Kurzzusammenfassung
Kernthese: Tiefe Kriya-Yoga-Praxis verlangt einen „geerdeten“ Körper. Körperliche Fitness stabilisiert Nervensystem und Fokus, macht Energiearbeit robuster und verhindert, dass körperliche Schwächen die Praxis stören. Asanas, einfache Routinen (z. B. Energielenkungsübungen), Alltagssport und regelmäßige Bewegung bilden das Fundament. Anpassungen sind immer möglich – auch bei Einschränkungen. Persönlicher Weg: von SRF-Energisierung (1989) über Yoga-Vidya-Ausbildung (2012) zu einer ausgewogenen Kombination aus Kriya-Praxis und Asanas; künftig ergänzend Videokurs für
Eingeweihte denkbar. Abschluss: Song „Oh Sri Yukteswar rumba“.
Strukturiertes Transkript
Körperliche Fitness für die spirituelle Praxis im Kriya Yoga
Hallo, liebe Freunde des Kriya Yoga. Heute möchte ich über eine fundamentale Frage sprechen: Wie wichtig ist körperliche Fitness für die spirituelle Praxis? Diese Frage betrifft zwar alle spirituellen Wege, aber für den Kriya Yoga hat sie eine besondere Bedeutung.
Das Prinzip: Hohe Bäume brauchen tiefe Wurzeln
Im Kriya Yoga streben wir danach, tief in die spirituelle Praxis einzutauchen und hohe spirituelle Ebenen zu erreichen. Dabei gilt ein grundlegender Satz: Wenn ein Baum in die Höhe wächst, muss er auch unten gut verwurzelt sein.
Der Körper ist unsere Wurzel in der materiellen Sphäre. Während wir in spirituelle Reiche, in den inneren Weltraum und verschiedene Dimensionen eintauchen, bleibt der physische Körper unser Fundament. Deshalb ist es nicht nur sinnvoll, sondern geradezu unabdingbar, den Körper fit und belastbar zu halten.
Warum körperliche Fitness im Kriya Yoga wichtig ist
Wenn große spirituelle Energie durch uns fließt, belastet dies auch den Körper. Er muss diese Energien aushalten können. Nicht immer verläuft die spirituelle Praxis glatt – manchmal ist man unkonzentriert, die Energien schießen ins Kraut oder es zeigen sich Blockaden. In solchen Momenten ist es von unschätzbarem Wert, sich auf einen robusten Körper verlassen zu können, der keine zusätzlichen Probleme verursacht.
Traditionelle körperliche Übungen im Kriya Yoga
Ashtanga Yoga der acht Körperglieder
In der dynastischen Linie von Shibendu Lahiri wurde ein relativ einfaches körperliches Übungsprogramm weitergegeben. Dieses wird als Ashtanga Yoga bezeichnet – allerdings nicht zu verwechseln mit dem bekannten achtgliedrigen Pfad des Patanjali (Yamas, Niyamas, Asanas, Pranayama, Pratyahara, Dharana, Dhyana, Samadhi).
Dieser physische Ashtanga Yoga bezieht sich buchstäblich auf acht Körperglieder:
- Die zwei Hände
- Die zwei Beine
- Der Kopf
- Der Rumpf
- Die beiden ausscheidenden Organe
Die Übungen sind relativ einfach gehalten und können von jedem ausgeführt werden, der stehen kann. Bei körperlichen Einschränkungen lassen sich die Übungen entsprechend anpassen.
Anpassung an individuelle Bedürfnisse
Ein wichtiger Grundsatz: Nahezu alle Übungen – auch die Kriya Yoga Techniken – können an verschiedene körperliche Niveaus und Einschränkungen angepasst werden. Wer körperlich eingeschränkt ist, muss kreative Wege finden, um die notwendige körperliche Grundlage für den spirituellen Aufstieg zu schaffen. Der Geist ist erfinderisch, und mit echtem Willen kann man trotz jeder Behinderung auf dem spirituellen Weg voranschreiten.
Yoganandas Energetisierungsübungen
In der Self-Realization Fellowship (SRF) werden die Energetisierungsübungen gelehrt, die Paramahansa Yogananda entwickelt hat. Diese dauern etwa 10 bis 15 Minuten und werden vor der sitzenden Meditation praktiziert.
Als ich 1989 in Amerika war und an der Convocation teilnahm sowie eine Woche im Hidden Valley Ashram verbrachte, gewann ich den Eindruck, dass Asanas dort nicht besonders im Vordergrund standen. Die Energetisierungsübungen sind Energielenkungsübungen am Körper – nicht besonders anstrengend, aber durchaus wirkungsvoll.
Möglicherweise hat Yogananda dieses einfache System geschaffen, um es den westlichen Schülern leichter zu machen. Diese Übungen sind zwar effektiv, decken aber meiner Meinung nach nicht alles ab, was für den Kriya Yoga Weg sinnvoll wäre.
Die Bedeutung der Asanas
Yoganandas verborgene Asana-Praxis
Erst 2010, als ich den Ananda Ashram in der Nähe von Assisi besuchte, entdeckte ich Fotografien, die Yogananda beim Unterrichten anspruchsvoller Asanas zeigten: Pfau, Kopfstand mit Lotus, Lotus-Fisch und andere fortgeschrittene Yoga-Positionen. Diese Bilder waren für mich ein Beweis, dass Yogananda durchaus Wert darauf legte, unter seinen Mönchen und fortgeschrittenen Schülern eine Asana-Praxis zu etablieren.
Meine persönliche Erfahrung mit Asanas
2012 absolvierte ich bei Yoga Vidya die vierwöchige Yogalehrer-Ausbildung. Dort praktizierte ich vier Wochen lang täglich zweimal Asanas – eine intensive Erfahrung. Ich kann sagen: So energiegeladen und körperlich fit wie in dieser Zeit habe ich mich selten gefühlt. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie hilfreich und wohltuend Asanas sein können.
Regelmäßige Yogastunden, auch nur einmal pro Woche, können einen enormen Unterschied machen. Das kann ich für die Kriya Yoga Praxis nur empfehlen.
Praktische Empfehlungen für körperliche Fitness
In der Jugend das Fundament legen
Besonders wichtig ist körperliche Fitness in der Kindheit und Jugend. In dieser Lebensphase sollte der Körper durch Sport und Bewegung konditioniert werden, sodass er später belastbar ist und nicht ständig durch Wehwehchen Aufmerksamkeit fordert.
Ich bin gesegnet, auf dem Land aufgewachsen zu sein. Im Sportverein habe ich intensiv Fußball gespielt und meinen Körper dadurch in guten Zustand gebracht – davon zehre ich heute noch. Mit 16 Jahren erlitt ich zwar eine Fußverletzung, die ich nicht richtig auskurierte, was manche Sportarten für mich später unmöglich machte. Aber die gute Kondition aus dieser Zeit blieb. Damals hatte ich einen Ruhepuls von 42 Schlägen – heute liegt er immer noch unter 60.
Tägliche Bewegung und körperliche Arbeit
Regelmäßige Bewegung ist wichtig: täglich spazieren gehen, Fahrrad fahren oder körperlich arbeiten. Ich lebe auf dem Land und bin durch die Arbeit, die mein Vater mir überlassen hat, täglich gefordert.
Allerdings ist körperliche Arbeit etwas anderes als Asanas. Beides hat seinen Wert, aber Asanas bieten eine besondere Form der Körperkonditionierung.
Kreislauf und Ausdauer
Den Kreislauf zu fordern ist ebenfalls wichtig. Der Körper sollte nicht gleich außer Puste kommen. Dafür muss man nicht unbedingt intensiv Sport treiben – schnelleres Fahrradfahren, zügiges Gehen oder Arbeiten, bis man etwas ins Schnaufen kommt, reicht oft aus. Auch Wanderungen, Bergsteigen oder ähnliche Aktivitäten (solange sie nicht ins Extreme gehen) helfen, den Körper fit zu halten.
Freiheit in der Wahl der Übungen
In der dynastischen Linie des Kriya Yoga, die ich lehre – mit Einflüssen aus der SRF und eigenen Einsichten – gibt es keine festgelegte körperliche Routine. Mahamudra ist natürlich sehr wichtig und sollte regelmäßig praktiziert werden. Darüber hinaus ist jeder selbst verantwortlich, das zu tun, was nötig ist, um den Körper fit zu halten.
Jeder sollte herausfinden, was ihm liegt:
- Energetisierungsübungen (bei SRF oder Ananda)
- Asanas (verschiedene Yoga-Stile)
- Tai Chi oder Qi Gong
- Andere Bewegungsformen
All dies unterstützt den Kriya Yoga auf der physischen Ebene. Jeder ist selbst verantwortlich und muss mit den Konsequenzen seiner Entscheidungen leben.
Fazit: Das Fundament für spirituelle Höhen
Körperliche Fitness ist definitiv von Vorteil und wichtig für die Kriya Yoga Praxis. Ein gesunder, robuster Körper schafft das Fundament, auf dem die spirituellen Übungen gedeihen können. Er ermöglicht es uns, die spirituelle Energie zu empfangen und zu halten, die durch intensive Praxis entsteht.
Wie ein Baum, der in die Höhe wächst, brauchen wir starke Wurzeln. Unser Körper ist diese Wurzel – pflegen wir ihn gut.
Hari OM Tat Sat, alles Gute, Namaste.
Über den Podcast
Dies ist eine Folge des Kriya Yoga Podcast Deutsch, in dem regelmäßig Themen rund um Kriya Yoga, spirituelle Praxis und die Lehren der großen Meister behandelt werden.
Geringfügig überarbeitetes Transkript
Hallo, liebe Freunde des Kriya Yoga. Heute möchte ich über die Frage sprechen: Wie wichtig ist körperliche Fitness für die spirituelle Praxis? Das gilt eigentlich für alle spirituelle Praxis, würde ich sagen. Aber für den Kriya Yoga natürlich auch und eigentlich besonders. Weil man ja mit dem Kriya Yoga recht tief reingehen will, in recht hohe spirituelle Höhen, hinein schnuppert, hineinreichen, sich darin verankern möchte und da gilt eigentlich der Grundsatz, den man ja oft hört: Wenn ein Baum in die Höhe wächst, dann muss er auch unten gut verwurzelt sein.
Wenn wir uns in die spirituelle Höhe bewegen, dann müssen wir auch den Körper, der Körper ist unsere Wurzel in der Erde in dieser materiellen Atmosphäre oder Sphäre und wir können da in diese spirituellen Reiche, in den Weltraum im Inneren, in die verschiedenen Welten, in verschiedene Dimensionen eintauchen. Aber in der Regel ist es notwendig, wenn nicht sogar unabdingbar, dass wir unseren Körper fit halten und dadurch auch belastbar machen. Denn so große spirituelle Energie, wenn die durch uns fließt, das belastet auch einen Körper in gewisser Weise und der muss dabei etwas aushalten können.
Es läuft natürlich nicht immer alles glatt, wenn man dabei unkonzentriert ist und die Energien mal ins Kraut schießen, Inkrustationen da sind, dann ist es natürlich immer gut, wenn man sich auf seinen Körper verlassen kann, wenn der nicht zusätzliche Probleme macht, wenn er robust ist und einiges einstecken kann. Aber gut, was gibt es da speziell für den Kriya Yoga für Angebote? Ich weiß jetzt nicht, was Lahiri Mahasaya jetzt da hatte. Also in seiner Familien-Tradition, in der dynastischen Linie, da wurde von Shibendu Lahiri ein ganz einfaches körperliches Übungsprogramm mitgegeben. Das wurde von mir jetzt übernommen oder das gebe ich auch weiter. Aber es ist relativ rudimentär.
Das heißt Ashtanga-Yoga vom körperlichen Aspekt oder vom physischen Aspekt her. Also Ashtanga-Yoga ist der Achtgliedrige Yoga mit den Yamas, Niyamas, Asanas, Pranayama, Pratyahara, Dharana, Dhyana und Samadhi. Das sind diese Stufen der Entwicklung, wie sie manchmal dargestellt werden. Dazu habe ich auch schon mal einen Podcast gemacht, einen Vortrag und das ist der Ashtanga-Yoga der spirituellen Entwicklung und hier gibt es eben den Ashtanga-Yoga, der achtgliedrige und diese acht Glieder beziehen sich jetzt recht buchstäblich auf die körperlichen Glieder:
Also die zwei Hände, die zwei Beine, dann haben wir vier. Dann der Kopf, der Rumpf. Damit haben wir sechs und dann noch die ausscheidenden Organe, einmal für den Stuhl, einmal für die Flüssigkeiten. Das sind die acht Glieder, die im Fokus sind und das sind dann ganz einfache, relativ einfache Übungen, die eigentlich jeder, der stehen kann, machen kann. Wenn man nicht stehen kann, dann kann man die auch anpassen.
Das ist auch grundsätzlich etwas, also man kann eigentlich jede Übung, weitgehend alle Übungen, auch die Kriya Yoga Übungen auf verschiedene Niveaus anpassen, auf Einschränkungen, die jetzt manche mitbringen. Wenn jetzt jemand körperlich eingeschränkt ist und sein Körper nicht so fit halten kann, dann gibt es natürlich dafür auch Wege. Das ist möglicherweise karmisch eben auch vorgesehen für denjenigen und der muss halt dann Wege finden, wie er trotzdem da die Übung so gestaltet, dass er die trotzdem machen kann.
Dass er das, was notwendig ist für seinen Körper, Voraussetzung für das, dass er in die spirituelle Höhe steigen kann, das muss er halt irgendwie anders dann schauen zu erreichen. Aber der Geist ist erfinderisch, und wenn man sich da hineinsteigert oder wenn man den Willen hat, spirituell aufzusteigen, dann kann man auch mit jeder Behinderung weitermachen und voranschreiten.
Ich plane eigentlich, weiß nicht, wenn, wenn du das wirst, ob das vielleicht schon existiert, ich plane ja auch zu den Einweihungen, zu der richtigen Einweihung, also wo die Techniken dann vermittelt werden, da plane ich auch einen Videokurs, nicht um den zu vermarkten, sondern für diejenigen, die schon eingeweiht worden sind.
ich das in der Einweihung, die ja drei Tage dauert und nicht einmal drei Tage, man fängt am Freitagabend an und ist Sonntags- um die Mittagszeit, spätestens am Nachmittag fertig. Das sind also konkret gerechnet, im Grunde nicht einmal zwei Tage. Ja da kann man natürlich nicht so viel sagen oder da macht man halt das durch. Dabei lernt man das und dann sind halt doch viele damit ein bisschen erschlagen.
Die andere Möglichkeit ist natürlich, dass man so oft kommt in diese Einweihung, bis man es drauf hat. Aber was ich mir jetzt gedacht habe, ist vielleicht einen Videokurs zu erstellen, in dem alles so behandelt wird, gerade diese Übungen, die Techniken, um dann denen, die eingeweiht wurden, den Zugang zu geben, dass die dann danach nachschauen können und dann, ja damit dann vielleicht Hilfe haben, wenn sie Schwierigkeiten haben, das nochmals sich ins Gedächtnis zu rufen, oder vielleicht im Laufe der Zeit wegkommen. Ja, ich weiß nicht, ob ich das mache.
Sadhguru und solche Leute, Sadhguru, da habe ich auch mich einmal einweihen lassen, habe auch schon eine Folge dazu gemacht. Der sagt ja, man zeigt es einmal und dann solltet ihr das üben und es wird nirgends jetzt niedergelegt, nicht einmal zum Nachlesen, glaube ich, wie es geht. Das ist dann schon schwierig, wenn man dann eine Zeit lang nicht mehr übt, dann hat man es natürlich vergessen.
Also ich weiß nicht, ob ich das mache. Auf jeden Fall, ich werde jetzt das nicht zeigen, aber vielleicht, wenn jemand mal in die Einweihung kommt. Im Laufe dieses Wochenendes ist das gut untergebracht, weil man ein bisschen, weil es ein bisschen Auflockerung gibt für das viele Theoretische, auch mehr gut, oder Spirituelle. Das ist eine Möglichkeit, wobei ich sage, das ist etwas zu wenig fordernd. Wenn man wirklich in die Höhen des Kriya Yogas eindringen will, dann darf man seinen Körper ruhig etwas noch mehr fordern.
Deswegen habe ich jetzt das in der letzten Einweihung auch angefangen, dass ich zumindest eine Abfolge von Asanas bringe. Das ist natürlich das Nächste, was man mit dem Yoga in Indien verbindet: die Asanas. Das wird ja bei uns im Westen ziemlich vermarktet und viele meinen ja, das sei Yoga, Asanas sei Yoga und haben keine Vorstellung davon, was es sonst doch gibt, was wirklich Yoga ist. Gut, aber diese, diese Asanas sind natürlich auch wichtig. Das hat jetzt bei Shibendu Lahiri nicht gegeben.
In der SRF gibt es ja diese Energetisierungsübungen, die zu Anfang gelehrt werden. Also als ich noch die alten Lehrbriefe hatte, da war das die 8. Lektion und 8. A, da gab es da zwei, drei Lehrbriefe dazu, noch vorbereitende, nachbereitende. Das ist auch relativ einfach. Als ich in der SRF das gelernt habe und auch mir alles angeschaut habe.
Ich war damals in Amerika. 1989 war ich in Amerika, um an der Convocation teilzunehmen und im Hidden Valley mal eine Woche da mitzumachen, das Ashram Leben zu genießen oder ja mal zu sehen, was da abgeht. Das war 89. und ich hatte eigentlich fast den Eindruck gewonnen, dass diese Asanas eigentlich ganz wenig dort vorkommen. Die werden dort nicht so besonders propagiert.
Ich habe die Asanas für mich selber schon frühzeitig entdeckt und habe damit gearbeitet. Aber von der SRF her war da wenig Anregung. Ich weiß nicht, wie das jetzt ist oder ob sich diesbezüglich etwas geändert hat. Da stehen halt diese Energetisierungsübungen im Vordergrund. Die dauern so 10, 12 oder 15 Minuten, wenn man die vor der sitzenden Übung macht.
Das ist auch eine schöne Sache, also Energetisierungsübungen, da werde ich dann mal eine Folge noch mal zusammenmachen, was das Besondere daran ist. Aber das ist auch wenig fordernd im Grund. Möglicherweise auch von Yogananda eben, um besser landen zu können bei den Westlern, wo er dachte, er kann ihnen nicht so viel zumuten und wo man wahrscheinlich auch davon ausgehen kann, dass man ihnen wirklich nicht so viel zumuten konnte. Deshalb hat er eben dieses einfache System geschaffen, das sehr wirkungsvoll ist:
Energielenkungsübungen am Körper nicht besonders anstrengend, aber auch relativ wirkungsvoll, aber auch nicht, ja auch nicht alles abdeckend, was ich persönlich meine, dass für den Kriya Yoga Weg eigentlich sinnvoll wäre und da gehören meiner Ansicht nach wirklich die Asanas hinzu.
Als ich dann 2010 oder ich bin dann auf der Webseite, also 2008, dann wieder habe ich mich wieder ein bisschen intensiver für Spiritualität interessiert, nachdem ich da während meiner Referendariatszeit da ein bisschen nachgelassen habe, weniger meditiert habe, und dann fand ich wieder Zugang und weil das Internet inzwischen dann sehr viel mehr Informationsmöglichkeiten geschaffen hatte, hatte ich dann auch über Ananda gehört, über Kriyananda und dort auf der Webseite, da habe ich, ich weiß nicht, ob das auf der Webseite war oder dann 2010, ich bin dann auch nach Assisi, wo Ananda ja einen Ashram hat, oder in der Nähe von Assisi.
Dort hingen dann an der Wand die Bilder, auf denen Yogananda wirklich die Asanas unterrichtet, was ich vorher nicht wusste. Darauf sieht man eben Yogananda, der die Leute im Pfau und Kopfstand mit Lotus, Lotus Fisch und dergleichen, also anspruchsvolle Yoga-Übungen, Asanas, die hat er offensichtlich unterrichtet, das Bild war der Beweis, oder es gab sogar mehrere Bilder sogar. Die habe ich dann auch abfotografiert, um den Beweis immer für mich zu haben. Die habe ich, glaube ich, auf dem Computer sogar noch. Die kann ich vielleicht sogar einblenden.
Daran ist halt erkennbar, dass Yogananda auch darauf Wert gelegt hat, eben hier diese Asanas Praxis unter seinen Mönchen oder Adepten da auch zu verbreiten, zu propagieren und um sie für den Kriya Yoga auch fit zu machen. Also das ist auf jeden Fall etwas, was sehr zu begrüßen oder nicht unbedingt notwendig, aber für einen gesunden Körper ist es gut, das zu machen, ohne Zweifel.
Natürlich ist es auch von Vorteil. Also im Alter ist es ganz normal, dass man sich nicht mehr so viel bewegt, nicht mehr so viel Sport treibt und den Körper nicht mehr so strapaziert. Aber wichtig ist es natürlich für die Jugend, meine Ansicht nach, in der Jugend, als Kinder, Kinder, Jugendliche, da Sport und Bewegung, den Körper da konditionieren dafür, dass er wirklich was aushält, dass man nicht ständig mit dem Körper beschäftigt ist, weil er irgendwelche Wehwehchen hat.
Das ist, glaube ich, etwas, was man vor allen Dingen in der Kindheit die Voraussetzungen dafür schafft, dass man eben im höheren Alter nicht so geplagt ist von oder da nicht so viel Rücksicht nehmen muss. Da bin ich eigentlich gesegnet, weil ich auf dem Land aufgewachsen bin, Sportverein war zwar vor allen Dingen Fußball, aber auch wenn es nur Fußball ist, also damit konnte man natürlich auch den Körper in Schuss bekommen und davon zehre ich natürlich immer noch.
Ich habe mich sehr reingesteigert und habe das auch sehr intensiv betrieben, aber mit 16 Jahren war das ungefähr, das muss aber eine göttliche Fügung gewesen sein, was ich damals natürlich nicht gesehen habe, dass ich da beim Fußballspiel dann eine Verletzung davon getragen habe und ich glaube, das war gar nicht im Kontakt mit dem Gegner, sondern ich bin in ein Mäuseloch reingetreten, habe mir dabei den Fuß vertreten und habe aber dann, weil ich immer relativ extrem auf dem Weg war, dann meinen Fuß mehr oder weniger ruiniert, weil ich mir nicht die Zeit genommen habe, das auszukurieren.
Dann musste ich notgedrungen mich zügeln, weil es einfach nicht mehr ging und seitdem konnte ich nicht mehr gewisse Sportarten nicht mehr betreiben. Aber ich hatte von der Zeit, in der ich intensiv eben Sport betrieben habe, dann immer noch eine gute Statur, Kondition. Ich war damals beim Arzt mal, da hat er dann meinen Puls gemessen, hatte ich einen 42 Schläge, Ruhepuls. Das hat sich natürlich jetzt ein bisschen wieder verändert, jetzt hat meistens immer noch unter 60.
Ja, das habe ich halt aus der Zeit, wo ich intensiv den Sport betrieben habe, dann später nicht mehr. Was ich regelmäßig mache ist, dass ich mich körperlich bewege, also einmal am Tag hinausgehen, Spaziergang mit dem Fahrrad fahren, wenn man keine physische Arbeit hat und da ich auf dem Land lebe, jetzt mein Vater, die ganze Welt, die er sich selbst aufgebaut hat mit viel physischer Arbeit, mir überlassen hat, bin ich jetzt eigentlich täglich gefordert, physisch zu arbeiten.
Aber das ist halt doch etwas anderes, physisch zu arbeiten, also körperlich anstrengende Arbeit zu verrichten, das ist doch noch mal etwas anderes als die Asanas zu machen. Ich habe 2012 bei Yoga Vidya die vierwöchige Yoga-Lehrer Ausbildung gemacht und da musste man zweimal am Tag, also diese vier Wochen, gut einmal in der Woche war, glaube ich, Ruhetag, wo man sich ausruhen konnte, aber sonst war durchgehend zweimal am Tag Asanas, intensiv also und da kann ich sagen, da habe ich mich so, so, also so Energie geladen und körperlich fit, so körperlich fit habe ich mich eigentlich noch nie gefühlt.
Das habe ich mehrmals, ich war ja sehr viel bei Yoga Vidya und habe da eben von Asanas, von denen ich vorher auch nicht so viel gehalten habe, aber da habe ich dann gelernt, wie hilfreich, wie wohltuend so Asanas sein können, auch so Yoga Stunden. Man kann es natürlich zu Hause machen, aber so eine Yoga Stunde mal mitzumachen ist natürlich auch etwas sehr Angenehmes. Ja, wenn man einmal in der Woche zum Yoga geht, das ist eigentlich schon ja was sehr Gutes, was man machen kann. Das kann ich nur empfehlen für den Kriya Yoga.
Das ist also das eine, dass man körperlich so Kräfte die Statur erhält. Der Kreislauf ist natürlich auch wichtig, also den Körper bisschen fordern, dass er nicht gleich aus der Puste kommt. Dazu reicht es eigentlich, also ich habe mir jetzt abgewöhnt, eben so viel Sport zu machen, also wenn man irgendwo ja mit dem Fahrrad hinfahren muss, dann fährt man halt ein bisschen schneller oder verrichtet seine Arbeit ein bisschen schneller, dass man ein bisschen ins Schnaufen kommt, oder geht ein bisschen schneller, laufen kann man natürlich auch, wenn das möglich ist.
Also es gibt natürlich verschiedene Möglichkeiten. Dann ist das auch abgedeckt. Also man muss da jetzt nicht besonders viel Zeit aufwenden, um den Körper fit zu halten. Natürlich Spaziergänge, Wanderungen, Bergsteigen und solche Sachen, wenn es nicht ins Extreme geht, das hilft natürlich auch den Körper fit zu halten.
Dann sind die Voraussetzungen auch gut, dass man oder das Fundament ist gelegt, dass man dann mit den spirituellen Übungen auch gut vorankommt und man auch robust ist, diese spirituelle Energie zu empfangen. Das ist definitiv von Vorteil und wichtig. Das war es dann eigentlich, was ich sagen wollte.
Wie gesagt, es muss jeder selber herausfinden, was für ihn am besten ist, denn beim Kriya Yoga offiziell, wenn man jetzt nicht in der SRF ist, beim Kriya Yoga der dynastischen Linie, die ich jetzt lehre, weitgehend lehre mit bestimmten Vermengungen auch mit SRF und eigenen Einsichten, da gibt es keine besondere körperliche Routine, die jetzt vorgeschrieben ist. Mahamudra ist natürlich sehr wichtig, das gut auszuführen oder regelmäßig auszuführen, das ist auch eine körperliche Übung.
Aber man darf oder sollte natürlich nebenbei das machen, was erforderlich ist, um den Körper fit zu halten, und da ist jeder selber aufgerufen, das heraus zu picken, was ihm mundet. Also wer die Energetisierungsübungen bei der SRF lernen will, also von Kriyananda, bei Ananda wird es auch angeboten, dann sollte man das gerne machen und sich halt von dort das Wissen oder die Übungen herholen, also Tai Chi und Ji Gong und so Sachen, das geht alles in die gleiche Richtung der Unterstützung des Kriya Yoga auf der physischen Ebene.
Man ist verantwortlich und muss natürlich mit den Konsequenzen dann leben. Hari OM Tat Sat, alles Gute, Namaste.
Der heutige Song wieder aus dem Sri Yukteswar Album die Nummer 9
Oh Sri Yukteswar rumba
Sri Yukteswar, Weiser, streng und klar,
ein Stern, der leuchtet, ewig wahr.
Du sahst im Schüler mehr als Sein,
ein Bote Gottes, licht und rein.
In Yogananda, deinem Kind,
erkanntest du den göttlichen Wind,
der Kriya’s Flamme weit entfacht
und trägt sie in die neue Zeit der Macht.
Dein Blick durchdrang das Schleier-Spiel,
kein Wort war leer, kein Rat zu viel.
Mit Strenge schufst du eine Bahn,
dass Wahrheit wirken konnte fortan.
Nicht Ruhm, nicht Ehre war dein Ziel,
dein Werk war Gottes reines Spiel.
Du warst der Pflug im Erdengrund,
damit der Same Frucht bekund’.
Und als dein Schüler über’s Meer,
die Botschaft trug zu Menschen her,
da klang in seinem Wort dein Geist,
der heute tausend Herzen speist.
O Meister, stark, von Liebe voll,
du bist der Grund, der Ursprung, das Soll,
durch dich erblüht, was Lahiri begann,
Kriya Yoga für jedermann.
Sri Yukteswar, dein Name bleibt,
der Weg, den du für uns beschreibst,
führt in die Freiheit, weit und klar –
sei ewig gepriesen, du großer Avatar.






