Kurzzusammenfassung
Erfahrungsbericht eines Wochenendes bei Bhakti Marga (Sri Vitthal Dham, Nähe Kirchheim) und des Kurses „Atma Kriya“.
Erste Skepsis gegenüber Vishwananda, dann positive Überraschung: starke Energie, klare Vermittlung, vollständiges Kriya-System.
14 Techniken in zwei Tagen, inkl. OM-Meditation; Kechari Mudra wird gelehrt.
Pluspunkt: bebildertes Handout, klare Übe-Empfehlungen, Level-Struktur (Hauptkriya täglich, danach Level 2).
Vergleich zu Yoga Vidya und anderen Linien; Hinweis auf kulturell hinduistisch geprägte Praxis vor Ort.
Einschätzung: empfehlenswert für Kriya-Interessierte; persönliches Fazit bleibt bewusst nüchtern-prüfend.
Abschluss mit dem Gedicht „Bhakti Marga – Wege der Liebe“.
Strukturierte Zusammenfassung
Bhakti Marga und Atma Kriya: Ein umfassender Erfahrungsbericht
Liebe Freunde des Kriya Yoga. Heute möchte ich aus aktuellem Anlass über ein Thema sprechen, das ich vorgezogen habe: meine Erfahrungen mit Bhakti Marga und dem Atma Kriya System. Dieser Bericht basiert auf meinem Besuch im Sri Vitthal Dham bei Kirchheim am 22. bis 24. August 2025.
Erste Begegnung mit Vishwananda und Bhakti Marga
Ich habe bereits 2010 von Vishwananda gehört. Damals kursierten Gerüchte in verschiedenen Foren, er sei eine Wiederkunft von Yogananda – was ich stark bezweifelte. Deshalb interessierte ich mich zunächst nicht weiter für ihn oder seine Organisation.
Im Laufe der Jahre wurde ich jedoch immer wieder auf Bhakti Marga aufmerksam. Bei Yoga Vidya, wo ich viele Jahre verbrachte, hörte ich von der Organisation. Beim Yoga-Kongress 2012 stellten Mitglieder von Bhakti Marga das OM-Chanten vor. Zunächst empfand ich die Bewegung als etwas oberflächlich und aufgebauscht.
Der erste Besuch in Springen
Eine spirituelle Mitarbeiterin bei Yoga Vidya, die in der Küche arbeitete, erzählte mir jedoch begeistert von Vishwananda. Sie meinte, ich sollte unbedingt einmal hingehen. Da ich damals die Bücher von Yogani produzierte und Absatzwege suchte, beschloss ich, auf dem Weg nach Norden beim Zentrum in Springen (bei Wiesbaden) vorbeizufahren.
Vishwananda war an jenem Tag nicht anwesend, aber das Zentrum machte einen guten Eindruck. Als ich im Meditationsraum meditierte, bemerkte ich: Die Energie stimmte tatsächlich. Sie war sehr gut.
Das neue Zentrum: Sri Vitthal Dham bei Kirchheim
Über eine Freundin meiner Freundin, die ursprünglich bei Yoga Vidya war und dann zu Bhakti Marga wechselte, erfuhr ich vom neuen Zentrum bei Kirchheim. Es liegt günstig an der Autobahn zwischen Kassel und Würzburg. Das Zentrum wurde um 2020 aufgebaut.
Spontaner Zwischenstopp
Im Sommer 2025 fuhr ich von Erfurt nach Frankfurt und nutzte die Gelegenheit für einen spontanen Besuch. Ich kam abends zwischen 8 und 9 Uhr an – alle Türen waren bereits verschlossen. Da die kostenpflichtigen Parkplätze des Zentrums besetzt waren, parkte ich etwa 500 Meter entfernt auf einem öffentlichen Parkplatz in der Nähe eines kleinen Sees.
Ich übernachtete in meinem Auto, einem Skoda Fabia, den ich als Mini-Caravan nutze. Beim Meditieren am Abend bemerkte ich etwas Erstaunliches: Die Energie war sofort präsent und besonders stark – und das in beträchtlicher Entfernung vom Zentrum! Dies erinnerte mich an indische Verhältnisse, wo man im Umkreis großer Tempelanlagen ähnliche Energien spüren kann.
Morgenprogramm und erste Eindrücke
Am nächsten Morgen ging ich zum Zentrum, wo bereits um 7 oder 8 Uhr ein Programm lief. Trotz anfänglicher Scheu trat ich ein, setzte mich hin und meditierte. Die Energie war wunderbar.
Im Vergleich zu Yoga Vidya, das man als hinduistisch bezeichnen könnte, ist Bhakti Marga weitaus indischer ausgerichtet. Das Zentrum verfügt über mehrere Altäre mit lebensgroßen Götterfiguren, kunstvoll in Holzwände geschnitzt, die geöffnet und geschlossen werden können.
Ich verbrachte nur drei bis vier Stunden dort, wurde von Mitarbeitern herumgeführt und stellte Fragen. Das Zentrum war sehr schön hergerichtet und die Energie durchweg positiv.
Ein göttlicher Wink?
Beim Wegfahren passierte mir etwas Ungewöhnliches: Ich vergaß, mein Fahrrad wieder einzuladen, das ich am Baum angebunden hatte. Erst nach 100 Kilometern fiel es mir auf. Normalerweise wäre ich zurückgefahren, aber eine terminliche Verpflichtung verhinderte dies.
Ich gebe den Göttern explizit die Erlaubnis, sich in mein Leben einzumischen und Impulse zu setzen. Ich denke, dies war genau ein solcher Moment – ein Wink, dass ich wiederkommen sollte.
Die Anmeldung zum Atma Kriya Wochenende
Obwohl ich bei den Kursangeboten des Zentrums höhere Preise als bei Yoga Vidya feststellte, entschied ich mich, ein Wochenende zu investieren. Der Kurs „Atma Kriya“ weckte mein Interesse.
Zunächst dachte ich, Atma Kriya sei ähnlich wie Surya Kriya von Sadhguru – ein besonderer Name ohne viel Substanz dahinter. Aber ich wollte es erfahren und daraus eine Podcast-Folge machen, um aufzuklären.
Bhakti Marga bietet nahezu wöchentlich Atma Kriya Kurse an. Ich meldete mich für das Wochenende vom 22. bis 24. August 2025 an. Obwohl ich aktuell stark in die Pflege meiner Eltern eingebunden bin, gelang es mir, die Teilnahme zu organisieren.
Das Atma Kriya Wochenende: Eine Überraschung
Ich hatte ehrlich gesagt nicht viel erwartet. Meine bisherigen Eindrücke und Vorurteile gegenüber der Organisation verhießen wenig. Doch die spürbare Energie hatte mich neugierig gemacht.
Ablauf und Struktur
Am Samstag begann der Kurs. Die Seminarleiterin Vanidasi führte uns vier Teilnehmer durch das Programm. Wir lernten insgesamt 14 Übungen – eine beachtliche Anzahl für zwei Tage.
Die Techniken umfassten:
- Körperliche Übungen
- Wirbelsäulenatmung
- OM-Meditation (besonders hervorzuheben)
- Verschiedene neue Techniken
- Am zweiten Tag: Der Haupt-Kriya
Außergewöhnliche Vermittlungsqualität
Vanidasi unterrichtete hervorragend – wahrscheinlich besser, als ich es selbst tue. Sie erklärte die Übungen sehr genau, beobachtete aufmerksam jeden Teilnehmer und achtete darauf, dass jeder die Techniken exakt wie vorgeschrieben ausführte. Sie nutzte sogar Bilder zur Visualisierung, um die Techniken zu verdeutlichen.
Die spirituelle Wirkung
Bei jeder Übung stellte ich fest: Es fühlt sich gut an. Ich kam schnell in meditative Stimmung, und die Wirkung war bemerkenswert stark.
Besonders positiv fiel mir auf: Kechari Mudra wird praktiziert. Nach meiner Ansicht ist Kechari Mudra ein Gütesiegel für eine gute Kriya Yoga Tradition. Bei Bhakti Marga hat es zwar nicht die Ausführlichkeit wie bei Yogani oder in meiner eigenen Tradition, aber es ist prominent vorhanden. Die Vorteile werden erklärt, auch wenn die Teilnehmer etwas mehr Eigeninitiative zeigen müssen, um tiefer einzusteigen.
Geheimhaltung und Authentizität
Bei der Teilnahme musste ich unterschreiben, die Techniken nicht weiterzugeben. Dies ist bemerkenswert, da die meisten anderen Kriya Techniken im Internet relativ offen zugänglich sind – etwa bei Ennio Nimis oder J.C. Stevens.
Die bei Bhakti Marga gelehrten Techniken unterscheiden sich von den bekannten Versionen. Ich kann daher nur allgemein darüber sprechen und das System weiterempfehlen, aber nicht im Detail erklären.
Die Techniken sind Variationen bekannter Kriya-Übungen:
- Maha Mudra in abgewandelter Form
- OM-Meditation
- Verschiedene andere Techniken
- Abschlusstechniken (statt Yoni Mudra)
Insgesamt ein stimmiges, gut erklärtes und wirksames System.
Zwei Stufen des Atma Kriya Systems
Das Atma Kriya System ist in zwei Level unterteilt:
Level 1: Am Wochenende erlernt Level 2: Zugänglich nach einem Jahr täglicher Praxis der Haupttechnik
Da mich der erste Level sehr ansprach, bin ich motiviert, täglich zu üben, um in einem Jahr den zweiten Level zu erlernen.
Das unschätzbare Übungsheft
Ein besonderer Pluspunkt: Am Ende erhielt jeder Teilnehmer ein Heft, in dem alle Techniken detailliert beschrieben sind. Bei 14 Techniken in zwei Tagen ist dies enorm hilfreich.
Ich kam gut mit, da ich Vorkenntnisse habe. Dennoch ist es eine Herausforderung, sich alles zu merken. Am Abend nach dem ersten Tag wollte ich üben, war mir aber nicht mehr sicher, was genau ich tun sollte. Am nächsten Morgen wollte ich den Haupt-Kriya in meine Routine integrieren, konnte mich aber nicht aus der Erinnerung erinnern an alle Details.
Das bebilderte Heft mit guten Erklärungen ist daher Gold wert. Es enthält klare Anweisungen, welche Übungen wichtig sind und wie man das Programm gestalten kann, wenn man wenig Zeit hat.
Vergleich mit Hariharananda
Dies ist ein großer Vorteil gegenüber meiner Erfahrung bei Hariharananda 2022 (in der Nähe von Wien). Dort machte ich auch die erste Einweihung, die sehr gut wirkte, aber komplizierter war als Atma Kriya.
Bei Hariharananda machte ich mir Notizen. Doch meine Handschrift war in meditativer Stimmung schlampig, und ich konnte später kaum etwas damit anfangen. Die Motivation, dabei zu bleiben, schwand, und die Techniken gerieten in Vergessenheit. Bei Bhakti Marga wird es einem deutlich leichter gemacht, bei der Praxis zu bleiben.
Die Räumlichkeiten und das Ambiente
Das Zentrum war früher ein Wellness-Hotel – eine deutlich höhere Kategorie als Yoga Vidya. Die Zimmer sind komfortabel.
Das Essen
Das Essen ist in Ordnung, aber nicht vergleichbar mit Yoga Vidya. Yoga Vidya hat eine große Küche mit viel Auswahl und Abwechslung. Bei Bhakti Marga ist die Küche kleiner, der Zulauf geringer, und die Organisation anders aufgestellt. Viele Mitarbeiter scheinen auch selbst zu kochen.
Die spirituelle Energie des Zentrums
Die Energie im Sri Vitthal Dham ist herausragend. Im Vergleich dazu kann man jede deutsche Kirche oder jeden Dom – spirituell gesehen – vergessen. Das Zentrum ist vom Spirituellen her deutlich hochwertiger.
Indische Traditionen authentisch gelebt
Bei Bhakti Marga wird die indische Kultur weitaus authentischer gelebt als bei Yoga Vidya:
- Die Götterfiguren werden regelmäßig eingekleidet
- Ihnen wird Essen dargebracht
- Alle Rituale werden mit Hingabe ausgeführt
Für uns Europäer mag dies zunächst befremdlich wirken. Aber: Das Ergebnis zählt. Wenn das Ergebnis stimmt – und die Energie ist enorm – sind die Mittel sekundär. Man muss die Mittel nach den Ergebnissen beurteilen.
Vishwananda als spiritueller Lehrer
Vishwananda wird von vielen Anhängern als erleuchteter Meister wahrgenommen. Ich bin grundsätzlich skeptisch – es gibt nicht so viele wirklich erleuchtete Meister, und man sollte nicht zu leichtgläubig sein.
Ich habe Vishwananda persönlich noch nicht getroffen und seine Erleuchtung nicht verifiziert. Das würde Zeit und intensiveren Kontakt erfordern. Ich habe auch noch nichts von ihm gelesen, obwohl es mehrere Bände seiner Satsang-Reden und einen ausführlichen Kommentar zur Bhagavad Gita gibt.
Ein Online-Darshan während Corona
Während der Coronazeit nahm ich einmal an einem Online-Darshan von Vishwananda teil. Auch dabei war deutlich eine besondere Energie spürbar.
„Wie der Herr, so G’scherr“
Es gibt einen alten bayerischen Spruch aus der Bauernzeit: „Wie der Herr, so G’scherr“ – wie der Bauer, so seine Mitarbeiter. Wenn der Oberste in Ordnung ist, sind es die Mitarbeiter auch.
Was ich bei Bhakti Marga gesehen habe – die Hingabe, die Qualität der Vermittlung, die Qualität der Kriya-Techniken – spiegelt etwas Besonderes wider. Das ist echter Kriya Yoga, nicht wie Surya Kriya bei Sadhguru, das kein Kriya Yoga ist.
Bhakti Marga als Kriya Yoga Organisation
Nach allem, was ich erfahren habe, kann ich sagen: Bhakti Marga ist eine vollständige, authentische Kriya Yoga Organisation.
Vergleich mit anderen Kriya Yoga Angeboten
Im Vergleich zu vielen anderen Kriya Yoga Angeboten auf dem Markt ist Bhakti Marga definitiv sehr qualitätsvoll.
Im Vergleich zur SRF: Die Self-Realization Fellowship bietet eine langfristige Einweihung durch Lehrbriefe – umfangreicher, tiefergehend, detaillierter. Das hat eine eigene Qualität.
Für eine Wochenendeinweihung: Bhakti Marga ist herausragend. Ich kann es nur weiterempfehlen.
Empfehlung: Atma Kriya und Darshan
Nach meinen Beobachtungen wird der Darshan von Vishwananda stärker gesucht als das Atma Kriya. Meiner Meinung nach hätten die Menschen mehr davon, wenn sie das Atma Kriya fleißig üben würden.
Beides schließt sich nicht aus: Man kann Atma Kriya praktizieren und gleichzeitig Darshan nehmen. Wahrscheinlich passt beides sehr gut zusammen.
Ich werde bei Gelegenheit versuchen, Vishwananda persönlich zu treffen und mich näher über ihn zu informieren.
Die Rolle des Gurus
Ich habe bereits in anderen Folgen gesagt: Eine Guru-Gestalt muss nicht einmal verwirklicht sein, um sehr positiv auf Anhänger zu wirken. Sogar ein Betrüger kann – im Vergleich zu dem, was sonst im spirituellen und religiösen Bereich üblich ist – positiv wirken.
Bei Bhakti Marga und Vishwananda sehe ich jedoch etwas definitiv Positives, das ich weiterempfehlen kann.
Die Situation in Deutschland
Kampf um Religionsstatus
Ich sprach kurz mit einer Mitarbeiterin von Bhakti Marga. Sie erzählte, dass die Organisation gerade darum kämpft, einen Religionsstatus in Deutschland zu erwerben – was sehr schwierig ist.
In Deutschland werden offensichtlich vorrangig Christentum (Katholizismus, Evangelizismus), Judentum und Islam anerkannt. Für andere religiöse Bewegungen ist es extrem schwierig, obwohl Religionsfreiheit im Grundgesetz steht.
Qualitätsvolle Spiritualität wird benachteiligt
Der deutsche Staat protegiert verschiedene problematische Organisationen, während qualitätsvolle spirituelle Bewegungen benachteiligt werden.
Nach meinem Empfinden – und nach dem Empfinden jedes Menschen mit Verständnis für echte spirituelle Qualität – sind Organisationen wie Yoga Vidya, Bhakti Marga, die Anthroposophie oder die Anastasia-Bewegung Vorreiter echter Spiritualität. Sie haben der verwässerten und ausgelebten Spiritualität des etablierten Christentums einiges voraus.
Dies wird nicht honoriert, nicht erkannt und benachteiligt – was sehr schade ist. Ich hoffe, dass sich dies ändert und diesen Bewegungen der Wert beigemessen wird, der ihnen zusteht, sowohl vom Staat als auch von der Bevölkerung.
Wachstum und internationale Präsenz
Vishwananda ist erst in den 40ern. Viele Menschen haben bereits erkannt, was Bhakti Marga zu bieten hat, und sind hingegebene Anhänger.
Zentren weltweit
Es ist ein Glücksfall, dass Vishwananda seinen Hauptsitz in Springen (Deutschland) hat. Aber er ist international tätig:
- Indien (Zentrum)
- Österreich (größeres Zentrum)
- Frankreich
- Südamerika
- Möglicherweise Amerika
Die Bewegung lebt, erweitert sich und ist offensichtlich segensreich.
Mein Fazit und meine Hoffnung
Ich werde Bhakti Marga nun aktiv bewerben. Die Organisation hätte es verdient, von vielen Menschen aufgesucht zu werden, die Kriya Yoga lernen wollen.
Atma Kriya wird bisher nicht stark beworben, aber ich hoffe, es spricht sich herum.
Meine Wünsche:
- Dass viele solcher Zentren in Deutschland entstehen
- Dass die deutsche Bevölkerung offener wird und ohne Scheu hingeht
- Dass mehr Menschen sich dort befruchten lassen
- Dass Vishwananda weitere Zentren in Deutschland aufbaut
Dies wäre sicher segensreich und würde vielen Menschen helfen.
Ich kann Bhakti Marga, Atma Kriya und Vishwananda nur unterstützen und weiterempfehlen.
Hari Om Tat Sat, alles Gute, Namaste!
Über den Podcast
Dies ist eine Folge des Kriya Yoga Podcast Deutsch, in dem regelmäßig Themen rund um Kriya Yoga, spirituelle Praxis und Erfahrungen mit verschiedenen Lehrern und Organisationen behandelt werden.
Kontakt und weitere Informationen
Bhakti Marga Sri Vitthal Dham
- Lage: Bei Kirchheim, an der Autobahn Kassel-Würzburg
- Wöchentliche Atma Kriya Kurse (Wochenendformat)
- Zwei Level-System (Level 2 nach einem Jahr täglicher Praxis)
Für alle, die Kriya Yoga lernen möchten, ist ein Besuch sehr zu empfehlen.
Transkript mit wenig Korrekturen
Liebe Freunde des Kriya Yoga. Heute ein Thema, das ich etwas vorziehe. Ich weiß nicht, ob schon alle bemerkt haben, dass ich so eine gewisse Struktur jetzt in meinen Podcast reinbringe. Die Zehner-Zahlen sind besetzt durch Techniken, dann die neuner Zahlen durch Meister, dann ein oder zweier Zahlen durch meine eigene Lebensgeschichte, ein bisschen mehr auf mich bezogen, noch mehr auf mich bezogen, sagen wir mal so, und dann 33, 66, 99, 133 und so etwas in dieser Art geht es dann mit Kriya Yoga und Sex, Sexualität so weiter und dieses Thema, also jetzt 39, da wäre eigentlich was anderes schon dran, weil ich über mehrere Meister schon was gesagt habe. Aber aus aktuellem Anlass will ich mal sagen, ziehe ich das jetzt vor, denn ich war … Also ich produziere ja diese Podcasts auf Vorrat, ich habe schon viele eben in Petto, aber das ziehe ich jetzt eben vor.
Ich war jetzt, also wo ich das jetzt aufnehme, ist der 25. August 2025, ich war am Wochenende bei Bakhti Marga, Sri Vitthal Dham heißt das bei Kirchheim. Die haben ein neues Zentrum dort. Also Vishwananda heißt, glaube ich, der Guru bei denen. Das ist nach deren ihrer Ansicht ein erleuchteter Meister. Ich habe von diesem Vishwananda habe ich, glaube ich, schon 2010 so herum erfahren. Damals hieß es, dass er eine Wiederkunft von Yogananda sei, also solche Gerüchte sind da rumgeschwirrt in verschiedenen Foren. Das habe ich ziemlich bezweifelt, habe eigentlich mich deswegen auch nicht für diesen Herrn interessiert.
Aber ich bin dann immer wieder mal darauf aufmerksam geworden auf diesen Herrn und dann habe ich auch erfahren, dass er ein Zentrum hatte dann in Springen, in der Nähe von Wiesbaden. Bei Yoga Vidya war ich ja viele Jahre und da hat man immer wieder mal gehört, also 2012 beim Yoga-Kongress waren auch Leute von diesem Zentrum, die haben dann das OM-Chanten vorgestellt, ganz witzig, hat sich das angehört und habe auch mitgemacht, aber irgendwie Tiefe hat es für mich nicht besessen. Ich habe also diesen Herrn da ein bisschen als oberflächlich und diese ganze Bewegung als ein bisschen aufgebauscht, empfunden ursprünglich. Aber dann war da auch mal in der Küche jemand, die war beschäftigte Mitarbeiterin auch spirituell, bei Yoga Vidya war das, da habe ich auch mitgeholfen und die hat dann gesagt: Ja, Yoga Vidya ist nicht so gut, aber dieser Vishwananda, das ist eigentlich, das ist das, musst mal hingehen.
Dann habe ich mir doch gedacht, ich müsste mal vorbeischauen, auch mit meinen Büchern, ich habe ja von Yogani die Bücher dann produziert, habe ich auch Absatzwege gesucht und habe vielleicht gedacht, wie bei Yoga Vidya, wo ich auch die Bücher immer verkauft habe, seit 2011 schon, vielleicht kann ich da auch meine Bücher unterbringen. Deshalb bin ich also mal auf dem Weg nach Norden da vorbeigefahren und habe mir das angeschaut. Der Vishwananda war damals nicht da, aber das Zentrum war ganz in Ordnung. Also war jetzt im Vergleich zu Yoga Vidya, war das relativ klein. Aber ich habe dann auch meditiert in so einem Meditationsraum und da habe ich schon gemerkt, also die Energie, die stimmt eigentlich, die ist eigentlich sehr gut.
Aber Bhakti Marga, habe immer wieder mal auch die Webseite besucht und dann über eine Freundin meiner Freundin, die dann auch ursprünglich bei Yoga Vidya war und dann dahin gegangen ist und da ganz Feuer und Flamme war. Die hat dann erzählt, dass dieses neue Zentrum da in der Nähe von Kirchheim, ganz gut gelegen an der Autobahn, von Kassel nach Würzburg, dass das gebaut wird und das wollte ich eigentlich schon, oder habe ich schon vorgehabt, mal vorbeizufahren, immer wieder mal. Aber es wurde nichts draus. Also ich glaube, das ist 2020 oder so, ist das aufgebaut worden.
Jetzt in diesem Jahr war ich in Erfurt und wollte von Erfurt nach Frankfurt fahren und da habe ich dann gesehen, das liegt ja genau wieder auf der Strecke und da habe ich auch Zeit gehabt und dann habe ich gedacht, jetzt schaue ich mal vorbei. Das schaue ich mir mal an. Ich bin dann abends hingekommen. Es war schon zwischen 8 und 9, alle Türen verschlossen. Ich bin dann noch am Parkplatz, wollte ich übernachten im Auto. Die Parkplätze, die zum Zentrum gehörten, da war überall gestanden, also hier muss man was bezahlen, das ist alles kostenpflichtig und deswegen bin ich auf einen Parkplatz ausgewichen, der ein bisschen weiter weg war, so 500 Meter weit. Das ist ja ein Ferienzentrum, ein Urlaubszentrum, eine schöne Gegend, das ist ein kleiner See, wo das Zentrum dort liegt.
So habe ich da eben in dem Auto, wie ich das üblicherweise mache, in meinem Caravan, Minicaravan, sagen wir mal so, bin ich da eben gestanden und habe meditiert, wie ich das üblicherweise mache. Meditation, wenn man Caravan hat oder ein Auto im Auto übernachtet, dann muss natürlich vor allem Meditation stimmen, sonst ist alles relativ unwichtig und die Meditation mache ich ja morgens und abends und da habe ich dann abends meditiert schon und da habe ich schon gemerkt: Also gleich hat das angesprungen, die Energie, war gleich eine besondere Energie da und das eben in einer ziemlichen Entfernung von diesem Zentrum. Da habe ich mir gedacht, das sind da fast indische Verhältnisse. Von großen Tempelanlagen habe ich das in Indien kennengelernt, dass man dort, wenn man dort im ziemlichen Umkreis davon meditiert hat, dann hat man das schon ziemlich stark gespürt und dort (in diesem Bhakti Marga Zentrum) ist es also ähnlich.
Dann bin ich am nächsten Tag, war ich natürlich gespannt, habe mir gedacht, die haben sicher auch am Morgen, morgens so ein Programm. Dann bin ich dorthin schon 7, 8 und habe mich dann, es lief dann schon. Ich habe ein bisschen Scheu gehabt, dann einfach reinzustoßen oder dazuzustoßen, bin aber dann da rein und habe mich hingesetzt und meditiert, habe auch dann gemerkt, also, ja eigentlich sehr wunderbare Energie und habe ich ein bisschen das Treiben so angeschaut, also ziemlich indisch. Also im Vergleich zu Yoga Vidya, wenn man sagt, Yoga Vidya ist hinduistisch, dann ist Yoga Vidya nur hinduistisch angehaucht im Vergleich zu dem, was dort geschieht. Also die haben da mehrere Altäre gehabt von verschiedenen Götterfiguren, also lebensgroß, so ein bisschen stilistisch auch. Aber in so eine Wand aus Holz ganz fein geschnitzt, die kann man auch zu und aufmachen.
Bei dieser Gelegenheit habe ich mir das ganze Zentrum angeschaut und war da eben aber nur drei, vier Stunden, bin da ein bisschen ganz wenig eingeführt worden von Mitarbeitern. Ich habe auch Fragen gestellt, aber war sehr schön hergerichtet, sehr gute Energie wie gesagt und dann musste ich aber dann gleich weiter und dann hatte ich aber aus irgendeinem Grund, also ich denke mal, dass … Den Göttern gebe ich Erlaubnis ganz explizit, die dürfen sich immer Einmischen in mein Leben, um irgendwelche Impulse zu setzen, die mir jetzt in meinem Bewusstsein nicht auffallen und ich denke mal, das war das nun auch.
Ich habe dann, als ich weggefahren bin, habe ich vergessen, mein Fahrrad wieder einzuladen, also ich habe ein Fahrrad, ich habe ja nur einen Skoda Fabia, wo ich dann das Fahrrad mit transportiere und wenn ich darin schlafe, muss ich natürlich das Fahrrad rausstellen. Das habe ich dann angebunden an einem Baum, beim Parkplatz und dann bin ich losgefahren und war dann schon unterwegs, 100 Kilometer, dann ist man erst aufgefallen, ach ich habe mein Fahrrad stehen lassen. Normalerweise wäre ich dann wahrscheinlich zurückgefahren, aber an diesem Tag hatte ich dann auch eine terminliche Verpflichtung, die mir nicht erlaubt hat, dann zurückzufahren. So bin ich also weitergefahren und habe mir dann schon gedacht, ja eigentlich, oder hatte eigentlich vorher schon daran gedacht, dass ich eigentlich hier mal in diesem Zentrum mal paar Tage verbringen sollte.
Also bei Yoga Vidya habe ich ja auch nur im Grunde ein Seminar mal mitgemacht, um mitarbeiten zu können am Anfang und um das kennenzulernen. Sonst war ich nur Mithelfer und Besucher und dann auch habe ich eben meine Kurse oder Seminare dort gegeben (2012 habe ich dort die Yogalehrerausbildung gemacht). Viel Geld ausgeben für Spiritualität, das ist nicht meine Art so. Aber obwohl ich gesehen habe, dass die Preise da um einiges höher sind als bei Yoga Vidya, habe ich mir gedacht: Also ein Wochenende kann ich mal investieren. Ich hatte mir auch die Kurse, die da ausgelegen sind, habe mir schon angeschaut, habe das fotografiert gehabt. Dann habe ich mir gedacht, ja das ist jetzt ein Wink, dass ich jetzt zeitnah da hinfahren sollte, dort einen Kurs besuchen, der hieß dort Atma Kriya.
Ich habe mir gedacht, ja, Atma Kriya hört sich wieder so an wie Surya Kriya von Sadhguru. Sadhguru hatte auch Surya oder Sambhavi Kriya. Das habe ich ja in dem Podcast 29 vorgestellt. Das wird so ähnlich sein, der hat also einen besonderen Namen gewählt und wahrscheinlich ist da nicht viel dran. Aber ich könnte ja eine Podcastfolge daraus machen, dann das vorstellen und dann zumindest mal aufklären und darum werde ich mich jetzt mal anmelden.
So habe ich eben dann das arrangiert. Die haben wöchentlich, soweit ich gesehen habe, eigentlich fast diese Atma Kriya Kurse. Was terminlich gepasst hat, das war eigentlich nur einer im August und den habe ich dann eben gewählt, diesen vom 22. bis zum 24. 2025, habe mich dann angemeldet. Dann waren noch Schwierigkeiten, weil ich ja eigentlich für meine Eltern jetzt zurzeit ziemlich verpflichtet bin, immer da zu sein. Aber es hat dann auch letztendlich geklappt und dann bin ich eben dahin am Freitagabend, konnte ich hin. Also es wurde dann auch gekürzt ein bisschen, eigentlich fängt das Freitag Nachmittag an, so ein Wochenendseminar Atma Kriya.
Ich war dann gespannt, aber viel habe ich mir eigentlich nicht erwartet. Ich habe mir gedacht, also die Eindrücke und die Vorurteile, die ich bisher hatte von dieser Organisation, die haben mir eigentlich nicht viel verheißen, aber gut, die Hinweise waren ja einmal diese Energie, die ich schon gespürt habe.
Dann ging es eben am Samstag los und wurde ich eben von der Vanidasi, hieß diese Seminarleiterin, wurden wieder durchgeführt, wir waren vier Teilnehmer und das war, soweit ich sehe, sogar ein, also überdurchschnittlich viel, ich denke, die machen es auch mit einem Teilnehmer oder mit zwei Teilnehmern, weil das kostet auch dementsprechend, wo man es dann auch für einen oder zwei Teilnehmer machen kann. Aber wir waren eben vier und dann wurden wir durchgeleitet.
Es waren 14 Übungen und ja es waren ein paar körperliche Übungen, ein paar mit Wirbelsäulenatmung-Art war dabei und dann auch einige Sachen, die mir neu waren. Also OM-Meditation muss ich noch hervorheben, ja OM-Meditation, die ich eigentlich sonst ja bei Hariharananda, da gab es auch die OM-Meditation. Aber die gab es da ganz explizit und prominent und der ganze Aufbau, wie das vermittelt wurde von dieser Vanidasi, ich weiß nicht, ob es jeder so gut macht, aber das war sehr gut.
Sie hat wirklich, muss ich sagen, wahrscheinlich besser als ich, ich muss mir da auch ein bisschen was abschauen von dieser Frau, die das eben wirklich sehr gut gemacht hat. Sie hat aufgepasst. Sie hat das erklärt und dann hat sie wirklich die Leute beobachtet und hat darauf geachtet, dass jeder das eben exakt so macht, wie sie es angewiesen hat oder wie es eigentlich vorgeschrieben ist und dann gab es noch so Bilder zur Visualisierung, hat sie noch gehabt, um das zu verdeutlichen.
Also es waren insgesamt so 14 Techniken, glaube ich, die wir da insgesamt durchgenommen haben in diesen zwei Tagen. Am ersten Tag so Leichteres und am nächsten Tag hieß es dann: Der Haupt-Kriya. Eigentlich bei jeder Übung, musste ich sagen: Es fühlt sich gut an, also ich bin da ziemlich schnell auch in meditative Stimmung reingekommen, ziemlich stark schon auch Kechari Mudra hatten sie, jetzt zwar nicht so ausgefeilt, aber Kechari Mudra ist meiner Ansicht nach ein Gütesiegel für eine gute Kriya Yoga Tradition, wenn das an prominenter Stelle ist und das ist es dort. Es ist zwar jetzt nicht so gut vorbereitet und so ausgefeilt wie bei Yogani oder jetzt auch in meiner Tradition. Aber zumindest ist es da.
Die Vorteile werden auch genannt. Die Leute sind zwar ein bisschen allein gelassen. Aber jemand, der ein bisschen offener ist, der schaut sich ein bisschen um und kann sich ja bei Yogani zum Beispiel oder sonst irgendwo im Internet da schlau machen, wie man es macht, oder wie man dorthin kommt. Man musste auch etwas unterschreiben, dass man eben diese Techniken nicht weitergibt. Das ist etwas, was ich eben auch im Internet bis jetzt nicht gefunden habe. Also die ganzen anderen Kriya Techniken liegen ja ziemlich offen, also bei Ennio Nimis oder bei Stevens in dem Buch. Dort gibt es ja eine Riesensammlung von Kriya Techniken.
Aber das, was ich eben dort gelernt habe, das hat sich unterschieden von dem. Also ich kann jetzt nur ein bisschen allgemein darüber reden und das eben empfehlen, weiterempfehlen. Aber irgendwie jetzt groß erklären, kann ich jetzt nicht. Es sind auf jeden Fall, die normalen Kriya Techniken, die ich schon gekannt habe. Die tauchen in abgewandelter Form auf, Maha Mudra zum Beispiel, dann OM-Meditation und verschiedene andere.
Yoni Mudra, das habe ich jetzt nicht dort gehabt, aber die haben andere, dafür andere so Abschlusstechniken und also insgesamt ein stimmiges System, gut erklärt und vermittelt. Die Wirkung ist sehr gut, die einzelnen Techniken sehr gut und kann eben nur sagen, dass es empfehlenswert ist, da mal hinzuschauen, wenn man Kriya Yoga lernen will. Das ist ein vollständiges Kriya-System, was dort im Angebot ist.
Ein besonderer Pluspunkt ist auf jeden Fall, dass man am Schluss dann auch noch ein Heft bekommen hat, in dem dann die ganzen Techniken noch mal beschrieben wurden. Also in zwei Tagen 14 Techniken durchzunehmen, das ist schon enorm. Ich bin gut mitgekommen, weil ich ja einige Vorkenntnisse habe. Aber trotzdem muss ich sagen, man soll dann auch diese Techniken dann üben.
Es gibt dann zwei Level sogar, also den ersten Level habe ich jetzt bekommen und es hieß dann, wenn man ein Jahr lang die Haupttechnik dann mindestens einmal am Tag macht, dann kann man sich nach einem Jahr für den zweiten Level bewerben und da eben dieser erste Level sehr ansprechend für mich war, bin ich auch interessiert daran, den zweiten da zu erlangen, darum werde ich mich auch bemühen, da jeden Tag das zu machen, um das dann möglicherweise auch noch erlernen zu dürfen.
Wobei es da bestimmte Voraussetzungen gibt. Aber also am Abend habe ich gedacht, dann mache ich gleich ein bisschen was, aber dann war es eben nicht mehr so klar, was ich jetzt genau machen sollte und darum habe ich es dann lieber sein gelassen und am nächsten Morgen wollte ich eigentlich den Haupt Kriya von dieser Organisation dann auch mit einbeziehen oder man soll das nicht vermischen, aber man konnte es separat dann eben noch zur eigenen Routine irgendwie dazubasteln.
Das wollte ich eigentlich machen, aber ich konnte das eben dann nicht aus der Erinnerung heraus, weil da so viele verschiedene Informationen dann dalagen: Soll man jetzt 14 mal oder soll man durch die Nase oder sich da konzentrieren oder verschiedene Informationen, die eben dann für die einzelne Technik, die ich dann machen wollte, dann nicht mehr so parat da war und darum musste ich dann nach meiner Praxis nochmal in das Heft schauen und das auffrischen und dann konnte ich eben diese Technik, auf die ich mich dann konzentrieren wollte, die konnte ich studieren und nochmal machen.
Und das ist ja, wie Yogani das sagt, eigentlich sinnvollerweise macht man nur eine Technik, konzentriert man sich auf eine Technik und praktiziert die dann ein, zwei Wochen lang und dann geht man zur nächsten Technik und macht nicht 14 Techniken auf einmal, das ist also schon schwierig und das ist eben der Vorteil hier bei Bhakti Marga, dass die dann schönes Heftchen haben, bebildert mit guten Erklärungen, wo das Wichtigste drinsteht, wo man dann nachschauen kann und dann ist man auch nicht auf die eigenen Notizen da angewiesen, wie das bei mir bei Hariharananda der Fall war, wo ich ja 2022 war in der Nähe von Wien, im Zentrum.
Da habe ich auch die erste Einweihung gemacht. Die hat auch sehr gut gewirkt im Grunde, aber komplizierter als das, was ich jetzt bei Bhakti Marga gelernt habe. Bei Hariharananda hatte ich mir Notizen gemacht. Aber mit meiner Schrift und so, wenn man dann ein bisschen in meditativer Stimmung ist, dann hudrig (schlampig) ein bisschen was niederschreibt, da konnte ich dann kaum was damit anfangen. Als ich dann da (bei Hariharananda) auch was machen wollte, das ist dann schnell verschütt gegangen, und die Motivation war dann auch nicht mehr da, dabei zu bleiben. Darum ist es schnell in Vergessenheit geraten und bei Bhakti Marga, da wird es einem leichter gemacht, dabei zu bleiben.
Die Übungen sind insgesamt auch ja stimmig und da wird auch Anweisung gegeben, was man jetzt machen kann, man muss nicht alles machen, es wurden Empfehlungen gegeben und im Heftchen selbst steht dann extra noch einmal, wie man das einrichten kann, wenn man nicht so]] viel Zeit hat, was wichtig ist. So muss ich sagen, also war ich sehr positiv überrascht, allein von dem Bhakti (Atma) Kriya hier.
Die Zimmer dort, das war ehemals ein Wellness Hotel, also eine höhere Kategorie auf jeden Fall als bei Yoga Vidya. Das Essen ist jetzt, die haben jetzt keine so eine Großküche wie bei Yoga Vidya. Also es war am Wochenende, da war es eigentlich ganz in Ordnung, aber also Essen muss ich sagen, es ist also nicht vergleichbar mit Yoga Vidya. Bei Yoga Vidya hat man viel größere Auswahl und ja viel mehr Abwechslung und ja ganz andere Standards, als das hier möglich ist, weil eben der Zulauf nicht so groß ist. Die haben das irgendwie anders organisiert, auf jeden Fall liegt es wahrscheinlich hauptsächlich daran, dass eben nicht so viele Leute dort essen und dass die Küche nicht so groß ist und dass man eben im kleineren Rahmen dann isst. Auch die Mitarbeiter scheinen da mehr jeder selber noch mal zu kochen oder die dort wohnen.
Ich kann jetzt nicht alles aufzählen, was mir jetzt da aufgefallen ist, oder welche Erkenntnisse ich dort gewonnen habe. Aber ich kann nur sagen, man müsste mal hinfahren und es wäre denen zu wünschen, dass da möglichst viele Leute hinfahren. Denn wie gesagt, einmal die Energie ist sehr gut, dann was die machen, das ist wie gesagt vom indischen Kulturkreis, so mehr, eins zu eins übernommen.
Da werden auch diese Götterfiguren dann eingekleidet, gibt es bei Yoga Vidya auch, zu bestimmten Zeiten mal wird das auch gemacht, aber dort bei Bhakti Marga, soweit ich das gesehen habe, wird das regelmäßig gemacht und denen wird auch zu Essen gegeben und so was. Also für uns Europäer, die wir das nicht gewohnt sind, ist es ein bisschen ja sonderbar und ja, stößt vielleicht ein bisschen auf. Aber andererseits muss ich sagen: Das Ergebnis, solange das Ergebnis stimmt, ist das, was dazu führt, dass das Ergebnis hervorgebracht wird, ist eben sekundär und man muss … Die Mittel muss man von den Ergebnissen hier beurteilen und wenn die Ergebnisse stimmen, wie gesagt, diese, erst einmal diese Energie, die dort vorhanden ist, also enorme Energie.
Da kann man jede deutsche Kirche oder ja, jeden Dom kann man da in den Müll schmeißen mehr oder weniger, im Vergleich, weil das eben sehr, vom Spirituellen her sehr viel hochwertiger ist. Und deswegen kann ich eben der deutschen Bevölkerung nur wünschen, dass einmal viele dieser Zentren da entstehen in Deutschland und dass die deutsche Bevölkerung auch offener ist, dort hinzugehen, sich da befruchten lässt und da keine Scheu hat und da offener ist.
Denn diese, ich habe mich auch kurz mal unterhalten mit einer, die dort in der Organisation tätig ist, von Bhakti Marga. Die hat gesagt, sie arbeiten gerade daran, da auch einen Religionsstatus zu erwerben und die kämpfen damit. Das ist also in Deutschland schwierig zu ergattern. Von der Politik und vom Staat her gibt es offensichtlich da eben Christentum, Katholizismus, Evangelizismus, Judentum, Islam und dann wird es schon sehr schwierig, dann, dass man da irgendein Verständnis hat, dass da irgendwas religiös ist, obwohl ja eigentlich eine Religionsfreiheit im Grundgesetz steht.
Dann verschiedene problematische Sachen werden vom deutschen Staat eben protegiert, muss man sagen und die, die eben nach meinen Empfinden, also ich denke mal nach jedes Menschen Empfinden, der ein Verständnis dafür hat, was wirklich qualitätsvoll ist vom Spirituellen her, der müsste auch sagen: Das, Yoga Vidya und auch Bhakti Marga, das sind eigentlich Vorreiter von Spiritualität, auch Anthroposophie und ich denke auch Anastasia und solche Sachen, das sind Qualitäten von Spiritualität, die dem, was bei uns so üblich ist, dieser verwaschenen und ausgelebten Spiritualität des Christentums einiges voraushaben.
Das wird eben nicht honoriert und wird nicht erkannt und wird benachteiligt, was sehr schade ist und das hoffe ich mal, dass das ins Reine kommt, dass dem der Wert beigemessen wird vom Staat auch und von der Bevölkerung dem, der ihm eigentlich zukommt. Also viele haben es schon erkannt, also es sind sehr viele, also verhältnismäßig sehr viele hingegebene Anhänger, also von dieser Gurugestalt Vishwananda, der ja von vielen als erleuchteter Meister da wahrgenommen wird.
Ich kann jetzt nichts dazu sagen. Also ich bin grundsätzlich skeptisch, ich denke mal, es gibt nicht so viele erleuchtete Meister und man kann sich auch gern oder leicht mal als erleuchteter Meister ausgeben. Also man darf nicht zu leicht gläubig sein. Aber ich habe es eben nicht verifiziert, also ich habe nicht das nachgeforscht, es gäbe Möglichkeiten, das eben abzuklopfen, ob das wirklich der Fall ist oder nach meinem Verständnis. Aber das kostet Zeit, man müsste mehr Zeit mit diesen Menschen verbringen, ich habe den also persönlich noch nie getroffen.
Ich habe auch noch nichts gelesen von ihm. Ich habe ihn einmal bei einem Darshan, einem Online-Darshan erlebt von diesen Vishwananda, in der Coronazeit war das. Und da muss ich auch sagen, damals war deutlich was zu spüren. Ich habe auch noch keinen Talk angehört, ich wusste auch nicht, dass es Bücher von ihm gibt, dass es gibt auch von seinen Reden, in den Veranstaltungen, Satsangs gab es so Zusammenschiften, mehrere Bände schon, dann hat er die Bhagavad Gita, hat er offensichtlich auch schon kommentiert, sehr ausführlich, da gibt es auch einen dicken Band dazu, habe ich gesehen.
Aber ich bin jetzt mehr oder weniger aus dieser Zeit heraus, wo ich so was dann mit eigenem Interesse dann lese. Das wäre es nur, um das eben zu begutachten oder zu prüfen und das ist jetzt eigentlich nicht meine Aufgabe. Das muss jeder selber machen, mal reinschauen, reinschmecken, sich Gedanken drüber machen, was dahinter steckt, auf jeden Fall von dem zu urteilen, was ich jetzt wahrgenommen habe, es heißt, es gibt so einen alten Spruch in Bayern: Wie der Herr, so G’scherr.
Also das stammt aus der Bauernzeit, wo eben der Bauer, der Landwirt seine Knechte hatte oder seine Gesindel, also seine Mitarbeiter, damals eben musste vieler Landwirtschaft eben noch handlich gearbeitet werden und da hieß es also wie der Herr, so die Mitarbeiter, wenn der Oberste eben in Ordnung ist, auf Zack ist, dann sind es die Mitarbeiter auch und so wie ich das jetzt gesehen habe, ich habe diesen Vishwananda eben nicht getroffen, aber was mir das widerspiegelt, was ich da gesehen habe: also diese Hingegebenheit, diese Qualität der Vermittlung, diese Qualität der Kriya Techniken, also es ist wirklich ein richtiger Kriya Yoga, nicht so wie bei Surya Kriya bei Sadhguru eben, das ist eben kein Kriya Yoga.
Die Techniken bei Sadhguru sind zwar auch nicht ohne. Bei Sadhguru gibt es auch noch mehrere Angebote, ich habe eben nur dieses Surya Kriya genossen, aber ja, das ist nicht ohne, aber bei Bhakti Marga kann ich sagen, nachdem was ich dort eben gesehen habe, erfahren habe: Das ist eine richtige Kriya Yoga-Organisation. Die werde ich auch jetzt bewerben. Bhakti-Marga hätte es verdient, da wirklich groß aufgesucht zu werden von Leuten, die Kriya Yoga lernen wollen.
Das wird jetzt nicht so groß beworben. Aber ja, ich hoffe, das spricht sich herum. Das ist, ich denke im Vergleich zu vielen, was sonst so von Kriya Yoga so auf dem Markt angeboten wird, ist das definitiv was sehr Qualitätsvolles. Es ist halt eine Wochenendeinweihung, eine langfristige Einweihung wie bei der SRF, das hat natürlich eine eigene Qualität nochmal, das ist nochmal ausführlicher.
Natürlich diese Lehrbriefe der SRF, die sind natürlich noch umfangreicher, gehen noch mehr in die Tiefe und gehen noch mehr ins Einzelne. Das ist noch einmal eine andere Herangehensweise. Aber für eine Wochenendeinweihung, würde ich sagen: Das Bhakti-Marga ist da herausragend und kann es eben nur weiter empfehlen.
Vishwananda, wie gesagt, kann ich eigentlich von dem, was ich jetzt erfahren habe, auch empfehlen, dass man sich mit dem mal beschäftigt, Darshan nimmt, was liest von ihm und vor allen Dingen, dieses Atma Kriya, wie das heißt, sich aneignet und praktiziert, denn wie es zu sein scheint, ist dieser Darshan von diesem Vishwananda mehr gesucht als das Atma Kriya, wobei ich meine, mehr hätten die Leute auf jeden Fall, wenn sie das Atma Kriya fleißig dann auch üben würden.
Und wenn man das Atma Kriya praktiziert, schließt ja das nicht aus, sondern auch den Darshan nimmt. Also vielleicht passt ja das sehr gut zusammen. Also ich werde dann auch einmal bei Gelegenheit versuchen, den Menschen da persönlich zu treffen und mich ein bisschen mehr über ihn zu informieren.
Ich habe immer noch ein bisschen Vorbehalte. Aber für viele ist es stimmig, so einen Guru zu haben. Ich habe ja sowieso schon mal gesagt, so ein Guru, so eine Leitgestalt, die muss gar nicht verwirklicht sein, um sehr positiv auf die Anhänger zu wirken. Sogar ein Betrüger könnte oder kann sehr positiv es wirken.
Im Vergleich zu dem, was sonst so im Spirituellen und Religiösen so üblich ist, ist das definitiv etwas sehr Positives und kann es, wie gesagt, weiter empfehlen. Ja, das ist eigentlich das, was ich vorstellen wollte, aus dem Anlass heraus, dass ich meine, dass das zu wenig nachgefragt wird, dass die eigentlich verdient hätten. eine große Anhängerschaft und große Verbreitung zu finden, dieses Atmakriya und Bhakti Marga, Ich hoffe mal, dass die noch weiter sich verbreiten.
Also dieser Vishwananda ist ja erst in den 40ern und wenn der noch in verschiedenen anderen Teilen von Deutschland ein Zentrum aufbaut, das wäre sicher segensreich und würde vielen Menschen helfen. Außerdem ist es ja so, dass dieser Vishwananda nicht nur in Europa, in Deutschland, tätig ist. Es ist, würde ich sagen, ein Glücksfall, dass er in Deutschland in Springen eben seinen Hauptsitz hat. Aber er ist international.
Er hat in Indien ein Zentrum und in verschiedenen anderen Ländern. In Österreich, scheint ein Zentrum zu haben, ein größeres, dann in Frankreich, in Südamerika, denke ich mal, in Amerika, kann es auch sein. Also es scheint zu leben, sich zu erweitern und offensichtlich ist es was Gutes und was Segensreiches und kann es nur unterstützen und weiter empfehlen.
Hari Om Tat Sat, alles Gute, Namaste, Tschau.
Der heutige Song: Bhakti Marga – Wege der Liebe
Nicht lauter als der Morgen ist dein Ruf,
kein Siegesschrei – eher ein leiser Zug.
Ein Weg, der nicht nach außen Antwort gibt,
sondern im Innern die Stille liebt.
Bhakti Marga – nicht Flucht, nicht Fern,
mehr Heimkehr in das, was wir wirklich wären.
Wenn Denken müde wird und Wahrheit schlicht,
beginnt das Herz, und die Seele spricht.
Bhakti Marga – Weg der Hingabe,
wo Liebe nicht fordert, nur Lichtgabe.
Ein Name, ein Klang, der uns neu verweht:
Gott im Herzen – und nichts, was getrennt besteht.
Atma Kriya – Handlung aus Seelen-Sicht,
Atem, Mantra, ein stilles Gericht:
Was in uns eng war, wird weit und klar,
und Nähe wird wirklich, nicht nur wahr.
Und dort, wo Hände dienen ohne Lohn,
wird Alltag zum Tempel, zum stillen Thron.
Aus vielen Stimmen ein einziger Sinn:
Dass Liebe der Anfang und das Ende ist.
Kein Dogma hält, was Herz erkennt;
nur Gnade, die uns beim Namen nennt.
Ein Meister zeigt nicht sich als Ziel –
er zeigt den Punkt, wo Gott dich will.
Bhakti Marga – Weg der Hingabe,
wo Liebe nicht fordert, nur Lichtgabe.
Ein Name, ein Klang, der uns neu verweht:
Gott im Herzen – und nichts, was getrennt besteht.
So singt nicht nur die Stimme im Mund –
auch Atem und Blick werden stiller Grund.
Und jeder Schritt wird, sanft und sacht,
ein Ja zur Liebe, die in uns wacht.


