Kurzzusammenfassung

Du beantwortest die Praxisfrage, ob es im Kriya Yoga besser ist, eine lange Sitzung (z. B. 90 Minuten am Stück) zu machen oder zwei kürzere (2 × 45 Minuten) mit Pause.

  • Ausgangspunkt: Yogananda beschreibt in der Autobiografie eines Yogi sehr lange Sitzzeiten (4–5 Stunden). Das motivierte dich, selbst über Jahre lange Sitzungen zu trainieren (bis 6 Stunden+). Ergebnis: Es gab tiefe Erfahrungen und höhere Energien, aber nicht automatisch den „Durchbruch“, den du dir anfangs erhofft hattest.
  • Deine Grundidee: Lange Meditation wirkt wie eine „Verformung“ (dauerhafte Umstrukturierung) – kurze Meditation „stochert“ eher an.
  • Yogani/AYP empfiehlt oft: lieber 2 × 45 Minuten als 1 × 90 – vor allem aus praktischen Gründen (Anfänger, Sitzfähigkeit, Konzentration).
  • Du bestätigst: Für viele ist 2 × 45 sinnvoll (Beine, Aufmerksamkeit, Pause). Aber aus deiner Erfahrung gilt auch:
    • Wer es kann, profitiert oft stärker von längerem Durchsitzen.
    • Du hast bei Retreats irgendwann die Pausen „übersprungen“ und durchmeditiert, weil die Wirkung für dich besser war – daraus wurde teils eine lange Sitzung bis ca. 2 Stunden.
  • Zusätzlich: Du sprichst über Retreat-Energie und Regelmäßigkeit (morgens/nachmittags), die die Praxis deutlich vertieft.
  • Fazit: Für Anfänger/Einsteiger ist 2 × 45 sehr sinnvoll. Wer stabil sitzt und psychisch/energetisch gut klarkommt, sollte lange Sitzungen testen – und dann selbst entscheiden.

Strukturiertes Transkript

Kriya Yoga: Lange meditieren oder lieber zwei kurze Sitzungen?

Podcast-Transkript | Kriya Yoga Podcast Deutsch


Die zentrale Frage: Eineinhalb Stunden am Stück oder zweimal 45 Minuten?

Wer regelmäßig meditiert, kennt die Frage früher oder später: Wenn ich eineinhalb Stunden Zeit habe – soll ich diese Zeit in einer langen Sitzung nutzen oder lieber zwei kürzere Meditationen von je 45 Minuten machen? Diese Folge widmet sich genau dieser Frage – aus persönlicher Erfahrung von über 30 Jahren Meditationspraxis und Kriya Yoga.


Der Einfluss der „Autobiografie eines Yogi“

Wer die Autobiografie eines Yogi von Paramahansa Yogananda gelesen hat, begegnet darin Beschreibungen von Meditationssitzungen von vier bis fünf Stunden – zum Beispiel gemeinsam mit James Lynn in Amerika. Das hat viele Praktizierende, mich eingeschlossen, zu der Überzeugung geführt: Tiefe spirituelle Erfahrungen und vielleicht sogar Erleuchtung sind nur durch lange Meditationszeiten erreichbar.

Nach drei Jahren täglicher Praxis – beginnend mit 5 Minuten, dreimal täglich, schrittweise gesteigert – habe ich diesen Weg konsequent beschritten. Drei Stunden, dann vier, schließlich sogar sechs Stunden am Stück. Das Ergebnis? Tiefe Erfahrungen, ohne Zweifel. Aber kein fundamentaler Durchbruch, wie ich ihn erwartet hatte.


Das Feder-Modell: Warum lange Meditationen anders wirken

Meine Theorie lässt sich gut mit einer Feder erklären: Drückt man eine Feder leicht ein, federt sie vollständig in ihre ursprüngliche Position zurück. Drückt man sie jedoch stark genug, verformt sie sich dauerhaft – sie kehrt nicht mehr in den Ausgangszustand zurück.

Auf das Gehirn übertragen: Kurze Meditationen von 5 oder 10 Minuten bewegen zwar etwas, aber die eingespielten Strukturen kehren danach weitgehend in ihren alten Zustand zurück. Lange Meditationen hingegen können diese Strukturen so nachhaltig verändern, dass eine bleibende Transformation entsteht. Das ist nach wie vor meine feste Überzeugung:

Wirklich tiefe Verwandlung durch Meditation ist vor allem durch lange Sitzungen möglich.


Yoganis Ansatz: Zweimal 45 Minuten

Nach 20 Jahren bei der SRF (Self-Realization Fellowship) stieß ich auf Yogani und seine Advanced Yoga Practices (AYP). Yogani empfiehlt ausdrücklich, eine 90-minütige Meditationszeit auf zwei Sitzungen von je 45 Minuten aufzuteilen – mit einer Pause dazwischen.

Dieser Ansatz ist aus praktischen Gründen durchaus sinnvoll – besonders für Anfänger oder fortgeschrittene Praktizierende, die körperlich noch nicht in der Lage sind, lange zu sitzen. Das typische Programm eines Yogani-Retreats sieht so aus:

Erste Sitzung (45 Minuten):

  • Wirbelsäulenatmung: 10 Minuten
  • Tiefe Meditation: 20 Minuten
  • Samyama: 10 Minuten
  • Ruhephase: 5 Minuten

15 Minuten Pause

Zweite Sitzung (45 Minuten):

  • Wirbelsäulenatmung: 10 Minuten
  • Tiefe Meditation: 20 Minuten
  • Samyama: 10 Minuten
  • Ruhephase: 5 Minuten

Für viele Teilnehmer macht diese Struktur absolut Sinn: Nach einer Pause kann man sich neu sammeln und die zweite Sitzung oft konzentrierter angehen.


Meine persönliche Erfahrung mit Yogani-Retreats

Bei den Yogani-Retreats, die ich zunächst übersetzt und später selbst geleitet habe, habe ich einen anderen Weg gefunden: Ich bin in der 15-minütigen Pause einfach sitzen geblieben und habe durchmeditiert. Das Ergebnis war deutlich besser als bei zwei getrennten Sitzungen.

Aus den zwei Routinen wurde so eine durchgehende Meditation von fast zwei Stunden – und zwei Stunden ist für eine tiefe Kriya-Yoga-Praxis eine sehr schöne Zeit, wenn man es gewohnt ist.

Ich habe diese Retreats auch genutzt, um mein eigenes Kriya-Yoga-Pensum durchzuziehen: mit Wirbelsäulenatmung als Vorbereitung, Hong-Sau statt tiefer Meditation und meiner eigenen intuitiven Struktur. Samyama habe ich nach einigen Jahren aufgegeben, da es für mich zu starr wirkte.


Freiheit in der Praxis: Intuition vor Schema

Meditation ist ein innerer Schaffensprozess. Äußere Regeln und feste Schemata sind am Anfang wichtig und hilfreich – so wie ein Künstler zunächst Technik erlernen muss. Aber irgendwann geht es darum, frei zu schaffen und der eigenen Intuition zu folgen.

Beim Kriya Yoga – und auch bei den Yogani-Retreats nach meinem Verständnis – hat man diese Freiheit. Die angesagten Zeiten sind Orientierungspunkte, keine Befehle. Jeder praktiziert so, wie es seiner eigenen Entwicklung entspricht.


Fazit: Was ist besser – lang oder kurz?

Für Anfänger ist Yoganis Empfehlung von zweimal 45 Minuten sehr sinnvoll. Wer körperlich noch nicht lange sitzen kann oder dessen Konzentration nachlässt, profitiert von der Pause.

Für erfahrene Meditierende gilt: Wenn es möglich ist, ist eine längere, durchgehende Meditation generell vorzuziehen. Eine eineinhalb- oder zweistündige Sitzung bringt nach meiner Erfahrung mehr als zweimal 45 Minuten – besonders für tiefe spirituelle Transformation.

Das gilt auch für die dynastischen Kriya-Yoga-Einweihungen, bei denen längere Meditationszeiten als Voraussetzung für die nächste Stufe gefordert werden. Yogani-Retreats eignen sich dafür hervorragend als Unterstützung, da die kollektive Energie dort das lange Sitzen spürbar erleichtert.


Hari OM, Tat, Sat – praktiziert regelmäßig, kommt zu den Einweihungen und bleibt auf dem Weg.

Namaste.


Schlagwörter: Kriya Yoga, Meditation Dauer, Yogani Advanced Yoga Practices, lange Meditation, zweimal meditieren, Meditationspraxis, spirituelle Erfahrung, Autobiografie eines Yogi, SRF, Wirbelsäulenatmung, Hong-Sau, Samyama, Yogani Retreat

leicht überarbeitetes Transkript

Ja, hallo liebe Freunde des Kriya Yoga.

ich habe jetzt diese Podcast Folge, die habe ich jetzt auf Mikrofon. Aber ich habe meine Kameras nicht eingeschaltet. Das muss ja auch mal passieren. Diese Podcast Folge jetzt nicht mit einem Video. Aber diese Podcast Folge zu der Frage:

Ist es sinnvoll beim Kriya Yoga lange zu meditieren oder ist es besser, zwei Mal kurz zu meditieren. Wenn man jetzt eineinhalb Stunden Zeit hat, soll man zwei mal 45 Minuten dasselbe machen und vielleicht Pause zwischen durch oder soll man eineinhalb Stunden meditieren. Diese Frage wird in dieser Folge beantwortet mit Standbild.

Ich habe die „Autobiografie eines Yogi“ gelesen und darin beschreibt ja Yogananda, dass er da 4 Stunden gesessen ist und mit dem James Lynn in Amerika auch 4-5 Stunden. Das waren die Meditationszeiten, die da veranschlagt wurden. Da habe ich mir damals schon gedacht, da habe ich vorher schon 3 Jahre meditiert. Ich habe 5 Minuten angefangen, 5 Minuten, 10 Minuten, 3 Mal am Tag und habe das immer gesteigert, so schrittweise und als ich dann die „Autobiographie eines Yogi“ gelesen habe, habe ich mir gedacht: Vielleicht kommen diese tiefen spirituellen, Erlebnisse und die Erleuchtung mit einer langen Meditationszeit, vier Stunden oder so etwas. Das müsste doch vielleicht möglich sein.

Dann habe ich das auch geschafft so zu sitzen. Mit dem Sitzen gab es natürlich eine Schwierigkeit. Aber ich habe dann 3 Stunden geschafft und dann auch mal 4 Stunden. Und dann im Laufe der Jahre auch mal 6 Stunden oder sogar länger. Aber leider hat sich damit dann nicht die Erleuchtung oder besonders tiefe Erlebnisse eingestellt. Natürlich, man muss sagen, schon tiefe Erlebnisse, aber nicht in der Art, dass man jetzt sagt, das ist jetzt wirklich bahnbrechend. Sondern es waren höhere Energien. Es waren andere Erfahrungen, als wenn man kurz meditiert. Aber es war eben kein richtiger Durchbruch, wie das vielleicht meine Idee gewesen ist zu Anfang.

Also, was ich mir schon immer gesagt habe: Es ist wie bei so einer Feder. Es gibt da so eine gewisse Elastizitätsstufe bei Federn. Wenn man die drückt, dann gehen sie wieder zurück in den entspannten Zustand. Und wenn man die aber zu fest drückt, dann verformen sie sich. Genauso habe ich mir das vorgestellt bei den Gehirnstrukturen. Die sind so eingefahren, dass wenn man die jetzt 5 Minuten, 10 Minuten sich hinsetzt, dann verformen wir die ein bisschen, aber dann gehen sie wieder zurück in den alten Zustand, in den alten Positionen. Die Gehirnzellen sind auch ein bisschen elastisch, so war meine Theorie.

I n der I AM, wo ich war, war das auch ein bisschen Zellen basiert. Und so habe ich mir gedacht, wenn man länger meditiert, dann verformt man diese Strukturen dann so, dass sie, wenn man sie wieder auf macht, dann gehen sie nicht mehr ganz zurück, dann haben sie sich verformt. Und das ist, glaube ich schon, das, was die allgemeine Wirkung von langer Meditation ist.

Mit der kurzen, damit stochert man ein bisschen rein und dann hat man gewisse Erfahrungen, Gefühle, aber richtig Bewegendes, dass man in die Meditation hineingeht und wieder herauskommt und verwandelt herauskommt, das ist auch nach wie vor meine Überzeugung, dass es nur mit einer langen Meditation möglich ist.

Ich bin dann dazu gekommen, nachdem ich 20 Jahre bei der SRF war, schön langsam mich zu öffnen, dann bin ich auf Yogani gestoßen, habe dann auch seine Bücher und seine Webseite übersetzt ins Deutsche. Dabei bin ich dann doch zwangsweise auf seine Hinweise gestoßen, die jetzt darauf abzielten, man sollte nicht zu lange meditieren und da eine Meditationssitzung von 45 Minuten lieber 2-mal machen, als dass man sie 1,5 Stunden macht.

Gut von praktischen Gesichtspunkten her, dass viele, die jetzt bei den Fortgeschrittenen Yoga Übungen dabei sind oder dort hinzustoßen. Dort sind, denke ich mal, Anfänger und bei denen ist gar nicht die Frage, ob sie jetzt 1,5 Stunden sitzen wollen oder lieber 2-mal 45 Minuten. Dort liegt es in der Natur der Sache, dass sie gar nicht länger als 45 Minuten sitzen können und dann … ja, müssen sie sich die Beine vertreten, um dann noch einmal 45 Minuten sitzen zu können. Das habe ich auch bei den Retreats so erfahren und sehe von daher auch die Berechtigung dieses Hinweises oder Berechtigung, sagen wir mal, einen gewissen Sinn darin und auch den Aufbau der Retreat-Sitzungen bei den Yogani Retreats.

Dort macht man am Morgen so Asanas, ausführlich, weil man ja Zeit hat, da kann man dann ruhig halbe bis 3/4 Stunde Asanas machen und dann sind 2 Sitzungen á 45 Minuten mit Wirbelsäulenatmung 10 Minuten, dann Meditation 20 Minuten, dann Samyama 10 Minuten, danach noch 5 Minuten Ruhephase und danach ist eine 15 Minuten Pause, und dann beginnt noch einmal eine Routine mit sitzenden Übungen, noch einmal 45 Minuten: Also Wirbelsäulenatmung, tiefe Meditation 20 Minuten, Samyama 10 Minuten und Ruhephase noch einmal 5 Minuten. Damit hat man 2 solche Sitzungen und Yogani sagt, das wäre besser. Es ist sinnvoll das so machen, in dem Rahmen vielleicht, dass diejenigen, die nicht so lang sitzen können, dann eine Möglichkeit haben aufzustehen oder auch, wenn es vielleicht auch nicht nur an den Beinen liegt, sondern überhaupt die Konzentrationsfähigkeit lässt vielleicht nach, dann macht man eine Pause und geht es vielleicht noch einmal besser.

Aber ich habe das auch so probiert, wie Yogani das gemacht hat … Gut, ich bin wahrscheinlich da nicht vergleichbar mit anderen, die erst vielleicht anfangen oder ein paar Jahre meditieren. Ich habe ja da schon fast 30 Jahre meditiert oder über 30 Jahre, als ich dann Yogani Retreats mitgemacht habe, übersetzt zuerst und dann auch selbst geleitet, da bin ich wahrscheinlich kein Maßstab für das Klientel, das dort vor alln Dingen hinzustößt.

Aber trotzdem wollte ich halt sagen: Also wenn man halt wirklich länger meditiert oder meditieren kann, dann ist es auch sinnvoll mal länger als 45 Minuten zu sitzen und lieber eineinhalb Stunden als zweimal 45 Minuten. Das ist meine Perspektive darauf, was natürlich nicht für jedermann gelten muss oder wird.

Sondern eben für jene, die dafür bereit sind, die können sicher davon profitieren und ich habe das auch nicht durchgehalten, als ich das dann probiert habe bei Yogani, dass ich dann in 15 Minuten Pause dann aufgestanden bin.

Dann habe ich angefangen, einfach sitzen zu bleiben und mit der Zeit habe ich dann einfach durchmeditiert, weil das Ergebnis einfach viel besser war. Dann konnte ich auch aus diesen zwei Routinen, konnte ich dann eine lange Routine machen von, das sind ja dann fast ja zwei Stunde. Zwei Stunden ist eine schöne Zeit für eine gute Kriya Meditation, wenn man es gewohnt ist.

Dann habe ich auch diese Yogani Retreats missbraucht, könnte man sagen. Aber ich habe die genutzt, um Kriya Yoga, mein Pensum von Kriya Yoga dabei durchzuziehen, wo ich dann auch nur einmal, die Wirbelsäulenatmung gemacht habe und vorbereitend eben auch nicht Tiefe Meditation sondern Hong-Sau und nachbereitend auch Hong-Sau und Samyama muss ich auch zugeben, das habe ich auch, als ich damals mit Yogani begonnen habe, habe ich das Samyama ein paar Jahre lang intensiv oder ja auf jeden Fall regelmäßig praktiziert. Das habe ich dann aber aufgegeben

als ich gemerkt habe, dass damit so Verspannungen kommen, weil das für mich irgendwie zu steif war. Also nach gewissen Regeln oder nach Schema zu meditieren, das finde ich … Ja, das ist wie bei einem Künstler der muss natürlich anfangs auch sich an Regeln halten, aber irgendwann mal möchte er frei schaffen. Meditation ist ein Schaffungsprozess nach innen hinein und da sind äußere Regeln völlig fehl am Platz, wenn man mal soweit ist, dass man sich nach der eigenen Intuition richten kann. Und so kann ich dann bei diesen Yogani Retreats dadurch, dass ich in den Pausen sitzen bleibe, dann auch eine schöne Meditation draus machen und dann ist auch die Energie, die ich da fühle, die auch enorm ist …

Also da ist auf jeden Fall viel mehr rauszuholen und zu erreichen, bei solchen Yogani Retreats: Jeden Tag gleiche Zeit, gut, das ist der Regelmäßigkeit morgens und nachmittags. Das bringt eigentlich, bringt sehr viel. Man kommt dann nach zwei oder drei Tagen rein. Das können, glaube ich, alle bestätigen und nach meinem Vorgehen da eben sitzen zu bleiben, für mich bringt es eben auch im Vergleich zu Hause zu sitzen, bringt es oder irgendwo allein zu sitzen, bringt es definitiv mehr.

Ja gut, das ist jetzt mein Kommentar, mein Co-Referat zu dem, was Yogani sagt. Yogani sagt viel Richtiges und Gutes und wenn ich das aus meiner Perspektive ein bisschen anders darstelle, dann heißt es nicht, dass Yogani eben falsch liegt. Sondern das ist jetzt aus meiner Warte so. Für den einen mag das zutreffen für den anderen nicht. Ich wollte nur sagen, man soll sich eben nicht abhalten lassen, dann mal länger zu sitzen und das mal auszuprobieren. Dann kann jeder selber entscheiden.

Das also jetzt zu der Frage: Lange sitzen und Kriya Yoga. Ich meine, ich habe gesagt, Yoganis Fortgeschrittene Yoga Übungen, Advanced Yoga Practises (engl. Original), das ist eine Form des Kriya Yoga, ganz klar, weil die wichtigen Übungen des Kriya Yoga darin vorkommen und auch die ganzen Prinzipien, die Praxisbetontheit, das ist kriyayogisch.

Aber beim Kriya Yoga, den die SRF vertritt, die singen halt immer, die bleiben sitzen, aber die singen, die machen so Sing-Phasen dann zwischenrein und bei der langen Weihnachtsmeditation, die ja acht Stunden dauert, wird nach vier Stunden Pause gemacht, was ich dann auch, als ich in Indien war, dann mitgemacht habe. Aber das war auch kontraproduktiv, dann einfach Pause zu machen oder ich habe dann Maha Mudra in der Zeit gemacht und danach war es dann kein schönes Erlebnis mehr.

Also ja, das sind halt so Regeln, die man für die Allgemeinheit so aufstellt. Aber jeder muss dann selber lernen, damit umzugehen und das ist ja das Gute, dass man jetzt nicht wie in der katholischen Kirche oder so, wenn man dann den ganzen gleichen Rhythmus, muss man das gleich sprechen, dann ja, wenn man keine Freiheit hat. Beim Kriya Yoga kannst du ja machen, was du willst oder man ist sowieso immer individuell und muss selbstständig entscheiden und genauso ist es bei den Yogani Retreats zumindest nach meinem Verständnis und bei mir zumindest, wenn ich ein Yogani Retreat halte, dann sagt man natürlich diese Zeiten an, das ist dann eine gute Orientierung für die Zeit, dann weiß man, wie weit die Zeit fortgeschritten ist, um dann seine eigenen Übungen darin rein zu passen. Aber das heißt jetzt nicht, dass man auch diese Übungen dann machen muss. Sondern man macht sie so, wie es für einen am besten ist, wie man in der eigenen Entwicklung mit den Übungen umzugehen gelernt hat.

Aber das sind jetzt keine Kommandoansagen, die irgendwie dann auch beurteilt werden oder wo dann jemand darauf achtet, was jetzt der andere macht. Da ist man frei, das ist das gemeinsame Praktizieren, das ist das Schöne von Yogani und diese Retreats, Yogani Retreats kam man, wie gesagt, sehr gut auch für den Kriya Yoga benutzen und das habe ich auch, um damit besondere Hürden, die beim Kriya Yoga nach dynastischen Linie, die ich jetzt so vertrete, die Einweihungen.

Dort wird als Voraussetzung für die nächste Stufe immer doch einiges gefordert. Das heißt dann nicht, dass man das ständig machen muss, aber ein paar Mal muss man dann doch ziemlich aufs Gas drücken oder sich wirklich hingebungsvoll hinsetzen und auch längere Zeit und da habe ich das auch genutzt, also die Yogani Retreats, weil die Unterstützung durch die Energie, die dort herrscht, auch dafür sehr förderlich ist, gerade für das lange Meditieren. Das wird unterstützt und dann kann man diese Meditationen des Kriya Yoga die eine lange Meditation erfordern, dann auch durchziehen.

Wobei ich auch wieder sagen muss: Es gibt ja diese Einschränkungen, man macht ja das für den Westler immer ein bisschen einfacher, da sagt man dann auch, man kann es unterbrechen und man kann das auf zwei Tage verteilen, man kann das auf morgen und abends verteilen, als Entgegenkommen gegen den einen oder anderen, der meint, er kann das sonst nicht. Aber grundsätzlich würde ich sagen, es ist immer besser, wenn es möglich ist, eine lange Meditationszeit zu machen, statt zwei kurze nur oder zwei Mal das Gleiche.

Hari, OM, Tat, Sat, alles Gute.

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Namaste.

Der heutige Song der letzte Song aus dem Sri Yukteswar Album

Oh, Sri Yukteswar rock

Sri Yukteswar, Weiser, streng und klar,
ein Stern, der leuchtet, ewig wahr.
Du sahst im Schüler mehr als Sein,
ein Bote Gottes, licht und rein.

In Yogananda, deinem Kind,
erkanntest du den göttlichen Wind,
der Kriya’s Flamme weit entfacht
und trägt sie in die neue Zeit der Macht.

Dein Blick durchdrang das Schleier-Spiel,
kein Wort war leer, kein Rat zu viel.
Mit Strenge schufst du eine Bahn,
dass Wahrheit wirken konnte fortan.

Nicht Ruhm, nicht Ehre war dein Ziel,
Dein Werk war Gottes reines Spiel
Du warst der Pflug im Erdengrund,
damit der Same Frucht bekund’.

Und als dein Schüler über’s Meer,
die Botschaft trug zu Menschen her,
da klang in seinem Wort dein Geist,
der heute tausend Herzen speist.

O Meister, stark, von Liebe voll,
du bist der Grund, der Ursprung, das Soll,
durch dich erblüht, was Lahiri begann,
Kriya Yoga für jedermann.

Sri Yukteswar, dein Name bleibt,
der Weg, den du für uns beschreibst,
führt in die Freiheit, weit und klar –
sei ewig gepriesen, du großer Avatar.