Kurzzusammenfassung

In dieser Folge geht es darum, wie Kriya Yoga auf Abhängigkeiten wirkt – von offensichtlichen Süchten (Alkohol, Nikotin, Zucker etc.) bis zu subtilen psychischen Abhängigkeiten (Anerkennung, Gruppen, „Tonangeber“, innere Unfreiheit). Du stellst die These auf: Kriya Yoga ist ein beschleunigter Weg der Befreiung – weil spirituelle Entwicklung grundsätzlich „Unabhängigkeit“ bedeutet: weniger Getriebenheit, mehr Selbstständigkeit, mehr innerer Halt. Gleichzeitig ordnest du ein, dass echte yogische „Unabhängigkeit“ (im radikalen Sinn: Körperfunktionen übersteigen) selten ist und traditionell an Siddhis/Meisterschaft gekoppelt wird. Am Ende betonst du Demut: Solange wir nicht vollständig frei sind, sitzen wir alle „im selben Boot“ – also kein Herabschauen, sondern gegenseitige Unterstützung.

Strukturiertes Transkript

Kriya Yoga und Abhängigkeiten – Der spirituelle Weg zur inneren Freiheit

Welche Wirkung hat Kriya Yoga auf Abhängigkeiten?

Liebe Freunde des Kriya Yoga,

heute widmen wir uns einem Thema, das tiefer reicht, als es auf den ersten Blick erscheinen mag: Kriya Yoga und Abhängigkeiten – und die Frage, wie die spirituelle Praxis uns auf dem Weg zur inneren Freiheit unterstützen kann.


Die offensichtlichen Abhängigkeiten

Wenn wir das Wort „Abhängigkeit“ hören, denken wir zunächst an die klassischen Formen: Alkohol, Nikotin, Koffein, Zucker, Drogen, Schlafmittel, Medikamente – Substanzen also, bei denen die Kontrolle über das eigene Handeln verloren geht. Das sind Abhängigkeiten, die jeder als solche erkennt und von denen man sich in der Regel befreien möchte.

Nun könnte man erwarten, dass ein ernsthafter Kriya Yogi mit diesen Lastern von vornherein wenig zu tun hat. Doch Yogani, der Begründer des Advanced Yoga Practices (AYP), sagt ausdrücklich: Es spielt keine Rolle, woher du kommst, was du früher getan hast oder in welchem Zustand du dich befindest. Praktiziere deine Tiefe Meditation und die Wirbelsäulenatmung – und bleibe dabei. Die Energie, die durch diese Praxis entsteht, wird dich von jenen Abhängigkeiten befreien, von denen du loskommen möchtest.

Das bedeutet: Man muss nicht zuerst den mühsamen Weg über Yama und Niyama – die ethischen Gebote und Verbote des Yoga – gehen und sich alles Schlechte mit eiserner Willenskraft abgewöhnen. Die Praxis selbst entfaltet diese reinigende Wirkung. Das ist einer der zentralen Grundsätze des Kriya Yoga.

Einen gewissen moralischen Grundsockel braucht es natürlich dennoch – wer ernsthaft mit Kriya Yoga beginnt, bringt ihn in der Regel bereits mit. Und von da aus ist vieles erreichbar.


Das Leben als Befreiung von Abhängigkeiten

Doch betrachten wir das Thema tiefer: Im Grunde ist das gesamte menschliche Leben ein fortlaufender Prozess der Befreiung von Abhängigkeiten.

Als Säugling sind wir von allem abhängig – von Nahrung, Wärme, Schutz, von Mutter und Vater. Diese Abhängigkeiten sind natürlich und notwendig; niemand empfindet sie als Last. Auch die Abhängigkeit vom Herzschlag, vom Atem, von Wasser und Nahrung wird nicht als Abhängigkeit wahrgenommen – obwohl sie die existenziellsten überhaupt sind. Werden sie unterbrochen, führt das rasch zum Tod.

Mit zunehmendem Alter – etwa ab dem 21. Lebensjahr – löst sich der Mensch schrittweise aus der psychischen Abhängigkeit vom Elternhaus. Wer dabei innerlich noch nicht gefestigt genug ist, tauscht diese Bindungen mitunter gegen andere ein: Alkohol, Nikotin oder ähnliche Substanzen fungieren dann als Ersatzabhängigkeiten – sie füllen die Leerstelle, die die Loslösung von der Familie hinterlässt.


Kriya Yoga als beschleunigter Weg zur Freiheit

Meine These ist: Das ganze Leben ist eine Befreiung von Abhängigkeiten – und Kriya Yoga ist der schnellste Weg auf diesem Pfad.

Der Weg zur Erleuchtung führt über eine zunehmende innere Unabhängigkeit: zunächst von der Familie, dann von gesellschaftlichen Gruppen, von Meinungsführern, von Informationsquellen – ja, auch von religiösen Institutionen. Diese Lösung geschieht nicht räumlich, sondern im Bewusstsein. Man lernt, selbst zu denken, die Welt zu durchschauen und sich selbst zu erkennen.

Kriya Yoga zu praktizieren bedeutet bereits, aus der Masse herauszutreten. Es erfordert Selbstbewusstsein und eine innere Unabhängigkeit, die voraussetzt, dass man sich zumindest innerlich von den Vorgaben dieser Welt – einschließlich der etablierten Religionen – gelöst hat. Wer diese Praxis dann konsequent verfolgt und die dadurch gewonnene Energie nutzt, kann sich von nahezu allen Abhängigkeiten befreien.


Die höchste Form der Unabhängigkeit: Erleuchtung

Letztendlich ist der yogische Weg zur Erleuchtung ein Weg zur vollkommenen Unabhängigkeit – bis hin zur Unabhängigkeit von Atem, Nahrung, Flüssigkeit und Herzschlag. Das klingt zunächst unvorstellbar, doch die Überlieferungen berichten immer wieder von Erleuchteten, die genau das unter Beweis stellen konnten: Sie kontrollierten ihren Herzschlag willentlich, ließen sich für Wochen oder Jahre lebendig eingraben und erwachten wieder – ohne Nahrung und Luft.

Auch Jesus, der 40 Tage und Nächte ohne Nahrung und Wasser in der Wüste verbrachte, demonstrierte damit eine solche Unabhängigkeit von den körperlichen Grundbedürfnissen des Menschen.

Wer behauptet, erleuchtet zu sein, sollte nach yogischem Verständnis genau das belegen können: die Herrschaft des Geistes über die Materie, über den Körper, über Vergangenheit und Zukunft. Erst dann ist der Geist wirklich der Herr – und nicht länger ein Diener körperlicher Zwänge.


Wir sitzen alle im gleichen Boot

Solange diese vollständige Unabhängigkeit nicht erreicht ist, sind wir alle – in unterschiedlichem Maße – abhängig und damit auch beeinflussbar. Das eigene Denken und Fühlen wird durch physische und psychische Zwänge mitgeformt. Selbst wer wenig trinkt und nicht raucht, muss schlafen, essen und Kompromisse eingehen. Der Körper hat noch das letzte Wort – und das macht uns alle, in gewissem Sinne, korrumpierbar.

Das ist kein Grund zur Selbstverurteilung – und schon gar nicht zum Herabschauen auf andere. Wir sitzen alle im gleichen Boot. Manche sind graduell weiter auf dem Weg, doch das Ziel liegt für alle noch in der Ferne. Umso sinnvoller ist es, einander zu helfen, mit gutem Willen das Beste für alle zu wünschen und gemeinsam voranzuschreiten.


Wie schnell wirkt Kriya Yoga?

Yogananda schreibt in der Autobiographie eines Yogi, dass derjenige, der in der Lage ist, acht Stunden pro Nacht – statt zu schlafen – Kriya Yoga zu praktizieren, innerhalb von drei Jahren jene Form der Erleuchtung und Unabhängigkeit erlangen kann.

Das setzt freilich bestimmte Voraussetzungen voraus: spirituelle Vorarbeit aus früheren Inkarnationen, die reaktiviert werden kann. Es ist definitiv möglich – aber sicher nicht für jeden, der diese Grundlagen (noch) nicht mitbringt.


Fazit

Der spirituelle Weg – und insbesondere der Kriya Yoga – ist in seinem Wesen ein Weg der zunehmenden Befreiung: von offensichtlichen Suchtmitteln über psychische Bindungen bis hin zur vollständigen Herrschaft des Geistes über die Materie. Wer diesen Weg konsequent geht, wird Schritt für Schritt freier – und findet schließlich jene Unabhängigkeit, die wir im Innersten alle suchen.

Hari OM Tat Sat. Namaste.


Diese Folge schließt mit dem vierten Song des Albums „Ich bin ein Mönch aus einem Orden“: „Ich bin ein Mönch – melancholisch.“

Leicht überarbeitetes Transkript

Liebe Freunde des Kriya Yoga. Heute beschäftigen wir uns mit der Frage:

Welche Wirkung hat Kriya Yoga auf Abhängigkeiten?
Was hat Kriya Yoga mit Abhängigkeiten zu tun?
Eigentlich das große Thema Kriya Yoga und Abhängigkeiten.

Abhängigkeiten von was?
Da fällt uns natürlich dann immer vielleicht zuerst ein, alkoholabhängig oder sexabhängig oder marihuanaabhängig, nikotinabhängig, kaffeeabhängig, zuckerabhängig, teeabhängig.

Das sind alles Abhängigkeiten, die für einen normalen Menschen als solche dann auch klar ins Auge fallen.
Also die versteht jeder, das versteht jeder als Abhängigkeiten, wenn man sich dabei nicht unter Kontrolle hat.

Aber man wird auch erwarten können, dass man als Kriya Yogi bestimmte Abhängigkeiten gar nicht mitbringt, also Drogenabhängigkeit oder Alkoholabhängigkeit und Kriya Yoga, ich glaube, das wird relativ schwierig, obwohl Yogani ja sagt, dass egal, wo man herkommt, egal was man früher gemacht hat, egal welche Verfassung: Praktiziere deine Tiefe Meditation, die Wirbelsäulenatmung und bleibe dabei, dann wird das die Energie hervorbringen, die dich von solchen Abhängigkeiten, die man normalerweise nicht gern hat, von denen man loskommen will, das wird dich, also die Praxis und die Energie, die du dadurch gewinnst, du hast dann mehr Energie in dir und du wirst dann auf diesem Weg davon loskommen.

Du musst also nicht diesen Weg des Yama und Niyama, was du tun oder was du nicht tun sollst, beschreiten, sondern du praktizierst einfach deinen Kriya Yoga und dann wirst du frei von allen Lastern, damit natürlich auch von den Abhängigkeiten.

Das ist natürlich, das habe ich an anderer Stelle schon gesagt, das ist eigentlich der Grundsatz des Kriya Yoga, dass wir so vorgehen.
Einen gewissen moralischen Pol muss man, glaube ich, schon haben, um überhaupt zum Kriya Yoga zu finden.
Aber wenn man, ich glaube, wenn man soweit kommt, um mit dem Kriya Yoga ernsthaft anzufangen, dann ist man schon auf einem moralischen Niveau, das genügend Voraussetzung ist, um gut mit dem Kriya Yoga durchzustarten und dann ist eigentlich alles erreichbar.

Aber jetzt noch einmal Abhängigkeiten:
Natürlich, das sind die Abhängigkeiten, die genannten, also Rauchen, Koffein, Nikotin, Teein, Drogen, Alkohol, Zucker, Medikamente, Schlafmittel, Berührungsmittel.
Das sind alles Abhängigkeiten, von denen man gut loskommen möchte.

Aber im Grunde ist das ganze Leben ein Sich-Befreien von Abhängigkeiten.
Wenn man das so betrachtet, wenn man reingeboren wird in diese Welt, als Baby, dann ist man abhängig von allem.
Man ist nicht in der Lage, sich irgendwie selbst Nahrung zu beschaffen, sich selbst Wohnung oder Wohnraum zu besorgen.

Man ist behütet und ist natürlich in dieser Behütetheit ganz abhängig auch von demjenigen oder derjenigen, die einen behütet, der Mutter, dem Vater, davon ist man abhängig, das ist mehr eine psychische Abhängigkeit.
Natürlich auch von der Nahrung, von der Luft ist man abhängig, das sind natürlich auch Abhängigkeiten, die jetzt nicht als negative, das wird als natürlich Abhängigkeiten, empfunden, man ist vom Herzschlag abhängig, man ist vom Atem abhängig, aber das wird niemand als Abhängigkeit empfinden, als negative Abhängigkeit.

Aber es ist trotzdem eine Abhängigkeit.
Es sind nicht nur Abhängigkeiten, es sind so extreme Abhängigkeiten. Denn wenn man davon ablässt, dann wird man, wenn es um Atmen oder Essen geht, wenn man das längere Zeit nicht macht oder beim Atmen ja relativ kurz oder nicht trinkt, dann wird das zum Tode führen.

Das will natürlich niemand und darum wird das als natürliche oder wird gar nicht als Abhängigkeit empfunden, das ist halt natürlich.

Aber im Grunde, wie gesagt, ist das ganze Leben ein Befreien von Abhängigkeiten.
Gut man ist natürlich anfangs nicht von diesen negativen Abhängigkeiten, wie Drogen, Alkohol und so etwas belastet, das zwar nicht, aber man ist psychisch belastet durch die Angewiesenheit auf die Eltern und die Umgebung, die einen beschützt, die einen fördert.

Und dann mit 21 so, dann kann man schön langsam, dann wird man freier, dann verlässt man diese psychische Abhängigkeit von der Familie und tauscht diese dann womöglich, wenn man nicht stark genug ist, innerlich, durch diese lasthaften Abhängigkeiten wie Alkohol, Nikotin und so etwas. Das sind, kann man schon sagen, Ersatzabhängigkeiten für diese psychische Abhängigkeiten, die man zuerst im Beziehungsgeflecht der Eltern hatte, dann wird man selbstständiger und verlegt dann seine Abhängigkeiten dahin.

Meine These ist jetzt, meine Behauptung ist, dass der Kriya Yoga, mein ganzes Leben, ist eine Befreiung von Abhängigkeiten, langfristig also.
Und Kriya Yoga insbesondere ist ein schnellerer Weg der Befreiung von Abhängigkeiten.

Denn der Weg zur Erleuchtung ist ein Weg der Befreiung von Abhängigkeiten.
Man löst sich von Familie, dann von anderen Gesellschaften, man löst sich jetzt nicht räumlich, sondern vom Bewusstsein her.
Psychisch ist man nicht mehr so angewiesen, man wird selbstständiger, man wird selbstbewusster, man hat sein eigenes Denken, ist nicht mehr so beeinflusst und löst sich von diesen Abhängigkeiten, von gesellschaftlichen Gruppen, von Informationsgebern, von Wissensgebern und lernt selber zu denken, seine eigenen Gedanken zu haben, die Welt zu durchschauen, sich selbst zu durchschauen.

Dann mit diesen Durchschauen kommt halt dann auch eine Befreiung von irgendwelchen äußeren Tonangebern
und das muss im Grunde mit dem Kriya Yoga auch einhergehen.

Denn das Kriya Yoga Praktizieren ist schon etwas, wo man heraussticht, aus der Allgemeinheit.
Es ist also nicht was Übliches, man muss da schon ein Selbstbewusstsein mitbringen, das natürlich voraussetzt, dass man sich von den Abhängigkeiten von dieser Welt, die immer alles Mögliche vorgibt, auch die Religionen, das ist auch eine Abhängigkeit, von denen muss man sich auch zumindest innerlich lösen, um frei zu werden, den Kriya Yoga überhaupt zu praktizieren, aber wenn man dann den Kriya Yoga praktiziert und diese Energie zur Verfügung hat, dann kann man sich von ziemlich allen Abhängigkeiten freimachen.

Letztendlich ist der Kriya Yoga oder der Weg zur Erleuchtung ein Weg zur vollkommenen Unabhängigkeit in der Form, dass man nicht einmal vom Atem, nicht einmal von Nahrung, von Flüssigkeit und auch nicht vom Herzschlag dann abhängig ist, wobei das natürlich dann Formen des Lösens von Abhängigkeiten sind, die sehr viel innere Kraft erfordern.

Aber es heißt immer wieder, dass die Erleuchteten oder die ihre Erleuchtung zumindest durch Siddhis unter Beweis stellen können, dann auch diese Fähigkeiten mitbrachten oder hatten, dass sie dann den Herzschlag kontrollieren konnten und aufhören konnten, dann sich einbuddeln lassen konnten unter der Erde für mehrere Wochen, mehrere Jahre unter Luftverschluss, um dann danach wieder aufgeweckt zu werden, dass man ohne Nahrung lebt, ohne Flüssigkeit.

40 Tage war Jesus in der Wüste, ohne Nahrung und Flüssigkeit, gehört ja da auch dazu.
Damit hat er auch seine Unabhängigkeit, seine Befreiung von der Abhängigkeit auf Nahrung angewiesen zu sein, hat er damit unter Beweis gestellt, also solche Sachen.

Ja, so kann man den spirituellen Weg, das Leben im Allgemeinen betrachten.
Eine Weiterentwicklung geschieht dahin, immer freier zu werden von Abhängigkeiten.
Das geht dann mit der Verfolgung eines spirituellen Pfades, womit man das noch beschleunigt, bewusster diesen Weg betritt, sich von Abhängigkeiten zu befreien, physischen und psychischen und das dann weitergeht zu einer protenten spirituellen Technik, die man praktiziert, um das noch einmal weiter zu beschleunigen.

Wenn einer behauptet, er sei erleuchtet, dann müsste er das auch unter Beweis stellen können, dass er den üblichen Abhängigkeiten des Menschseins, also Nahrung, Luft, Flüssigkeit, Herzschlag, dann überwunden hat und dann kann man ihm eigentlich erst trauen, dass er in der Form erleuchtet ist, die im Kriya Yoga, im Yoga als erleuchtet, dann anerkannt ist.

Das andere sind auch verschiedene Erleuchtungsformen. Die kann man so nennen, aber das sind halt nicht diese Erleuchtungsformen im Sinne des Kriya Yoga, wo man dann wirklich die Herrschaft über das Physische, über den Körper, über das Materielle erreicht hat.

Dann ist wirklich der Geist der Herr, der Befehler, der über die Materie regiert und solange wir das nicht erreicht haben, über die gesamte Materie regieren zu können, solange sind wir abhängig.

Da kann man sagen, der ist abhängig von Alkohol, Nikotin, aber das sind im Grunde nur graduell mehr Abhängigkeiten, die man hat.
Solange man nicht erleuchtet ist, ist jeder abhängig und ist natürlich dadurch auch beeinflusst, ist im Grunde dann auch korrupt. Denn sein Denken, sein Fühlen wird durch physische und psychische Zwänge dann bedingt, beeinflusst und korrumpiert, möglicherweise nicht in allen Situationen, aber man ist dann erpressbar und da kann mir dann niemand sagen, solange jemand nicht in diesem Sinne erleuchtet ist, im yogischen Sinne, dass er unabhängig von Körperfunktionen ist, solange ist man in größeren oder geringerem Maße korrumpierbar, korrupt.

Das muss ich von mir auch zugestehen, denn selbst wenn ich noch so … Ja, der Körper, der ist, hat doch in vielen Belangen noch das letzte Wort, alleine der Schlaf: Man muss sich hinlegen, man muss essen, man muss dann Kompromisse eingehen, in gewisser Weise. Man kann da nicht seinen Stil durchziehen, man muss sich anpassen und kann nicht so frei leben und entscheiden, wie man das könnte, wenn man eben Herr über, über seinen gesamten Körper, über seine Zukunft, über seine Vergangenheit ist.

Das sind dann doch noch einmal Unterschiede. Solange wir das nicht erreicht haben, sind wir alle in der gleichen Klasse, da brauchen wir nicht auf jemand anders herunterschauen, der damit noch kämpft oder daran noch arbeitet. Wir selber oder wir alle haben noch einen weiten Weg, um uns von den letzten Abhängigkeiten zu lösen und wir sind vielleicht graduell weiter, aber insgesamt sind wir ziemlich alle, die wir Menschen sind, im gleichen Boot und darum ist es auch sinnvoll, auch auf keinen anderen herunterzuschauen, sondern uns gegenseitig zu helfen, mit gutem Willen das Beste für alle zu wünschen und auch tatkräftig tätig zu werden.

Das sind jetzt die Gedanken dazu, zu Abhängigkeiten im Leben, zu den verschiedensten Abhängigkeiten und zu den Abhängigkeiten im yogischen Sinne und zum Lösen von Abhängigkeiten durch die Praxis des Kriya Yogas, das verspricht, wenn man es intensiv betreibt, 8 Stunden, wie Yogananda schreibt, in der „Autobiografie eines Yogi“, 8 Stunden in der Nacht, wenn man das statt zu schlafen, Kriya Yoga praktiziert oder praktizieren kann, vielen ist es ja nicht möglich, aber dann könnte man in 3 Jahren diese Form der Unabhängigkeit der Erleuchtung erlangen.

Das erfordert natürlich gewisse Voraussetzungen, die man mitbringen muss, um das überhaupt in Erwägung ziehen zu können, oder das realisierbar machen zu können, dass man in früheren Inkarnationen bereits Vorleistungen und Vorarbeiten geleistet hat, die man dann hier wieder hervorrufen kann und damit eben so durchzustarten, wie das Yogananda als Möglichkeit beschreibt und das ist definitiv möglich.

Aber sicher nicht für jeden machbar, der eben nicht die Voraussetzungen mitbringt.

So, das war es eigentlich, was ich jetzt sagen wollte.
Hari OM Tat Sat. Namaste. Alles Gute Tschau.

Mit dem heutigen Song nehme ich das Album „Ich bin eine Mönch aus einem Orden“ wieder auf
Heute der vierte Song daraus:

Ich bin ein Mönch melancholisch

Ich bin ein Mönch in einem Orden
Der mich allein zum Bruder hat
Durch Raum und Zeit, durch Leid und Sorgen
Führt mich mein Pfad, still und apart

Die Welt, sie lockt mit Glanz und Streben
Mit flüchtigem Traum und leerem Sein
Doch jedes Tun, jedes Erleben
Soll nur ein leiser Wecker sein

Denn jenseits dessen, was wir fassen
Strahlt golden hell die wahre Macht
Die Quelle ruft uns heim ins Lassen
Dort schwindet Trennung, Tag und Nacht

Die große Sonne will uns leiten
Ihr Licht ist Urgrund, Herz und Ziel
Wir irren fort durch dunkle Zeiten
Doch ihre Strahlen rufen still

So geh ich weiter, leise schreitend
Durch Schatten, Licht und Erdenleid
Die Sehnsucht führt mich heimwärts gleitend
Zur Sonne tief in Ewigkeit.