In dieser Episode beleuchtest du die Beziehung zwischen Kriya Yoga und Schlaf. Du widersprichst der Idee, Schlaf als „Droge“ zu bezeichnen, betonst seine Natürlichkeit und zeigst, wie guter Schlaf die Meditation vertieft. Aus Yoganandas Lehren leitest du ab: ausgeschlafen meditieren, kurze Power-Naps klug nutzen, Rückenlage bevorzugen, unnötige Stimulanzien meiden. Du erklärst, warum regelmäßige Praxis die benötigte Schlafmenge oft sanft reduziert (ohne Zwang), schilderst deinen natürlichen Rhythmus und plädierst für den direkten Übergang vom Aufwachen in die Meditation – möglichst ohne Zwischenaktionen. Fazit: Schlaf ist Regeneration, Kriya Yoga die Vertiefung – beides ergänzt sich.
Strukturiertes Transkript
Kriya Yoga und Schlaf: Warum gesunder Schlaf die Basis für tiefe Meditation ist
Schlaf ist eine der natürlichsten und gleichzeitig unterschätztesten Formen der Regeneration. In diesem Artikel möchte ich beleuchten, wie Schlaf und Kriya Yoga zusammenhängen und warum ausreichend Schlaf eine Voraussetzung für erfolgreiche Meditation ist.
Die beste Droge ist kein Stimulans
Vor kurzem habe ich einen Podcast gehört, in dem diskutiert wurde, welche „beste Droge“ für den Menschen sei. Dabei wurde dem Schlaf eine zentrale Bedeutung beigemessen – nicht ohne Grund. Allerdings stimme ich mit einer Einschränkung zu: Schlaf ist etwas Natürliches und sollte optimiert werden, doch er ist keine Droge im klassischen Sinne. Drogen sind externe Stoffe, die zusätzlich hinzukommen.
Mein Kandidat für die „beste Droge“ ist definitiv Kriya Yoga. Es ist die Praktik, die uns in tiefe Bewusstseinszustände führt und echte Transformation ermöglicht.
Yoganandas Empfehlung: Ausreichend schlafen, um gut zu meditieren
Es gibt im Yoga verschiedene Stimmen, die predigen, man solle wenig schlafen, früh aufstehen und meditieren. Paramahansa Yogananda vertrat in seinen Lehrbriefen allerdings eine andere Ansicht. Und ich stimme ihm völlig zu: Man sollte gut ausgeschlafen sein, um gut meditieren zu können.
Das macht nicht nur spirituell Sinn. Wenn wir niedergeschlagen sind, keinen Ausweg sehen oder depressiv fühlen, hilft es oft am wirkungsvollsten, sich einfach hinzulegen und zu schlafen. Diese einfache Wahrheit wird häufig übersehen. Yogananda empfahl dies als praktischen Rat für alle schwierigen Lebenssituationen.
Schnelle Energieaufladung ohne Kaffee und Energydrinks
Ein weiterer Ratschlag, der in der I AM Activity gelehrt wird: Es ist möglich, seine Energie aufzubauen, ohne auf Kaffee, Energydrinks oder andere Aufputschmittel angewiesen zu sein.
Die Methode ist einfach:
- Lege dich auf eine flache Oberfläche (idealerweise den ebenen Boden oder das Bett)
- Lege dich auf den Rücken
- Strecke deine Hände leicht von dir weg, wie in Shavasana
- Ruhe für fünf Minuten in dieser Position
Diese kurze Erholungspause füllt die Energiereserven wieder auf. Falls du nachts schlecht geschlafen hast, kannst du tagsüber bei Müdigkeit sogar ein kurzes Nickerchen von ein bis zwei Minuten machen – danach bin ich wieder fit, zumindest bis zum nächsten Nachtschlaf. Dann kann man früher ins Bett gehen.
Wieviel Schlaf brauchst du wirklich?
Es gibt keine universelle Stundenzahl für den idealen Schlaf. Menschen sind unterschiedlich: Der eine braucht etwas längeren Schlaf, der andere kommt mit weniger aus.
Interessanterweise gibt es ein Zeichen für spirituellen Fortschritt: Wenn man ohne künstliche Aufputschmittel mit weniger Schlaf auskommt, deutet das oft darauf hin, dass man aus innerer Energie lebt und weniger negatives psychisches Material erzeugt, das im Schlaf abgebaut werden muss. Wer diesen Zustand erreicht, geht mit seiner Energie effizienter und bewusster um.
Das ist allerdings ein langer Prozess. Mit regelmäßiger Kriya Yoga Praxis wird der Schlafbedarf allmählich geringer – aber es ist etwas, das man nicht erzwingen kann.
Wie man sich richtig hinlegt
Yogananda zeigte in einem Video, das oft übersehen wird, wie man korrekt schlafen sollte. Diese Informationen fehlen bei vielen modernen Ratschlägen zum Schlaf.
Die richtige Schlafposition nach Yogananda
Lege dich auf den Rücken, nicht auf die Seite oder den Bauch. Der Grund ist einfach: Die inneren Organe bleiben in der Brust und im Bauchraum unbelastet und können frei funktionieren, statt vom Körpergewicht zusammengepresst zu werden.
Lege deine Hände übereinander auf deinen Bauch. Diese Position ermöglicht es deinem Körper, sich vollständig zu regenerieren.
Yogananda wies auch auf die tiefere Bedeutung hin: Mit geschlossenen Augen kann man in Schlaf sinken, mit geöffneten Augen kann man bewusst bleiben und mit den Augen zum dritten Auge gedreht kann man in den Samadhi eintreten. Diese fortgeschrittenen Praktiken sind nicht sofort für jeden erreichbar, aber sie zeigen die Möglichkeiten.
Schlaf auf dem Boden – eine alte Weisheit
Interessanterweise habe ich die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, auf einem harten, ebenen Untergrund zu schlafen – idealerweise auf dem Boden. Dies mag unkonventionell wirken, aber es gibt historische Gründe: In alten Zeiten, als Holzöfen üblich waren, war es sicherer, leicht erhöht zu schlafen, um nicht den Gefahren von Kohlenmonoxidvergiftung ausgesetzt zu sein.
Heute besteht dieser Grund nicht mehr. Ein flaches, hartes Bett oder sogar der ebene Boden ist ideal. Es braucht etwas Gewöhnung, aber sobald man sich daran gewöhnt hat, schläft man sehr gut. Der Rücken dankt es dir.
Die beste Zeit zum Meditieren: Nach gutem Schlaf
Ein häufiger Ratschlag ist, abends zu meditieren, um sich zu beruhigen – und das kann helfen. Nach meiner Erfahrung ist jedoch die beste Meditation am Morgen nach einem guten Schlaf. Der Geist ist klar, der Körper regeneriert und die Meditationserfahrung ist tiefergehend.
Soweit ich mich erinnere, haben Yogananda oder andere Meister (wie Dayamata) empfohlen, sofort nach dem Aufwachen morgens zu meditieren. Manche beginnen direkt aus dem Bett heraus zu meditieren, andere stehen auf, waschen sich oder duschen erst. Ich persönlich finde es natürlicher, direkt vom Schlaf aufzustehen, mich hinzusetzen und sofort in die tiefe Meditation zu gehen – ohne zusätzliche körperliche Bewegungen.
Diese direkte Herangehensweise scheint am wirkungsvollsten zu sein. Jede körperliche Aktivität, selbst das Aufsuchen des richtigen Kissens, kann die Meditationserfahrung fragmentieren.
Meine persönliche Schlaf- und Meditationsroutine
Um transparent zu sein: Ich gehe relativ spät ins Bett, meist zwischen 1 und 2 Uhr morgens. Mit etwa 5 bis 6 Stunden Schlaf wache ich dann gegen 6 oder 7 Uhr auf und meditiere 2 bis 3 Stunden. Oft wache ich aber auch mitten in der Nacht auf – sagen wir gegen 4 oder 5 Uhr – meditiere dann 2 bis 3 Stunden und lege mich danach wieder hin.
Das zweite Nickerchen ist häufig sehr tiefgehend und erholsam. Interessanterweise sind die Träume in diesem zweiten Schlaf oft angenehm und bedeutsam.
Jeder muss seinen eigenen Rhythmus finden. Das Wichtigste ist, auf seinen Körper zu hören und nicht zu versuchen, einem starren Schema zu folgen.
Fazit: Schlaf als Fundament der Praxis
Schlaf ist nicht das Ziel, aber es ist das Fundament. Der echte Fortschritt kommt durch tiefe Versenkung in die geistige Welt mittels Kriya Yoga. Schlaf regeneriert den physischen und mentalen Körper, damit du in der Meditation noch tiefer gehen kannst.
Mein Rat: Höre auf deinen Körper, schlafe ausreichend, lege dich richtig hin (auf dem Rücken, auf ebener Fläche), und nutze den Schlaf als Springbrett für tiefere Meditationserfahrungen.
Hari, Om, Tat, Sat. Alles Gute, Namaste.
Bonus: Das Lied „Freund Schlaf“ von Bernd Prokop
Oh Schlaf, du sanftes, heil’ges Band, Das uns entführt ins Traumeland. Dein Stillsein heilt der Seele Pein, Lässt Geist und Leib in Frieden sein.
Oh Schlaf, du Gnadenfreund so mild und sacht, Bist Tor zur Ruhe, Geist und Tiefe Macht. In deiner Stille wächst der Seele Saat: Aus dir entspringt die Meditation — und neue Tat.
Kaum überarbeitetes Transkript
Liebe Freunde des Kriya Yoga heute möchte ich über den Schlaf, also Kriya Yoga und Schlaf, die Beziehung dazu, das etwas beleuchten. Denn Schlaf ist, glaube ich, schon wichtig.
Jetzt ist es auch ein bisschen ein Response-Video zu dem Podcast von Hoss und Hopf zu: „Was ist die beste Droge“ und da haben sich die sich dann über den Schlaf ausgelassen, haben wichtige Vorteile herausgearbeitet. Da gibt es jetzt auch die Schlaf-Tracker und dergleichen. Die gehen das etwas anders an als ich. Aber die wichtige Bedeutung des Schlafes, die haben gesagt, die beste Droge, sei das,. Das kann man so sehen.
Aber ich empfinde halt, die beste Droge soll etwas sein, was eben nicht so eigentlich … Schlaf ist etwas ganz Natürliches, man sollte schauen, dass man den optimiert. Aber man kann ihn, glaube ich nicht, Droge nennen. Droge ist etwas, was Äußeres, was zusätzlich hinzukommt. Da ist mein Kandidat definitiv der Kriya Yoga, als die beste Droge zu nennen. Das habe ich auch ausgeführt in einer Episode. Aber jetzt heute soll es gehen um den Schlaf.
Yogananda hat in seinen Lehrbriefen, ich erinnere mich noch gut daran. Es gibt im Yoga so, ein paar Stimmen, die sagen, man soll wenig schlafen, früh aufstehen und meditieren. Das war jetzt bei Yogananda nicht so.
Ich finde das auch ganz gut, so, das entspricht meinem Verständnis, dass man gut ausgeschlafen haben sollte, um gut meditieren zu können. Auch wenn man irgendwie im Leben vor Problemen steht, dass man irgendwie niedergeschlagen ist oder keinen Ausweg findet, mutlos ist, depressiv auch, dann einfach sich hinzulegen und zu schlafen, in allen solchen Down-Situationen, das hilft definitiv.
Und das ist auch ein Ratschlag von Yogananda. Auch in der I AM Activity hieß es: Man kann seine Energie halt gut aufbauen, man braucht keinen Kaffee oder irgendetwas oder irgendwelche Aufputschmittel, Energydrinks oder so etwas. Man legt sich einfach flach auf eine flache Oberfläche, man kann auch das Bett nutzen, aber ich bin schon lange drauf gekommen, einfach auf den Boden mich zu legen, auf einen wirklich ebenen Boden, ich schlafe auch auf dem Boden. Dort sich auf den Rücken zu legen, die Hände wie in Shavasana ein bisschen von sich gestreckt und dann fünf Minuten so ruhen, still zu werden und das, das füllt die Energie auch.
Wenn man jetzt auch nachts mal wenig oder schlecht geschlafen hat, dann kann man so tagsüber, wenn man Müdigkeit verspürt, dann kann man damit schnell sich regenerieren, kurz ein kurzes Nickerchen vielleicht sogar, was ein, zwei Minuten dauern kann und schon ist man wieder fit, zumindest bis zum nächsten Schlaf und dann geht man früher ins Bett.
Schlaf, ein gesunder ausreichender Schlaf ist definitiv wichtig, aber es gibt glaube, ich keine bestimmte Stundenzahl, die jetzt für jeden gilt. Der eine braucht ein bisschen länger und der andere weniger lang und ich glaube: Wenn es, ja, es gibt Leute, wenn man ohne Aufputschmittel weniger schläft, dann ist es, glaube ich, ein gewisses Zeichen von spirituellem Fortschritt, weil man eben aus der Energie heraus leben kann und nicht so viel negatives psychisches Material erzeugt, das im Schlaf abgebaut werden muss und mit seiner Energie definitiv dann auch effizienter und sorgfältiger, sorgsamer, gewaltloser umgehen muss, um das zu erreichen.
Das ist, glaube ich, ein langer Prozess und mit dem Kriya Yoga erreicht man das, dass man, glaube ich, weniger Schlaf braucht, aber es ist etwas, das man eben nicht erzwingen kann. Also ich stelle eigentlich nie den Wecker oder außer ich muss halt wirklich zu bestimmten Zeiten mal aufstehen. Aber wenn es immer so geht, dass ich jetzt, ich habe es ab und zu, habe ich es mal versucht, den Wecker zu stellen oder wenn ich mal früh aufstellen muss, dann oder zu einer bestimmten Zeit, dann stelle ich den Wecker und dann lasse ich ihn vielleicht auch jeden Tag aktiv. Aber meistens stehe ich schon früher auf und dann weiß ich aber in der Meditation, wie viel Uhr das ist.
Das ist mal eine wichtige Ansage, dass ich während der Meditation weiß, wie lange ich die jetzt ungefähr meditiert habe, wie spät es ist. Wenn jetzt irgendetwas terminlich ansteht, dann bin ich orientiert und muss nicht bis zum letzten Drücker meditieren. Man kann das auch ein bisschen ja forcieren, ein bisschen schneller machen. Zwei, drei oder vier Stunden sind gleich vorbei. Man kann aber, man kann aber gute Meditationen in zwei Stunden auch ganz locker hinbringen und manchmal, wenn man terminlich verplant ist, auch in einer Stunde.
Aber gut, der Schlaf ist definitiv wichtig und wenn man meditiert, dann wird er immer weniger werden, was man braucht. Das ist eigentlich ein gutes Anzeichen. Aber man sollte zumindest immer ausgeschlafen sein und natürlich verschiedene Tipps, die auch Hoss und Hopf dazu gegeben haben, mit Essen und so, wann man ins Bett gehen soll, das kann man woanders nachlesen.
Aber was ich jetzt noch ansprechen wollte, wozu Hoss und Hopf nichts sagen, soweit ich mich erinnere, wie man jetzt sich hinlegen soll und da gibt es von Yogananda auch ein Video, das kann ich vielleicht einblenden, auf englisch.
Yoga is not magic, sword swallowing or crystal gazing, but it’s the art of super living as discovered by the ancient sages of India in 1500 BC. If the Western brothers only could learn the methods of the yogis, then they would learn to live 100 years in perfect health, happiness and great success. You people do not sleep correctly and allow your sleep to be disturbed by the mental movies of dreams. You subconsciously worry about unpaid bills and troubles.
The reason for lying in this posture is to keep the internal organs floating in the tray of the chest and abdomen free from any pressure. But by closing the eyes and inner relaxation, I can remain asleep several nights and by opening the eyes and recharging the body, I can keep awake several days. Now I will go into the state of super conscious bliss by lifting my eyes higher inner relaxation and controlling my heartbeat.
Also Yogananda erklärt dort, dass wir, also: „Ihr Leute, ihr wisst alle nicht, wie man so richtig schläft“ und er legt sich dort auf eine Couch so wirklich rücklings und sagt, dass auf der Rückenlage ist wichtig, damit die Organe nicht gedrückt werden von durch irgendwie Körpergewicht, Körpergewicht oder so, damit es frei, unbelastet da liegt und ungestört und er verschränkt die Finger nicht, er legt sie übereinander und dann auf den Bauch so mehr.
Das ist das, was er da zeigt und dann sagt er aber noch, wenn er die Augen offen hat, dann kann er so acht Tage verweilen, wach und wenn die Augen geschlossen hat, dann kann er so acht Tage schlafen auch und wenn die Augen dann zum dritten Auge dreht, dann kann er in den Samadhi gehen. Gut das sind jetzt Sachen, die sicher in jeder Mann und jeder Frau Reichweite ist, aber was jetzt aktuell, glaube ich, weniger ist für die meisten von uns.
Gut, der Schlaf eben eine Regeneration, die man als erstes nutzen sollte, wenn man irgendwelche Beschwerden hat, auf den Schlaf zu schauen. Aber die richtige Regeneration, die kommt halt durch tiefes Versenken in die geistige Welt durch Kriya Yoga. Was gibt es noch dazu zu sagen?
Die Lage, ich finde am Boden zu schlafen, ich weiß gar nicht, warum man Betten hat. Wahrscheinlich früher, weil es so viele Holzöfen gab und, um der Gefahr dann an Kohlmonoxidvergiftungen zu sterben, da ist es natürlich sinnvoll ein bisschen erhöht zu leben, auch wenn dann irgendwie Kohlenmonoxid sich ansammelt, dann ist man immer noch auf der sicheren Seite, soweit ich das verstanden habe, Flach, hart, bisschen weich kann es schon sein, aber flach und wirklich eben, und wenn man das sich aneignet, dann lernt man auch damit gut zu schlafen.
Ja, gut ausgeschlafen zu sein, ist wichtig für die Meditation, darum finde ich gut abends, wenn man mal irgendwas Aufregendes erlebt hat, dann sich noch einmal ein bisschen runter zu fahren. Da ist es ganz gut abends zu meditieren, aber nach meiner Erfahrung ist eine gute Meditation vor allen Dingen morgen, wenn man gut ausgeschlafen hat, dann ist sie sinnvoller. Also Yogananda empfiehlt oder ich weiß nicht Dayamata. Auf jeden Fall habe ich da irgendwann das so vernommen, dass es gut ist, wenn man in der Nacht aufwacht, sich sofort hinzusetzen und zu meditieren und das Erste, was man am Tag am Morgen auch tun soll, vielleicht im Bett noch Energetisierungsübungen. Aber auch das habe ich für mich erkannt, dass es auch nicht so hilfreich ist, sondern gleich vom Schlaf aufwachen, aufsetzen und in die Meditation überzugehen.
Das ist für mich etwas ganz Natürliches. Die natürliche Form der Herangehensweise an die Meditation. Manche stehen noch auf, waschen sich noch, duschen noch und dann setzen sie sich mit der Meditation, das kann man natürlich auch machen. In Retreats wird es ja auch gemacht, funktioniert eigentlich auch ganz gut. Aber mein Hinsetzen einfach und dann in die Tiefe gehen, solange es geht, das empfinde ich natürlich und so mache ich das auch, also auch keine körperlichen Übungen, keine körperlichen Bewegungen und selbst wenn ich nur auf Toilette gehe und dann mich hinsetzen will, dann spüre ich das schon als eine Beeinträchtigung der Meditation.
Da haben sich schon Inkrustationen gebildet, weil ich mich physisch bewegt habe. Deshalb ohne viel Bewegung, auch wenn ich das (Sitz-)Kissen lange suchen muss oder mich richtig lange betten muss, um bequem sitzen zu können, das erzeugt bei mir alles Inkrustationen, also unschöne Energiebahnbeeinträchtigungen, die das Meditationsverhalten beeinträchtigen. Das möchte ich vermeiden.
Darum möglichst ohne viel Aufwand, ohne viel Zeitverlust hinsetzen, ohne viel zusätzliche Bewegung aufsetzen, hinsetzen, Kissen unter den Hintern und dann versuchen sich zu versenken. Das ist das, was bei mir am besten funktioniert. Es muss aber jeder selbst wissen, was für ihn das Beste ist und danach handeln und das natürlich auch dann verantworten.
Mittagsschlaf und solche Sachen mache ich nicht, Ich gehe eigentlich schon seit vielen Jahren relativ spät ins Bett. Das hängt wohl auch daran, dass ich bei meinen Eltern wohne. Meine Mutter, da gibt es eigentlich kein zu Bett gehen. Die geht um 2 oder 3 Uhr ins Bett, aber vorher schläft sie schon vor dem Fernseher viel ein. Ich habe mir das irgendwie auch angewöhnt, relativ spät ins Bett zu gehen, 1, manchmal 2, manchmal auch 3 Uhr, gehe gelegentlich auch 12 Uhr. Aber meistens wird es 1 oder 2 Uhr.
Und dann, wenn ich 6 Stunden schlafe, zwischen 5 und 6, 6 Stunden, dann ist es ja schon 7, dann meditiere noch einmal 2 bis 3 Stunden, dann ist es 10 Uhr, also 10 Uhr, 10 Uhr ist eigentlich so eine Standardzeit, um die herum ich früher immer aufgestanden bin, jetzt tendenziell eher noch früher zwischen 8 und 9 manchmal, zwischen 9 und 10 und oft kommt es auch vor, dass ich mitten der Nacht, also relativ früh aufwache.
So 1 Uhr ins Bett, dann 4 oder 5 Uhr wache ich wieder auf wieder auf. Dann meditiere ich 2, 3 Stunden. Dann ist es mir aber noch zu früh oder ich merke dann, dass ich müde bin und dann lege ich mich nochmal hin und schlafe mich nochmal aus und dann muss ich sagen, das ist eigentlich sehr oft sehr erholsame und nochmal tiefe Schlafe, mit relativ angenehmen Träumen, die ich dann habe.
Okay, kurzes Thema, aber das wäre es mal gewesen zu dieser Sache. Hari, Om, Tat, Sat. Alles Gute, Namaste.
Der heutige Song von Bernd Prokop
Song: Freund Schlaf
Oh Schlaf, du sanftes, heil’ges Band,
Das uns entführt ins Traumeland.
Dein Stillsein heilt der Seele Pein,
Lässt Geist und Leib in Frieden sein.
Oh Schlaf, du Gnadenfreund so mild und sacht,
Bist Tor zur Ruhe, Geist und Tiefe Macht.
In deiner Stille wächst der Seele Saat:
Aus dir entspringt die Meditation — und neue Tat.
Wenn Müdigkeit uns niederlegt,
Stehst du bereit und deckst uns zu.
Im Mantel deiner dunklen Ruh,
Erholt sich Herz und Sinn im Nu.
Erblüht im Schlummer neues Licht,
Gedanken sinken – Sicht wird schlicht.
Bereit zu neuem Tag, zum Sein,
Mit klarem Geist und Herzen rein.
Und wenn der Morgen naht heran,
Erwacht im Licht ein neuer Plan.
Doch ist dein Wert weit tiefer noch:
Du führst zur Meditation auch hoch.
Denn wer aus deinem Frieden tritt,
Mit Ruhe, Kraft und klarem Geist erquickt,
Kann tauchen, tief und klar, ins Inn’re ein:
Findet Glück Seligkeit im wahren Sein.
Oh Schlaf, du Gnadenfreund so mild und sacht,
Bist Tor zur Ruhe, Geist und Tiefe Macht.
In deiner Stille wächst der Seele Saat:
Aus dir entspringt die Meditation — und neue Tat.






