Kurzzusammenfassung
Die Episode erläutert die Hong-Sau-Meditation (SRF-Tradition) als zentrale Vor- und Nachbereitungstechnik für Kriya-Yoga-Praxis. Inhalt: Herkunft (SRF/Ananda, dynastische Linie um Shibendu Lahiri), praxisnahe Anleitung (Sitz, Kechari/Zunge, Shambhavi-Mudra, Atembeobachtung mit „Hong“/„Sau“), sinnvolle Einsatzpunkte (Pratishta/Visarjan), Zählmethode zur Fokusevaluation (20 bis 100 Zyklen), Grenzen der Konzentration, Anwendung im Alltag (mit Sicherheitshinweisen) sowie Einordnung gegenüber Kriya-Techniken und Yoganis AYÄM-Mantra. Abschluss mit dem Song „Oh, Sri Yukteswar Bossa Nova“.
Strukturiertes Transkript
Hong-Sau Meditation: Die fundamentale Kriya Yoga Technik
Einführung in Hong-Sau
Hong-Sau ist eine grundlegende Meditationstechnik im Kriya Yoga, die als vorbereitende Übung für die fortgeschrittenen Kriya-Techniken dient. Bei der Self-Realization Fellowship (SRF), der von Paramahansa Yogananda gegründeten Organisation, wird sie als erste Meditationstechnik gelehrt und gilt als essenzielle Konzentrationsübung.
Diese Technik ist inzwischen Teil des öffentlichen Wissens (Public Domain) und wird auch in anderen Kriya Yoga Traditionen praktiziert. Swami Kriyananda, der später die Ananda-Organisation gründete, machte sie durch seine Lehren einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich.
Die Praxis der Hong-Sau Technik
Grundhaltung und Vorbereitung
Die Ausführung der Hong-Sau Meditation erfolgt in folgenden Schritten:
Körperhaltung: Nehmen Sie eine aufrechte Meditationshaltung ein mit geradem Rückgrat. Schließen Sie die Augen und rollen Sie die Zunge leicht zurück.
Augenfokus: Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit und das innere Sehen auf das dritte Auge (Sambavi Mudra) zwischen den Augenbrauen.
Atembeobachtung: Beobachten Sie Ihren Atem vollkommen passiv, ohne ihn zu kontrollieren oder zu verändern.
Die mentale Kommentierung
Der Kern der Technik besteht darin, den natürlichen Atemfluss mental zu begleiten:
- Bei der Einatmung kommentieren Sie innerlich mit „Hong“
- Bei der Ausatmung kommentieren Sie innerlich mit „Sau“ (ausgesprochen wie „So“)
Wichtig ist, dass Sie nicht aktiv atmen, sondern lediglich den natürlichen Atemimpuls beobachten und kommentieren. Diese passive Haltung ist entscheidend für die Wirksamkeit der Technik.
Hong-Sau im Kontext der Kriya Yoga Praxis
Die Rolle von Pratishta und Visarjan
In der traditionellen Kriya Yoga Meditation erfüllt Hong-Sau zwei zentrale Funktionen:
Pratishta (Vorbereitung): Die Technik dient als Aufbau und Vorbereitung der Kriya-Meditation. Sie hilft, die nötige Konzentration zu erreichen, bevor man mit den eigentlichen Kriya-Techniken beginnt.
Visarjan (Nachbereitung): Nach Abschluss der Kriya-Techniken wird Hong-Sau erneut praktiziert, um die freigesetzte Energie aufzunehmen und einen zweiten Höhepunkt der Meditation zu erreichen.
Diese Struktur schafft einen vollständigen Spannungsbogen in der Meditation und maximiert die Wirkung der Kriya-Praxis.
Unterschiede zu anderen Traditionen
In der dynastischen Linie von Shibendu Lahiri wird Hong-Sau als „kurzer Kriya“ bezeichnet, allerdings mit weniger Betonung als in der SRF-Tradition. Bei Advanced Yoga Practices von Yogani wird alternativ die Mantra-Meditation mit „I AM“ (AYAM) empfohlen, um zur inneren Stille zu gelangen.
Praktische Anwendung und Fortschritt
Konzentration messen durch Zählen
Um Ihre erreichte Konzentration zu evaluieren, können Sie die Atemzyklen zählen:
- Minimum: 20 aufeinanderfolgende Atemzüge ohne Ablenkung zeigen grundlegende Konzentration
- Wünschenswert: 100 Atemzüge signalisieren tiefe Konzentration
- Technik: Wenn Sie die Konzentration verlieren, beginnen Sie wieder bei 1
Sobald Sie 20 konzentrierte Atemzüge erreicht haben, sind Sie bereit für die fortgeschrittenen Kriya-Techniken.
Vertiefung der Praxis
Je länger Sie Hong-Sau praktizieren, desto tiefer wird Ihre Konzentration. Sie werden bemerken, wie Sie schrittweise in tiefere Bewusstseinsebenen eintauchen. Der optimale Punkt für den Übergang zu den Kriya-Techniken ist erreicht, wenn Sie gut konzentriert sind, aber noch nicht in Trancezustände abdriften.
Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten
Im Alltag
Hong-Sau ist nicht nur eine formelle Meditationstechnik, sondern kann auch im täglichen Leben angewendet werden:
- Beim Warten oder in langweiligen Situationen
- Zur Sammlung vor wichtigen Aktivitäten
- Als „Rückfalltechnik“ während der Meditation, wenn keine spezielle Technik praktiziert wird
Wichtiger Hinweis: Praktizieren Sie Hong-Sau nicht während verantwortungsvoller Tätigkeiten wie Autofahren, da die Technik zu Trancezuständen führen kann.
Als eigenständiger Weg
Paramahansa Yogananda bestätigte, dass man allein durch die Hong-Sau Technik die höchsten Stufen spiritueller Erkenntnis erreichen kann. Dennoch sind die fortgeschrittenen Kriya-Techniken in ihrer Wirkmacht deutlich potenter und beschleunigen den spirituellen Fortschritt erheblich.
Für Einsteiger und Fortgeschrittene
Vorbereitung auf die Kriya-Einweihung
Wenn Sie mit Kriya Yoga beginnen möchten, ist Hong-Sau die ideale Einstiegstechnik. Sie können bereits vor einer formellen Einweihung damit beginnen und sich so optimal vorbereiten. Je besser Ihre Vorbereitung, desto mehr profitieren Sie von einer intensiven Einweihungsveranstaltung.
Ressourcen zum Vertiefen
Für eine umfassende Einführung in Hong-Sau empfiehlt sich das Studium der Lehrbriefe der Self-Realization Fellowship, die diese Technik ausführlich auf etwa 18-20 Seiten behandeln und darüber hinaus wertvolles Wissen für Kriya-Yogis vermitteln.
Fazit
Hong-Sau ist eine fundamentale und außerordentlich wichtige Technik im Kriya Yoga. Sie dient als Brücke zwischen dem alltäglichen Bewusstsein und den höheren meditativen Zuständen, die durch die fortgeschrittenen Kriya-Techniken erreicht werden. Ihre Einfachheit täuscht über ihre Tiefe hinweg – mit Geduld und regelmäßiger Praxis eröffnet sie den Weg zu tiefer innerer Stille und spirituellem Wachstum.
Namaste, Hari Om Tat Sat
Leicht überarbeitetes Transkript
Hallo, liebe Freunde des Kriya Yoga. Heute werden wir eine Yoga-Technik, also eine Kriya Yoga Technik durchnehmen. Die hat bei der SRF, also der Organisation, die von Paramahansa Yogananda gegründet wurde, einen vorbereitenden Charakter für die Kriya-Einweihung. Sie wird als erste Meditationstechnik gelehrt und wird als Konzentrationstechnik eigentlich bezeichnet, nämlich es handelt sich um Hong-Sau, wie sie bei der SRF genannt wird, hat aber Ähnlichkeit mit So Ham- und anderen Atemtechniken.
Diese Technik ist etwas, was von der SRF gelehrt wird, ist aber inzwischen im Public Domain, wie man es sagt, also im Allgemeingut. Also ich habe zumindest schon vor 10, 15 Jahren: Damals hat der Kriyananda, der die Kriya Yoga Organisation Ananda gegründet hat, der früher bei Yogananda gelernt hat, dann auch ein leitendes Mitglied in der SRF war, dann aber ausgeschieden wurde. Der hat diese Organisation aufgebaut und der hat damals ein Video gemacht auf Englisch zumindest und seitdem sehe ich das auch als freigegeben an.
Es ist eine vorbereitende Technik in der SRF. Bei Shibendu Lahiri in der dynastischen Linie taucht diese Übung genauso auf, als kurzer Kriya wurde sie dort bezeichnet. Also, kurzer Kriya als Bezeichnungsform, aber es ist eine Meditationshaltung, so wurde sie auch bezeichnet, eine Medikationshaltung, die bei den Einweihungsveranstaltungen von Shibendu Lahri eine untergeorderte Rolle hatte. Es wurde darüber ein bisschen gesprochen. Sie wurde erwähnt, aber die genaue Rolle, wie es einzusetzen ist, das wurde eigentlich nicht behandelt, was ich als relativ bedauerlich empfand. Denn ich halte diese Meditationstechnik, diese vorbereitende Technik für die Kriya-Techniken für extrem wichtig.
In dem, was ich lehre, ist sie genauso wie in der SRF eine vorbereitende, und eine nachbereitende Technik, nach den und vor den Kriya-Techniken. Dazu werde ich da auch noch ein bisschen was dazu sagen. Aber es ist eigentlich ganz einfach diese zu erklären. Mit ein paar Worten kann man eigentlich beschreiben, was das zu machen ist. Bei der SRF gibt es oder gab es da drei Lektionsbriefe dazu oder Lehrbriefe dazu. Also so 18 bis 20 Seiten würde ich mal sagen, wurde darauf verwendet, diese zu vermitteln. Also ich mache das in einigen Worten und wer es genauer wissen will, dem kann ich nur empfehlen, bei der SRF die Lehrbriefe zu ordern und dort erhält er dann natürlich nicht nur diese Technik, sondern eigentlich alles auch. Er muss sich ein bisschen gedulden, bekommt aber dafür auch viel. Das ganze System der SRF und auch noch anderes, gutes, unterstützendes Wissen für einen Kriya-Yogi, das erhält man dort.
Aber jetzt von mir einmal eine kurze Beschreibung dieser Techniken: Also es handelt sich darum, dass man sich in die Meditationshaltung setzt, die Augen schließt, Zunge zurückrollt, Rückgrat gerade, die Augäpfel oder das Sehen oder das innere Sehen richtet sich auf das dritte Auge, Sambavi Mudra im Grunde und dann beobachtet man den Atem, also richtig passiv, man beobachtet ihn und kommentiert ihn in der Form, dass man bei der Einatmung Hong mental kommentiert, wobei der Einatmungsimpuls, mit dem ja meist synchron die Einatmung auch geschieht. Dieser Impulse wird mit „Hong“ kommentiert und der Ausatmungsimpuls, den kommentiert man mit „Sau“ (gesprochen „So“). So sitzt man eben und bleibt passiv, beobachtet, versucht sich darauf zu konzentrieren und wenn man es richtig macht, dann wird man auch merken, dass man richtig konzentriert wird und das kann man eigentlich lange machen.
Man wird, also nach meiner Erfahrung wird man immer konzentrierter, also je länger … Gut es gibt, natürlich einen Punkt des … muss jeder für sich selber rausfinden, gibt schon Punkte, wo man merkt, wo es nicht mehr weitergeht. Also man kommt immer tiefer rein und dann irgendwann merkt man: Es geht jetzt nicht mehr weiter oder es kippt vielleicht sogar um, dass man rauskommt von der Meditation. Dann ist es eigentlich schon zu weit, dann ist man schon zu weit gegangen. Am besten ermittelt man mithilfe dieser vorbereitenden Technik, einen Punkt, an dem man richtig gut konzentriert ist und dann nutzt man diesen Punkt in der Meditation, wir sagen Meditation dazu, im Grunde ist es noch kein richtiges Meditieren. Aber wir in unserer westlichen Welt, oder wir nehmen es nicht so genau, also das ist jetzt die Meditation, die wir da haben, die Kriya Meditation mit Vorbereitung, Hong Sau, und danach machen wir die Kriya-Techniken, wenn wir konzentriert sind. Danach, wenn wir die Kriya Techniken abgeschlossen haben, dann machen wir wiederum Hong Sau. Und ich habe ja schon mal einen Podcast oder einen Vortrag dazu gemacht, wie das jetzt einzuordnen ist.
Ich erachte diese Vorbereitung und diese Nachbereitung als sehr wichtig, das kommt auch implizit bei Yogananda so heraus und ich verwende dafür Begriffe aus dem Hinduismus: Pratishta für die Vorbereitung, das Aufrichten der Meditation, der Kriya-Meditation und Visarjan den Abbau der Kriya Meditation. Im Spannungsbogen der Kriya Meditation, dazu gibt es auch eine ausführliche Erläuterung, im Spannungsbogen der Kriya Meditation haben die eben die wichtig Funktion, einmal die Kriya Techniken vorzubereiten und dann die Energie, die durch die Kriya Techniken, die Anwendung der Kriya Techniken dann hervorgerufen, losgeschlagen wurde, die nimmt man in Empfang und versucht, noch einmal einen zweiten Höhepunkt zu erreichen, indem man noch einmal tief konzentriert wird und wenn man den zweiten Höhepunkt dann erreicht, noch einmal tief hineinkommt und ja, Höhen der Glückseligkeit erreicht, dann kann man sich glücklich schätzen und das sollte man eigentlich bei jeder Meditation versuchen zu erreichen.
Also, das im Grunde ist die einfache Vorgehensweise. Das ist im Grunde eine oder die Rückfalltechnik in der Meditation. Immer wenn wir keine besondere Technik anwenden, dann praktizieren wir Hong-Sau. Das ist sogar eine vielfach anwendbare Technik auch so im normalen Leben, wenn wir irgendwie … Man kann das auch bei anderen Gelegenheiten anwenden. Also wenn man irgendeinem Vortrag lauscht oder irgendwo, ja, es ist einem langweilig oder ja, man ist mit irgendetwas beschäftigt, man muss warten und so, dann kann man Hong-Sau praktizieren, um sich zu sammeln. Beim Autofahren ist es natürlich nicht gut, weil man dann möglicherweise in Trancezustände kommt, die dann möglicherweise zu gefährlichen Situationen führen können. Also aber so, wenn man eben keine verantwortungsvolle Tätigkeit ausführt, dann kann man diese Übung eigentlich immer machen, um sich zu sammeln, zu konzentrieren.
Möglicherweise auch schon im Vorfeld der Meditationssitzung, um schon auf eine höhere Ebene zu kommen, dann braucht man in der Meditation nicht mehr so lange zu sitzen. Was noch gut ist, um die Konzentration, die erreichte Konzentration mit Hong Sau zu evaluieren, das ist das Zählen dieses Hong Sau. Normalerweise macht man also kein Zählen, man konzentriert sich auf das Kommentieren des Atems und immer … Es ist ganz normal, wenn man dann davon wegkommt und dann kehrt man eben wieder zurück, wenn man sich bewusst wird, was man eigentlich machen wollte, dann atmet man halt weiter.
Wenn man mal jetzt einen Punkt erlangt hat, wo man sagt, man hat jetzt seine Gedanken einigermaßen im Griff oder die sind es so eingestellt, dass wir längere Zeit dabei bleiben können, beim Hong Sau, dann zählt man mal mit. So 20 ist eigentlich das Minimum, man kann auch bis 100 gehen, das ist wünschenswert, aber bei 20 kann man dann sagen, ja, jetzt bin ich bereit für die Kriya Techniken.
Und wenn man dann versucht bis 20 zu zählen, wird man in der Regel auch feststellen, dass man das nicht auf Anhieb schafft. Dann macht man das, wenn man da weggekommen ist und wieder sich erinnert, dann fängt man wieder bei 1 an, bis man bei 20 war und dann bei 20, man kann das auch so machen, dass man 20 nimmt als „das ist die Pflicht“ und dann, was danach kommt, ist noch die Kür. Wenn man dann drin ist und hat 20 erreicht, dann macht man natürlich so lange weiter, bis man dann, ja, wie es noch geht und dann aber wenn man dann das erreicht hat, wenn man dann nochmal rausgeschmissen wird, dann kann man entscheiden, ob man nochmal anfängt, bis 100 oder irgendein anderes gesetztes Ziel oder jetzt einfach die Kriya Techniken dann anfängt.
Ja, also Hong-Sau ist, also Yogananda sagt sogar, man … Also es gibt ja Leute, die überhaupt nicht diese Kriya Techniken haben wollen, weil aus irgendwelchen Gründen. Das hat die SRF wahrscheinlich festgestellt, dass Leute da diese Technik nutzen und dann auch noch Fragen stellen, ja, was kann man mit dieser Technik auch schon alles erreichen? Die Antwort von Yogananda war, dass man mit dieser Hong-Sau Technik eigentlich die höchsten Stufen der Erkenntnis erreichen kann.
Das würde ich auch so unterstützen, aber man muss doch sagen, diese Kriya Techniken, die sind noch mal um Potenzen, würde ich sagen, wirkmächtiger als Hong-Sau und deshalb, ja: Wenn man sich es irgendwie zutraut, dann ist es auf jeden Fall richtig, die Kriya Techniken zumindest mal auszuprobieren. Man kann ja immer noch dann sagen: Ja, ist mir zu viel, ich bleibe Hong-Sau. Dann kann man es immer noch praktizieren, Hong-Sau und vielleicht und vielleicht OM-Meditation auch noch. Aber diese Hong-Sau Technik, ja, das ist eigentlich was sehr Wichtiges.
Da ich ja auch die Advanced Yoga Practices von Yogani übersetzt habe und die in den Büchern auch herausgebe, da muss ich noch darauf hinweisen, dass dort ja eine andere Art von Meditation da als die wesentliche und die vorbereitende und nachbereitende für die Kriya-Techniken beworben wird, die Mantra Meditation mit AYÄM. Von der sagt Yogani, dass diese die beste Art sei, zur Stille zu kommen. Das habe ich jetzt für mich persönlich nicht so nachempfinden können, möglicherweise weil ich eben das andere schon seit Jahrzehnten gewohnt war, also die Arbeit mit Hong-Sau. Ich habe das auch gemacht mit I AM (AYÄM), das geht natürlich auch mit dem Mantra.
Einmal weil ich diese Bücher heraus gebe, dann weil Yogani das sagt und andererseits weil ich auch eigentlich gute Erfahrungen mit dem I AM -Mantra gemacht habe, stelle ich das zur Wahl bei meinen Einweihungen, dass man entweder Hong-Sau nimmt als diese Rückfalltechnik, diese für Pratishta und Visarjan oder auch die Meditation mit dem I AM-Mantra. Die Unterschiede, ja, die muss ich glaube ich auch nochmal rausarbeiten zwischen Yoganis System und dem Kriya Yoga System.
Yogani hat im Grunde kein Pratishta, keine Vorbereitung auf die eigentlichen Kriya Techniken, denn die Grund-Kriya-Technik ist die Wirbelsäulenatmung und bei Yogani beginnt man gleich mit der Wirbelsäulenatmung, was seine Berechtigung hat für Menschen, die ja, die noch kein Momentum aufgebaut haben von spiritueller Energie. Für diese ist es gut gleich mit einer Kriya Technik anzufangen, mit einer Kriya Technik wie dieser Wirbelsäulenatmung. Die schlägt Energie los und dann kann man damit dann sich versenken und mit entweder Hong-Sau oder der Mantra Meditation mit I AM oder anderen Übungen dann versuchen in die Stille zu gehen.
Aber wenn man sich hinsetzt und dann die Erfahrung macht, dass man mit Hong-Sau dann immer tiefer reinkommt, das erfordert wahrscheinlich ein gewisses Momentum von Energie schon mal, das gewohnt ist, durch einen zu fließen. Wenn man das aber hat, dann ist eine Vorbereitung der Kriya Techniken auf jeden Fall sinnvoll. Denn wenn man die Kriya Techniken konzentrierter macht, also vorbereitet hat mit Hong-Sau oder eine andere Meditationstechnik wie I AM Mantra, dann wirken die definitiv intensiver, kraftvoller und so holt man dann natürlich mehr herraus.
Das braucht natürlich ein bisschen mehr Zeit, braucht ein bisschen mehr auch Sitzfähigkeit. Denn man sollte sich vor Anwendung der Kriya Techniken nicht bewegen, also regungslos sein und erst wenn man dann den Kriya Techniken anwendet, wo oft auch eine Bewegung dabei ist, eine gewisse Bewegung oder auch ein Eingreifen in die Stille, also auch bei der Wirbelsäulenatmung dabei nimmt man ja Einfluss auf den natürlichen Fluss, also man beobachtet nicht nur, sondern man ist aktiv und steuert die Atmung in einer gewissen Weise, man zieht sie lang und stellt sich dabei den Atemfluss durch die Wirbelsäule vor.
Das beinhaltet schon ein bisschen Vergewaltigung vom natürlichen, inneren Fließen der Energie. Das ist genauso, wie wenn man sich bewegt, das ist auch schon mit äußeren Regungen verbunden, da ist auch schon eine gewisse Vergewaltigung der inneren Energie inbegriffen und darum passt es dann nach diesen Kriya Techniken, dass man sich irgendwie bewegt, den Sitz dann ändert oder wenn man in der Frühe, wie ich das mache, dann ohne vorher auf die Toilette zu gehen, sich einfach hinsetzt, nachdem man aufwacht, dann meditiert. Dann ist manchmal der Druck auf der Blase dann bei den Kriya Technikern ist schon recht groß. Dann kann man da nach den Kriya Techniken auch auf die Toilette gehen, dann kann man sich gleichzeitig die Beine vertreten und kann noch mal danach noch mal angenehmer sitzen. Vor allem wenn man eben lange sitzt, dann ist das ganz von Vorteil.
Ja, also die Hong Sau-Technik eben: Ja, ich erwähne die recht oft, weil sie eben sehr wesentlich ist und man wird immer wieder mal in meinen Vorträgen, in Postcasts, darauf werde ich hinweisen, aber hier mal eben diese Übung, die jeder, der jetzt mal mit meditieren anfangen möchte, der kann das auch benutzen. Oder wenn man sich auf die Kriya Yoga Einweihung bei mir vorbereitet, dann kann man das auch schon ein bisschen praktizieren. Dann nimmt man natürlich mehr mit. Je besser man vorbereitet ist, auf eine solche Veranstaltung, die ja sehr intensiv ist, desto mehr kann man natürlich dann auch mit nach Hause nehmen.
Das war es also jetzt für heute zu der Hong Sau Technik, wie sie praktiziert wird, wie sie eingesetzt wird, die Vorteile, der Sinn, das jetzt. Namaste, Hari Om Tat Sat, Tschau.
Der heutige Song von Bernd Prokop
Oh, Sri Yukteswar Bossa Nova,
Sri Yukteswar, Weiser, streng und klar,
ein Stern, der leuchtet, ewig wahr.
Du sahst im Schüler mehr als Sein,
ein Bote Gottes, licht und rein.
In Yogananda, deinem Kind,
erkanntest du den göttlichen Wind,
der Kriya’s Flamme weit entfacht
und trägt sie in die neue Zeit der Macht.
Dein Blick durchdrang das Schleier-Spiel,
kein Wort war leer, kein Rat zu viel.
Mit Strenge schufst du eine Bahn,
dass Wahrheit wirken konnte fortan.
Nicht Ruhm, nicht Ehre war dein Ziel, Dein Werk war Gottes reines Spiel Du warst der Pflug im Erdengrund, damit der Same Frucht bekund’.
Und als dein Schüler über’s Meer, die Botschaft trug zu Menschen her, da klang in seinem Wort dein Geist, der heute tausend Herzen speist.
O Meister, stark, von Liebe voll, du bist der Grund, der Ursprung, das Soll, durch dich erblüht, was Lahiri begann, Kriya Yoga für jedermann.
Sri Yukteswar, dein Name bleibt, der Weg, den du für uns beschreibst, führt in die Freiheit, weit und klar – sei ewig gepriesen, du großer Avatar.



