Kurzzusammenfassung

In dieser Folge beleuchtest du die Verbindungslinien zwischen Kriya Yoga, Paramahansa Yogananda und Ramakrishna. Ausgangspunkt ist eine Szene aus der Autobiografie eines Yogi am Dakshineswar-Tempel bei Kolkata. Von dort spannst du den Bogen zu Ramakrishnas Leben, seiner spirituellen Größe (Avatar-Verehrung in Indien), der Entstehung des Ramakrishna-Ordens und zur Rolle Vivekanandas – inklusive dessen Reise zum Religionskongress 1893 in Chicago und der Wirkung auf die Öffnung Amerikas für Yoga.

Du stellst außerdem ein für dich wichtiges Buch vor: Christopher Isherwoods Biografie über Ramakrishna, die du als literarisch und kulturell außergewöhnlich schilderst – und du erklärst, warum eine deutsche Übersetzung schwierig ist (Urheberrecht). Zum Abschluss: ein eigener Song zu Ehren Ramakrishnas.

Strukturiertes Transkript

Kriya Yoga und Ramakrishna – Ein vergessener Heiliger und sein Vermächtnis

Ramakrishna und sein Wirken am Dakshineswar-Tempel

Ramakrishna ist in der westlichen Welt weitgehend unbekannt – zu Unrecht. In Indien hingegen genießt er eine Bekanntheit, die weit über die von Yogananda hinausgeht. In nahezu jeder größeren indischen Stadt gibt es eine Ramakrishna-Society mit Tempel und aktiver Gemeinschaft. Er wird von vielen als Avatar verehrt, als einer der großen Heiligen des 19. Jahrhunderts.

Geboren 1836 in Bengalen – derselben geistigen Heimat, der auch Lahiri Mahasaya entstammt – entwickelte Ramakrishna schon früh ausgeprägte spirituelle Neigungen. Mit 20 Jahren wurde er Priester des neu errichteten Dakshineswar-Tempelkomplexes, gelegen etwa zehn Kilometer nördlich von Kolkata (damals: Kalkutta), direkt am Ganges. Dort wirkte er dreißig Jahre lang und empfing Schüler, Gurus und Suchende aus ganz Indien.

Am Dakshineswar-Tempel – übrigens nur wenige hundert Meter vom heutigen SRF-Ashram entfernt, den ich selbst 2012 bei meiner Indienreise besucht habe – entfaltete Ramakrishna seine außergewöhnlichen Fähigkeiten. Er war ein glühender Verehrer der Göttin Kali, hatte beständig Visionen und wurde von verschiedenen Gurus in unterschiedliche spirituelle Wege eingeweiht. Schließlich erreichte er Zustände tiefer Verwirklichung, die Menschen weithin anzogen.

Vivekananda – der erste Yoga-Botschafter des Westens

Zu Ramakrishnas bedeutendsten Schülern zählte ein intelligenter junger Mann aus vornehmem Haus: der spätere Vivekananda. Bei seinem ersten Besuch versetzte Ramakrishna ihn durch Shaktipat in einen veränderten Bewusstseinszustand – ein Erlebnis, das Vivekananda für immer prägte und ihn zum treuen Schüler werden ließ.

Nach Ramakrishnas Tod 1886 reiste Vivekananda 1893 zum Weltparlament der Religionen nach Chicago – und hielt dort eine Rede, die Geschichte schrieb. Bemerkenswerterweise ist seine Stimme aus dieser Zeit sogar als Aufnahme erhalten. Er verbrachte mehrere Jahre in Amerika, gewann eine kleine Schülerschar und brachte alle Einnahmen aus seiner Vortragstätigkeit zurück nach Indien – wo er sie für den entstehenden Ramakrishna-Orden verwendete.

Ramakrishna selbst hatte vorausgesagt, dass Vivekananda die Welt verlassen würde, sobald er wüsste, wer er wirklich ist. Tatsächlich verstarb Vivekananda bereits mit etwa 39 Jahren, im Jahr 1902.

Die indirekte Verbindung zum Kriya Yoga

Was hat das alles nun mit Kriya Yoga zu tun? Die Verbindung ist indirekt, aber bedeutsam: Ramakrishna bereitete den Boden, auf dem Yogananda später seine Arbeit im Westen aufbauen konnte. Vivekanandas Auftreten in Amerika hatte das Bewusstsein für indische Spiritualität bereits geweckt – und genau auf dieser Grundlage konnte Yogananda ab 1920 seine eigene Organisation aufbauen. Ohne diese Vorarbeit wäre das in einem fremden Land wohl kaum möglich gewesen.

Es ist eine dieser stillen Wirkungsketten, an denen man erkennt, dass hinter solchen Entwicklungen mehr steckt als bloßer Zufall.

Ein Buchtipp: Isherwoods Ramakrishna-Biografie

Wer mehr über diesen faszinierenden Heiligen erfahren möchte, dem sei die Biografie von Christopher Isherwood empfohlen. Sie führt den Leser behutsam in die indische Kultur des 19. Jahrhunderts ein und ist außergewöhnlich lebendig geschrieben. Ich selbst habe das Buch – zufällig für zwei Deutsche Mark in einem Bonner Esoterik-Laden erstanden – erst 2010 wirklich entdeckt und war tief beeindruckt.

Isherwood starb 1986, das Werk ist also noch urheberrechtlich geschützt. Sobald es möglich ist, plane ich, es ins Deutsche zu übersetzen.


Gedicht zu Ehren von Ramakrishna

Oh Ramakrishna, heiliger Weiser, Ein Stern im Tempel von Dakshineshwar, so leise. In deinem Herzen brannte das göttliche Licht, Ein Feuer der Liebe, das niemals erlischt.

Du Meister der Hingabe, in Ekstase versunken, Dein Geist in der Wahrheit tief eingetunken.

Die Göttin Kali war deine Mutter und Macht, Du dientest ihr treu in jeder Nacht.

Oh Brücke der Religionen, so voller Gnade, Du lehrtest, dass Wahrheit in allem gerade. Ob Moslem, ob Christ, ob Hindu zugleich – Du zeigtest, der Weg ist in jedem reich.

Oh Ramakrishna, Verkörperung der Einheit, Du führtest die Welt zur göttlichen Freiheit. Durch Vivekananda deine Botschaft getragen, Erblüht dein Vermächtnis in unseren Tagen.

Möge dein Licht uns ewiglich leiten, Inmitten der Dunkelheit, durch alle Zeiten.


Hari OM Tat Sat – Namaste

Geringfügig überarbeitetes Transkript

Hallo liebe Freunde des Kriya Yoga. Willkommen zu einem neuen Podcast. Heute geht es um das Thema Kriya Yoga und Ramakrishna.

Ramakrishna taucht in der „Autobiografie eines Yogi“ in der Form auf, dass Yogananda als er in Kolkata lebte, wie man heute sagt, Kalkutta damals. Dass er mit seinem Bruder Ananta, glaube ich, einen Ausflug machte zum Dakshineswar Ashram. Ich hoffe, ich habe das richtig ausgesprochen: Dakshineswar Ashram. Das war ein Ashram damals oder ein Heiligtum, ein Tempelort.

Nicht Dakshineswar Ashram, das habe ich jetzt verwechselt, Dakshineswar Tempel, damals außerhalb von Kolkata, nördlich, so 10 km damals von der Innenstadt. Dorthin hat Yogananda mit seinem Bruder einen Ausflug gemacht und hat sich da eben nicht um die Mahlzeit zur Mittagszeit gekümmert.

Und sein Bruder ist dann fuchsteufelswild geworden, wie man sagt, weil er eben seinen Bruder Vorwürfe machte. Warum er sich nicht um die Mahlzeit zur Mittagszeit gekümmert hat. Yogananda hat sich einfach hingesetzt und meditiert und sich um nichts gekümmert. Aber das Göttliche oder was immer hat sich darum gekümmert.

Sie hatten dann trotzdem ein reichliches Mahl, weil jemand ihn da gesehen hat, wie er meditierte. Und sich dann dienstbar machte und ein Essen für ihn vorbereitete, das eben in nichts dem nachstand, was man irgendwie ordern hätte können. Und damit hat er seinen Bruder blamiert.

Aber dieser Dakshineshwar Tempel, wo jetzt heutzutage ein paar hundert Meter entfernt der Dakshineshwar Ashram der SRF zu finden ist (wo man auch Zeit verbringen kann, habe ich 2012 dann gemacht bei meiner Indienreise), dort (in der Dakshineshwar Tempelanlage) hat eben dieser Ramakrishna gewirkt. Dieser Tempelbereich, der ist durch diesen Ramakrishna berühmt geworden.

Weil dieser Ramakrishna von vielen heutzutage auch als Avatar gesehen wird, als großer Heiliger. Er ist bei uns nicht so bekannt. In Indien ist Ramakrishna aber viel bekannter als Yogananda, weil Ramakrishna einen Orden gegründet hat, einen Mönchsorden, der weitverbreitet ist in Indien.

Und fast in jeder größeren Stadt gibt es da so eine Ramakrishna-Society. Einen Ableger dieser Organisation mit einem Tempel und Leuten, die sich darum kommen. Und dort gibt es Ramakrishna Straßen, unzählige. Dort ist Yogananda eben weniger bekannt.

Vor allen Dingen bei uns ist Ramakrishna wenig bekannt, weil auch kein gutes Buch über diesen Ramakrishna zu greifen ist. Ich bin schon sehr früh auf meinem spirituellen Weg, schon 1984 habe ich ein Buch über diesen Ramakrishna zufällig erworben in Bonn, in einem spirituellen esoterischen (Buch-)Laden, wo so ein gebrauchtes Buch in so einer Kiste lag.

Für zwei DM habe ich das erstanden, weil es günstig war, habe ich es gekauft. Und habe dann lange nicht darin gelesen und dann erst 2010 habe ich begonnen, darin zu lesen. Und habe dann erst gemerkt, welcher Schatz das ist, weil darin hat ein englischer Autor, Isherwood.

Christopher Isherwood hat eine Biografie über diesen Ramakrishna geschrieben und die ist einfach sehr schön zu lesen. Die bringt einen in die indische Kultur. Also die vermittelt einem die indische Kultur aus einer Zeit, die jetzt nicht mehr zu greifen ist oder die jetzt nicht vorhanden ist, nicht mehr zu finden ist.

Das ist so schön dargestellt, dass ich sehr gerne darin gelesen habe und deswegen mir auch vorgenommen habe, dieses Buch sobald möglich zu übersetzen. Jetzt haben wir das Jahr 2024. Ich wollte eigentlich noch die „Autobiografie eines Yogi“ übersetzen und danach dieses Buch über Ramakrishna, falls ich die Rechte dazu irgendwie bekomme oder wenn es mich nicht zu viel kostet.

Also Yoganandas Buch ist rechtefrei. Aber dieses Buch von Isherwood, der ist 1986 gestorben. Also offiziell kann man dieses Buch dann erst so frei übersetzen in 30 Jahren ungefähr. Und das ist doch noch ein bisschen Zeit hin.

Gut, aber dieses Buch, ich wollte ein bisschen was darüber erzählen, warum das so schön ist. Also darin wird halt erzählt: Dieser Ramakrishna ist 1836 geboren, auch in Bengalen, also wie Lahiri Mahasaya, also Bengalen scheint ein sehr spiritueller Ort gewesen zu sein, wo große Meister entsprungen sind.

Mit 20 Jahren hat er schon spirituelle Neigungen gehabt und ist dann mit 20 Jahren zum Priester dieses neu errichteten Dakshineswar-Tempel-Bezirks ernannt worden. Diesen Tempelbereich hat eine reiche Unternehmerin, also auch was Besonderes, eine zu Reichtum gekommen Frau dort errichtet.

Die war nicht so ganz angesehen und hat dann eben den Ramakrishna auf irgendwelchen Umwegen zum Priester gemacht. Ramakrishna war dann 30 Jahre auf diesem Tempelbezirk der Priester und da sind viele Leute zu ihm gekommen.

Aber es hat sich dann herausgestellt, dass er sehr große spirituelle Fähigkeiten hatte und auch Leuten dann weiterhelfen konnte, seine Gönner hatte. Er hat dann auch geheiratet aus indisch-traditionellen Gesichtspunkten heraus, also weil das eben in Indien Sitte war zu heiraten auch für Priester.

Aber er hat offensichtlich diese Ehe nicht vollzogen. Seine Angetraute, die war dann auch, glaube ich, 15 Jahre oder mindestens jünger als er.

Er hat zuerst seine Entwicklung gemacht auf diesem Tempelbereich. Er war ein Verehrer der Kali, hatte immer Visionen von ihr und es kamen halt auch so verschiedene Gurus zu ihm, die ihn in verschiedene Stufen einweihten.

Schließlich hat er dann große Stadien der Verwirklichung erreicht und hat viele Menschen inspiriert und beeinflusst. Also viele Menschen kamen auch zu ihm.

Aber er hat dann auch lange Zeit darauf gewartet, dass seine richtigen Schüler zu ihm kommen und die kamen dann auch. Ich glaube, da war er dann so 40, mindestens schon.

Dann kam eben eine Gruppe von jungen Leuten, die bei ihm etwas fanden, was sie halt woanders nicht fanden. Einer davon war der spätere Vivekananda.

Das war ein intelligenter Junge eines vornehmen Mannes und der ging dann mal zu Ramakrishna und hat ihn gefragt, ob er ihm nicht etwas zeigen könne. Ramakrishna hat ihn dann auch durch Shaktipat in einen anderen Zustand versetzt, was den späteren Vivekananda dann sehr von Ramakrishna eingenommen hat und dazu geführt hat, dass …

Vivekananda ist Schüler von Ramakrishna geworden und auch noch einige andere junge Leute. Die haben ihn dann umsorgt, haben ihn öfter besucht und Ramakrishna hat sie eben angeleitet, wie sie in die Spiritualität reinkommen.

Dann hat es sich aber ergeben, dass … Ramakrishna hat dann immer Tabak aus irgendwelchen Gründen … Also irgendwelche Gäste haben ihm Tabak geschenkt, glaube ich, so war das, als Verehrungsgaben und haben gesagt ja das ist was Gutes, mache das und er hat dann immer ein Tabak gekaut und im Rachen liegen lassen.

Das hat dann leider dazu geführt, dass Ramakrishna einen Rachenkrebs bekam, auch nicht richtig behandelt wurde, falsch behandelt wurde und dann mit 50 Jahren schon verstarb.

Aber er hat eben einige junge Leute angeleitet und diese haben nach seinem Ableben dann … Das ist alles sehr schön beschrieben in diesem Buch. Ich habe es schon vor langer Zeit gelesen, ich erinnere mich jetzt auch nicht mehr an die Einzelheiten. Vielleicht sollte ich das machen, wenn ich das übersetze.

Auf jeden Fall: Daraus ist dann der Ramakrishna Orden entstanden und seine Jünger … Die haben zuerst angefangen, in einer kleinen Hütte sich zu versammeln und dann ist der Vivekananda, er hat, glaube ich, auch (wie Yogananda) einen spirituellen Kongress dort besucht, in Boston war ja Yogananda, ich glaube das war auch in Boston (Nein, Vivekananda nahm am religiösen Weltkongress in Chicago teil.) aber fast 30 Jahre früher, also 1893, wurde da Vivekananda hingeschickt und hat eine Rede gehalten, die sogar aufgezeichnet wurde. Von 1893 kann man die Stimme von Vivekananda hören auf Englisch.

Vivekananda hat dann auch ein paar Jahre in Amerika verbracht und hat eine kleine Schülerschar um sich versammelt, hat die dann auch unterwiesen. Er ist aber dann nach mehreren Jahren wieder zurückgekehrt.

Er hat auch Vorträge gehalten in Amerika, hat natürlich auch Einnahmen über diese Vorträge generiert, ist dann zurückgekommen nach Kolkata und hat das ganze Geld, was er da eigentlich genommen hat natürlich abgegeben oder nicht natürlich, aber ja, noblerweise abgegeben.

Also er hätte eigentlich reich werden können durch seine Vortragstätigkeit, er hat eben dann auch Schüler unterwiesen. Ramakrishna hatte aber schon vorausgesagt, dass, wenn Vivekananda einmal weiß, wer er ist, dann würde er sofort die Welt verlassen und deswegen hat Ramakrishna auch verhindert, dass Vivekananda das so schnell erfuhr.

Vivekananda war ein erstaunlicher Überflieger. Er hat dann doch gewisse spirituelle Einsichten gewonnen, die ihm das Hiersein auf dieser Erde verleideten, was dann dazu führte, dass er, ich glaube, mit 43 Jahren war der alt, dass er dann auch schon die Erde verlassen hat, ich glaube, das war 1903.

Ja, Kriya-Yoga also nur indirekt also mit diesem Ramakrishna verbunden. Aber, ich glaube, man kann sagen, dass Ramakrishna den Weg bereitet hat in der Form, dass er den ersten Yogi nach Amerika schickte, in Form von Vivekananda …

Ob man jetzt sagen kann, Ramakrishna schickte ihn, aber er hatte zumindest vorbereitet, dass ein Vivekananda entstand und dann nach Amerika ging. Denn Ramakrishna ist ja schon 1886 gegangen von dieser Erde und der Vivekananda ist ja erst 1893 nach Boston oder nach Amerika, zu diesem Konvent.

Er hat halt da in gewisser Weise schon den Weg geebnet, dass es dann Yogananda nicht mehr so schwer hatte. Also die Amerikaner wussten dann schon, dass es da in Indien möglicherweise etwas Herausragendes gibt, weil dieser Vivekananda in Amerika einen sehr guten Eindruck hinterließ.

Darauf konnte dann Yogananda aufbauen und vielleicht wäre es anders gar nicht möglich gewesen, dass er damals seine eigene Organisation aufbauen konnte. Weil das ist eine phänomenale Leistung, so etwas zu schaffen in einem fremden Land, was sicher auch weidlich vorbereitet sein musste von den Mächten aus höheren Welten.

Ich glaube, da gibt es keinen Zweifel daran, wenn man das sich das mal genauer ansieht. In dieser Form gibt es eine gewisse indirekte Verbindung zwischen Ramakrishna und Yogananda.

Es ist zumindest sehr lesenswert, die Biografie zu Ramakrishna, die ausführliche, es gibt da auch ein paar kurze Biografien. Aber die sind eigentlich nicht besonders ergiebig oder da bekommt man nicht den Eindruck, den man erhalten kann, wenn man diese Isherwood Biografie zu Händen nimmt und deswegen auch meine Neigung, das mal zu übersetzen.

Das war es jetzt für heute über Ramakrishna. Hari OM Tat Sat, ich wünsche euch alles Gute, bis zum nächsten Mal, Namaste.

Der heutige Song zu Ehren von Ramakrishna

Oh Ramakrishna, heiliger Weiser

Oh Ramakrishna, heiliger Weiser,
Ein Stern im Tempel von Dakshineshwar, so leise.
In deinem Herzen brannte das göttliche Licht,
Ein Feuer der Liebe, das niemals erlischt.

Du Meister der Hingabe, in Ekstase versunken,
Dein Geist in der Wahrheit tief eingetunken.
Mit jeder Vision, mit jedem Gebet,
Zeigtest du den Weg, der über alles geht.

Die Göttin Kali war deine Mutter und Macht,
Du dientest ihr treu in jeder Nacht.
In deinem Blick lag ein göttliches Sehnen,
Ein Ruf der Einheit, ein Ende der Tränen.

Oh Brücke der Religionen, so voller Gnade,
Du lehrtest, dass Wahrheit in allem gerade.
Ob Moslem, ob Christ, ob Hindu zugleich,
Du zeigtest, der Weg ist in jedem reich.

Deine Worte waren wie sanfter Wind,
Der Frieden in die Herzen der Suchenden bringt.
Deine Taten wie Blumen, so rein und klar,
Ein Duft der Liebe, der ewig war.

Oh Ramakrishna, Verkörperung der Einheit,
Du führtest die Welt zur göttlichen Freiheit.
Durch Vivekananda deine Botschaft getragen,
Erblüht dein Vermächtnis in unseren Tagen.

Wir singen dein Lob, wir preisen dein Sein,
Ein heiliger Lehrer, so demütig, so rein.
Oh Tempelweiser, von Gott auserwählt,
Deine Liebe hat die Herzen erhellt.

Möge dein Licht uns ewiglich leiten,
Inmitten der Dunkelheit, durch alle Zeiten.
Oh Ramakrishna, dir sei unser Dank,
Du göttlicher Meister, so still, so frank.