Kurzzusammenfassung
Die Folge stellt die Leitfrage „Was ist wirklich wichtig?“ in den Mittelpunkt. Ausgangspunkt sind persönliche Erfahrungen und der biblische Impuls „Suchet zuerst das Reich Gottes“ (Mt 6,33) im Einklang mit Yoganandas Lehre. Bernd argumentiert, dass regelmäßige, tiefe Kriya-Praxis der direkteste Weg zur Einheit ist und deshalb Priorität vor allem Äußeren hat. Er unterscheidet unbewussten und bewussten Pfad, betont tägliche Meditation „bis ans Limit“ und beschreibt, wie äußere Aktivitäten (Übersetzungen, Lehre, Engagement) die innere Praxis ergänzen – ohne sie zu ersetzen. Fazit: Erst Praxis stabilisieren, dann Weltliches hinzufügen; so wird das eigene Leben kohärent und dienlich.
Strukturiertes Transkript
Was ist wirklich wichtig? Die Priorität der Kriya Yoga Praxis
Die zentrale Lebensfrage
Was ist wirklich wichtig im Leben? Was ist der Sinn meines Daseins? Was sollte ich als Erstes tun? Diese fundamentalen Fragen möchte ich heute aus meiner persönlichen Erfahrung als Kriya Yogi beleuchten.
Die Bibel gibt uns einen wichtigen Hinweis in der Bergpredigt: „Strebe zuerst nach dem Reich Gottes und dann wird dir alles andere hinzugegeben“ (Matthäus 6,33). Auch Paramahansa Yogananda betont diesen Grundsatz. Doch was bedeutet das konkret für uns als Kriya Yogis?
Kriya Yoga als wichtigste Praxis
Für mich stand lange fest: Die Meditation und die Kriya-Techniken sind das Wichtigste, weil sie uns am schnellsten zum Reich Gottes zurückbringen. Diese Praxis führt uns zur Einheit zurück.
Als Individuen befinden wir uns in einem Zustand, der nicht gleichgewichtsfähig ist. Unser inneres Sein strebt unweigerlich zurück zur Einheit. Dies ist der Motor für unsere ständig rotierenden Gedanken und der Antrieb für alles, was wir tun. Wir wollen Veränderungen, wir streben nach einem Zustand, wo wir noch nicht sind.
Der bewusste und unbewusste Pfad
Es gibt zwei Wege zurück zur Einheit:
Der unbewusste Pfad: Die meisten Menschen sind sich nicht bewusst, dass all ihr Streben und Handeln letztlich dem einen Zweck dient – zurückzufinden zur Einheit. Viele Anhänger großer Religionen befinden sich noch auf diesem unbewussten Pfad.
Der bewusste Pfad: Hier befinden sich jene, die spirituelle Übungen praktizieren, die nach innen gerichtete Aufmerksamkeit kultivieren. Wenn man Pratyahara anwendet und seine Sinne, Neugier und Erwartung auf innere Freude ausrichtet, ist man auf dem bewussten Pfad.
Als Kriya Yogis bewegen wir uns definitiv auf dem bewussten Pfad – auch wenn nicht 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Durch regelmäßige Meditation schreiten wir bewusst in diese Richtung voran.
Die absolute Priorität der Praxis
Ich möchte es ganz klar sagen: Kriya Yoga ist das Wichtigste im Leben. Natürlich wäre es für alle das Wichtigste, doch nicht alle sind bereits so weit, dass sie diese Praxis sinnvoll einsetzen können.
Aber für alle, die jetzt auf der Schwelle stehen, diese Praxis regelmäßig anzuwenden, gilt definitiv:
Wenn ihr nichts anderes tut den ganzen Tag, als einmal richtig zu meditieren, dann habt ihr das Wichtigste gemacht. Das ist ein wertvoller Tag.
Die tiefe innere Kriya Praxis übertrifft alles andere – sei es Nächstenliebe, Krankenpflege oder jede andere vermeintlich wertvolle Tätigkeit. Sie ist das Wertvollste nicht nur für euch selbst, sondern auch für das Weiterkommen der ganzen Welt.
Meditation vor weltlichem Erfolg
Lasst euch nichts einreden von der Außenwelt. Auch wenn andere – Eltern, Gesellschaft – meinen, euch bevormunden oder beurteilen zu müssen: Wenn ihr einmal am Tag sinnvoll und bis an eure Grenzen tief meditiert und Kriya Yoga praktiziert, habt ihr euer Soll erfüllt – und zwar besser als alle anderen, die das nicht tun.
Das gilt unabhängig davon, ob ihr Reichtümer anhäuft oder spirituelle Bücher lest. Selbst das Studium spiritueller Literatur zur Motivation ist wertvoller als alles, was die Welt sonst für wichtig hält.
Die Erweiterung der Praxis
Wenn die tägliche Kriya Praxis stabil ist, kann man langsam aufbauen und zusätzlich Sinnvolles in der Welt tun. Dann ist es noch mehr, als nur die Kriya Praxis zu machen. Wichtig ist jedoch, sich nicht von vermeintlich Sinnvollem in der Welt von der Praxis abbringen zu lassen.
Die tägliche Grenze verschieben
Man sollte sich jeden Tag in der Kriya Praxis verausgaben und dabei die eigene Grenze jeden Tag ein bisschen weiter verschieben. Dies ist die Frontier – jene Grenze, an der man den Erkenntnisbereich erweitert. Durch die Erweiterung im eigenen Inneren erweitert man den Erkenntnisbereich für die ganze Menschheit.
Alles andere ist im Vergleich dazu wie das Schaufeln von Sand in der Wüste von einem Haufen auf den anderen. Selbst was als Entertainer, Schauspieler oder Musiker bejubelt wird – all das ist wertlos gegen das, was man als Kriya Yogi erreicht.
Mein persönlicher Weg
Wenn die Kriya Praxis steht, kann man überlegen, was man unter der Voraussetzung regelmäßiger Praxis in der äußeren Welt hinzunehmen kann. Ich habe gewählt, die Yogani-Texte zu übersetzen.
Zunächst studierte ich und richtete mir ein Leben ein, in dem ich immer ausgiebig Zeit hatte und meine Praxis an erste Stelle stellen konnte. Aber irgendwann war mir das zu wenig. Mit 45 oder 46 Jahren begann ich erst, auch für die Welt im Äußeren produktiv zu arbeiten:
- Übersetzung spiritueller Texte
- Betreuung einer Internetseite
- Kriya Yoga nach Deutschland bringen (in der Form der dynastischen Linie)
- Kriya Yoga unterrichten
Das Unterrichten sehe ich als das „Endgame“ – man klingt sich ein in die große Schule des Lebens und wird zum Lehrer. Dies kann natürlich weitergehen, es gibt verschiedene Ränge von Lehrern.
Die Einheit von innerer und äußerer Praxis
Die Meditation lässt sich durch äußere Aktivitäten noch steigern. Ich machte verschiedene Entwicklungen durch: zunächst Zurückgezogenheit, dann wieder Hinausgehen in die Welt. Die Auseinandersetzung mit der Welt fordert heraus und kann gleichzeitig die Tiefe der Meditation fördern.
Auch politisches Engagement kann dazugehören. Andere mögen darüber urteilen – entscheidend ist: Du machst das, was du selbst als förderlich für deine Praxis erkennst. Das ist dann auch das Beste, was du machen kannst.
Irgendwann ergänzen sich innere Praxis und äußere Aktivität, befruchten sich gegenseitig und werden langsam zur Einheit. Im Äußeren leistest du dann vielleicht nicht für alle, aber zumindest für dich erkennbar Wertvolles – etwas, wozu andere nicht fähig sind und das sie auch nicht beurteilen können.
Fazit
Ich habe immer im Verständnis dessen gelebt, was ich für die wichtigste Tätigkeit im Leben halte – die dienlichste für alle, für Gott, für die Welt, für das Universum. Die Früchte dieses Weges lassen sich in meiner Lebensgeschichte ablesen.
Die Welt mag urteilen und kritisieren – so war es schon immer. Doch der Weg bleibt klar: Erst die Praxis, dann alles andere.
Gedicht: Oh Sri Yukteswar
Sri Yukteswar, Weiser, streng und klar,
ein Stern, der leuchtet, ewig wahr.
Du sahst im Schüler mehr als Sein,
ein Bote Gottes, licht und rein.
In Yogananda, deinem Kind,
erkanntest du den göttlichen Wind,
der Kriya’s Flamme weit entfacht
und trägt sie in die neue Zeit der Macht.
Dein Blick durchdrang das Schleier-Spiel,
kein Wort war leer, kein Rat zu viel.
Mit Strenge schufst du eine Bahn,
dass Wahrheit wirken konnte fortan.
Nicht Ruhm, nicht Ehre war dein Ziel,
dein Werk war Gottes reines Spiel.
Du warst der Pflug im Erdengrund,
damit der Same Frucht bekund‘.
Und als dein Schüler über’s Meer,
die Botschaft trug zu Menschen her,
da klang in seinem Wort dein Geist,
der heute tausend Herzen speist.
O Meister, stark, von Liebe voll,
du bist der Grund, der Ursprung, das Soll,
durch dich erblüht, was Lahiri begann,
Kriya Yoga für jedermann.
Sri Yukteswar, dein Name bleibt,
der Weg, den du für uns beschreibst,
führt in die Freiheit, weit und klar –
sei ewig gepriesen, du großer Avatar.
Hari, Om, Tat Sat
Kaum überarbeitetes Transkript
Liebe Freunde des Kriya Yoga, heute möchte ich etwas, ausgehend von persönlichen Erfahrungen und Entwicklungen, die ich durchgemacht habe, möchte ich da einen Grundsatz ansprechen, der, glaube ich, wichtig ist und der zu wenig Beachtung in unserer Welt findet: Was ist wirklich wichtig? Was ist wichtig, dass ich tue? Was ist der Sinn meines Lebens oder was ist wertvoll, dass ich tue? Was ist das Höchste im Grunde? Was ist das Erste, was ich tun muss?
Und gut, es gibt dazu Hinweise von der Bibel ausgehend: „Strebe zuerst nach dem Reich Gottes und dann wird da alles andere hinzugegeben.“ (Matthäus 6,33 in der Bergpredigt) Das ist eine wichtige Ansage, in ähnlicher Weise sagt es auch Yogananda und ich glaube, das ist das auch, was das Wichtigste ist. Aber was bedeutet das für uns als Kriya Yogis? Wie schaut es denn aus?
Ich habe mir das damals immer gesagt: Die Meditation, die Kriya-Techniken, also Kriya Yoga Praxis, das ist das Wichtigste, weil uns das am schnellsten zurückbringt zum Reich Gottes. Wie immer das dann aussehen mag. Also das bringt uns zu der Einheit zurück. Ich habe das woanders auch schon ausgeführt.
Wir sind als Individuen in einem Zustand, der nicht gleichgewichtsfähig ist und unser inneres Sein strebt unweigerlich zurück zu dieser Einheit. Das ist auch der Motor für unsere Gedanken, die immer rotieren. Das ist das, was uns antreibt in allem, was wir tun, im Grunde. Wir wollen Veränderungen, wir wollen wohin, wo wir noch nicht sind, und unsere Gedanken projizieren da etwas, wo wir dann nachlaufen in der Regel und so entwickeln wir uns weiter.
Da gibt es diesen unbewussten Pfad, also alles strebt im Grunde dahin. Viele wissen das nicht, aber trotzdem auch deren Streben, auch deren Handlungen, alles dient dem einen Zweck, zurückzufinden zur Einheit. Die meisten sind sich dessen nicht bewusst, die anderen die sich bewusst sind, das sind die spirituell Übenden, die spirituell ein bisschen Aufgewachten. Ich denke ja: Viele auch in den großen Religionen, die sind da auch noch mehr auf dem unbewussten Pfad.
Auf den bewussten Pfad befindet man sich, wenn man wirklich spirituelle Übungen anwendet, die in Richtung von Meditation, also nach innen gerichtete Aufmerksamkeit gehen, wo Pratyahara dann auch einen Bestandteil hat. Man richtet seine Sinne, seine Neugier, seine Erwartung auf Besserung und auf Freude nach innen. Wenn man das erkannt hat, dann ist man auf dem bewussten Pfad und die anderen sind auf dem unbewussten Pfad.
Und wir, die wir Kriya Yoga betreiben, wir sind definitiv auf dem bewussten Pfad, auch wenn wir das vielleicht nicht 24 Stunden am Tag sind, um 7 Tage die Woche. Aber wir bewegen uns bewusst in diese Richtung, durch die regelmäßige Meditation. Das sollte zumindest sein und da eben der Kriya Yoga ein sehr effektives Mittel ist, zum Reich Gottes zurückzukehren, ist das eben auch das Wichtigste im Leben. Und das möchte ich jetzt auch einmal ganz absolut sagen: Natürlich ist es das Wichtigste. Es wäre das Wichtigste für alle. Gut für alle ist es nicht erreichbar, sagen wir so.
Viele sind noch weit davon entfernt, das sinnvoll einsetzen zu können. Da kann man es nicht so absolut sagen. Aber auch für die wäre es das Wichtigste. Aber die sind noch nicht so weit. Aber für alle, die jetzt auf der Kippe stehen, das regelmäßig anzuwenden, für die kann man definitiv sagen: Das ist das Wichtigste, wenn ihr nichts anderes tut, den ganzen Tag als einmal am Tag richtig zu meditieren, dann habt ihr das Wichtigste gemacht.
Dann ist das ein wertvoller Tag, dann könnt ihr euch auf die Schulter klopfen und sagen: Ich habe etwas geleistet, ich habe etwas Sinnvolles getan und alles andere an dem Tag, wenn ihr dann nichts tut oder nicht so Sinnvolles, dann habt ihr viel mehr getan, viel Besseres getan, als alle anderen, die das nicht tun. Denn das schlägt eigentlich alles andere, was man sonst noch machen kann. Also Nächstenliebe oder Krankenpflege oder was auch immer. Die tiefe innere Kriya Praxis, das ist das Wertvollste, nicht nur für euch selbst, sondern auch für das Weiterkommen der Welt.
Das war meine Überlegung. Deswegen habe ich mir gesagt, auch wenn es von außen nicht angesehen wird, was ich da mache. Gut, ich leiste nicht, ich lese jetzt, ich lese jetzt spirituelle Bücher, um mich motiviert zu halten, da zu praktizieren, und mache dann aber sonst nichts. Das ist immer noch wertvoller als alles, als jetzt Reichtümer anzuhäufen oder wo halt die Welt sonst meint, die Eltern oder wer euch immer meint, euch da bevormunden oder beurteilen zu müssen. Da lasst euch nichts reinreden.
Wenn ihr das macht, einmal am Tag sinnvoll und bis an eure Grenzen richtig tief zu meditieren, zu praktizieren, Kriya Yoga zu praktizieren, dann habt ihr das Soll erfüllt und viel besser als alle anderen, die das nicht machen. Davon ausgehend kann man dann weiter sagen: Wenn das dann stabil ist, dann kann ich schön langsam aufbauen, vielleicht noch mehr zu machen, denn wenn man jetzt diese Kriya Praxis hat und dann zusätzlich noch was Sinnvolles in der Welt macht, dann ist es zumindest noch mehr, als wenn man jetzt nur die Kriya Yoga Praxis machen sollte.
Nur sollte man dann natürlich aufpassen und sich nicht wegen vermeintlich Sinnvollem in der Welt, von der Praxis abbringen lassen. Ob das wirklich so sinnvoll ist und notwendig ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Aber das ist auch zweitrangig. Solange man täglich seine Kriya Praxis macht bis ans Limit … Also im Grunde sollte man sich jeden Tag verausgaben in der Kriya Praxis. Dabei die Grenze jeden Tag ein bisschen weiter verschieben. Das ist die Frontier, also die Grenze, wo man den Erkenntnisbereich dadurch, dass man das im eigenen Inneren erweitert, erweitert man natürlich für die ganze Menschheit, auch den Erkenntnisbereich.
Das ist das, wo man noch etwas holen kann. Das ganze andere ist relativ … Da gibt es ja so Ausdrücke, dass Schaufeln von Sand in der Wüste, von einem Haufen auf den anderen, so ist ungefähr das andere Leben, weil da nur minimale, also im Vergleich zu dem, was man mit Kriya Yoga erreicht, mit dieser Tiefenpraxis, alles andere, wo man sich auch anstrengen kann und schwitzen kann und was auch angesehen sein kann. Also was als Entertainer oder Schauspieler und was da bejubelt wird, als Musiker: Da ist das alles wertlos dagegen, gegen das, was man als Kriya Yogi mit der Kriya Praxis erreicht.
Aber wenn das steht, eben die Kriya Praxis, dann kann man hinzunehmen und dann kann man schön langsam eben anderes aufbauen. Dann kann man natürlich auch überlegen, was ist jetzt dann, wenn ich … unter der Voraussetzung, dass ich meine Kriya Praxis da weiter beibehalte regelmäßig, was kann ich hinzunehmen in der äußeren Welt. Vielleicht kann ich mich da einsetzen für irgendetwas, also ich habe dann gewählt eben diese Yogani Sachen zu übersetzen.
Zuerst habe ich eben studiert und habe da mir ein vermeintlich leichtes Leben gemacht. Aber damit habe ich eben meinen Wissensdurst gestillt und andererseits eben auch mein Leben so eingerichtet, dass ich immer ausgiebig Zeit hatte, also immer genügend oder immer meine Praxis in den Vordergrund an erste Stelle stellen konnte. So habe ich mein Leben eingerichtet. Aber dann irgendwann mal war man das eben zu wenig.
Aber das hat ziemlich lange gedauert. Das war bei mir, da war ich dann schon 45, 46 Jahre alt, habe ich dann erst angefangen, produktiv, in meinem Sinne dann produktiv dann wirklich dann für die Welt im Äußeren auch noch zu arbeiten, dass ich halt diese Sachen übersetzt habe, seitdem diese Internetseite auch betreue, dann auch noch den Kriya Yoga (in der Form der dynastischen Linie) nach Deutschland gebracht habe und jetzt auch Kriya Yoga unterrichte und das ist glaube ich dann das Endgame in dieser Beziehung, dass man auch lernt, das weiterzugeben, also man klingt sich da ein in der großen Schule des Lebens, dass man dann ein Lehrer wird in gewisser Weise und das kann natürlich weitergehen.
Dann gibt es ja verschiedene Ränge von Lehrern. Ich bin natürlich unterste Stufe. Aber ich fange jetzt damit an und das sehe ich dann auch als sinnvoll an. Also die Praxis ist das Wichtigste und dann kann man im Leben natürlich noch schauen, wie man die Praxis dann noch unterstützt, mit welchen Aktivitäten, was dafür förderlich ist.
Gut, dass man da jetzt eine körperliche Betätigung jeden Tag ein bisschen, dann vielleicht auch Yoga, so Asanas und so etwas, das dazu zu nehmen, das ist natürlich noch eine höhere Kunst. Wenn man jetzt meditiert, das ist natürlich wichtig, aber dann die Meditation noch zu steigern durch äußere Aktivitäten, das habe ich dann auch gemerkt, man macht ja da auch verschiedene Entwicklungen durch: Zuerst Zurückgezogenheit, aber dann wieder auch herausgehen in die Welt und sich auseinandersetzen mit der Welt.
Das sind dann auch wieder Sachen, die einen herausfordern und gleichzeitig die Tiefe der Meditation fördern können. Ich wurde dann auch politisch tätig, also solchen Herausforderungen sich zu stellen und da können dann andere große Yogis, oder eingebildete große Yogis, die können dann noch so viel darüber urteilen. Du machst das, was du selbst erkennst als förderlich für deine Praxis.
Das ist dann auch wieder das Beste, was du machen kannst. Das ergänzt sich aber dann irgendwann oder für das Leben und ja, und wird dann sich gegenseitig befruchten und natürlich auch, du wirst dann im Äußeren auch vielleicht nicht für alle erkennbar, aber für dich zumindest erkennbar, dann auch Wertvolles leisten, zu was andere nicht fähig sind und die auch gar nicht beurteilen können, was alles dazu gehört, dann das zu machen, was du dann machst, nachdem du eine lange Entwicklung mit täglicher Praxis da durchlaufen hast.
Das ergibt sich dann alles und das ergänzt sich auch. Deine Praxis und deine Aktivität im Äußeren, das bedingt sich mehr oder weniger und wird dann schön langsam auch zur Einheit. Gut, ich hoffe, das wurde jetzt klar, meine Gedanken und so wie ich gelebt habe, so stellt sich auch das dar, mein Verständnis. Ich habe immer im Verständnis dessen gelebt, was ich für das Wichtigste im Leben, die wichtigste Tätigkeit, die dienlichste für alle, für Gott, für die Welt, für das Universum ansehe, das habe ich gemacht.
Wie das dann im Einzelnen, welche Früchte das getragen hat, das kann man dann in meiner Lebensgeschichte, die ich ja relativ ausführlich erzählt habe, dann vielleicht beurteilen oder schauen, ob man da vielleicht noch was rauslesen kann, wenn man dem wohlgesonnen ist. Natürlich gibt es dort wieder genügend Leute, die jetzt dann nur darauf aus sind, so was auszuschlachten, um da irgendwelche negativen Aspekte und irgendwie moralinsauren Sachen dann heraus zu ziehen, um einen verurteilen zu können. Gut, aber so ist die Welt, das war schon immer so. Hari, Om, Tat Sat, alles Gute, Tschau.
Der heutige Song wieder aus dem Sri Yukteswar Album die Nummer 8
Oh Sri Yukteswar stimmgewaltig
Sri Yukteswar, Weiser, streng und klar,
ein Stern, der leuchtet, ewig wahr.
Du sahst im Schüler mehr als Sein,
ein Bote Gottes, licht und rein.
In Yogananda, deinem Kind,
erkanntest du den göttlichen Wind,
der Kriya’s Flamme weit entfacht
und trägt sie in die neue Zeit der Macht.
Dein Blick durchdrang das Schleier-Spiel,
kein Wort war leer, kein Rat zu viel.
Mit Strenge schufst du eine Bahn,
dass Wahrheit wirken konnte fortan.
Nicht Ruhm, nicht Ehre war dein Ziel,
dein Werk war Gottes reines Spiel.
Du warst der Pflug im Erdengrund,
damit der Same Frucht bekund’.
Und als dein Schüler über’s Meer,
die Botschaft trug zu Menschen her,
da klang in seinem Wort dein Geist,
der heute tausend Herzen speist.
O Meister, stark, von Liebe voll,
du bist der Grund, der Ursprung, das Soll,
durch dich erblüht, was Lahiri begann,
Kriya Yoga für jedermann.
Sri Yukteswar, dein Name bleibt,
der Weg, den du für uns beschreibst,
führt in die Freiheit, weit und klar –
sei ewig gepriesen, du großer Avatar.






