Kurzzusammenfassung

In dieser Folge erklärst du, warum Kechari Mudra für ernsthafte Kriya-Yogis ein echter „Booster“ sein kann: nicht als Zirkus-Trick, sondern als energetische Verstärkung vieler Kriya-Techniken. Du schilderst auch typische Anfängerfehler (zu mechanisch, zu früh, daraus können Verspannungen entstehen) und betonst, dass Kechari mit Reife des Bewusstseins zusammengehen sollte.

Praktisch zeigst du drei Einsatzfelder:

  1. Als Turbo in Meditation und Kriya-Techniken (OM-Meditation, Hong-Sau später, Wirbelsäulenatmung, Yoni Mudra, höhere Einweihungen).
  2. Als Zungen-„Wechselatmung“ (Nasenlöcher mit der Zunge abwechselnd verschließen) – inklusive Trainingseffekt und Feedback über Lebensweise/Ernährung/Erkältung.
  3. Als Eselsbrücke fürs Zählen bei langen Kriya-Serien (z. B. 144er-Zählungen), weil man im Trancezustand leicht aus dem Zählen fliegt.

Am Ende betonst du: Kechari ist keine Pflicht am Anfang, aber für alle, „die es wirklich wissen wollen“, ein sehr wertvolles Werkzeug – ohne Zwang, aber mit klarer Empfehlung.

Strukturiertes Transkript

Kechari Mudra und Kriya Yoga: Die Rolle der Zungentechnik auf dem spirituellen Pfad

Kechari Mudra ist eine der tiefgreifendsten Techniken im Kriya Yoga — und zugleich eine der am meisten unterschätzten. In dieser Episode des Kriya Yoga Podcast Deutsch beleuchte ich, was Kechari Mudra ist, wie ich es erlernt habe, warum es für fortgeschrittene Praktizierende unverzichtbar ist und wie es sich konkret in die Kriya-Praxis integrieren lässt.


Was ist Kechari Mudra?

Kechari Mudra bezeichnet eine yogische Technik, bei der die Zunge nach oben in den Nasen-Rachen-Raum gerollt wird. Im Kriya Yoga gilt sie als Katalysator der spirituellen Entwicklung — Yogani beschreibt sie als eine Art „zweite Pubertät“: Wer in Kechari Mudra gelangt, erlebt einen spirituellen Schub vergleichbar mit dem biologischen Entwicklungssprung der Pubertät.

Trotz 22 Jahren Praxis in der Self-Realization Fellowship (SRF) war mir Kechari Mudra dort nie als aktive Praxisanweisung begegnet — es wurde zwar erwähnt, hinterließ bei mir aber keinen bleibenden Eindruck, da jede Praxiserfahrung fehlte.


Mein Weg zu Kechari Mudra

Den entscheidenden Impuls erhielt ich 2011 durch Ennio Nimis und das sogenannte Talabya Kriya — eine vorbereitende Übung zur Dehnung des Frenulums (Zungenbändchens). Yogani hatte zwar empfohlen, das Frenulum mechanisch anzuritzen, was mir aber spirituell wesensfremd erschien. Talabya Kriya bot einen natürlicheren Weg.

Nach drei bis vier Monaten regelmäßiger Praxis war ich in der Lage, die Zunge zunächst mit Fingerhilfe in den Nasen-Rachen-Raum zu schieben. Nach etwa zwei Jahren gelang mir dies schließlich ohne Hilfsmittel. Der Weg erforderte Geduld, Motivation und das geduldige Aufbauen von Muskeln, die man zuvor nie bewusst eingesetzt hatte.

Anfangs entstanden dabei Verspannungen — ein Zeichen, dass mein Bewusstseinszustand zur Technik noch nicht reif war. Die Lektion: Kechari Mudra mechanisch auszuführen, bevor die entsprechende innere Entwicklung stattgefunden hat, kann kontraproduktiv sein.


Kechari Mudra und die verschiedenen Kriya-Traditionen

Betrachtet man die Vielzahl der Kriya-Yoga-Organisationen, lässt sich eine deutliche Trennlinie erkennen:

  • Einführende Traditionen (wie die SRF nach Yogananda) verzichten weitgehend auf Kechari Mudra. Yogananda hat die Techniken bewusst für westliche, der Yogapraxis fernstehende Bevölkerungsgruppen vereinfacht — ein pädagogisch kluger, wenn auch nicht endgültiger Schritt.
  • Fortgeschrittene Traditionen — darunter jene in der Linie von Shibendu Lahiri — setzen Kechari Mudra als Voraussetzung oder zumindest als integralen Bestandteil aller höheren Einweihungen voraus. Dies ist aus meiner Sicht ein Qualitätsmerkmal.

Wer nach 20 oder 30 Jahren Praxis feststellt, dass die Techniken ihre Zugkraft verloren haben, sollte den Mut aufbringen, sich weiterzuorientieren — auch wenn dies bedeutet, den Schutz einer vertrauten Organisation zu verlassen. Religiöser Exklusivismus („Wir allein haben den richtigen Weg“) ist kein spirituelles Prinzip, sondern ein psychologischer Mechanismus, dem alle großen Traditionen gelegentlich erliegen.


Drei praktische Anwendungsbereiche im Kriya Yoga

Kechari Mudra ist kein Selbstzweck. Es entfaltet seinen Wert als Turbo für bereits bestehende Kriya-Techniken — und das auf drei Ebenen:

1. Als allgemeiner Praxis-Booster

Sobald in der Meditation ein innerer Kontakt entsteht — etwa mit dem OM-Klang, mit innerer Freude oder mit einem vertieften Bewusstseinszustand — lässt sich Kechari Mudra einsetzen, um diese Energie zu halten und zu vertiefen. Es kostet keine zusätzliche Zeit, da es keine separate Übung ist, sondern ein integraler Bestandteil aller Kriya-Techniken: Wirbelsäulenatmung, Hong Sau, Yoni Mudra, Maha Mudra, sowie alle höheren Einweihungen.

2. Als Werkzeug für Wechselatmung (Nadi Shodhana)

Wer Kechari Mudra beherrscht, kann damit die Nasenlöcher alternierend verschließen und so die klassische Wechselatmung direkt in die Kriya-Praxis integrieren. Das hat mehrere Vorteile: Man trainiert nebenbei die Zungenmuskulatur weiter, und man erhält durch den Atemwiderstand eine direkte Rückmeldung über den aktuellen körperlichen Zustand — ob man zu viel oder Ungünstiges gegessen hat, ob eine leichte Erkältung im Anzug ist, oder wie die allgemeine Vitalität steht.

3. Als Zählanker

Bei langen Atemzählungen — etwa den 144 Wirbelsäulenatmungen als Voraussetzung für die erste höhere Einweihung — ist Kechari Mudra als Gedächtnisanker hilfreich. Die Zunge auf eine bestimmte Seite legen, beim Überschreiten einer bestimmten Anzahl wechseln: So lässt sich auch im Trancezustand das Zählen mit einer leiblichen Markierung verbinden, ohne auf eine äußere Mala angewiesen zu sein.


Braucht es anatomische Voraussetzungen?

Gelegentlich wird behauptet, dass bestimmte anatomische Gegebenheiten Kechari Mudra dauerhaft verhindern. Ich halte das für falsch. Wo ausreichend spirituelle Energie und Entwicklung vorhanden sind, findet der Geist seinen Weg — auch durch scheinbar unüberwindliche körperliche Hindernisse. Was es hingegen braucht, sind Zeit, regelmäßiges Talabya Kriya und den festen Willen.


Kechari Mudra in meiner eigenen Tradition: Kashi Kriya Yoga

In meinen Einweihungen nach der Tradition von Shibendu Lahiri mache ich Kechari Mudra nicht zur formalen Voraussetzung für höhere Stufen. Ich empfehle es jedoch ausdrücklich und weise darauf hin, dass es sich für jeden Praktizierenden lohnt, daran zu arbeiten. Das Erlernen allein um des Könnens willen — ohne die entsprechende innere Entwicklung — ist jedoch nicht der Sinn der Übung.

Wer Kriya Yoga in einem einzigen Leben vollständig gehen will, kommt meiner Überzeugung nach an Kechari Mudra nicht vorbei.


Fazit

Kechari Mudra ist für den ernsthaft Praktizierenden kein optionales Extra, sondern ein wesentlicher Schritt auf dem spirituellen Pfad. Es vertieft die Meditation, integriert sich nahtlos in alle Kriya-Techniken, liefert wertvolle Körperrückmeldungen und öffnet Dimensionen, die ohne diese Technik verschlossen bleiben. Es braucht Motivation, Training und eine gewisse innere Reife — wer diese mitbringt, wird feststellen, dass sich die Mühe vielfach lohnt.


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Titel-Vorschläge:

  • Kechari Mudra im Kriya Yoga: Bedeutung, Erlernen und Anwendung
  • Was ist Kechari Mudra? Praxis, Wirkung und spirituelle Rolle

Meta-Description (ca. 155 Zeichen): Kechari Mudra ist ein kraftvoller Turbo für die Kriya-Praxis. Lerne, was es ist, wie du es erlernst und wie du es in deine Meditationspraxis integrierst.

Keywords: Kechari Mudra, Kriya Yoga, Talabya Kriya, Zungenübung Meditation, fortgeschrittener Kriya Yoga, Kashi Kriya Yoga, Shibendu Lahiri, Ennio Nimis, spirituelle Praxis, Wechselatmung Kriya, höhere Einweihungen Kriya Yoga, Meditation vertiefen

Tags: Kechari Mudra · Kriya Yoga · Talabya Kriya · Meditation · Yoga Techniken · Spiritualität · Kashi Kriya Yoga · Yogananda · Shibendu Lahiri · Ennio Nimis · Nadi Shodhana · Kriya Yoga Podcast Deutsch

Leicht überarbeitetes Transkript

Liebe Freunde des Kriya Yoga, heute zu dem Thema: „Die Rolle von Kechari Mudra beim Kriya Yoga.“ Kechari Mudra, das wissen vielleicht nicht alle, was es ist. Das wusste ich auch lange nicht, obwohl ich nach 20 Jahren bei der SRF, oder sogar noch nach 24 Jahren habe ich es noch nicht beherrscht, gekannt dann schon. Aber ich bin erst mit Yogani darauf gekommen, der ein sehr großes Augenmerk drauf wirft.

Kechari Mudra sehr lobt, dessen Bedeutung hervorhebt und sagt, dass es ein Schub, eine zweite Pubertät ist. Wenn man in Kechari Mudra hinaufkommt, dann ist das für die spirituelle Entwicklung so etwas wie die Pubertät für die menschliche Entwicklung.

Das hat mich natürlich angeregt, da auch in diese Richtung loszugehen, zu experimentieren, aber was Yogani vorgeschlagen hat, dass man das Frenulum, das Zungenbändchen, das die Zunge eben am Kiefer festhält, dass man das anritzt, das war mir nicht ganz geheuer. Ich sage immer, die spirituelle Entwicklung müsste natürlich mit Bordmitteln, ohne Hilfsmittel, möglich sein ohne mechanische Hilfsmittel natürlich, spirituelle Techniken sind sehr wichtig, aber da irgendetwas anritzen oder so etwas, das entsprach überhaupt nicht meiner Vorstellung von Spiritualität.

Deswegen bin ich da nicht so drauf geflogen, aber dann habe ich bei Ennio Nimis eben das Talabya Kriya kennengelernt, 2011. Als ich dann die Techniken bei Ennio Nimis ins Deutsche übersetzte und dann habe ich mich eben seit 2011, 3 oder 4 Monate, habe ich das regelmäßig praktiziert, Talabya Kriya und nach einigen Monaten war ich dann in der Lage, zuerst mit den Fingern die Zunge hochzuschieben in den Nasen-Rachen-Raum.

Und als mir das dann nach das waren, glaube ich, sogar 2 Jahre, wo ich das immer hochgezogen habe, hochgeschoben habe mit den Fingern als Initialzündung, auch als Katalysator, da ist mir das dann zu dumm geworden und dann habe ich eben trainiert und das dann mit der Zeit auch ohne Zuhilfenahme der Finger dann geschafft.

Und sonderbarerweise war das auch bei der sexuellen Auseinandersetzung mit dem anderen Geschlecht, weil ich da eben auch Ketchari Mudra einsetze, um die Energie nach oben zu ziehen. Das war eigentlich 2 Mal fast, ja auch wieder, die Auseinandersetzung mit dem anderen Geschlecht, was ja die Tendenz eigentlich hat, die Energien nach unten zu drücken. Das ist wohl war und drum sind auch einige Religionen oder spirituelle Gruppen, ich nenne da die Katholiken zum Beispiel, wo ich ja groß geworden bin da auf Frauen oder das andere Geschlecht nicht so gut zu sprechen.

Aber andererseits, wenn man yogisch unterwegs ist, dann ist das eben gerade eine Herausforderung, die man nutzen kann, um bestimmte Dinge zu erreichen, zu denen man die Motivation andererseits nicht finden könnte. Denn, dass man die Frauen deswegen irgendwie verurteilt oder gering schätzt, weil sie beim Mann tendenziell dazu führen, dass die Energie nach unten geht, das ist natürlich billig und entspricht nicht irgendwelchen spirituellen Grundsätzen und wir sehen das, also wenn man spirituell erwachter ist, dann sieht man das als Gelegenheit, als Geschenk an, das zur Verfügung zu haben, diese Herausforderung, die uns antreibt und dann zu höheren Leistungen in Richtung Spiritualität treibt. So hat das bei mir auch gewirkt, so habe ich es genutzt.

So habe ich das sogar schon bei der zweiten Einweihung in der SRF genutzt. Also das sind spirituelle Übungen, da muss man sich ein bisschen motivieren und anstrengen. Das geht nicht so ohne Weiteres. Deswegen sind ja so wenige Menschen darauf gekommen oder auf den Zug aufgesprungen in die Spiritualität, obwohl sie das Beste ist, was es auf der Welt gibt. Aber es ist in gewisser Weise auch anstrengend und braucht eine gewisse Motivation und die muss man sich manchmal dadurch mit Trick 17 verschaffen und die Auseinandersetzung mit dem anderen Geschlecht oder auch mit demselben Geschlecht, ich weiß ja nicht, ich spreche jetzt aus meiner Erfahrung.

Das kann den Anschub geben, die Anschubfinanzierung für solche Sonderleistungen. Also bei mir erst einmal so spirituelle Stufen zu erklimmen. Die zweite Einweihung die Techniken zu bekommen, ist natürlich einfach. Aber die richtig auch zu praktizieren und auch zu steigern in der Anzahl, darum geht es. Einmal zu machen, aber dann hoch zu steigern, da war diese Auseinandersetzung mit dem anderen Geschlecht sehr wichtig für mich und dann auch bei Kechari 1, Kechari 2.

Aber wir sind ja beim Kriya Yoga gut, ja, das könnte natürlich auch zum Kriya Yoga, wie man sich dazu motiviert, das zu erreichen oder dahin zu kommen, nicht ohne Grund gibt es so wenige, die das beherrschen oder sich damit auseinandersetzen, weil man sich dazu motivieren muss, weil man ja aus vielen Bereichen, viele Hürden, viele Erfahrungen, viele Praxisstunden wahrscheinlich auch hinter sich gelassen haben muss, bevor man in der Lage ist, das Kechari Mudra dann soweit zu vervollkommnen, dass man es im Kriya Yoga dann sinnvoll einsetzen kann.

Aber das jetzt mal so Nebenthemen. Natürlich auch indirekt zielen sie ab auf diese Beziehung von Kechari Mudra und Kriya Yoga. Aber jetzt im Besonderen oder im Spezielleren kann man sagen, dass Kechari Mudra … Gut, ich habe ja schon gesagt, bei der SRF habe ich 22 Jahre eigentlich nichts gehört, zumindest nicht bewusst wahrgenommen, nachdem ich dann Kechari Mudra erlernt hatte und dann mal wieder die Kriya Yoga Techniken der SRF wiederholt habe, damals habe ich dann auch gesehen, dass Kechari Mudra zumindest genannt wurde. Aber das ging bei mir offensichtlich in ein Ohr hinein, zum anderen hinaus, weil es eben mit keiner Praxiserfahrung, Praxisaufforderung verbunden war.

Aber ich habe dann, das kann man ja in anderen Episoden des Podcasts auch nachhören. Ich habe ja mich auch woanders noch umgeschaut und dann auch erfahren, dass es Kriya Yoga Traditionen offensichtlich gibt, bei denen grundsätzlich alle Kriya Yoga-Techniken mit Kechari Mudra ausgeführt werden sollten. Andererseits gibt es aber auch viele, wo Kechari Mudra eben kein Thema ist.

Da würde ich dann sagen: Wenn man das so großflächig betrachtet, im großen Rahmen der verschiedenen Kriya Yoga-Organisationen, da würde ich sagen, dass Kechari Mudra, wo Kechari Mudra eine besondere Rolle spielt oder wo es sogar Voraussetzung ist, dass man die höheren Einweihungen bekommt oder sogar die Kriya-Einweihung, da muss ich sagen: Das sind schon anspruchsvollere, also das ist ein Qualitätsmerkmal meines Erachtens oder fortgeschrittenere Kriya Yoga-Traditionen und die anderen sind so einführende Kriya Yoga-Traditionen, wie das auch bei Yogananda der Fall ist.

Es heißt ja, und das ist auch tatsächlich so, dass Yogananda die Kriya Yoga-Techniken auf das westliche Publikum, auf das eben diesen spirituellen Techniken ferneren Bevölkerungsteilen der Erde zugeschnitten hat und die etwas vereinfacht hat, die etwas ja etwas verdaulicher gestaltet hat. Trotzdem aber muss ich sagen: Ohne Zweifel genial vereinfacht, also das heißt dann nicht, dass sie wertlos sind oder dann vielleicht minderwertig sind. Nein, die sind möglicherweise genau für den Zweck, für den sie geschaffen wurden, optimal: Die Leute hinzuführen, einen leichteren Übergang von einer Religiosität, passiven Religiosität, wie wir in diesen semitischen oder abrahamitischen Religionen da gewohnt sind, diese zu leben.

Also das ist recht passiv und Gott, Jesus hat unsere ganzen Sünden von uns genommen und alles Mögliche, was jetzt da im Umlauf ist und dann selber praktizieren zu wollen, da muss man natürlich erst mal hingeführt werden und dazu hat Yogananda das eben ein bisschen vereinfacht und ein bisschen angepasst und das ist ohne Zweifel sehr sinnvoll gewesen oder wahrscheinlich notwendig. Aber das heißt dann nicht auch, wenn das jetzt heute …

Ich war ja auf der Buchmesse 2024, und da war eine Person, die war in der SRF und die hatte eben kein Interesse daran, etwas anderes kennenzulernen, weil sie gesagt hat: Ja, wir sollen uns ja begrenzen oder einschränken. Das stimmt, das wird so in der SRF vermittelt. Man ist auf dem richtigen Pfad, heißt es dort, du bist am Ende angekommen, du brauchst dich um nichts mehr anderes kümmern. Du brauchst dich nicht mehr weiter umschauen.

Das ist natürlich für so Guru-Hopper vielleicht eine ganz gute Anweisung und ein ganz wichtiger Grundsatz. Aber wenn man dann 20, 30 Jahre dabei ist und merkt: Eigentlich habe ich mir das anders vorgestellt, eigentlich sollte ich da mehr in Richtung der Potenz, der Kraft, der Gottverwirklichung von Yogananda kommen. Aber ich bin da gar nicht so weit fortgeschritten und jetzt habe ich auch keine Lust mehr zum Praktizieren oder so viel macht mir die Übung nicht mehr Spaß. Sie macht auch nicht so viel Sinn. Dann ist wahrscheinlich der Zeitpunkt gekommen, wo man diesen Grundsätzen der Selbstbeschränkung auf eine Organisation den Laufpass geben sollte und sich weiter umschauen, wie ich das ja auch gemacht habe.

Das erfordert etwas Selbstbewusstsein, etwas Mut auch, da auszubrechen, auch etwas Demut, weil man ja auch in der Arroganz ein bisschen damit genährt wird, geschürt wird. Man denkt ja, das machen ja alle Religionen so, die Katholiken sagen, die anderen sind die Ungläubigen, wir haben den Stein des Weisen gegessen, die Muslime sagen, alle anderen sind die Ungläubigen, wir haben die wahre Religion, die Juden bilden sich auf ihre Religion so viel ein. Sie sind die Auserwählten, das auserwählte Volk. Das sind so allgemeine Tricks und vielleicht, solange man solche Tricks, auf solche Tricks immer noch hineinfällt, ist man wahrscheinlich noch gar nicht richtig bereit, für den Kriya Yoga oder den Kriya Yoga mit Kechari Mudra.

Aber wenn man sich da frei machen kann davon, und dann sich weiter umschaut und dann möglicherweise auf diese höheren Einweihungen von Shibendu Lahiri kommt, die ich ja vermittle, dann heißt es einmal, dass man den Mut hat und dann heißt es auch wahrscheinlich, dass man bereit ist, mit Kechari Mudra zu arbeiten und dann gibt es immer Wege, sich das Kechari Mudra anzueignen.

Also ich habe mal irgendwo gelesen, ich glaube, Yogani sagt das auch oder andere sagen das. Es gibt bestimmte anatomische Beschränkungen für verschiedene Körper, denen ist es nicht erlaubt, mit der Zunge in den Nasenrachenraum zu kommen, das glaube ich definitiv nicht. Es gibt höchstens irgendwelche Beschränkungen der spirituellen Entwicklung, denn wenn jemand sich genügend spirituell entwickelt, dann wird die Energie, das Licht, wird dann die Bahn brechen, den Weg finden, um das trotzdem durchzuboxen, diese Fähigkeit. Denn der Geist regiert die Materie und das ist auch ein Gesichtspunkt von Kechari Mudra, der nicht unerwähnt bleiben sollte.

Ich glaube schon, dass es bestimmter Entwicklungsschritte bedarf, bevor eine Anwendung des Kechari Mudra vielleicht nicht so sinnvoll ist. Also nur da ein Kunststück daraus zu machen, ohne wirklich tief zu meditieren, ist relativ witzlos. Aber wenn man andererseits tief meditiert und das gelernt hat, dann wird Kechari Mudra eine Hürde sein oder irgendeine Barriere, wenn man das nicht kann, wenn man Kechari Mudra nicht beherrschte und Kechari Mudra nicht in seine Meditationspraxis einführt, dann wird das immer eine Barriere sein, hinsichtlich dessen, dass man bestimmte Stufen der Spiritualität nicht überschreiten kann.

Also deswegen, die Beziehung zu Kriya Yoga. Es heißt ja Kriya Yoga ist eine Schnellstraße in den Himmel. Aber wenn man Kechari Mudra nicht auf dieser Schnellstraße irgendwann mal mitnimmt, dann wird man doch an seine Grenzen stoßen und dann sind nur die Mutigen, die geistig freien, die sich nicht irgendwie einlullen lassen durch Geschichten, ja ihr seid auf dem richtigen Weg, macht nur das und das. Nein, wenn jemand merkt, irgendwie haben die Techniken ihre Zugkraft verloren, dann ist es Zeit, sich woanders umzuschauen, und vielleicht kommt man dann auf Kechari Mudra, kommt darauf, wie man sich Kechari Mudra aneignet, und dann wird man sehen, dass Kechari Mudra ganz neue Dimensionen eröffnet.

Und deswegen die Rolle im Kriya Yoga, dieses Kechari Mudras ist eben, dass er für, ich denke mal für eine wirkliche, also wenn man den Versprechen des Kriya Yoga, der schnellen spirituellen … oder bis zum Ende … möglicherweise kann man ja mit Hong Sau auch das letzte Ziel erreichen. Aber das dauert halt viel länger, und wenn man in einem Leben die Reise beenden will, dann geht es meiner Ansicht nach nicht ohne Kechari Mudra.

Es ist eine gewisse Tiefe der Meditation, glaube ich, nötig, um Kechari Mudra wirklich sinnvoll einsetzen zu können. Aber andererseits je früher man Kechari Mudra beherrscht und regelmäßig einsetzt, je schneller wird man das Ziel erreichen oder zumindest in eine, in eine Sphäre eintauchen können, in der man sich so wohl fühlt, dass man sagt, ja ich bin jetzt am Ende angelangt, jetzt lebe ich nur, jetzt versuche ich, den Willen Gottes zu tun und alles andere ist mir im Grunde egal, weil es mir so gut geht, dass ich mir nicht vorstellen könnte, dass es irgendwie anders besser geht, oder ich will jetzt nicht irgendwas noch erreichen, mir geht es gut, ich bin hier, ich mache meine Aufgabe, ich habe den Sinn des Lebens erkannt.

Ich weiß, dass ich nichts weiß, und andererseits weiß ich aber auch so viel, dass mein Wissensdurst gestillt ist und dass ich von Gott geführt werde, von Gott oder von irgendwas von meiner Intuition, vom großen Zentralmagneten oder wie man das immer nennen will, man ist zufrieden, furchtlos, glücklich. Das ist ja das, mit dem man dann zufrieden ist.

Also Kechari Mudra spielt, wenn man Kriya Yoga wirklich effektiv, wirklich effektiv … Gut, es ist ja, wie gesagt, immer alles mit der Einschränkung, dass man innerhalb des Kriya Yogas auch eine Entwicklung durchmacht. Man muss irgendwie anfangen, da ist man noch sehr „Base“ (noch bei den Grundlagen). Man denkt natürlich, man ist schon sehr weit und dann hat man den Kriya und dann liest man das alles, dann denkt man auch, ja, jetzt habe ich viel erreicht und die anderen schaut man hinunter auf diese, die in den Religionen noch gut hier eingepfercht sind. Da blickt man ein bisschen mit Verachtung hinunter, aber man erkennt noch nicht, wie weit der Weg dann auch mit Kriya Yoga immer noch ist und dann, wenn man das dann mal erkennt, dann spätestens sollte man sich aufmachen und sich sagen: Gut, jetzt erlerne ich Kechari Mudra 2-3 Monate, dann habe ich das drauf und dann würde ich mal sagen, dann ist der Schub schon wieder um einiges besser und dann kann man eben das Kechari Mudra fast in allem anwenden, was man so Kriya – mäßig macht.

Ich habe ja, als ich das immer reingeschoben habe, die Zunge, da habe ich dann, vor der Meditation habe ich die Zunge hochgeschoben, bevor ich mich hingesetzt habe, oder gleich mit dem Hinsetzen, weil ich dann eben unbeweglich sein wollte und nicht mehr den Arm bewegen und das war dann die Begründung dafür, dass ich das gleich gemacht habe. Aber dadurch haben sich dann mit der Zeit Verspannungen eingestellt und dann bin ich schön langsam erst darauf gekommen, woher die Verspannungen kamen und das war eben, dass ich dieses Kechari Mudra in gewisser Weise mechanisch, wo ich so spirituell, so bewusstseinsmäßig noch gar nicht drauf eingestellt war, so hergestellt oder eingestellt habe, die Zunge hoch. Damals war aber mein Bewusstsein noch nicht reif und da hat es offensichtlich irgendwelche Energiefehlleitungen gegeben, die dann zu Verspannungen geführt haben.

Das war natürlich auch ein Auslöser dazu … Nee, das war dann erstmal ein Auslöser dazu, dass ich auch während der Meditation dann erst später die Zunge hochgeschoben habe und dann natürlich, weil das dann nicht angenehm oder also konträr ist, der Meditation im Sinne des Stillsitzens, dann plötzlich den Arm zu bewegen, war die Motivation natürlich auch da, dass ich dann die Zunge so schaffe hochzubringen. Aber es ist halt ein, ein Heranbilden von Muskeln, die man noch nie benutzt hat, wo man das, ja wo man eigentlich sich selbst aus dem, aus dem Sumpf an den eigenen Haaren herausziehen muss, so fühlt man sich da und da hat es eben dann noch einmal dieses zusätzlichen Anstoßes bedurft, von dem ich gesprochen habe, die Auseinandersetzung mit dem anderen Geschlecht, im, sogar im Geschlechtsverkehr.

Aber wenn man das eben dann kann oder Kechari Mudra kann, dann sitzt man still und wenn man so weit ist … Ich habe ja erzählt, in der Episode mit OM, wo es auch darum ging die Rolle von OM beim Kriya Yoga, dort habe ich auch erzählt, dass ich in der Regel, sobald ich Kontakt mit dem OM Klang, also wo ich innerlich ergriffen bin, dann spüre ich den OM-Klang, dann höre ich ihn, die Freude kommt auf, die Überzeugung, ja die Zuversicht und dieses klare innere Bewusstsein, dann schiebe ich mit einer Zungenanstrengung die Zunge hoch in Nasenrachenraum … ich habe mir bloß gerade mein Kinn ein bisschen angestoßen und darum kann ich es jetzt im Moment nicht machen. Das muss ein bisschen heilen. Aber das habe ich ja an anderer Stelle auch vorgemacht.

Dieses Kechari Mudra kann man dann bei allen Übungen einsetzen, also wie gesagt, ich warte immer ein bisschen, weil anfangs, wenn ich mich hinsetze in die Meditation, die Energie oder das Bewusstsein noch nicht da ist. Aber dann grundsätzlich für alle Kriya Techniken, ob das jetzt die OM-Meditation ist, Hong Sau natürlich, anfangs nicht, dann später auch mit Kechari Mudra, dann bei der Wirbelsäulenatmung, bei Yoni Mudra, dann die höheren Einweihungen natürlich alle auch mit Kechari-Mudra und natürlich abgesetzt, also dieses Maha Mudra, das mache ich nicht innerhalb der Kriya Techniken. Maha Mudra mache ich ja nicht so oft, sondern einmal in der Woche ist bei mir die Regel.

Dann warte ich, bis ich eigentlich abgeklungen bin, wo ich eigentlich an normalen Tagen dann aufstehen würde, oder mich noch einmal hinlegen würde, um noch einmal eine Runde zu schlafen, wenn ich zu früh aufgestanden bin zum Meditieren. Dann mache ich das Maha Mudra und da ist natürlich auch die ganze Zeit die Zunge schön noch oben. Das ist einmal die Möglichkeit, so das Kechari Mudra einzusetzen, einfach nebenbei. Das kostet eben keine zusätzliche Zeit, es ist keine zusätzliche Übung, das ist eigentlich nur ein Booster, ein wie sagt man, ein Turbo, ein Turbo für den Kriya Yoga.

Und dann ist eine andere Möglichkeit, wie man Kechari Mudra einsetzen kann, ist natürlich die Wechsel-Atmung. Also wenn ich jetzt beim Kriya Yoga die Kriya-Atmung mache. Einmal für das Zählen, da mache ich vier normale Kriya-Atmungen, danach mache ich noch vier Wechselatmungen. Mit der Zunge halte ich das rechte Nasenloch zu, atme durch das linke Nasenloch ein. Dann wechsle ich hinüber zur linken Seite mit der Zunge. Halte das linke Nasenloch zu. Atme durch das rechte Nasenloch aus. Dann wieder durch das rechte Nasenloch ein. Und dann noch einmal die Zunge wechseln. Das sind jetzt zwei Atemzüge. Ausatmen dann. Und dann noch einmal: ein links, aus rechts, ein rechts, aus links. Dann habe ich mehrmals die Zunge hin und her gewechselt. Und habe dann vier Wechselatmungen kombiniert mit der Wirbelsäulenatmung. Das ist dann auch eine angenehme Sache.

Einmal schlage ich natürlich auch mehrere Fliegen mit einer Klappe. Ich integriere die Wechselatmung. Dann trainiere ich noch einmal die Muskeln der Zunge. Denn da muss man schon ziemlich stark gegen die Nasenlöcher andrücken. Dass die wirklich geschlossen sind. Das muss man dann auch ein bisschen üben. Das geht nicht von heute auf morgen. Nicht dass man glaubt, jetzt komme ich hoch mit der Zunge in den Nasenrachenraum und kann nun damit Wechselatmung machen. Das geht nicht so einfach. Es fordert alles: Anstrengung, Motivation und Training.

Aber wenn man das dann kann, dann kann man einmal das machen. Die Wechselatmung und dann hat man auch gleich immer eine Rückmeldung vom Körper. Normalerweise ist es so. Die Regel ist ja, dass eine Nasenöffnung immer ein bisschen verstopft ist. Und das auch alle vier Stunden, glaube ich, ist die Regel: Alle vier Stunden wechselt die Öffnung der Nasenlöcher. Und das ist eigentlich die Regel. Und das ist eigentlich die Regel. So sollte eigentlich immer, wenn man in der Wirbelsäulenatmung mit Kechari Mudra die Wechselatmung macht, dann sollte immer eins (der beiden Nasenlöcher) nicht so gut offen sein. Dort muss man ein bisschen mehr Luftdruck anwenden, mehr ziehen. Das ist die Regel.

Andererseits merkt man dann auch, wenn man das jetzt so macht mit Kechari Mudra oder auch so mit Wechselatmung. Das weiß ich jetzt gar nicht mehr. Aber auf jeden Fall merke ich dann am Morgen schon: Wie habe ich gelebt, wie habe ich am Vortag, was habe ich am Vortag gegessen, habe ich zu viel gegessen? Und meistens liegt es am zu viel essen. Wenn man zu viel gegessen hat, denke ich mal, oder Ungutes, ungesund. Oder natürlich auch, wenn man ein bisschen erkältet ist, oder krank ist, dann kommt das natürlich auch dazu. Dann merkt man das natürlich auch schon. Also da merkt man dann den Zustand des eigenen Körpers, bekommt ein bisschen Rückmeldung, was ist der Zustand, und dann kann man daraus wieder Rückschlüsse auf sein eigenes Verhalten ziehen, was natürlich auch klar ist, dass man das ein bisschen in der Meditation macht, Rückschau von einer Meditation zu anderen: Was ist alles vorgefallen, wie bin ich jetzt dran? Was hat dazu, zu dem jetzigen Zustand geführt? Was kann ich besser machen? Dafür ist dann auch diese Wechselatmung ein Hinweisgeber. Da kann man es einsetzen.

Und andererseits, die dritte Funktion dann noch für Kechari Mudra: neben der allgemeinen Funktion und der Wechselatmung: Man kann das Kechari Mudra auch einsetzen beim Zählen. Denn bei den höheren Einweihungen schon bei Voraussetzung für die erste höhere Einweihung, die 144 x 12 Wirbelsäulenatmungen. Dazu muss man 144 Kriya Atmungen machen, und da sollte man ja, man kann entweder eine Mala nehmen und mitzählen. Aber ich habe das immer als innerlicher empfunden, das auch innerlich im Geist zu machen (das Zählen). Andererseits ist man dabei, wenn man es richtig macht in einer Trance, in einem Trancebewusstsein und kann eigentlich nicht so gut zählen, also da ist man nicht im mathematischen Bewusstsein.

Da kann man eigentlich ganz einfache Rechenoperationen, so zählen, das geht noch. Aber wenn man richtig zählen will, dann muss man auch konzentriert sein. Und so konzentriert ist man meistens nicht, man verzählt sich also oft. Darum ist es gut, wenn man ein bisschen, so Eselsohren hat. Das Kechari Mudra kann da ein bisschen als Eselsohr dienen.

Also ich habe immer die Chakren benutzt, an den Chakren (imaginäre) Marker gesetzt, und auch das Kechari Mudra eingesetzt, also linke Seite oder rechte Seite … Wie habe ich das gemacht, linke Seite. Wenn ich jetzt vier, sagen wir mal, ich zähle jetzt nur bis vier. Schon bei vier kann man sich ja verzählen, und dann eins, zwei, und dann legt man die Zunge um, drei, vier, legt man die Zunge auch wieder um, und dann, wenn man es beim vierten mal nicht mehr weiß: Wie weit bin ich jetzt? Dann weiß man, ich bin jetzt schon, Ja, ich habe die Zunge umgelegt, darum bin ich jetzt mindestens dort … Also so in dieser Art kann man Kechari Mudra als Eselsbrücke für das Zählen oder als Marker-Märker für das Zählen mit einsetzen.

Also jetzt noch einmal rekapitulierend: Kechari Mudra ist definitiv für den Kriya Yogi, der es wirklich wissen will, für den ist es definitiv eine sehr bedeutende Übung, und muss möglicherweise nicht am Anfang gleich mit einbezogen werden, Talabya Kriya (eine Vorübung für Kechari Mudra) gibt es ja bei der SRF auch nicht.

Die SRF hat natürlich seine guten Seiten. Aber es ist halt ein bisschen so religiös gemacht worden, und der Kriya Yoga ist eigentlich … Er kann in allen Religionen sein, aber Kriya Yoga selbst ist keine Religion. Kriya Yoga ist ein Hilfsmittel für alle Religionen, für alle Menschen, die es wirklich wissen wollen, in gleich welcher Religion sie sind.

Also man muss ja irgendwo anfangen, da ist es vielleicht ganz gut, wenn man soft anfängt. Aber wenn man wirklich wissen will, dann gehört Kechari Mudra sicher dazu. Ich gehe jetzt nicht so weit, dass ich sage, bei meinen Einweihungen: Man bekommt die höheren Einweihungen nur, wenn man Kechari Mudra beherrscht. Aber ich preise das definitiv immer an, und ich sage, es wäre definitiv wichtig, das zu beherrschen, und man sollte daran arbeiten. Aber natürlich: Es soll auch kein Kunststück sein, das man mechanisch vorführen kann, ohne synchron die geistige Entwicklung mit vollzogen zu haben. Das ist nicht der Sinn der Sache. Darum werde ich da auch keinen Zwang ausüben.

Ich werde immer darauf hinweisen, wie das Yogani auch gemacht hat, dass es eine sehr wichtige Übung ist, und es jedem zum Vorteil gereicht, wenn er es beherrscht. Das sollte dann hoffentlich genügend Motivation sein für jeden, dieses Kechari Mudra auch schnellstmöglich zu lernen.

Gut, also, damit sei dieses Thema besprochen, Hari, OM, Tat, Sat. Namaste, alles Gute. Tschau.

Der heutige Song, der neunte aus dem „Ich bin eine Mönch aus einem Orden“ Album

Song: Ich bin ein Mönch (stimmmächtig w)

Ich bin ein Mönch in einem Orden,
Der mich allein zum Bruder hat,
Durch Raum und Zeit, durch Leid und Sorgen,
Führt mich mein Pfad, still und apart.

Die Welt, sie lockt mit Glanz und Streben,
Mit flüchtigem Traum und leerem Sein,
Doch jedes Tun, jedes Erleben,
Soll nur ein leiser Wecker sein.

Denn jenseits dessen, was wir fassen,
Strahlt golden hell die wahre Macht,
Die Quelle ruft uns heim ins Lassen,
Dort schwindet Trennung, Tag und Nacht.

Die große Sonne will uns leiten,
Ihr Licht ist Urgrund, Herz und Ziel,
wir irren fort durch dunkle Zeiten,
Doch ihre Strahlen rufen still.

So geh ich weiter, leise schreitend,
Durch Schatten, Licht und Erdenleid,
Die Sehnsucht führt mich heimwärts gleitend,
Zur Sonne tief in Ewigkeit.