Kurzzusammenfassung
In Folge 66 des Kriya Yoga Podcast Deutsch geht es um den Vergleich zwischen dem Kriya Yoga der dynastischen Linie und dem von Bernd Prokop vertretenen Kashi-Kriya.
Bernd beginnt mit seinem eigenen Weg: Er lernte Kriya Yoga in den 1980er Jahren über die Lehrbriefe der Self-Realization Fellowship. Später erkannte er, dass Yoganandas Kriya Yoga zwar sehr wirksam und genial angepasst sei, aber nicht vollständig dem entspreche, was er als „originalen Kriya Yoga“ suchte. Deshalb machte er sich auf die Suche nach der dynastischen Linie Lahiri Mahasayas.
Diese Suche führte ihn nach Indien, insbesondere nach Varanasi. Ende Januar 2013 traf er dort auf Shibendu Lahiri, einen Vertreter der Lahiri-Familie. Bernd schildert nüchtern seine erste Begegnung und den Ablauf der Einweihung: Freitagabend Vortrag, Samstag Techniken, Sonntag Wiederholung und weitere Ausführungen. Diese drei Teile wurden mit Begriffen wie Swadyaya, Tapas und Ishvara Pranidhana verbunden.
Er beschreibt den Ablauf der Einweihung im Satyalok, dem Wohnhaus der Lahiri-Familie, mit Einweihungsgaben, Guru Dakshina, Altar, Bildern der Meister, Abtasten der Chakren und der Unterrichtung der Techniken. Dazu gehörten unter anderem Talabya Kriya, Kriya Pranayama, Navi Kriya, Yoni Mudra, Mahamudra und kurze Kriyas.
Ein wichtiger Punkt ist Bernds kritische Einschätzung: Die erste Einweihung habe ihm nach über 25 Jahren Kriya-Yoga-Praxis keinen großen Mehrwert gebracht, weil er durch SRF und eigene Studien bereits viel kannte. Besonders wertvoll wurden für ihn jedoch die höheren Einweihungen, die er ab 2014 in Russland und später im Rahmen weiterer Veranstaltungen kennenlernte.
Diese höheren Einweihungen beschreibt er als wirksam, herausfordernd und motivierend. Im Vergleich zur SRF sieht er hier den Vorteil, dass ein persönlicher Lehrer konkrete Anforderungen stellt und die Übenden dadurch stärker gefordert werden. Das System mit Wiederholungen, Stufen und höheren Einweihungen könne anspruchsvolle Praktizierende motivieren, mehr aus sich herauszuholen.
Gleichzeitig kritisiert Bernd den Aufbau der ersten Einweihung bei Shibendu Lahiri: zu viel Material, zu wenig Zeit für die eigentlichen Techniken, unklare Einbindung der kurzen Kriyas in eine sinnvolle Meditationsroutine und zu wenig vorbereitende Meditation wie etwa Hong-Sau. Aus seiner Sicht sollten Kriya-Techniken nicht bloß aneinandergereiht werden, sondern in eine Meditation eingebettet sein.
Das erklärt den Unterschied zum Kashi-Kriya: Bernd übernimmt nicht einfach das, was er bei Shibendu Lahiri gelernt hat. Er verbindet Elemente der dynastischen Linie mit dem, was er von Yogananda und der SRF gelernt hat. Sein Hauptaugenmerk liegt weniger auf Theorie und indischen Erzählungen, sondern auf Praxis, Einübung, klarer Routine und Anwendbarkeit zu Hause.
Den Namen Kashi-Kriya erklärt er aus zwei Richtungen: Kashi bedeutet Licht, und Kashi ist zugleich der alte Name von Varanasi, dem Ort, der eng mit Lahiri Mahasaya verbunden ist. Kashi-Kriya meint daher: Licht-Kriya und zugleich der Kriya Yoga aus Varanasi, bezogen auf Lahiri Mahasaya.
Die Kernbotschaft der Folge: Es gibt nicht nur einen einzigen Kriya Yoga, sondern viele Variationen. Diese entstehen, weil Lehrer das, was sie empfangen haben, aus ihrem eigenen Verständnis, ihrer eigenen Erfahrung und im Hinblick auf die Bedürfnisse ihrer Schüler weitergeben. Kashi-Kriya ist Bernds Versuch, das Beste aus Yoganandas SRF-Tradition und der dynastischen Lahiri-Linie praxisorientiert zu verbinden.
Strukturiertes Transkript
Kashi Kriya vs. Dynastische Linie: Warum ich den Kriya Yoga von Shibendu Lahiri weiterentwickelt habe
Einleitung: Zwei Wege, ein Ziel
Was unterscheidet den Kriya Yoga der dynastischen Linie – wie ihn Shibendu Lahiri lehrte – von dem, was ich heute als Kashi Kriya unterrichte? Diese Frage begegnet mir immer wieder, und sie verdient eine ausführliche Antwort. Denn dahinter steckt nicht nur eine persönliche Entwicklungsgeschichte, sondern auch ein grundsätzliches Verständnis davon, wie Kriya Yoga heute vermittelt werden sollte.
Meine erste Begegnung mit Shibendu Lahiri
Meinen ersten Kontakt mit Kriya Yoga hatte ich bereits in den 1980er-Jahren über die Lehrbriefe der Self-Realization Fellowship (SRF), ein Jahr bevor ich die eigentlichen Kriya-Lektionen erhielt. Diese Herangehensweise über die Lehrbriefe war ein großes Glück – auch wenn ich damals ungeduldig war und sogar versucht habe, mir den Kriya Yoga vorzeitig zu erschleichen. Diese Geschichte erzähle ich vielleicht ein andermal.
Mit der Zeit wurde mir klar: Das, was ich in der SRF gelernt hatte, war eine – zweifellos geniale und wirksame – Abwandlung von Paramahansa Yogananda, aber nicht der originale Kriya Yoga. Also begann ich zu suchen.
2012 reiste ich nach Indien, um mich für eine Einweihung anzumelden, kam aber aus bestimmten Gründen zunächst nicht zum Zug. Ich verbrachte stattdessen einige Zeit in Varanasi. Ende Januar 2013 traf ich schließlich auf Shibendu Lahiri, damals bereits 74 Jahre alt, gebrechlich und auf Unterstützung angewiesen. Der erste Eindruck war ehrlich gesagt nicht besonders beeindruckend.
Der Ablauf einer klassischen Einweihung
Shibendu Lahiri war der erste Vertreter der Lahiri-Familie, der Englisch sprach – neben Bengalisch und Hindi. Das ermöglichte ihm, international zu lehren, nachdem Yogananda den Kriya Yoga durch die Autobiographie eines Yogi weltbekannt gemacht und seinen Urgroßvater Lahiri Mahasaya darin gewürdigt hatte.
Die Einweihung war klassisch auf drei Tage angelegt und trug klingende Sanskrit-Namen, die sich direkt auf ein Sutra von Patanjali beziehen, in dem es heißt: Kriya Yoga besteht aus Swadhyaya, Tapas und Ishvara Pranidhana.
- Freitagabend – Swadhyaya: Ein Einführungsvortrag, meist im Satyalok, dem Andachtsraum des von Shibendu Lahiri geerbten Familienhauses, mit Statuen von Babaji und Lahiri Mahasaya.
- Samstag – Tapas: Die eigentliche Einweihung mit dem Erlernen der Techniken.
- Sonntag – Ishvara Pranidhana: Wiederholung und Vertiefung, unter anderem mit Bezug auf die acht Glieder des Ashtanga Yoga.
Am Morgen der Einweihung brachten die Teilnehmer traditionelle Gaben mit: fünf oder sechs Blumen und Früchte, eine Kokosnuss, drei Tafeln Milchschokolade, Räucherwerk sowie ein Kuvert mit einer freiwilligen Spende, der sogenannten Guru Dakshina. Diese Gaben wurden vor Bildern der Meisterlinie – Lahiri Mahasaya, dessen Sohn, Enkel und Urenkel Shibendu Lahiri sowie Babaji – gesegnet.
Die gelehrten Techniken
Nach dem Abtasten der Chakren – für manche Teilnehmer bereits die eigentliche Einweihung, weil sie vor allem einen Shaktipat, eine Energieübertragung durch Berührung, suchten – folgte die Einführung in die Techniken: Talabya Kriya, Kriya Pranayama (eine eigene Form der Wirbelsäulenatmung, verschieden von der SRF- und der Yogani-Variante), Navi Kriya, Yoni Mudra, Mahamudra sowie ergänzende kurze Kriyas.
Da ich mich seit 2007 bereits intensiv mit verfügbarem Kriya-Yoga-Wissen beschäftigt hatte – Talabya Kriya und Kechari Mudra kannte ich bereits –, hielt sich meine Begeisterung für die erste Einweihung in Grenzen. Der wirkliche Mehrwert für mich lag woanders.
Die höheren Einweihungen: Der eigentliche Schatz
Was ich an der dynastischen Linie wirklich schätzen lernte, waren die höheren Einweihungsstufen. 2014 und 2015 reiste ich dafür nach Russland. Weil mich die zweite Einweihung so stark beeindruckte, lud ich Shibendu Lahiri – seinem eigenen Vorschlag folgend – nach Deutschland ein und durchlief mit ihm alle sechs Einweihungsstufen: eine erste und fünf höhere.
Das Prinzip: Nach der ersten Einweihung folgt ein festes Übungspensum – zwölf Tage lang, gesteigert in zwölf Schritten bis zu 144 Wiederholungen des Kriya Pranayama ohne Unterbrechung. Erst danach ist man berechtigt, zur nächsten Stufe anzutreten. Ich wurde später selbst Koordinator für Deutschland und musste die Praxis der Aspiranten beurteilen – eine Aufgabe, die Shibendu Lahiri selbst zunehmend delegierte.
Diese höheren Einweihungen folgen stets demselben Muster: eine neue Praxis, verbunden mit einem gesteigerten Übungsprogramm. Sie sind anspruchsvoll, aber genau darin liegt ihre Stärke. Im Vergleich zur SRF, wo man leicht in Trägheit verfällt, motiviert diese klare Zielsetzung mit festem Zeithorizont dazu, wirklich mehr aus sich herauszuholen.
Bemerkenswert: Ennio Nimis, der etwa zehn Jahre vor mir denselben Weg bei Shibendu Lahiri ging und seine Erfahrungen veröffentlichte, hat zwar die erste Einweihung relativ genau dokumentiert – die höheren Stufen sind jedoch in der ständigen Überarbeitung seines Buchs weitgehend untergegangen.
Was mich an der klassischen Einweihung störte
So wertvoll die höheren Einweihungen waren, so unausgereift empfand ich den Aufbau der ersten Einweihung. Durch Shibendu Lahiris altersbedingte Gebrechlichkeit ging enorm viel Zeit für Organisatorisches verloren. Die Folge: Die Techniken selbst – und vor allem ihre Einbettung in die Meditation – kamen zu kurz.
Er sagte zwar, all diese Techniken dienten dazu, tief in die Meditation einzutauchen, erklärte aber nicht, wie diese Einbindung konkret aussehen sollte. Nach meinem in 35 Jahren Praxis gewachsenen Verständnis ist das nicht optimal: Kriya-Techniken sollten nicht einfach aneinandergereiht werden. Stattdessen braucht es eine vorbereitende Konzentrationstechnik – etwa Hong Sau, wie in der SRF gelehrt –, bevor man in die eigentliche Kriya-Übung geht. Für Menschen, bei denen die Energie bereits fließt, sind die Kriya-Techniken vor allem Booster, die auf ein weiteres Level heben – nicht der Hauptinhalt der Praxis.
Kashi Kriya: Meine eigene Synthese
Aus diesen Erfahrungen entstand Kashi Kriya – der Name verweist auf Kashi, den alten Namen für Varanasi, wo Lahiri Mahasaya lebte und lehrte, und bedeutet zugleich „Licht“. Kashi Kriya versteht sich damit als der Kriya Yoga aus Varanasi, in direkter Bezugnahme auf Lahiri Mahasaya selbst.
Ich kopiere nicht einfach, was in der dynastischen Linie gelehrt wird – das bleibt deren eigener Weg. Stattdessen kombiniere ich das Verständnis, das ich der SRF und Yogananda verdanke, mit dem, was mir über die dynastische Tradition zugänglich wurde:
- Die theoretischen Ausführungen von Shibendu Lahiri übernehme ich nicht – ihr Bezug zum eigentlichen Kriya Yoga blieb mir oft unklar.
- Statt des Vergleichsblatts zu anderen Religionen verwende ich ein Zitat-Blatt mit Aussagen von Lahiri Mahasaya selbst.
- Als theoretische Grundlage verweise ich vor allem auf Paramahansa Yogananda – seine Autobiographie, seine Kommentare zur Bhagavad Gita und Bibel sowie die Lehrbriefe bieten genug Stoff für eigenes Studium.
- Meine eigene Aufgabe sehe ich vor allem darin, die Praxis zu vermitteln – so, dass die Teilnehmer die Techniken zu Hause tatsächlich korrekt anwenden können.
Der Ablauf meiner eigenen Einweihungen
Die Grundstruktur bleibt ähnlich: Freitagabend ein persönliches Einführungsgespräch über meinen eigenen Weg zum Kriya Yoga, mit Raum für Fragen. Am Samstag beginnt die Einweihung – die traditionellen Gaben biete ich weiterhin an, ebenso das Abtasten der Chakren, wobei ich es jedem freistelle, ob er berührt werden möchte.
Im Unterschied zur klassischen Form lege ich jedoch von Anfang an mehr Gewicht auf die Praxis: Bereits am Morgen werden zwei Techniken vermittelt und in eine kleine Meditationssitzung eingebettet. Am Nachmittag folgen weitere Techniken – bei einer der letzten Einweihungen verlegten wir das Programm bei schönem Wetter sogar kurzerhand nach draußen, ins Grüne bei Irfersgrün.
Auch eine Asana-Reihe baue ich bewusst mit ein, um zu zeigen, wie förderlich Körperübungen für eine gesunde Kriya-Praxis sind. Insgesamt ist mein Ansatz deutlich übungsorientierter angelegt, damit die Teilnehmer wirklich mitnehmen können, was sie zu Hause eigenständig praktizieren sollen.
Fazit: Vielfalt als Prinzip des Kriya Yoga
Kashi Kriya ist meine persönliche Synthese aus der dynastischen Linie Shibendu Lahiris und dem, was ich der SRF-Tradition verdanke – wobei ich selbstverständlich keine geschützten SRF-Techniken wie die OM-Meditation direkt übernehme, sondern lediglich auf Parallelen in der dynastischen Linie hinweise.
Dass es nicht den einen Kriya Yoga gibt, sondern eine große Vielfalt an Ausprägungen, ist letztlich folgerichtig: Jeder Lehrer geht von seinem eigenen Verständnis, seiner eigenen spirituellen Biografie aus und versucht, seinen Schülern das nach bestem Wissen Beste zu vermitteln. Genau so, glaube ich, ist im Laufe der Zeit die Vielfalt entstanden, die den Kriya Yoga heute prägt.
Hari OM Tat Sat – Namaste
Leicht überarbeitetes Transkript
Hallo liebe Freunde des Kriya Yoga. Heute beschäftigen wir uns mit der Frage: Was ist der Unterschied zwischen dem Kriya Yoga der dynastischen Linie und dem Kriya Yoga, den ich jetzt vertrete, den ich den Kashi-Kriya genannt habe und warum ich den so genannt habe, werde ich jetzt auch dann erzählen.
Also, wie der ein oder andere wahrscheinlich weiß, habe ich den Kriya Yoga in der SRF gelernt, schon in den 80er Jahren über die Lehrbriefe mit einem Jahr Vorlauf, bevor ich dann die Kriya-Lektionen bekommen habe und ich bin auch sehr glücklich, dass ich das so erlernt habe, obwohl ich auch ungeduldig war und mal versucht habe, mir den Kriya Yoga sogar zu erschleichen. Diese Geschichte werde ich an anderer Stelle mal erzählen müssen.
Aber ich habe eben den Kriya Yoga da gelernt und meinte, das ist der richtig, dann habe ich mich auf die Suche gemacht, als ich gemerkt habe, das ist doch nicht der originale Kriya Yoga, ein bisschen abgewandelt von Yogananda, zwar sicher genial abgewandelt und immer noch sehr effektiv, aber ich wollte eben den originalen Kriya Yoga kennenlernen und damals habe ich mich auf die Suche gemacht.
Ich bin dann in Indien 2012, habe ich mich angemeldet für eine Einweihung, wo ich dann aus bestimmten Gründen, was ich auch schon erzählt habe, nicht zum Zuge gekommen, habe dann aber noch ein bisschen in Varanasi Zeit verbracht und Ende Januar 2013, ich glaube, das war sogar der 30. oder 31. Donnerstag, da bin ich dann auf diesen groß angekündigten Meister Shibendu Lahiri getroffen, der war schon über 70 so 74 Jahre alt. Er war schon ein bisschen gebrechlich, musste gestützt werden, hat sich dann in den nächsten Jahren wieder ein bisschen erholt, konnte dann wieder selbstständig laufen. Aber ich habe ihn damals so kennengelernt, war eben nicht besonders beeindruckend.
Wie lief dann diese Einweihung ab. Also Donnerstag kam er an. Von der Reise her musste er sich zurückziehen. Am nächsten Tag begann dann diese Einweihungsveranstaltung, die er eigentlich so mehr oder weniger immer gleich überall durchzog. Also er beherrschte mehrere Sprachen. Von der Familie her hat er Bengalisch einigermaßen beherrscht, dann Hindi natürlich, weil er in Varanasi aufgewachsen war, das ist die Nationalsprache dort, Hindi, und dann auch Englisch.
Also er war der erste Vertreter aus der Lahiri Familie, der Englisch konnte und er konnte dann auch in die Welt hinaus reisen mit seinem Englisch, weil die Welt auch ihn darum bat, nachdem Yogananda den Kriya Yoga über die „Autobiografie eines Yogi“ so bekannt gemacht hatte und darin den Lahiri Mahasaya so hervorhob und davon profitierte eben dieser Shibindu Lahiri auch, weil er angefordert wurde und die Leute zu ihm kamen, was er dann auch ein bisschen ausnützte, muss ich sagen. Das ist aber eine andere Geschichte.
Also wie erlebte ich diese erste Einweihung? Erst einmal diese Person, die war mir nicht besonders sympathisch, muss ich zugeben. Diese Einweihung sollte bestehen aus drei Teilen, diesem Einführungsvortrag am Freitagabend und dann am Samstag sollten die Techniken gelehrt werden und am Sonntag nochmal wiederholt werden.
Die hatten auch Namen, also Swadyaya war die Bezeichnung für den Vortrag am Freitagabend, dann Tapas am Samstag. Tapas sind die spirituellen Übungen eigentlich, die spirituelle Disziplin im Yoga. Also Sadana auch, also das Üben, das Praktizieren, das ist Tapas und das Lernen der Techniken, was die eigentliche Einweihung ist beim Kriya Yoga, das fiel auf den Samstag.
Am Sonntag wurde dann nochmal wiederholt mit ein bisschen weiteren Ausführungen. Das hatte dann den Namen Ishvara Pranidhana. Das wohl daher, weil Patanjali in seinen Yoga Sutras ein Sutra hat, in dem es heißt Kriya Yoga, Swadyaya, Tapas, Ishvara Pranidhana. Also Kriya Yoga besteht aus Swadaya, Tapas und Ishwara Pranidhana und damit konnte man sagen: Ja, wir machen den Kriya Yoga und das besteht jetzt aus Swadyaya, Tapas und Ishvara Pranidhana und damit hat man auch die Vorgaben von Patanjali erfüllt, konnte sich berufen auf Patanjali. Patanjali hat diesen Kriya Yoga eben schon erwähnt in seinen Sutras, auch in der Bhagavad Gita, wird soweit ich mich erinnere dann auch von Kriya Yoga gesprochen.
Das war ein theoretischer Vortrag dann am Freitagabend, wo dieser Shibindu Lahiri auch, mit Abwandlungen, immer dasselbe sagte, also die Inhalte waren eigentlich immer die gleichen. Es variierte so in Anordnung, in Ausführlichkeit, variierte es, also es war nicht abgelesen, nicht auswendig gelernt. Sondern er hatte da eine bestimmte Thematik, bestimmte Weltsicht, die ich vermittelte, die jetzt vor allen Dingen darin bestand, dass das Ego eben das Schlimme ist und wir uns vom Ego freimachen müssen und auch den Kriya Yoga nicht Ego behaftet machen sollen.
Mich hat das nicht vom Hocker gehauchen, also mir war das, ich habe ja schon lange spirituell mich beschäftigt, das war mir irgendwie fremd alles. Also ich habe da nicht besonders zugehört, ein bisschen reingehört, habe mich nicht besonders interessiert. Ich war interessiert an den Techniken, die am nächsten Tag kommen sollten.
Das hat also stattgefunden in dem Satyalok, also dem Wohnhaus der Lahiri Familie, das der Shibindu Lahiri wohl von seinem Vater geerbt hatte. Der untere Bereich war als so Versammlungsraum eingerichtet mit einer Statue von Babaji, Statue von Lahiri Mahasaya und anderen Devotionalien. Dort versammelten sich die Leute und dort saß der und erzählte und die Leute saßen um ihn herum oder ich glaube, er hat teilweise, ich glaube, am Freitagabend war er sogar gestanden, ein bisschen erhoben und hat im Stehen ein bisschen gesprochen oder teilweise zumindest.
Dieser Raum, Satyalok, wie das heißt, der hatte von sich aus eine relativ starke spirituelle Energie, weil das ein Andachtstraum, ein Meditationsraum war, der meist offen stand, so dass jederzeit Leute reinkonnten und meditieren konnten, was ich auch vorher schon benutzt hatte. Wie ich dazu gekommen bin, das habe ich wie gesagt auch schon erzählt und weil diese Energie relativ stark war, war ich da immer dann ein bisschen auf der Kippe so in die Meditation rein zu geraten, war still gesessen. Dann hat mich das nicht besonders interessiert, was der gute Mann erzählt hat und dann habe ich meditiert und habe dann eben auch nicht so viel mitbekommen von dem.
Am nächsten Tag am Morgen man musste fünf oder sechs so Einweihungsgaben mitbringen, die bestanden aus fünf oder sechs Blumen, verschiedenen Blumen, dann sechs oder fünf Früchten, dann der Kokosnuss, dann drei Milchschokoladen, dann noch Weihrauch oder ne Räucherstäbchen und schließlich noch ein Kuvert mit einer Einweihungsgabe, das sogenannte Guru Dakshina, wobei diese Einweihungsgabe, diese Geldofferte anonym war, eine freiwillige Spende und das ist auch überall so gewesen, also war keine feste Preisangabe, aber er hat immer dazugesagt vorher schon: Also eigentlich hat es keine Preisangabe, weil man den Wert überhaupt nicht bemessen kann.
Es ist eigentlich unendlich wertvoll, was hier vermittelt wird. Er hat dann auch meist erzählt, nachdem alle ihre Gabe abgegeben haben, dann hat er meist erzählt, wie viele die Leute gespendet haben, was insgesamt zusammengekommen ist. Manchmal hat er auch gesagt: Ja, spendet jetzt nichts mehr, ich habe genug. Er war schon ein bisschen, gut, das will ich jetzt gar nicht ausführen, zu Shibendu Lahiri, werde ich dann auch nochmal einen eigenen Podcast machen, wie ich diesen Mann so empfunden habe, ein bisschen ausführlicher noch, als das, wie ich es jetzt mache.
Auf jeden Fall, am nächsten Tag eben diese Einweihung, wobei das in zwei Stufen war. Einmal ein Abtasten der Chakren. Das nach einer kurzen Einführung am Morgen dann stattfand. Also man brachte seine Einweihungsaben hin am Einweihungsort. Das war auch immer so, dann wurde so ein Tisch, präpariert, ein Ort, wo das abgelegt wurde. Dort wurden dann die Früchte gesammelt, die Blumen, die Kokosnüsse oder die einzelnen gleichen Früchte, die Milch-, die Schokoladen, Milchschokoladen, in Europa dann auch normale Süßigkeiten mit Schokolade und dann natürlich ja die Blumen, die Räucherstäbchen, das wurde so auf den Haufen getan und das wurde dann auch gesegnet.
Darüber wurden meist die Bilder der Meister aufgehängt, also die Meister in dieser Linie, weil es die dynastische Linie war, waren die die Generationenreihe von Lahiri Mahasaya, also er, sein Sohn, sein Enkel und der Urenkel Shibendu Lahiri war ja selbst anwesend. Diese und dann nach oben noch der Babelji, also insgesamt vier waren das, die da in einer Abbildung, die zusammengeklebt war, hinter die Einweihungsgaben gestellt wurden und das war so ein bisschen ein Altar, das wurde dann auch gesegnet von Shibindu Lahiri.
Dann kam es eben zu diesen Abtasten der Chakren, was andere auch als Einweihung empfanden. Also manche waren ja an diesen Techniken gar nicht interessiert, die kamen mehr, um dort vom Guru ein ein Shaktipat zu bekommen, also die Berührung durch die Meister, wo eine Energieübertragung stattfindet und wo manche eben ergewartet haben, dass sie dadurch einen großen Segen erhalten und diese Mühen der eigenen Praxis, die haben dann manche gar nicht auf sich genommen, aber gut …
Bei mir ist es anders herum gewesen. In Indien muss ich auch sagen, ist es auch so, dass es ja so eine einheitliche religiöse Struktur nicht gibt wie mit einer katholischen Kirche oder evangelischen Kirche, wo Priester ernannt sind. Sondern da gibt es viele so freie Religionen im Rahmen des Hinduismus natürlich, da gibt es dann schon so ein Korsett mit diesen Epen dort, der Mahabharata und den anderen heiligen Schriften. Aber darin gab es sehr viel so selbstständige, selve made men, selbst made Priester und dieser Shibendu Lahiri war auch so etwas und da kamen natürlich auch ganz normale Leute, die jetzt nicht so hoch spirituell waren, die hatten da wie bei uns ein Gemeindepfarrer, der angesehen ist und von den Leuten konsultiert wird und so kam es mir in Indien auch vor, dass die Leute dorthin kamen, um irgendeine spirituelle Bindung zu haben, einen Guru, ohne dass der hochspirituell ist.
Dort waren die Übungen auch nicht so im Mittelpunkt, muss ich sagen. Aber gut, und danach ging es eben los mit den Techniken, die jetzt dann in der Folge Talabya Kriya ausgeführt wurden. Zu diesen Techniken werde ich, wenn es noch nicht herrausgekommen ist oder noch nicht produziert wurde, dann wird es mal produziert, zumindest ein Überblick, davon also Talabya Kriya, dann Kriya Pranayama, das Atmungspranayama, Wirbelsäulenatmung, eine Art davon, nicht das Gleiche wie bei Yogani und auch nicht das Gleiche wie ich das in der SRF gelernt habe. Dann Navi Kriya, Yoni Mudra, Mahamudra und dann noch „kurze Kriyas“. Das wurde dann gelehrt.
Dazwischen hat dieser Shibendu Lahiri noch ein paar so Geschichten erzählt, die schon abgewechselt haben. Das war etwas, wenn man mehrmals bei ihm war, da hat man manchmal was erfahren, was man beim anderen Mal noch nicht erlebt hatte oder gehört hatte, das war über die indische Kultur. Geschichten aus diesen Epen, interessante Geschichten mit Bezug auf diese Einweihung. Das war interessant und wie gesagt, das war nicht ohne, das war spiritell, eine spirituelle Veranstaltung mit spiritueller Energie.
Ich hatte natürlich schon ein bisschen Vorwissen. Seit 2007 habe ich mich schon ein bisschen umgeschaut, was es dort noch so an Kriya Yoga Wissen im Internet gibt, das man abgreifen kann. Und so wusste ich dann auch schon Einiges, zum Beispiel das Talabya-Kriya, das gibt es jetzt bei der SRF nicht. Aber das kannte ich auch schon, habe das auch schon praktiziert, konnte da auch schon Kechari-Mudra und ja, und darum hat mich das eben auch nicht so vom Hocker gehauen.
Ich hatte damals eine Bekanntschaft, ein Engländerin mit indischen Wurzeln, eine, die sich auch einweihen hat lassen. Ich glaube, die war auch nicht das erste Mal da, hatte schon auch Kriya-Erfahrungen und mit der habe ich mich ein bisschen zusammen getan und zusammen haben halt dann die Techniken dann auch ein bisschen noch nach diesen Veranstaltungen nochmal durchgemacht und das hat mir ein bisschen geholfen, die doch noch zu üben.
Also da habe ich dann eben gearbeitet an den Techniken. Aber das war trotzdem, weil es doch anders gemacht wurde als bei der SRF und sonst, was ich auch so konnte, war das trotzdem noch sehr viel Stoff und da habe ich ein bisschen praktiziert danach und dann ist es auch im Sand verlaufen.
Aber gut, diese Einweihung bestand eben dann aus einer Aneinanderreihung dieser einzelnen Techniken. Es wurde noch ein bisschen was dazu gesagt und dann war der Tag, weil dieser Shibendu Lahiri auch ein gewisses Alter hatte und wenn damals Zeiten angegeben waren, dann waren das nur so grobe Richtwerte, dann konnte er eine halbe Stunde oder ganze Stunde später kommen. Dann saß man dann immer und wartete auf ihn.
Das war eigentlich die ganzen Jahre, die ich dann mit ihm noch verbracht habe dann später, war das immer so und je älter er wurde, desto mehr Zeit ging auch für solche Sachen drauf. Wenn er auf die Toilette musste, das war schon ein großes Geschäft. Er musste am Morgen abgeholt werden, er konnte nicht alleine den Weg finden, er musste immer begleitet sein im Grunde und das war da eben auch.
Also für die Techniken so viel Zeit bliebt da auch gar nicht und er selbst hat diese Techniken zwar erklärt, aber dann wurden so kleine Grüppchen gebildet, dann haben die Kriyabans also jemand der schon in Kriya eingeweiht worden ist, den nennt man Kriyaban, die Kriyabans und es war auch bei Shibendu Lahiri so, dass die Leute immer wieder zu ihm kamen, weil die auch die höheren Einweihungen von ihm wollten und die, die höheren Einweihungen wollten, die waren auch aufgerufen, die ganze Einweihung noch einmal mitzumachen und da sich dienstfertig zu zeigen und den Neueinzuweihenden dann in so kleinen Gruppen die Techniken dann beibringen.
Ja, in Indien war es ein Sonderfall, da viele Inder selbst dann in ihren eigenen Landessprachen sprachen. Also Shibendu Lahiri, das war dann auch noch einmal in Indien eine Besonderheit, dass er da in drei Sprachen sprach. Also in Russland, in Deutschland und anderen Ländern, Italien musste er immer übersetzt werden und in Indien selbst, da hatte er, also außer in England Englisch, da ging es dann ohne Übersetzung. in England oder in Englisch sprachigen Ländern.
Also Indien ist ja nicht so, dass da alle Englisch sprechen, nur 20 Prozent der Inder, die sprechen Englisch und darum hat er diese Einweihung dann in drei Sprachen immer abgehalten. Also er hat Englisch, Hindi und dann noch Bengalisch, hat er es zumindest dort in Varanasi so gemacht und da ging natürlich auch viel Zeit drauf.
Also erster Tag dann der Durchlauf durch die Techniken. Am nächsten Tag hat er … drei Blätter hat er ausgeteilt, ein Überblicksblatt, Überblicksblatt über die Techniken und dann noch ein Blatt, wo er ein bisschen so Theorie und auch wieder so ein bisschen durchsetzt durch Verächtlichmachung oder Geringschätzung anderer Religionen gegenüber und dem Hervorheben des Kriya Yoga.
Das wurde eigentlich am Morgen noch vor dem Abtasten der Chakren durchgelesen, hat er auch ein bisschen kommentiert so. Am nächsten Tag, also am Samstag wurde Blatt zwei, mit Blatt zwei wurde angefangen, Blatt eins dann wurde dann mit dem Überblick der Techniken, das wurde dann durchgearbeitet und am zweiten Tag, am Sonntag dann Ishwara Pranidhana, also Ishwara Pranidana, Ishwara ist ja der Gott, Pranidana ist die Hingabe an Gott auf verschiedene Weise und da wurde dann nochmal einmal die Techniken wiederholt.
Andererseits wurde noch ein bisschen was ausgeführt, auch das Astanga-Yoga wurde noch ausgeführt. auf dem dritten Blatt wurde es aufgereiht, aber dann in dem Verständnis des Kriya Yoga, dass diese verschiedenen Stufen des Astanga-Yoga, die ja sind Yama, Niyama, Asana, Pranayama, Pratyahara, Dharana, Dhyana und Samadhi, die wurden in Beziehung gesetzt zu Wiederholungen des Kriya Pranayama und wobei Yamas und Niyamas da noch nicht da reinfallen in diese Wiederholung.
Aber es war auch schon die Ansage, dass man sich nicht auf bestimmte Regeln konzentrieren sollte, sondern man sollte praktizieren den Kriya Yoga und dann ergibt sich Yama und Niyama von selbst. Dann wurde noch dieser Ashtanga Yoga, der körperliche Aspekt des Ashtanga Yoga … Ashtanga heißt ja acht Glieder, wo dann die acht Glieder nicht die Glieder des Yoga sind, sondern die acht Glieder des Körpers, das wurde dann auch noch mal kurz durchgenommen und dann vor allen Dingen in Europa wurde dann noch ein bisschen Musik gehört.
Dazu hatte er eine Sammlung von spirituellen Liedern aus verschiedenen Kulturkreisen, von John Lennon: Let It Be war ein Song, den er immer spielte, dann von der orthodoxen Kirche, aus dem Islam, aus jüdisch auch ein bisschen was oder natürlich Hindu-Musik ein bisschen. Dann wurde dazu getanzt auch und das war eine schöne lockere Veranstaltung insgesamt.
Ich musste da mehrmals teilnehmen, um da richtig durchzusteigen, für mich war das eben von dem her, was ich in der SRF gelernt hatte, eben was ganz was anderes und die Techniken, die ich da eben gelernt habe aus der ersten Einweihung, die haben mich auch nicht umgehauen. Ich habe ein bisschen damit gearbeitet, aber da sie mir keinen Mehrwert gebracht haben, hinsichtlich dessen, was ich schon praktiziert habe, zu den Routinen, die ich mir schon angewöhnt habe, habe ich die dann auch wieder abgelegt nach einiger Zeit, schon in Indien, glaube ich, und bin dann wieder zu meiner eigenen Routine zurückgekehrt.
Aber das Besondere an dieser dynastischen Linie oder was ich zu schätzen gelernt habe, das waren eben die höheren Einweihungen, die ich dann im nächsten Jahr 2014 in Russland kennengelernt habe, diese zweite Einweihung. Dazu bin ich dann nach Russland gefahren gefahren 2014 und 2015 nochmal und weil diese zweite Einweihung so gut gewirkt hat auf mich, habe ich mich dann auch entschieden nach einem Vorschlag von Shibendu Lahiri selbst habe ich mich dazu entschlossen, ihn einzuladen nach Deutschland und habe dann mit ihm die weiteren Einweihungsstufen bis zur sechsten insgesamt, also fünf höhere, eine erste Einweihung, die habe ich dann durchgemacht und so ist das Prinzip eben bei Shibendu Lahiri in der dynastischen Linie gewesen.
Man bekommt einmal die erste Einweihung, dann hat man ein Übungspensum, so abzuleisten, dass aus einer Wiederholungszahl dieses Kriya Pranayamas besteht. Man sollte in zwölf Schitten dann mehr dazu tun, also zwölf mal, man beginnt mit zwölf und wenn man zwölf Tage 144 mal Kriya-Pranayama, also zwölf Tage ohne Unterbrechung, 144 mal das Kriya-Pranayama ausgeführt hat, dann ist man berechtigt, für die zweite Einweihung anzutreten.
Wobei dann auch immer noch so kleine Tests gemacht wurden und Fragen gestellt wurden, ob das … Das musste ich dann auch machen, ich wurde dann der Koordinator für Deutschland unter Shibendu Lahiri und er hat dann auch das abgegeben, also hat das nicht selber gemacht. Als ich in Russland 2014 war, da hat er selbst die Aspiranten für höhere Einweihungen geprüft, mehr oder weniger. Er hat sich das Kriya-Pranayama von denen zeigen lassen und hat dazu bestimmte Kriterien angewandt, um zu unterscheiden, ob jemand reif ist oder nicht, für die nächste höhere Einweihung und ich musste das ja dann in Europa dann machen. Da hat er das nicht mehr selber gemacht.
Da ist es natürlich schwierig dann anhand eines äußerlich beobachteten Kriya-Pranayamas von Leuten … Da kann man natürlich ein paar Hinweise geben, nach der Länge, nach den Geräuschen, die man hört. Aber wenn man kein selbst erleuchteter Meister ist, dann kann man natürlich nicht in die Personen reinschauen und hat keinen vollen Durchblick. Man kann dann an bestimmten indirekten Hinweisen, kann man dann sehen, ob es angebracht ist, jemanden die Einweihrung zu geben oder nicht.
Aber ich habe sie dann in der Regel, habe ich die gegeben oder habe immer gesagt, ja passt. Also das ist das System, dass man eben die erste Einweihung bekommt und wenn man dann weitergehen will und wobei ich eben für mich, der ich schon 20 über 25 Jahre Kriya-Yoga praktiziert habe, war die erste Einweihung natürlich nicht interessant, nicht besonders mit viel Mehrwert, weil ich auch schon Tababya Kriya konnte und auch Kechari Mudra.
Aber die höheren Einweihungen, das war das, was ich schätzen gelernt habe. Damit habe ich natürlich dann auch einen anderen Blick auf diesen Shibendu Lahiri gewonnen. Denn seine Funktion war eben, dass er diese Techniken, die woanders nicht zugänglich waren, auch nicht über Ennio Nimis, der ja auch vor mir, schon zehn Jahre, denke ich mal, vor mir, bei ihm den Durchlauf durch die Einweihungsstufen gemacht hat und dann das auch veröffentlicht hat, was er dort gelernt hat.
Aber Ennio Nimis hat, das wollte ich auch überprüfen dadurch, dass ich eben dort selbst den Durchlauf gemacht habe, hat eben da nicht mehr viel übrig gelassen von dem. Er hat die erste Einweihung relativ genau abgebildet. Aber die höheren Einweihungen, die gingen dann auch bei Ennio Nimis verschütt, weil Ennio Nimis ständig an seinem Buch herumdoktert und immer wieder Neues hinzunimmt, dann anderes herausschmeißt und auch so viel Material hat, dass man das, was von Shibendu Lahiri stammt, nicht identifizieren kann.
Also diese höheren Einweihungen, die laufen immer nach dem selben Schema ab: Du bekommst eine neue Praxis und bekommst gleichzeitig ein Übungsprogramm, wo die Wiederholungen dann gesteigert werden von relativ anspruchsvoll bis dann teilweise recht anspruchsvoll und so läuft man halt da durch durch diese fünf höheren Einweihungsstufen und die sind definitiv für jeden, der mehr will vom Kriya Yoga, der an die Grenzen der eigenen Organisation gekommen ist, wo er den Kriya Yoga erlernt hat, das ist Schönheit in den Techniken selbst. Sie sind sehr effektiv und sie sind eine Herausforderung.
Es ist halt das Schöne im Vergleich zur SRF, ist eben der persönliche Bezug zu einem Meister, der dann auch – ein Meister oder Lehrer- der dann auch Forderungen stellt, die im Vergleich zu dem, was bei der SRF war, eben astronomisch ist, wo natürlich die Leute selbst dafür verantwortlich sind. Aber da das, was er fordert schon von vielen vorher durchgemacht worden ist, verliert man irgendwie das Scheu, das selbst auch zu machen und traut sich eben mehr zu und dann hat man auch noch diesen Horizont von einem Jahr oder zwei oder drei Jahren, die man sich Zeit gibt, da die nächste Stufe zu erklimmen und ist dadurch auch motiviert mehr aus sich herauszuholen.
Das war nämlich das Problem, glaube ich, eher bei der SRF, dass man dort ein bisschen in den Schlendrian reinkommt und keinen Ansporn hat dort weiterzugehen, denn auch die höheren Einweihungen bei der SRF, da wird immer zur Vorsicht gemahnt und hier bei Shibindu Lahiri, da gab es eben diese Vorgaben, die recht anspruchsvoll waren, aber man war ja auch mit Kriyabans zusammen, die das auch teilweise schon mitgemacht hatten.
Also bei diesen Einweihungen, immer nach diesen Einweihungsveranstaltungen über drei Tage, damals wurde dann auch immer nach dem Normalprogramm noch Zeit reserviert für die höheren Einweihungen und da kamen dann alle, die berechtigt waren für die höheren Einweihungen, die versammelten sich. Und für die erste Einweihung durften alle da sein. Dann nach der ersten Einweihung gingen die hinaus, die die erste Einweihung empfangen haben, die anderen haben die also wiederholt und dann kam die zweite Einweihung danach gingen die heraus, die die zweite Einweihung empfangen haben und so lichteten sich die Reihen dann, bis man bei denen war, die die sechste Einweihung empfangen haben, also die fünfte höhere Einweihung und das war dann das Ende.
Einmal hat man die Wiederholung gehabt, weil man dazu jedes mal teilnahm an dem ganzen Wochenende, das war eigentlich die Regel und dann hatte man die Wiederholung, weil man die ganzen Einweihungsstufen noch mal durchgemacht hat und konnte man sich, ja konnte man dann rekapitulieren, was man so vielleicht nicht genau gemacht hat, dann konnte man seine Techniken ein bisschen wieder prüfen und wieder Vordermann bringen.
Das war eigentlich ein ganz angenehmes und gutes System, das eigentlich das Optimum von den Leuten herausholte. Und das war ja auch mein Fazit beim Vergleich zwischen SRF und Shibendu Lahiri, dass die höheren Einweihungen und das, wie das gehandhabt wurde definitiv bei Shibendu Lahiri oder in der dynastischen Linie sehr schön ist, wenn nicht besser, besser oder für die Anspruchsvollen zumindest, ist das besser, das System bei Shibendu Lahiri als das, was bei der SRF dann, wenn man mehr will, geboten ist.
Das ist das System von Shibendu Lahiri, das ich so gelernt habe und ich glaube zehnmal mindestens durchgemacht habe und, was ich jetzt als schwach oder nicht besonders gelungen oder optimal zumindest für die Lernenden empfunden habe, ist dieser Aufbau dieser drei Tage für die erste Einweihung. Das ist sehr viel Material.
Dann ist immer so viel Zeit drauf gegangen für die Person selbst, der halt wegen seiner Gebrechlichkeit immer sehr viel Zeit verbrauchte, um am Morgen aufzustehen, dann für Mittags noch ein bisschen Ruhen und solche Sachen, Begleitung brauchte. Man musste immer warten und dadurch kamen die Techniken zu kurz, auch die Funktion und die Bedeutung der Meditation, also der kurzen Kriyas, wie die genannt wurden, die wurde nicht besonders klar.
Shibendu Lahiri hat zwar gesagt, wir machen das alles, diese viele Techniken, um tief in die Meditation reinzugehen, aber er hat nicht irgendwie erklärt, wie das jetzt eingebunden wird, oder wie die Routine sein soll, sondern er hat von den Techniken dann gesagt, die sollen wir machen, aber nicht, dass sie vielleicht ein bisschen Vorbau brauchen durch die Meditation, wie Hong Sau, wie das in der SRF geschieht. Sondern er hat eben das aneinander geklatscht oder so, so kam einem das vor, man sollte die eine nach der anderen machen und das war nach meinem Verständnis, das ich mir in 35 Jahren Kriya Yoga erworben habe, war das nicht praktikabel, zumindest nicht für diejenigen, die wirklich tief einsteigen wollten.
Das war vielleicht für Anfänger, die noch kein spirituelles Momentum hatten, für die ist es gut, Kriya Techniken einanderzureihen, aber normalerweise ist mein Verständnis das, dass wir eine Vorbereitung haben, wie das in der SRF auch so gelehrt wird, mit Hong Sau, einer Meditationstechnik Hong Sau oder eine andere Meditationstechnik oder Konzentrationstechnik, dann wenn man konzentriert ist, macht man die Kriya Übung oder macht nicht dann drei oder vier hintereinander, sondern man macht eine oder es gibt so zwei oder drei Kriya Übungen, die zusammen passen, die kann man aneinander schachteln, aber sonst sollte man nicht irgendwelche gleichwertigen Kriya Übungen aneinander koppeln, wie zum Beispiel Navi Kriya und Mahamudra und Kriya Pranayama.
Das ist nach meinem Dafürhalten für diejenigen, bei denen die Energie fließt, die müssen einen Großteil der Zeit auf diese Meditation, auf die Stille verwenden und die Kriya Techniken, das sind nur Booster, die nochmal auf einen anderen Level heben. Deswegen ist das, was ich unterrichte, eben nicht das Gleiche, wie das, was ich bei Shibendu Lahiri gelernt habe.
Auch aus dem ganz einfachen Grund, ich werde nicht kopieren das, was die machen, das ist die dynastische Linie, die in der Familie Lahiri Mahasayas gelehrt wird. Die sollen ruhig das machen, was sie für richtig halten. Ich bin mit Shibendu Lahiri dankbar, dass er diese Techniken weitergegeben hat und erhalten hat, dadurch, dass er die gelehrt hat.
Aber ich, der ich eben auch von der SRF viel gelernt habe, sehr viel Sinnvolles von Yogananda, ich baue eben von meinem Verständnis her, von der SRF, von dem, was ich von der SRF gelernt habe und mein Verständnis allgemein, was ich mir erworben habe, da baue ich etwas mit ein bei Shibendu Lahiri, vor allem bei der ersten Einweihung und übernehme nicht die Theorie, das theoretische Geplänkel am Freitag Abend übernehme ich nicht von Shibendu Lahiri, denn mir ist das nicht so zugänglich, also den Sinn habe ich nicht ganz verstanden, was das mit dem Kriya Yoga zu tun hat.
Man kann ja gerne mal hingehen. Ich meine, dieser Shibendu Lahiri, der gibt jetzt glaube ich keine Einweihungen mehr (+2024). Jetzt macht das der Sohn Ujwal Lahiri, ich weiß nicht, was der daraus gemacht hat. Aber das, was Shibendu Lahiri erzählt hat, das ist definitiv nicht von Lahiri Mahasaya und deswegen fühle ich mich auch nicht verpflichtet, das weiterzugeben.
Also ich selbst sage zur Theorie relativ wenig. Ich habe auch die Blätter, die ausgeteilt werden, überarbeitet. Also ich habe dieses Übersichtsblatt über die Techniken, davon habe ich relativ viel behalten. Dann das zweite Blatt, wo es dann um die Einordnung von dem Kriya Yoga geht im Vergleich zu Religionen, das habe ich auch rausgelassen und dafür habe ich aber Zitate von Lahiri Mahasaya, ein Blatt mit Zitaten von Lahiri Mahya Sayaha, so viele Zitate wie auf ein Blatt gehen die habe ich genommen, denn Lahiri Mahasaya hat 25 oder 24 Tagebücher hinterlassen, wobei Tagebücher jetzt nicht Tagebücher sind, wo er aufschreibt was er täglich erlebt hat, sondern wo er spirituelle Erfahrungen oder spirituelle Einsichten niedergeschrieben hat.
Daraus habe ich dann einige genommen, wobei nicht direkt, nicht die Originale oder auch nicht faksimile dieser Schriften, denn die hat Lahiri Mahasaya offensichtlich in Bengali niedergeschrieben. Dann wurden sie erst mal ins Hindi übersetzt, oder ins Englische und dann habe ich sie wieder ins Deutsche übersetzt. Also das ist ein bisschen um Ecken herum. Also man kann sich darauf auch nicht so gut verlassen, würde ich sagen.
Mein Hinweis ist immer, dass wir mit Paramahansa Yogananda den Großmeister des Kriya Yoga haben. Der hat auf Englisch gelehrt, auf Englisch seine Bücher geschrieben, sehr viel zur Theorie oder auch nicht jetzt Theorie im Verständnis von Philosophie, hat er jetzt nicht so hoch geistige Gebäude aufgebaut. Sondern er hat eben in seinen Kommentaren zur Bhagavad Gita und auch zu zur Bibel, dann natürlich in seiner Autobiografie und in den Lehrbriefen, die ja auch weitgehend von ihm stammen. Ich denke mal, das ist alles so relativ original von ihm, bloß die Zusammenstellung ist natürlich dann immer variiert worden, denn Yogananda hat sehr viel Input, Output, also er hat herausgegeben, Input für den Kriya Yoga erzeugt.
Ich glaube, damit kann man sehr viel studieren und sehr viel sich da reinarbeiten. Da muss ich jetzt nicht mein Verständnis jetzt, außer ich werde jetzt gefragt, dann sage ich da schon mein Verständnis. Aber von Yogananda gibt es so viel, wer da was theoretisch lesen will, der beschäftige sich bitte mit dem, was Yogananda hinterlassen hat und meine Aufgabe sehe ich in dieser Einweihung vor allen Dingen den Leuten das Praktizieren zu erleichtern.
Den Leuten die Techniken möglichst gut näher zu bringen und eine Routine mit denen zu erarbeiten, dass sie diese dann möglichst zu Hause relativ eins zu eins dann anwenden können und darum besteht mein Hauptaugenmerk eben in der Praxis und in dem Einüben der Techniken auf die Weise, auf eine Weise, dass die Leute dann auch zu Hause wissen, was sie machen müssen.
Natürlich auch was Shibendu Lahiri von sich gegeben hat, neben dem Einweihungsprogramm hat er noch Geschichten erzählt so aus dem indischen, aus dem indischen Leben, aus der indischen spirituellen Literatur und hat da interpretiert. Er konnte sehr gut erzählen, das war immer schön. Aber das habe ich natürlich auch nicht drauf, ich bin katholisch aufgewachsen, könnte da vielleicht eher etwas sagen.
Aber jetzt diese indische Welt, ich verstehe das und weiß einiges darüber, aber das jetzt zu lehren, da bin ich jetzt auch nicht der richtige Ansprechpartner. Darum lasse ich das natürlich auch weg. Das ist, glaube ich, verständlich, dass das dann auch nicht bei mir diese große Rolle spielt.
Möglicherweise entwickelt sich das, wenn die Leute eben sagen, das ist uns jetzt zu trocken, das muss ein bisschen aufgelockert werden, dann habe ich da ein bisschen was mit rein ins Programm. Aber das ist eben das, was ich mache.
Aber die höheren Einwärmungen, die ich selbst als sehr wohltuend, sehr gelungen empfunden habe, die lasse ich weitgehend so, wie ich die von Shibendu Lahiri gelernt habe, nur bei der letzten Einweihung, da biete ich auch das an, was Shibendu Lahiri unterrichtet hat, aber da habe ich ein bisschen bedenken, ob da nicht ein bisschen was falsch übermittelt wurde und das werde ich dann auch den Schülern mitteilen. Aber die können selber wählen, was sie machen wollen.
Das sind eben die Unterschiede jetzt zwischen Shibendu Lahiri und dem Kashi-Kriya. Kashi-Kriya, das wollte ich auch noch sagen, warum dieser Name Kashi, Kashi heißt Kashi ist Licht. Ich glaube, Sanskrit ist es Licht und Kashi, also Licht Kriya Yoga eigentlich, aber Kashi ist auch der Name für oder der alte Name für den Ort Varanasi, in dem ja Lahiri Mahasaya, ich glaube, den Großteil seines Lebens, wenn ich sogar sein ganzes Leben zubrachte und gelehrt hatte, gewohnt hat und darum ist dieser Ort, Varanasi oder Kashi, eben auch mit dem Kriya Yoga verbunden und Kashi Kriya will eben auch heißen, das ist der Kriya Yoga aus Varanasi, also der Kriya Yoga von Lahiri Mahasaya, also Kashi Kriya, das ist der Kriya, den ich eigentlich unterrichten will.
Ich war auf der Suche nach dem originalen Kriya Yoga, habe auch lange Zeit gedacht, dass das, was Shibendu Lahiri so vermittelt, eigentlich relativ nah an den originalen Kriya Yoga hinkommt. Aber diese Mängel in der ersten Einweihung habe ich ja schon ein bisschen geschildert. Das ist nicht ganz optimal und ich denke, wenn man das, was Yogananda in seiner Genialität uns mitgeteilt hat, kombiniert mit dem, was über die dynastische Linie auf uns gekommen ist, also der dynastischen Tradition, der dynastischen Kriya Linie, dann hat man das Optimalste – natürlich nicht für jeden.
Jeder ist verschieden, jeder braucht etwas anderes, aber so cum grano salis (mit einem Körnchen Salz) hat man so ein Optimum von dem, was man so vermitteln kann. Also nach meiner Überzeugung, wie es sein sollte, um am besten aufgenommen zu werden und verarbeitet zu werden, das ist das, was ich versuche zu vermitteln.
Wahrscheinlich wird sich das auch weiterentwickeln. Also bei mir ist die Grundstruktur dieselbe wie bei Shibendu Lahiri: Am Freitagabend gibt es einen Vortrag oder ein Einführungsgespräch, also ich erzähle etwas über meinen Weg zum Kriya Yoga, über den Weg, wie ich zum Unterrichten kam und dann können Fragen gestellt werden, das was die Leute interessiert. Da kommen meistens schon ganz interessante Fragen und da gebe ich mein Verständnis dann eben dazu kund und am nächsten Tag beginnt es eben mit der Einweihung,
wobei wir auch diese Einweihungsgaben … Das finde ich eigentlich auch nicht, nicht verkehrt diese Einweihungsgaben, die mitzubringen, dann die ein bisschen so mit einer Zeremonie zu verbinden, auch das Abtasten der Chakren, wobei ich das freistelle, ob jemand berührt werden will oder nicht, muss nicht sein. Also ist, glaube ich, auch nicht so wichtig. Muss man selber wissen.
Ich biete es an und dann geht es eben gleich in die Technik. Dann werden gleich zwei Techniken durchgenommen am Morgen und dann wird noch vor dem Mittagessen, wird dann nach dem Prinzip und Schema des Kriya Yoga, wird dann eine kleine Session, eine kleine Meditationssitzung angeleitet. Das wird dann am Nachmittag noch ausgebaut mit mehr Techniken, also morgens eine kurze Technik und Meditation dazu und nachmittags mehrere Techniken und dann gibt es nachittags noch einen Durchlauf.
Ja, jetzt bei der letzten Einweihung ergab es sich, es war ein schönes Wetter, dann sind wir auch hinaus gegangen in die Natur nach dem Mittagessen zum Wandern in Irfersgrün und da hat es dann eben ein bisschen länger gedauert, weil das eine schöne Landschaft war und dann um drei Uhr wollten wir weitermachen, da waren wir noch weit entfernt von zu Hause oder vom Voranstaltungsort. Dann haben wir uns eben auf eine Wiese gesetzt und haben dann unter freiem Himmel das Programm weiter gemacht und dann am Abend haben wir uns nochmal zusammengesetzt.
Also es läuft jetzt ein bisschen anders ab. Ich bin natürlich auch freier dadurch, dass ich eben nicht körperlich eingeschränkt bin wie Shibendu Lahiri noch in den späten Jahren dann und da kann man dann auch mehr machen und am nächsten Tag: Ich teile fünf Blätter aus, ja also dieses Astange Yoga, ja im Laufe der Zeit und ich versuche auch eine eine Asana Reihe mit einzupflegen …
Zu viel sollte man natürlich auch nicht praktizieren. Ja, wenn man eine Praxissitzung macht, ist es gut, wenn man sich davor ein bisschen bewegt. Ich will damit auch eben demonstrieren, dass die Asanas ziemlich förderlich sind für eine gesunde Kriya Praxis und darum versuche ich dabei auch relativ anspruchsvolle Sachen mit einzubauen, wo natürlich jeder selber entscheiden kann, was er mitmacht oder nicht. Das ist auch relativ kurz.
Wie gesagt es ist bei mir mehr Praxis orientiert, mehr übungslastig, damit die Leute das einüben können, was sie dann zu Hause eigentlich praktizieren sollten. Aber andererseits die Prinzipien, dass die Leute eben mehrmals kommen sollen und wenn die Gruppen natürlich größer werden, dann können auch die Kriyabans die neu Einzuweihenden in kleinen Gruppen auch unterrichten. Das war bis jetzt noch nicht so, weil die Gruppen noch nicht so groß waren, dass das geschehen musste.
Aber im Prinzip, habe ich eben wie gesagt jetzt eine Kombination aus dem, was Shibendu Lahiri aus der dynastischen Linie vermittelt hat, dem was die SRF so macht, wobei ich natürlich denen nicht jetzt ihre Techniken wegnehme, z.B. die OM Meditation von der ich auch sehr viel halte, die darf ich jetzt nicht unterrichten, nur in der Weise oder Hinweise auch gebend, in der sie schon in der dynastischen Linie auch angedacht ist oder enthalten ist und dort ist auch Änlichkeit oder Verwandtschaft da, das kann ich herausstellen.
Das ist das, was ich jetzt sagen wollte zu den Unterschieden oder dem Vergleich zwischen dem Kriya Yoga der dynastischen Linie für den ich die Lehrerlaubnis erhalten habe und dem Kriya Yoga, den jetzt ich vermittle, da ich ja auch ein selbstständiges, selbstbewusstes Wesen bin und meinen eigenen Draht zum Göttlichen habe, muss ich mich jetzt nicht nach irgendwelchen äußeren Vorgaben oder Schemata richten und bin jetzt frei selber zu entscheiden, was ich vermittle, nach meinem Gutdünken und so ist wahrscheinlich auch die große Vielfalt im Kriya Yoga entstanden.
Es ist eben nicht so, dass es einen Kriya Yoga gibt, es gibt sehr viele Variationen und die sind wahrscheinlich daraus entstanden, wie ich das live miterleben kann. Die Leute, die gehen von ihrem eigenen Verständnis, von ihrer eigenen Positionen, von ihrer eigenen Lebenssituation aus und im besten Ansinnen versuchen sie das Beste den Schülern zu geben und je nachdem wie die Schüler eben aufgestellt sind, was die fordern, da schraubt dann der Lehrer ein bisschen rum an dem was er selbst gelernt hat, um das nach seinem Empfinden oder Verständnis Beste oder bessere im Vergleich zu dem was er sonst hätte geben können oder wiederholen können, um das seinen Schülern zu vermitteln.
Hari, OM, Tat, Sat, das soll es gewesen sein, war sowieso relativ lang, namaste, ciao.
Der heutige Song stammt wieder dem Album „Oh Yogananda, Himalaya des Kriya“
Der sechste Song daraus:
Oh Yogananda, Himalaya des Kriya male bedroom
O Yogananda—Himalaya des Kriya,
ein stiller Strom der Weisheit.
Nicht für den Ruhm, nicht für den Lärm,
kamst du mit klarem Blick.
Du sprachst: „Prüf selbst, sei still, sei wach“—
und gabst selbst das strahlende Beispiel.
Atem wird tief,
Unruhe schwindet.
Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.
Mit deinem Buch öffnetest du ein Tor,
ein Funke gegen das Vergessen.
Und Menschen fanden Mut im Stillsein,
wo sie nur Lärm besessen.
Atem wird tiefer,
Wirbelsäule wird Straße
Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet,
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.
Ost und West—kein Streit der Formen:
ein Herz, ein Ton, ein stilles Ja.
Wo Liebe übt, wird Grenze weich,
und Gott wird Gegenwart.
Kriya Yoga—Wissenschaft der Seele,
kein Wort als Gesetz, sondern Übungen
für die Selbsterfahrung im Inneren
Ein inneres Licht, das heller wird,
wenn der Atem uns mit der Quelle verbindet,
Jaya Yogananda.
Kriya Yoga führt uns nach innen
—Schritt für Schritt.
Der stille Strom bleibt—
im Atem, im Herzen, im Licht.
Jaya Yogananda.
Jaya Yogananda.
Jaya Yogananda.