eine Zeit lang ausführlich und singulär zu praktizieren, also sich richtig darauf zu konzentrieren, wie das in der SRF in dieser Vorbereitungsphase auf die Kriya Techniken dann auch so eingesetzt ist, dass man in der 20. Lektion war es früher immer, hat man die Hong-Sau-Konzentrationstechnik, mit der man sich ausschließlich beschäftigt und dann, früher waren das 2,5 Monate ungefähr oder 3 Monate sogar, dann kam die OM-Meditation mit der man dann arbeitete und ich denke, das ist jetzt heute auch noch so, dass man in der Vorbereitung auf die eigentlichen Kriya Techniken (Kriya proper) dann eine Zeit lang sich konzentriert auf die OM-Meditation und diese Phase, die erlebte ich zu meiner Zeit, als sehr wichtig, als sehr fruchtbar und da hat mich auch diese OM Meditation in wichtigen Entscheidungen meines Lebens sehr unterstützt. Das ist wirklich fundamental eingreifend in das Bewusstsein und stellt einen wirklich auf die Füße.
Also es geht eigentlich darum, es klingt auch ein bisschen in dem Bhagavad-Gita Kommentar von Yogananda, also „Gott spricht mit Ardjuna“, klingt das auch ein bisschen an. Also diese Chakren, die wir ja in uns haben, Energiezentren, die geben auch einen Ton von sich und das ist ein charakteristischer Ton, der wird umschrieben in der SRF mit so poetischen Begriffen wie Flöte, die Harfe, dann das Brummen einer Biene und das Glocken schlagen.
Nach meiner Erfahrung sind das aber verschiedene Formen des Klirrens, des Flimmerns, die sich poetisch charakterisierend zwar dahingehend unterscheiden oder das kann man so charakterisieren, aber im Grunde sind es so mehr so Klirrgeräusche, die man hört, und die unterscheiden sich halt von Chakra zu Chakra und diese OM-Meditation ist eben eine Technik, sich darauf zu konzentrieren, zu üben, diese Töne konkreter, klarer zu hören und gleichzeitig seine Konzentrationsfähigkeit darauf zu schulen und wie das ja so üblich ist, beim Menschsein: Alles, was man macht, wo man sich darauf konzentriert, was man wiederholt macht, darin eignet man sich Fertigkeiten an, auf die man wieder aufbauen kann und so kann man wirklich in die Tiefe gehen mit diesen wiederholten Übungen und darum geht es in dieser OM-Meditation,
wie gesagt: Ich kann nur allgemein was dazu sagen, also man unterstützt dieses Hörenkönnen durch das Zuhalten der Körperöffnungen, also der Kopföffnungen, durch die irgendwelche Sinnesempfindungen den Körper treffen könnten. Und so schaltet man eben die Sinnesreize ein bisschen aus, oder diese betreffenden Sinnesreize zumindest.
Also ich habe diese Erfahrung gemacht, wenn man vor allen Dingen die Ohren verschließt und gleichzeitig sich konzentriert, dann gibt es so einen verstärkenden Effekt, wo man schnell wirklich Konzentrationserfahrungen macht, die fast greifbar sind.
Ich habe ja schon früh mit dem Ohrenzuheben Erfahrungen gemacht. Als ich in der Schule war, war ich immer ziemlich so Geräusch gestört und als das Abitur anstand, oder ich habe auch vorher schon damit experimentiert. Mein Vater hatte eben mal so Gehörschutz mitgebracht fürs Arbeiten mit der Motorsäge oder so und das hatte ich dann beim Lernen teilweise aufgesetzt.
Da hatte ich dann schon meine ersten Erfahrungen gemacht mit so das Gehör verschließen und auch beim Abitur dann konnte ich mich natürlich auch besser konzentrieren, wenn ich diesen Gehörschutz aufsetzte, was ich dann auch getan habe. Da hatte ich auch schon, soweit ich mich erinnere, spezielle Erfahrungen gemacht, aber das ist ja alles nach außen gerichtet, dieses Denken.
Aber wenn man jetzt nach innen geht und sich nach innen konzentriert, dann ist dieses Ohrenzuheben und auch das Zuheben anderer Kopföffnungen sehr unterstützend da auf eine Bahn zu gelangen, die einen sehr tief in die Konzentration hineinführt und dann ist es vor allen Dingen eine Frage, wie lang man das auch macht und aushält.
Es gibt in der SRF dazu so Handstützen. Man kann sich natürlich hier so ein Gerät aufsetzen, also man kann sich was in die Ohren reinstopfen, um das Gehör zu verschließen. Aber es gibt eben eine spezielle Handhaltung, dieses, das man auch bei Jyoti Mudra, also bei diesem, was bei der SRF … bei der SRF heißt es Jyoti Mudra, also dieses Lichtmudra, Jyoti heißt Licht und sonst ist es eine allgemeine Kriya Technik, die es eben nicht nur in der SRF gibt, sonst im Yoga heißt das Yoni Mudra und dieses Yoni Mudra, das ist eine Handhaltung, in der jeder Finger dazu genutzt wird, dabei zu helfen, eine Kopföffnung zu verschließen.
Also mit den Daumen drückt man in diese Ohrläppchen hinein und verschließt dadurch den Gehörgang, womit der Lärm, äußere Geräusche ziemlich ausgeschlossen sind, dann das Zweite ist der Zeigefinger. Den nutzt man, damit er an die Augenäpfel … Also die Zeigefinger begeben sich an die Augäpfel, ein bisschen an die äußere Ecke unten und schieben die ein bisschen in die Richtung, so leicht in die Richtung zum dritten Auge. Gleichzeitig schiebt man eben auch die Augenlider von unten nach oben, womit sie verschlossen sind, und man richtet auch die Augen ein bisschen Richtung drittes Auge aus, so nach oben, dass die Pupillen dann gar nicht nach außen gerichtet sind und dass damit auch die Augen verschlossen sind.
Das dritte sind dann die Mittelfinger, die legen sich an diese Gruben, hier an der Nase. Unter der Nasenwölbung an die Grube. Das lässt man zuerst relativ locker dort sitzen diese Mittelfinger in diesen Gruben an den Nasen und wenn man dann eingeatmet hat und ein Kumbhaka dann ausführen will, was man jetzt bei dieser OM-Meditation in der Regel nicht macht.
Aber das ist da die Verbindung von dynastischer Linie zu dieser OM-Meditation, dann nimmt man eben die Mittelfinger und drückt hier diese weiche Stelle zu. Dann kann man nicht mehr durch die Nase atmen und gleichzeitig hat man dann auch noch zwei weitere Finger zur Verfügung, einen den Ringfinger legt man auf die obere Lippe und den kleinen Finger auf die untere Lippe.
Dann verschließt man mehr oder weniger symbolisch den Mund noch. Denn das Verschließen des Mundes geht natürlich am einfachsten durch ein leichtes Zusammenpressen der Lippen, aber das ist so ein bisschen ein Verschluss, damit man das nicht unwillkürlich aufmacht.
Die OM-Meditation entsteht eben in der dynastischen Linie, wo eben dieses Jyoti-Mudra eine eigene Technik ist, dadurch, dass es eine Ansage gibt, die besagt, man kann dieses Jyoti-Mudra, indem man eben speziell das Licht versucht zu sehen, dann auch länger beibehalten, also dieses einmal nach oben gehen, dann führt man auch die Wirbelsäulenatmung, gleichzeitig aus. Dann hat man die Luft eingesogen, macht Kumbhaka und dann verschließt man eben diese gesamten Kopföffnungen.
Wenn man ein bisschen in Übung ist, dann greift man mit einem Griff hin und hat man alles verschlossen. Normalerweise, bei mir ist es schon so drin, wenn man Kechari Mudra beherrscht, ist es selbstverständlich, dass dann gleichzeitig auch Kechari Mudra geübt wird, also die Zunge geht nach oben in den Nasenrachenrauben und die Zunge strebt dann in Richtung drittes Auge und eigentlich versucht man eben alles Richtung drittes Auge dann auszurichten, also einmal die Augäpfel sind Richtung drittes Auge ausgerichtet, die Ohren, diese Tragus heißen die, die schiebt man auch so rein und stellt sich auch vor, dass man diese in Richtung drittes Auge schiebt und stellt vielleicht auch noch so eine gewisse Verbindung, so eine emotionalkörperliche Verbindung her, indem man hier versucht, einen Reiz zu fühlen, also bei mir … Ich kann es gar nicht beschreiben, wie es ist.
Auf jeden Fall, es besteht eine gewisse Verbindung zwischen diesen Ohrläppchen (Tragus), die ich reindrücke und dem dritten Auge, das damit auch stimuliert wird.
Dann die Mittelfinger, die drücken jetzt nur zu. Das ist jetzt etwas schwieriger, da eine Verbindung zum dritten Auge herzustellen und bei dem Ringfinger und dem kleinen Finger, da ist es genauso. Also Yogani lässt diesen Ringfinger und Zeigefinger auch weg, weil er sagt: Das ist vielleicht komplizierter, das jetzt zu lernen oder zu erklären, als es irgendeinen Sinn hat. Aber in der yogischen Tradition, da haben eben der kleine Finger und der Ringfinger, die haben auch diese Funktion eben, an dem Mund zu liegen.
Das ist eben das Jyoti Mutra, wo man durch eine Konzentration, also Einatmen, Wirbelsäulenatmung und dann hat man die Lunge gefüllt und dann hebt man alles zu und konzentriert man sich mit Atemanhalten, Kumbhaka eben, auf das dritte Auge, wodurch dann ein Sehen des dritten Auges möglich ist, auf jeden Fall erleichtert wird und Yogani peppt diese Technik sogar noch mal auf dieses Jyoti Mutra durch eine Unterstützung mit den Lungen, wo man Lungenluft durch die Öffnungen, die nach oben gehen, also die Atemwege, dann nach oben presst, dann ist alles verschlossen, und die nach oben gepresste Luft, die drückt dann noch in den Nasennebenhöhlen und über die Nasennebenhöhlen auch zum dritten Auge, wodurch das stimuliert wird und damit besonders habe ich erstaunliche Erfahrungen gemacht, dass es beim ersten Mal zumindest auf Anhieb funktioniert hat, das dritte Auge dann zu sehen.
Aber beim Yoga ist das eben dann auch keine ewige Errungenschaft, sondern man fällt wieder zurück und dann beim nächsten Mal ist es schon wieder schwieriger, das zu sehen. Aber man hat dann zumindest mal ein klares Bild auf dieses dritte Auge, weiß, wie man sich das vorstellen kann. Dann weiß man, mit was man es zu tun hat und das ist schon mal wieder ein Vorteil, dann das wieder zu erzeugen, wobei das dann möglicherweise un- oder in der Regel unregelmäßig kommt. Also kann man nicht so leicht dann auf Knopfdruck wiederholen.
Gut. Wenn man jetzt dieses Jyoti Mudra so praktiziert, dann ist es so angelegt, dass man eben einmal den Atem anhält, und dann kann man eigentlich das Jyoti Mudra wieder zurückfahren. Dann lässt man die Hände herunter und ist dann in einer Meditationshaltung.
In der dynastischen Linie wurde immer angesagt, dass man abends, wenn man vielleicht nicht viel Zeit hat, um schnell in eine Meditationshaltung zu kommen, eben nur das Jyoti Mutra ausführt und dann sich danach hinsetzt und meditiert, sich auf das dritte Auge konzentriert und versucht, in die Meditation zu gehen. Das ist die Funktion von Jyoti Mudra dort.
Aber es wird auch gesagt, man kann auch die Arme länger oben lassen und dann nimmt man eben von der Nase, von den Nasenflügeln die Mittelfinger, zieht man etwas ab und kann dann, während man die Ohren zuhält und auch die anderen Körperöffnungen sich auf das dritte Auge konzentrieren, ist dort die Ansage.
Bei der OM-Meditation der SRF konzentriert man sich auf etwas anderes und geht halt dann auch … Ich weiß nicht, ich habe es schon lange nicht mehr durchgelesen, man geht dann auch diese Chakren durch und lauscht eben auf diese spezifischen Töne die einzelnen Chakren und das wird dort, glaube ich, angesagt, so 10 Minuten sollte man das machen.
Aber man kann das eben auch ausdehnen und eben bei der dynastischen Linie, dieses längere Zuhalten der Kopföffnungen, da ist jetzt nicht das Lauschen auf OM im Vordergrund. Aber letztendlich konzentriert man sich auf innere Geräusche, auf das dritte Auge und das dritte Auge macht ja auch Geräusche und nicht nur Geräusche, es gibt auch Licht ab, das, was man halt wahrnimmt, auf das konzentriert man sich und das kann natürlich dann auch letztendlich auf eine OM-Meditation hinauslaufen, wenn das, was man eben hört, dann eben dieses OM ist. Wenn man sich dann immer weiter darauf konzentriert.
Bei der SRF ist es etwas weiter gefasst, denn dieses Hören, dieses OM-Klangs ist auch nicht so einfach. Darum ist es, glaube ich, sehr günstig, wenn man da ein weiteres Anwendungsfeld hat, dafür nicht nur das Ajna-Chakra, sondern auch verschiedene andere Chakren oder die verschiedenen anderen Chakren, die Hauptchakren. Es sollen ja sehr viele Chakren sein, 70.000 oder was, ist, glaube ich, im schwang, und wir konzentrieren uns vor allen Dingen auf diese 7. In der dynastischen Linie werden es dann auch 12.
Dann geht es eben darum, mit den Händen die Öffnungen zuzuhalten, in der SRF natürlich und genauso in der dynastischen Linie. Wenn man das länger zugehalten haben will. Dann ist es klar: Ein ungeübter Arm, der wird sehr schnell müde, ein ungeübtes Kreuz wird sehr schnell müde, und dann kann man dieses Zuhalten auch nicht lange ausführen, weswegen dann in der SRF auch ein Angebot besteht, da sich so Stützen zu bestellen. Also die werden da speziell angefertigt, und die kann man höhenverstellen, die werden zusammengeschraubt, kann man also auch auf Reisen mitnehmen und dann kann man diese OM-Technik dann auch relativ bequem praktizieren,
wobei bei mir, als ich diese OM-Meditation erhielt, das war schon 1987, war das, im Herbst, da wollte ich natürlich gleich anfangen und sonderbarerweise, wo ich dort gewohnt habe, zur Miete, da habe ich dann in so einem Schrank, der eigentlich nicht zu meiner Wohnung gehört hat, das war ein Vorraum von der I AM Aktivity eigentlich, und da war ein Schrank und da habe ich reingeschaut und da waren gerade zwei Latten, so eine Dachlatte, mehr oder weniger, zwei Stücke drin, eine ein bisschen länger, eine ein bisschen kürzer, und die habe ich aufeinandergelegt, eine als senkrechte Stütze, eine quer darüber, und da habe ich meine Arme drauf und dann balanciert, so mittig darauf, und da muss man halt ein bisschen balancieren, aber dann hat man auch eine Stütze, die ausreichend stützt und damit konnte ich schon eigentlich uneingeschränkt praktizieren,
und ich finde sogar … Ich habe ja dann später auch diese Stützen gekauft, zwei sogar, und diese Stützen sind dann so fest, wo man dann überhaupt keinen eigenen Beitrag mehr zum Ausgleich leisten kann, oder sehr viel weniger, wie wenn man diese lockeren Hölzer aufeinanderlegt. Wenn man diese Hölzer aufeinanderlegt, darf man sich nicht auf eine Seite zu sehr stützen, weil es dann umkippt, und dann muss man eben ein bisschen Muskeln dann … Es ist nicht viel Kraft, die man anwenden muss. Aber man muss ein bisschen Geschick da mit reinlegen. Das fand ich dann letztendlich doch als besser.
Denn man gibt ja dann mit dieser Stütze auch wieder ein bisschen Verantwortung nach außen. Das Prinzip des Yoga ist ja: Diese Verantwortung nach innen zu nehmen, und über alles mehr oder weniger die Herrschaft zu erlangen. Diese Stützen sind mehr oder weniger so ein, ja so ein, ein Trick 17, mit dem man versucht, etwas zu vermeiden oder zu umschiffen, was eigentlich doch die eigene Aufgabe wäre, eben diese Fähigkeit, wenn man es nicht selbst in der Kraft hat, ein bisschen das zu balancieren, und ich habe dann sogar festgestellt, dass dieses … so starre Stützen dann auch Nebeneffekte hatte, die nicht so erwünschenswert waren, so dass ich das dann mit der Zeit auch ziemlich eingestellt habe,
und dann versucht habe, durch regelmäßiges Praktizieren eben diese Muskeln so zu trainieren, dass ich dieses Stützen ganz wegfallen lassen konnte, und längere Zeit, ich glaube auch sogar stundenweise, dann so aufrecht sitzend die Öffnungen des Kopfes zuhalten konnte.
Also bei der SRF, diese OM-Meditation, dieses Zuhalten der Öffnungen, das ist anders als jetzt dieses Jyoti-Mudra. Es hat gewisse Ähnlichkeit. Aber die Armkraft muss trotzdem da sein, und das habe ich eben versucht, mir so anzueignen, dass ich eben diese Kraft entwickelt habe, und dadurch dann selbstständig, also selbst verantwortungsvoll diese Übung ausführte, und so mache ich es auch heute noch.
Also da ich es leider nicht mehr so oft jetzt mache, bauen sich die Muskeln natürlich schon ab. Dadurch schwindet auch die Fähigkeit, das sehr lange dann durchzuhalten. Aber es geht immer noch ausreichend. Wenn ich es wieder ein paar Mal mache, dann bin ich auch bald wieder drin. Also das ist auch eine Möglichkeit, oder ein Tipp, den ich geben kann.
Also wenn man es wirklich regelmäßig macht, bauen sich die Muskeln auf, und dann kann man es auch 10 Minuten locker ohne Stütze aushalten, und wenn man es wirklich dann ein bisschen öfter macht und regelmäßig, dann kann man das auch, um einiges länger aushalten, ohne Probleme. Gut.
Also das sind die Elemente, die ich jetzt weitergeben kann, man hält sich die Ohren zu, das ist das wichtigste, konzentriert sich auf die Chakren und auf bestimmte Töne, und dann gibt es noch bestimmte Vorgehensweisen, die, wie gesagt, in den Lehrbriefen der SRF erklärt werden, diese Lehrbriefe, die sehr ergiebig sind, verschiedenes anders, für spirituelle Leben halt bereithalten. Sehr gute Tipps, die man vielleicht mal gehört haben sollte und die man ausprobiert haben sollte, ob das wirklich so einem passt. Aber bei diesen Lehrbriefen kommt halt nicht nur diese OM-Meditation mit, sondern vieles andere, warum ich das eben auch nur empfehlen kann, das sich einmal kommen zu lassen, zu studieren und damit zu praktizieren.
Das ist jetzt eigentlich die OM-Meditation, was ich dazu sagen kann. Also das ist eine sehr wichtige Praxis, die dann später auch, das kann ich noch sagen, in der zweiten Einweihung in der höheren Einweihung in der SRF tritt auch noch einmal so etwas auf, wo ein bisschen Elemente der OM-Meditation mit einfließen, weshalb diese OM-Meditation für die zweite höhere Einweihung nicht nur für die erste höhere Einweihung wesentlich ist, und auch noch für die zweite höhere Einweihung.
gerne immer wieder mal anwenden bei gewissen Gelegenheiten. Da wird jeder selber dann ein bisschen kreativ sein müssen und das erkunden müssen, wann es geeignet ist, um damit seine spirituelle Praxis ab und zu mal aufzupeppen. Denn auch hier ist es gut, ab und zu mal etwas Abwechslung zu haben.
Das wäre es jetzt für heute. Hari OM Tat Sat, Namaste, alles Gute, Ciao.
Der heutige Song stammt aus dem Album „Oh Yogananda, Himalaya des Kriya“
Es ist der erste Song daraus:
Song: Oh Yogananda, Himalaya des Kriya violin
O Yogananda—Himalaya des Kriya,
ein stiller Strom der Weisheit.
Nicht für den Ruhm, nicht für den Lärm,
kamst du mit klarem Blick.
Du sprachst: „Prüf selbst, sei still, sei wach“—
und gabst selbst das strahlende Beispiel.
Atem wird tief,
Unruhe schwindet.
Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.
Mit deinem Buch öffnetest du ein Tor,
ein Funke gegen das Vergessen.
Und Menschen fanden Mut im Stillsein,
wo sie nur Lärm besessen.
Atem wird tiefer,
Wirbelsäule wird Straße
Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet,
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.
Ost und West—kein Streit der Formen:
ein Herz, ein Ton, ein stilles Ja.
Wo Liebe übt, wird Grenze weich,
und Gott wird Gegenwart.
Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahrung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet,
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.
Der stille Strom bleibt—
im Atem, im Herzen, im Licht.
Jaya Yogananda.
Jaya Yogananda.
Jaya Yogananda.